Es gibt und gab in der Hardcoreszene ja schon immer Inhalte, die fragwürdig bzw. nicht unbedingt explizit politisch links waren... gerade bei Bands wie Agnostic Front, Madball, Warzone, Sheer Terror, Slapshot, Sick Of It All, Judge etc. pp.
Trotzdem waren die Bands im Zweifelsfall zu verorten. Auch wenn sie für manche Leute schwer erträgliche Ansichten hatten, waren es doch keine Faschisten.
Doch was sich zur Zeit unter dem Etikett NSHC formiert, nämlich explizit nationalsozialistische Hardcorebands (wobei das alleine schon ein Oxymoron ist), ist schlicht und ergreifend zum Kotzen.
Ich möchte hier nicht essayistisch die ganze Bedeutung und Geschichte aufrollen, dazu bin ich erstens zu faul, und zweitens kann das jeder selbst im Netz nachlesen, wenn er NSHC googelt, und zwar von beiden Seiten... wobei die rechte zumindest dazu taugt, sich zu informieren, von welchen Bands man lieber die Finger läßt, denn vieles ist erst auf den zweiten Blick als NSHC erkennbar.
Ich möchte mit diesem Beitrag nur kurz auf die Problematik aufmerksam machen.
Es kann nicht angehen, daß wieder eine Subkultur von Neonazis vereinnahmt wird, wie es mit der Skinheadbewegung schon einmal geschehen ist.
Dafür ist sie mir zu wichtig.
*edit*
Hier doch noch eine Mailadresse, die führt zu einem gut gemachten und informativen Reader über dieses Thema:
http://ausschalten.wordpress.com/
Samstag, 7. August 2010
Freitag, 6. August 2010
Blick in den Abgrund
Ich bin es ja von Berufs wegen eigentlich gewohnt, mit psychisch Kranken umzugehen. Die bizarren Erlebnisse, die mir das teilweise schon beschert hat, würden einige Kladden füllen.
Beunruhigt war ich dabei äußerst selten... teilweise nicht einmal, wenn ich körperlich bedroht wurde.
Anders ist es, wenn man dem blanken Wahnsinn in der freien Wildbahn begegnet... und damit meine ich nicht irgendwelche Irren am Bahnhof oder an Straßenbahnhaltestellen, auch die kennt man schon seit Jahren vom Sehen her und macht sich höchstens Gedanken, wenn sie mal eine zeitlang fehlen.
Nein, ich meine Wildfremde, die sich einen Moment lang offenbaren und dabei schwindelerregende Abgründe zur Schau stellen, die einen mit einer sich eklig anfühlenden Gänsehaut des Grauens den Heimweg antreten lassen, wissend, daß da draußen etwas unterwegs ist, was man gar nicht so genau wissen will... bzw. dessen Leben man auch nicht mal ansatzweise führen möchte.
Es muß wohl vor zwei oder drei Jahren gewesen sein:
ich stieg am Entenfang aus der Bahn und ging die Lameystraße entlang nach Hause. In gemessenem Abstand lief vor mir eine junge Frau, von der ich annahm, sie sei hübsch, zumindest ließ das, was ich von ihr sehen konnte, diesen Schluß zu.
Sie war bereits am PENNY- Markt, ich noch auf Höhe des Parkplatzes desselben, als mir plötzlich ein Typ den Weg versperrte... blaue Trainingsjacke, dreckige Jeans, fettiges Haar und ein altmodisches Kassengestell, dahinter ein debiler Gesichtsausdruck, der auch dem Unbedarftesten klargemacht hätte, daß da nicht viel zu holen war.
Er grinste mich an, schaute kurz der Frau hinterher und sagte dann mit verschwörerischem Unterton:
"Das da ist meine Freundin."
Und bevor ich auch nur irgendwie reagieren konnte, war er bereits wieder auf dem Parkplatzgelände verschwunden.
Ich habe ihn nie wiedergesehen... aber diese geschätzt fünf Sekunden an jenem Abend sorgen auch heute noch bei mir für ein flaues Gefühl in der Magengegend.
Scary, isn't it?
Beunruhigt war ich dabei äußerst selten... teilweise nicht einmal, wenn ich körperlich bedroht wurde.
Anders ist es, wenn man dem blanken Wahnsinn in der freien Wildbahn begegnet... und damit meine ich nicht irgendwelche Irren am Bahnhof oder an Straßenbahnhaltestellen, auch die kennt man schon seit Jahren vom Sehen her und macht sich höchstens Gedanken, wenn sie mal eine zeitlang fehlen.
Nein, ich meine Wildfremde, die sich einen Moment lang offenbaren und dabei schwindelerregende Abgründe zur Schau stellen, die einen mit einer sich eklig anfühlenden Gänsehaut des Grauens den Heimweg antreten lassen, wissend, daß da draußen etwas unterwegs ist, was man gar nicht so genau wissen will... bzw. dessen Leben man auch nicht mal ansatzweise führen möchte.
Es muß wohl vor zwei oder drei Jahren gewesen sein:
ich stieg am Entenfang aus der Bahn und ging die Lameystraße entlang nach Hause. In gemessenem Abstand lief vor mir eine junge Frau, von der ich annahm, sie sei hübsch, zumindest ließ das, was ich von ihr sehen konnte, diesen Schluß zu.
Sie war bereits am PENNY- Markt, ich noch auf Höhe des Parkplatzes desselben, als mir plötzlich ein Typ den Weg versperrte... blaue Trainingsjacke, dreckige Jeans, fettiges Haar und ein altmodisches Kassengestell, dahinter ein debiler Gesichtsausdruck, der auch dem Unbedarftesten klargemacht hätte, daß da nicht viel zu holen war.
Er grinste mich an, schaute kurz der Frau hinterher und sagte dann mit verschwörerischem Unterton:
"Das da ist meine Freundin."
Und bevor ich auch nur irgendwie reagieren konnte, war er bereits wieder auf dem Parkplatzgelände verschwunden.
Ich habe ihn nie wiedergesehen... aber diese geschätzt fünf Sekunden an jenem Abend sorgen auch heute noch bei mir für ein flaues Gefühl in der Magengegend.
Scary, isn't it?
Im Wunderland der verlorenen Platten
Was eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist:
mich an freien Tagen meiner Plattensammlung zu widmen. Neben selten Gehörtem tauchen mittlerweile immer mehr ungehörte Scheiben auf, sei es, weil man gerade keine Lust dazu hatte und sie trotz aller guten Vorsätze ins Regal gewandert sind, sei es, weil man sich drei Alben gekauft hat, beim erstbesten hängenblieb und aufgrund assoziativer Querverweise bei allem möglichen landete, nur nicht da, wo man eigentlich hinsollte und -wollte.
Mittlerweile tauchen Platten auf, von denen ich gar nicht mehr wußte, daß ich sie überhaupt besitze. Das gibt dem Vorgang natürlich einen Hauch von enormer Dekadenz.
Denn- das wird sich der vom Plattensammlerwahn weitgehend freie Leser fragen- was ist der Sinn und Zweck des Ganzen?
Platte um Platte anzuhäufen, vor einem unübersichtlichen Regal stehen und dennoch immer dieselben 200 Alben zu hören? Bzw.: ob das Ganze nicht reine Jagd nach Stückzahlen sei, Musik zur bloßen Ware verkommt, überhaupt noch einen nachvollziehbaren Stellenwert hat?
Das sind mit Sicherheit berechtigte Fragen.
Die Antwort wäre für alles nach "Bzw." ein einfaches "nein". Das wäre aber tiefenpsychologisch nicht weiter verwertbar, außer der Onkel Doktor diagnostizierte eine Art spätpubertärer Trotzreaktion.
Deswegen ein einfacher Erklärungsversuch: abgesehen von der Tatsache, daß manche Leute ihr Auto tunen, in gereiftem Alter irgendwelche jugendlichen Dumpfbacken in Paninialben kleben(wobei die Parade der mittlerweile erschreckend identischen Hackfressen aufgrund ihrer Abwesenheit von Schnauzbärten und Scheißfrisuren seit Ende der 80er auch immer langweiliger wird), oder aus in Kunstharz eingegossenem Hundekot Mobiles basteln (nun gut, das ist reine Spekulation, aber wundern würde es mich auch nicht), ist das Sammeln von Platten ein Hobby wie jedes andere auch, wie es jeder hat oder zumindest haben sollte.
Zudem ist es eines, über das man nicht nur wunderbare Nerdgespräche führen kann, sondern das sich auch einfach teilen läßt... wer jemals mit einem ihm wichtigen Menschen auf ein bestimmtes Lied ausgeflippt ist, wird das nachvollziehen können.
Jeder, der etwas mit Leidenschaft tut, wird wissen, was für einen Zugewinn er sich damit im Leben erworben hat... sei es nun das Basteln von Buddelschiffen, das Sammeln von Gipsfigürchen oder das Herumjuckeln mit dem Fahrrad über Stock und Stein.
Hauptsache, man wird zeitlebens kein "reiner Durchgang für die Nahrung" (da Vinci).
Und das Allerwichtigste an diesem ganzen Sermon: ich liebe Musik.
Seit ich ein Kind war, gibt es für mich kaum etwas Wichtigeres. Nichts, was meine momentane Stimmung genauso wiederspiegeln, mich so schnell aufbauen und in den falschen Momenten schier in Tränen ausbrechen lassen oder mehr zu einem gelungenen oder mißratenen Abend beitragen kann.
Bin ich in einem Club, in dem die Musik beschissen ist, gibt es kaum noch etwas, was den Abend retten kann... anregende Gespräche vielleicht noch, aber da ich mich zumeist mit Leuten umgebe, bei denen die Beschallung einen ähnlichen Stellenwert genießt wie bei mir, läuft das Ganze bei beiderseits sinkendem Stimmungsbarometer letztendlich irgendwann auf ein gelangweiltes Anschweigen hinaus (das gilt nur in Clubs oder auf Konzerten, wohlgemerkt... trifft man sich in einer Kneipe, erwartet man normalerweise nicht, daß der Abend bei Hintergrundbeschallung in einen Tanzmarathon ausartet).
Und die Frau seiner Träume begegnet einem selten mal auf langweiligen Clubabenden, sonst wären es keine; und langweilige Clubabende, auf denen man die Frau seiner Träume trifft, dauern gefühlte 5 Minuten, in denen auch das Gesamtwerk von Michael Bolton laufen könnte, ohne daß man es bemerken würde.
Nein: mehr Platten zu besitzen, als ich jemals würde hören können, war einer meiner Kindheitsträume, die ich mir erfüllt habe. Punkt.
Darin zu stöbern und bislang sträflich Ignoriertes zu entdecken, macht fast soviel Spaß, wie in einer Art Jäger- und- Sammler- Stimmung in einem Plattenladen Langgesuchtes zu finden, oder die Genugtuung, nachdem man stundenlang von einem Ohrwurm geplagt wurde, daheim einfach ins betreffende Regal greifen und sich das Stück anhören zu können.
Ich liebe das; und ich würde es niemals gegen irgendwelche anderen Hauptinteressen tauschen.
P.S.: ich habe gerade die "Jack Pepsi"- EP von Tad im Regal entdeckt. Großer Spaß.
mich an freien Tagen meiner Plattensammlung zu widmen. Neben selten Gehörtem tauchen mittlerweile immer mehr ungehörte Scheiben auf, sei es, weil man gerade keine Lust dazu hatte und sie trotz aller guten Vorsätze ins Regal gewandert sind, sei es, weil man sich drei Alben gekauft hat, beim erstbesten hängenblieb und aufgrund assoziativer Querverweise bei allem möglichen landete, nur nicht da, wo man eigentlich hinsollte und -wollte.
Mittlerweile tauchen Platten auf, von denen ich gar nicht mehr wußte, daß ich sie überhaupt besitze. Das gibt dem Vorgang natürlich einen Hauch von enormer Dekadenz.
Denn- das wird sich der vom Plattensammlerwahn weitgehend freie Leser fragen- was ist der Sinn und Zweck des Ganzen?
Platte um Platte anzuhäufen, vor einem unübersichtlichen Regal stehen und dennoch immer dieselben 200 Alben zu hören? Bzw.: ob das Ganze nicht reine Jagd nach Stückzahlen sei, Musik zur bloßen Ware verkommt, überhaupt noch einen nachvollziehbaren Stellenwert hat?
Das sind mit Sicherheit berechtigte Fragen.
Die Antwort wäre für alles nach "Bzw." ein einfaches "nein". Das wäre aber tiefenpsychologisch nicht weiter verwertbar, außer der Onkel Doktor diagnostizierte eine Art spätpubertärer Trotzreaktion.
Deswegen ein einfacher Erklärungsversuch: abgesehen von der Tatsache, daß manche Leute ihr Auto tunen, in gereiftem Alter irgendwelche jugendlichen Dumpfbacken in Paninialben kleben(wobei die Parade der mittlerweile erschreckend identischen Hackfressen aufgrund ihrer Abwesenheit von Schnauzbärten und Scheißfrisuren seit Ende der 80er auch immer langweiliger wird), oder aus in Kunstharz eingegossenem Hundekot Mobiles basteln (nun gut, das ist reine Spekulation, aber wundern würde es mich auch nicht), ist das Sammeln von Platten ein Hobby wie jedes andere auch, wie es jeder hat oder zumindest haben sollte.
Zudem ist es eines, über das man nicht nur wunderbare Nerdgespräche führen kann, sondern das sich auch einfach teilen läßt... wer jemals mit einem ihm wichtigen Menschen auf ein bestimmtes Lied ausgeflippt ist, wird das nachvollziehen können.
Jeder, der etwas mit Leidenschaft tut, wird wissen, was für einen Zugewinn er sich damit im Leben erworben hat... sei es nun das Basteln von Buddelschiffen, das Sammeln von Gipsfigürchen oder das Herumjuckeln mit dem Fahrrad über Stock und Stein.
Hauptsache, man wird zeitlebens kein "reiner Durchgang für die Nahrung" (da Vinci).
Und das Allerwichtigste an diesem ganzen Sermon: ich liebe Musik.
Seit ich ein Kind war, gibt es für mich kaum etwas Wichtigeres. Nichts, was meine momentane Stimmung genauso wiederspiegeln, mich so schnell aufbauen und in den falschen Momenten schier in Tränen ausbrechen lassen oder mehr zu einem gelungenen oder mißratenen Abend beitragen kann.
Bin ich in einem Club, in dem die Musik beschissen ist, gibt es kaum noch etwas, was den Abend retten kann... anregende Gespräche vielleicht noch, aber da ich mich zumeist mit Leuten umgebe, bei denen die Beschallung einen ähnlichen Stellenwert genießt wie bei mir, läuft das Ganze bei beiderseits sinkendem Stimmungsbarometer letztendlich irgendwann auf ein gelangweiltes Anschweigen hinaus (das gilt nur in Clubs oder auf Konzerten, wohlgemerkt... trifft man sich in einer Kneipe, erwartet man normalerweise nicht, daß der Abend bei Hintergrundbeschallung in einen Tanzmarathon ausartet).
Und die Frau seiner Träume begegnet einem selten mal auf langweiligen Clubabenden, sonst wären es keine; und langweilige Clubabende, auf denen man die Frau seiner Träume trifft, dauern gefühlte 5 Minuten, in denen auch das Gesamtwerk von Michael Bolton laufen könnte, ohne daß man es bemerken würde.
Nein: mehr Platten zu besitzen, als ich jemals würde hören können, war einer meiner Kindheitsträume, die ich mir erfüllt habe. Punkt.
Darin zu stöbern und bislang sträflich Ignoriertes zu entdecken, macht fast soviel Spaß, wie in einer Art Jäger- und- Sammler- Stimmung in einem Plattenladen Langgesuchtes zu finden, oder die Genugtuung, nachdem man stundenlang von einem Ohrwurm geplagt wurde, daheim einfach ins betreffende Regal greifen und sich das Stück anhören zu können.
Ich liebe das; und ich würde es niemals gegen irgendwelche anderen Hauptinteressen tauschen.
P.S.: ich habe gerade die "Jack Pepsi"- EP von Tad im Regal entdeckt. Großer Spaß.
Aus dem toten Winkel
Schreiben, das weiß jeder, der sich auch nur annähernd professionell damit beschäftigt, ist Arbeit.
Wenn man längere Zeit aus der Übung ist, ist man komplett draußen. Keine Inspiration kommt einem da zu Hilfe, die einen schlagartig wieder sechs Stunden am Stück wie wahnsinnig in die Tasten hauen läßt, wie das der Fall ist, wenn man sich eine Arbeit vorgenommen hat und sie schon länger verfolgt.
Nein, ist man aus der Übung, fallen einem die einfachsten Dinge schwer; Metaphern sind ranzig, der Satzbau auch nach mehrmaligen Versuchen eine pure Katastrophe, und die Muse, die einem in Momenten kreativer Höhepunkte barbusig auf den Schoß hüpft, muß erstmal mühsam wieder aus dem Keller hervorgekramt werden und hat anfangs etwas Quasimodohaftes.
Zumindest mir geht es gerade so.
Nach mehr oder minder erzwungener Kreativpause taste ich mich im absoluten Kriechgang wieder an das Sujet heran... rückblickend hat das bei "Erste Liebe" noch lange nicht so gut funktioniert, wie ich dachte.
"Erste Hürde" wäre durchaus der adäquatere Titel gewesen.
Ich weiß noch nicht, wo alles hinführt; jeder Tag ist ein Kampf gegen mich selbst, zuerst einmal die Überwindung, tatsächlich wieder tätig zu werden und danach der, das Ergebnis auf die Menschheit loszulassen, sich bewußt werdend, daß es negative Kritik hageln wird, ja, hageln MUSS, um daraus zu lernen und zu seinem selbstgesetzten Standard zurückzukehren.
Schön, wenn man sich wieder den Luxus erlauben kann, so etwas als Problem zu betrachten.
Heutiges Ergebnis meiner Bemühungen ist folgende kleine Geschichte. Ich weiß nicht, ob sie gut ist; mögen würde ich sie jedenfalls, wenn sie jemand anderes verfaßt hätte. Jedenfalls wollte ich sie einfach aufschreiben; das habe ich hiermit getan.
Der G_lgenm_nn
Die sterbende Erdkröte lag im Rinnstein, und als letztmögliche Bewegung zuckte eines ihrer Hinterbeine noch krampfhaft... ein verzweifeltes Rudern im Straßenstaub, der an ihrer Unterseite klebte wie Panade, während der obere Teil ihres Körpers in der Sonne bereits dermaßen vertrocknet war, daß er an gebeiztes Leder erinnerte.
Ob ihre milchig trüben Augen ihn wahrnahmen, ob sie überhaupt noch etwas sah: er konnte nur spekulieren.
Aber dennoch beschloß er, freundlich zu sein: es war kein Fehler, im Angesicht des Todes ein gewisses Maß an Empathie zu zeigen.
Er legte sich auf das Trottoir, sein Gesicht in Höhe des zuckenden Krötenkörpers, und drehte den Kopf in dessen Richtung.
"Na, das war's dann wohl, mein Freund?"
Das klang unangemessen sarkastisch, wie er sich selbst eingestehen mußte. Vielleicht sollte er als Zeichen seiner durchaus ehrenwerten Absichten versuchen, anderweitig Kontakt zu dem dahinsiechenden Tier aufzunehmen, in der vagen Hoffnung, den nebulösen Schleier verlöschenden Lebens zu durchbrechen.
"Quak", sagte er. "Quak quak?"
Die Sonne, die trotz der frühen Morgenstunde bereits unbarmherzig den Asphalt aufwärmte, trocknete langsam den Urin im Schritt seiner verdreckten Hose.
Heute war ein guter Tag zum Sterben.
Das war sein erster Gedanke, als er an einem schartigen Stein seinen Stiefelabsatz von den letzten Überresten der zerstampften Erdkröte befreite.
Er hatte den Beweis angetreten: lag man heute irgendwo und wartete auf seine letzte Stunde, gäbe es eine gute Chance, das Eingreifen einer höheren Macht herbeizurufen, die dem ganzen Elend mit einem Schlag ein Ende bereiten würde.
Hooka Hey, wie die Indianer sagten... er würde sich in aller Ruhe auf die Weide ein gutes Stück außerhalb des Dorfes legen und dort auf sein Ende warten, bereit dazu, den Atem Gottes zu spüren, der ihn aus seinem niederen Dasein befreien würde.
Hooka Hey.
Die Mittagshitze schien die Luft um ihn herum in eine gallertartige Masse zu verwandeln, als er im frischgemähten Gras lag, das morsche, wurmstichige Gebälk der Pferdekoppel hinter sich, das sich seinem Blick entzog, so sehr er es auch suchte.
Er suchte auch die Gemeinsamkeit: ein verwitterter Pfosten, ausgewaschen und von der Sonne dermaßen vertrocknet, daß ein Funke reichen würde, ihn zu entzünden und gnadenlos zu vernichten, alles um ihn herum mit in den Untergang reißend.
Er würde dem zuvorkommen: er tat der Menschheit und sich selbst den Gefallen, im gleißenden Licht der in ihrem Zenith stehenden Sonne auf die Dehydration zu warten, die seine Nieren versagen lassen würde.
Regungslos lag er da, selbst als eine blauschimmernde Schmeißfliege träge über sein Gesicht kroch.
Zeit, sich zu erinnern, was ihn hierhergeführt hatte... unterstützt wurde dieses Vorhaben durch den fliegenbeininduzierten Niesreiz, der ihn plötzlich überkam und seinen Oberkörper in die Höhe riß, als er schlagartig in seine offene rechte Hand prustete.
Im Gegenlicht betrachtete er seine dürren, zitternden Finger und den hauchdünn zerfaserten Schleim dazwischen, fein wie ein Spinnennetz.
Fast war es ihm, als seien die Fäden, die ihn in den letzten Jahren immer weiter eingewickelt hatte, bis es ihm unmöglich war, sich aus eigener Kraft daraus zu befreien, nun endlich sichtbar gemacht.
Das "Dr." vor dem Namen in seinem Personalausweis: es war bereits so lange her, daß er sich kaum noch daran erinnern konnte, wie es zustandegekommen war.
Er war immer noch da.
Ein letztes Rot stand über dem Horizont, wie ein aufgespannter Streifen blutiger Gaze.
In seiner Schulzeit hatten sie ein Spiel, das man Galgenmännchen nannte: er erinnerte sich, als sei es gestern gewesen, die zurückliegenden Jahre gnädig überspringend.
Man mußte ein Wort erraten, indem man einzelne Buchstaben nannte, um die Striche aufzufüllen, die an die Schultafel gemalt waren... für falsche Buchstaben wurde ein Kreidegalgen daneben errichtet, an dem- konnte man das Wort nicht nennen- ein Strichmännchen baumelte.
Erriet man das Wort vorher, fehlte dem Männchen ein Arm oder ein Bein, aber es durfte weiterleben. Es MUSSTE weiterleben, mit dem Kopf in der Schlinge.
Wer hatte geraten? Wie lautete das Wort?
Er wußte es nicht, nur ungefähre Vermutungen zirkulierten in seinem Kopf, nicht greifbar, nicht diskutabel, nicht mehr ernstzunehmen, seit er sich aus den Kreisen verabschiedet hatte, in denen er früher ein gerngesehener Gast war.
Nun war er nur noch der G_lgenm-nn, darauf wartend, endlich vervollständigt zu werden.
Der Vollmond war nun deutlich von seinem Liegeplatz aus zu sehen... in seinem kalten Widerschein starrte er in dessen pockennarbiges Gesicht.
Fast war es ihm, als erhöbe die Liebe ihr häßliches Haupt.
Wenn man längere Zeit aus der Übung ist, ist man komplett draußen. Keine Inspiration kommt einem da zu Hilfe, die einen schlagartig wieder sechs Stunden am Stück wie wahnsinnig in die Tasten hauen läßt, wie das der Fall ist, wenn man sich eine Arbeit vorgenommen hat und sie schon länger verfolgt.
Nein, ist man aus der Übung, fallen einem die einfachsten Dinge schwer; Metaphern sind ranzig, der Satzbau auch nach mehrmaligen Versuchen eine pure Katastrophe, und die Muse, die einem in Momenten kreativer Höhepunkte barbusig auf den Schoß hüpft, muß erstmal mühsam wieder aus dem Keller hervorgekramt werden und hat anfangs etwas Quasimodohaftes.
Zumindest mir geht es gerade so.
Nach mehr oder minder erzwungener Kreativpause taste ich mich im absoluten Kriechgang wieder an das Sujet heran... rückblickend hat das bei "Erste Liebe" noch lange nicht so gut funktioniert, wie ich dachte.
"Erste Hürde" wäre durchaus der adäquatere Titel gewesen.
Ich weiß noch nicht, wo alles hinführt; jeder Tag ist ein Kampf gegen mich selbst, zuerst einmal die Überwindung, tatsächlich wieder tätig zu werden und danach der, das Ergebnis auf die Menschheit loszulassen, sich bewußt werdend, daß es negative Kritik hageln wird, ja, hageln MUSS, um daraus zu lernen und zu seinem selbstgesetzten Standard zurückzukehren.
Schön, wenn man sich wieder den Luxus erlauben kann, so etwas als Problem zu betrachten.
Heutiges Ergebnis meiner Bemühungen ist folgende kleine Geschichte. Ich weiß nicht, ob sie gut ist; mögen würde ich sie jedenfalls, wenn sie jemand anderes verfaßt hätte. Jedenfalls wollte ich sie einfach aufschreiben; das habe ich hiermit getan.
Der G_lgenm_nn
Die sterbende Erdkröte lag im Rinnstein, und als letztmögliche Bewegung zuckte eines ihrer Hinterbeine noch krampfhaft... ein verzweifeltes Rudern im Straßenstaub, der an ihrer Unterseite klebte wie Panade, während der obere Teil ihres Körpers in der Sonne bereits dermaßen vertrocknet war, daß er an gebeiztes Leder erinnerte.
Ob ihre milchig trüben Augen ihn wahrnahmen, ob sie überhaupt noch etwas sah: er konnte nur spekulieren.
Aber dennoch beschloß er, freundlich zu sein: es war kein Fehler, im Angesicht des Todes ein gewisses Maß an Empathie zu zeigen.
Er legte sich auf das Trottoir, sein Gesicht in Höhe des zuckenden Krötenkörpers, und drehte den Kopf in dessen Richtung.
"Na, das war's dann wohl, mein Freund?"
Das klang unangemessen sarkastisch, wie er sich selbst eingestehen mußte. Vielleicht sollte er als Zeichen seiner durchaus ehrenwerten Absichten versuchen, anderweitig Kontakt zu dem dahinsiechenden Tier aufzunehmen, in der vagen Hoffnung, den nebulösen Schleier verlöschenden Lebens zu durchbrechen.
"Quak", sagte er. "Quak quak?"
Die Sonne, die trotz der frühen Morgenstunde bereits unbarmherzig den Asphalt aufwärmte, trocknete langsam den Urin im Schritt seiner verdreckten Hose.
Heute war ein guter Tag zum Sterben.
Das war sein erster Gedanke, als er an einem schartigen Stein seinen Stiefelabsatz von den letzten Überresten der zerstampften Erdkröte befreite.
Er hatte den Beweis angetreten: lag man heute irgendwo und wartete auf seine letzte Stunde, gäbe es eine gute Chance, das Eingreifen einer höheren Macht herbeizurufen, die dem ganzen Elend mit einem Schlag ein Ende bereiten würde.
Hooka Hey, wie die Indianer sagten... er würde sich in aller Ruhe auf die Weide ein gutes Stück außerhalb des Dorfes legen und dort auf sein Ende warten, bereit dazu, den Atem Gottes zu spüren, der ihn aus seinem niederen Dasein befreien würde.
Hooka Hey.
Die Mittagshitze schien die Luft um ihn herum in eine gallertartige Masse zu verwandeln, als er im frischgemähten Gras lag, das morsche, wurmstichige Gebälk der Pferdekoppel hinter sich, das sich seinem Blick entzog, so sehr er es auch suchte.
Er suchte auch die Gemeinsamkeit: ein verwitterter Pfosten, ausgewaschen und von der Sonne dermaßen vertrocknet, daß ein Funke reichen würde, ihn zu entzünden und gnadenlos zu vernichten, alles um ihn herum mit in den Untergang reißend.
Er würde dem zuvorkommen: er tat der Menschheit und sich selbst den Gefallen, im gleißenden Licht der in ihrem Zenith stehenden Sonne auf die Dehydration zu warten, die seine Nieren versagen lassen würde.
Regungslos lag er da, selbst als eine blauschimmernde Schmeißfliege träge über sein Gesicht kroch.
Zeit, sich zu erinnern, was ihn hierhergeführt hatte... unterstützt wurde dieses Vorhaben durch den fliegenbeininduzierten Niesreiz, der ihn plötzlich überkam und seinen Oberkörper in die Höhe riß, als er schlagartig in seine offene rechte Hand prustete.
Im Gegenlicht betrachtete er seine dürren, zitternden Finger und den hauchdünn zerfaserten Schleim dazwischen, fein wie ein Spinnennetz.
Fast war es ihm, als seien die Fäden, die ihn in den letzten Jahren immer weiter eingewickelt hatte, bis es ihm unmöglich war, sich aus eigener Kraft daraus zu befreien, nun endlich sichtbar gemacht.
Das "Dr." vor dem Namen in seinem Personalausweis: es war bereits so lange her, daß er sich kaum noch daran erinnern konnte, wie es zustandegekommen war.
Er war immer noch da.
Ein letztes Rot stand über dem Horizont, wie ein aufgespannter Streifen blutiger Gaze.
In seiner Schulzeit hatten sie ein Spiel, das man Galgenmännchen nannte: er erinnerte sich, als sei es gestern gewesen, die zurückliegenden Jahre gnädig überspringend.
Man mußte ein Wort erraten, indem man einzelne Buchstaben nannte, um die Striche aufzufüllen, die an die Schultafel gemalt waren... für falsche Buchstaben wurde ein Kreidegalgen daneben errichtet, an dem- konnte man das Wort nicht nennen- ein Strichmännchen baumelte.
Erriet man das Wort vorher, fehlte dem Männchen ein Arm oder ein Bein, aber es durfte weiterleben. Es MUSSTE weiterleben, mit dem Kopf in der Schlinge.
Wer hatte geraten? Wie lautete das Wort?
Er wußte es nicht, nur ungefähre Vermutungen zirkulierten in seinem Kopf, nicht greifbar, nicht diskutabel, nicht mehr ernstzunehmen, seit er sich aus den Kreisen verabschiedet hatte, in denen er früher ein gerngesehener Gast war.
Nun war er nur noch der G_lgenm-nn, darauf wartend, endlich vervollständigt zu werden.
Der Vollmond war nun deutlich von seinem Liegeplatz aus zu sehen... in seinem kalten Widerschein starrte er in dessen pockennarbiges Gesicht.
Fast war es ihm, als erhöbe die Liebe ihr häßliches Haupt.
Donnerstag, 5. August 2010
Life On Mars
Gestern ist Hamburg endgültig geplatzt.
Natürlich nicht in der Realität; aber meine letzte Option war ein Zimmer in einer 2er- WG, bei dem sich mein designierter Mitbewohner dann gestern doch kurzfristig entschloß, es anderweitig zu vergeben.
Und nun?
Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll, daß mir die Entscheidung nun doch abgenommen wurde, zumindest einmal vorerst. Aber ein Gefühl der Erleichterung kann ich mir dennoch nicht verhehlen.
Daß ich in den letzten beiden Tagen die komplette zweite Staffel der BBC- Serie "Life On Mars" auf DVD geschaut habe, paßt irgendwie dazu:
der Protagonist hat in der Jetztzeit einen Autounfall und landet im Wachkoma im Jahr 1973, in dem er versucht, wieder zurück nach Hause ins Jahr 2003 zu kommen... und als er dies endlich schafft, merkt er, wie sehr er plötzlich seine nun gewohnte Umgebung vermißt, die ihn eigentlich nur völlig angekotzt hat, als er sich noch gezwungenermaßen dort befand.
Kommt mir ziemlich bekannt vor.
Natürlich nicht in der Realität; aber meine letzte Option war ein Zimmer in einer 2er- WG, bei dem sich mein designierter Mitbewohner dann gestern doch kurzfristig entschloß, es anderweitig zu vergeben.
Und nun?
Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll, daß mir die Entscheidung nun doch abgenommen wurde, zumindest einmal vorerst. Aber ein Gefühl der Erleichterung kann ich mir dennoch nicht verhehlen.
Daß ich in den letzten beiden Tagen die komplette zweite Staffel der BBC- Serie "Life On Mars" auf DVD geschaut habe, paßt irgendwie dazu:
der Protagonist hat in der Jetztzeit einen Autounfall und landet im Wachkoma im Jahr 1973, in dem er versucht, wieder zurück nach Hause ins Jahr 2003 zu kommen... und als er dies endlich schafft, merkt er, wie sehr er plötzlich seine nun gewohnte Umgebung vermißt, die ihn eigentlich nur völlig angekotzt hat, als er sich noch gezwungenermaßen dort befand.
Kommt mir ziemlich bekannt vor.
Donnerstag, 29. Juli 2010
DANKE, Eva Herman!
Danke, daß Sie jemandem, der die Loveparade über Jahre hinweg nur als weitgehend verspackte Veranstaltung wahrgenommen hat, die ihm gar fürchterbar am Arsch vorbeiging, und der aufgrund persönlichen Unbills in letzter Zeit diesem Unglück auch deswegen nicht die notwendige Aufmerksamkeit zuteilkommen ließ, die es verdient gehabt hätte,die Augen geöffnet haben.
Nämlich dafür, wo der Feind steht; gegen was er eigentlich die letzten 20 Jahre erbittert gekämpft hat.
Es ist nicht so sehr Ihre unvergleichliche Dreistigkeit, angesichts des Todes von mittlerweile 21 jungen Menschen in ihren publik gemachten Kommentaren ein derartiges Faß aufzumachen, wie Sie es jüngst taten;
sondern eher Ihr direkt aus dem mittlerweile scheinbar staubtrocken durchgebackenen Kommißkopf in die Tastatur gebröselter rumpeldummer, geradezu inferior alttestamentarischer Scheißdreck, der da jenseits von Gut, Böse und gesundem Menschenverstand dahinvegetiert, um vielleicht auch unbedarften Bürgern klarzumachen, welch Geistes Kind sich hinter Ihresgleichen sowie Ihren mit Sicherheit bisher als harmlos eingestuften Gesinnungsbrüdern der neuen evangelikalen Bewegung verbirgt.
Dafür danke ich Ihnen von Herzen; selten hat sich jemand, der auf einem anderen Planeten wahrscheinlich als "Querkopf" durchgehen würde, mit einem einzigen Kommentar dermaßen selbst beerdigt.
Für die Zukunft gilt nun einfach Fresse halten und hinsetzen. Und am besten sitzen bleiben.
Nämlich dafür, wo der Feind steht; gegen was er eigentlich die letzten 20 Jahre erbittert gekämpft hat.
Es ist nicht so sehr Ihre unvergleichliche Dreistigkeit, angesichts des Todes von mittlerweile 21 jungen Menschen in ihren publik gemachten Kommentaren ein derartiges Faß aufzumachen, wie Sie es jüngst taten;
sondern eher Ihr direkt aus dem mittlerweile scheinbar staubtrocken durchgebackenen Kommißkopf in die Tastatur gebröselter rumpeldummer, geradezu inferior alttestamentarischer Scheißdreck, der da jenseits von Gut, Böse und gesundem Menschenverstand dahinvegetiert, um vielleicht auch unbedarften Bürgern klarzumachen, welch Geistes Kind sich hinter Ihresgleichen sowie Ihren mit Sicherheit bisher als harmlos eingestuften Gesinnungsbrüdern der neuen evangelikalen Bewegung verbirgt.
Dafür danke ich Ihnen von Herzen; selten hat sich jemand, der auf einem anderen Planeten wahrscheinlich als "Querkopf" durchgehen würde, mit einem einzigen Kommentar dermaßen selbst beerdigt.
Für die Zukunft gilt nun einfach Fresse halten und hinsetzen. Und am besten sitzen bleiben.
Sonntag, 25. Juli 2010
Es gibt kein richtiges Leben im falschen.
Das denke ich mir jedesmal, wenn ich mir betrachte, wer alles Werbung für die BILD- Zeitung macht. Leute, denen man durchaus zugetraut hätte, ihre sieben Zwetschgen noch beisammenzuhaben, gehen für dieses Drecksblatt hausieren.
Das geht nicht. Gar nicht. Jeder, der es tut, ist bei mir automatisch untendurch, egal was er ansonsten noch so leistet.
Dabei hat meine Aversion weniger ideologische Gründe als solche, daß mir die Lektüre aufgrund ihrer Dumpf- und Stumpfheit verbunden mit widerwärtigster und zugleich abgekochtester Anbiederei bei einer zweckmäßig instrumentalisierten Klientel schon schier physischen Schmerz bereitet. Ekelhaft. Eine Ausgeburt von allem, was an der vielbeschworenen "deutschen Seele" hassenswert ist. So.
Kaufen mußte ich die BamS letzthin trotzdem, wegen dem Artikel über Andrea Mohr.
Aufgeschlagen, entnommen, und den Rest gleich ungelesen entsorgt, bevor noch jemand auf dumme Ideen kommt.
Daß ich manchmal die Sport- BILD lese, wenn sie irgendwo gratis ausliegt... geschenkt.
Allerdings hätte ich gerne einen Euro für jedes Mal, in der in selbiger in einer Schlagzeile das Wort "Geheim!" auftaucht.
Das geht nicht. Gar nicht. Jeder, der es tut, ist bei mir automatisch untendurch, egal was er ansonsten noch so leistet.
Dabei hat meine Aversion weniger ideologische Gründe als solche, daß mir die Lektüre aufgrund ihrer Dumpf- und Stumpfheit verbunden mit widerwärtigster und zugleich abgekochtester Anbiederei bei einer zweckmäßig instrumentalisierten Klientel schon schier physischen Schmerz bereitet. Ekelhaft. Eine Ausgeburt von allem, was an der vielbeschworenen "deutschen Seele" hassenswert ist. So.
Kaufen mußte ich die BamS letzthin trotzdem, wegen dem Artikel über Andrea Mohr.
Aufgeschlagen, entnommen, und den Rest gleich ungelesen entsorgt, bevor noch jemand auf dumme Ideen kommt.
Daß ich manchmal die Sport- BILD lese, wenn sie irgendwo gratis ausliegt... geschenkt.
Allerdings hätte ich gerne einen Euro für jedes Mal, in der in selbiger in einer Schlagzeile das Wort "Geheim!" auftaucht.
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