Ich habe gerade Besuch von meinem guten Freund Jannis aus Karlsruhe.
Und so fuhren wir heute in der S-Bahn kreuz und quer durch Berlin, als jemand ein paar Sitzreihen von uns entfernt etwas in barbarischer Lautstärke in unsere Richtung röhrte.
Ein vollbärtiger Penner in einem verdreckten Parka saß dort und brüllte was von "schwulen Säuen" und daß er davon "die Schnauze vollhätte" und sowas "in die Gaskammer gehöre".
Das ging so, bis er eine Haltestelle weiter ausstieg; davor ließ er sich aber nicht davon abhalten, uns noch einmal direkt als "schwule Säue" zu titulieren, vor uns strammzustehen und den Hitlergruß zu machen.
Da dachte ich mir: jetzt wo Jannis und ich durch solch einen charmanten, intelligenten jungen Mann offiziell zum Paar erklärt worden sind, müßte es mir eigentlich gut gehen.
Einen freien Tag mit dem frisch erkorenen Liebsten an der Seite zu verbringen; da fühlt man sich doch gleich seelisch im Einklang mit der Welt, dem Leben und dem Kosmos.
Freitag, 18. Februar 2011
Donnerstag, 17. Februar 2011
Die Erleuchtung des Wiglaf
Manchmal mag ich Wiglaf Droste, ab und zu geht er mir gehörig auf den Sack.
Das Verhältnis Autor- Leser ist also durchaus ambivalent; natürlich sind wir oft nicht einer Meinung, politisch wie auch allgemein weltanschaulich, aber jemand, der gern polemisiert, muß auch das Zeug dazu haben, zu polarisieren, ansonsten ist er ein Langweiler. Da muß ich Droste durchaus Potential zusprechen, was unser oben erwähntes Verhältnis nicht unkomplizierter macht.
Daß jemand, der gerne mal meint, den guten Geschmack verteidigen zu müssen, vor Jahren anläßlich eines VIVA- Interviews in Rüschenhemd und Goldbrokatweste gewandet aus meinem Fernseher herauslugte und somit sämtliche Mittelaltermarktsgeschmacksverbrechen zur Schau stellte, lasse ich gerade noch durchgehen.
Aber vielleicht würde er mich sowieso nicht ernstnehmen: folgt man der Logik seiner Schilderung einer Tankred- Dorst- Lesung, in der er sich hauptsächlich über den hessischen Akzent Dorsts lustig macht, der ja nicht mal -ha ha ha- richtig hochdeutsch lesen kann, dürfte ich mich mit meinem Pfälzer Dialekthochdeutsch ebenfalls in die vorderste Legasthenikerliga einreihen.
Droste selbst ist gebürtiger Ostwestfale und somit aus einer Gegend, in der sich der gesamte gesprochene Dialekt auf vereinzelte Wörter wie "dölmern" beschränkt. Ansonsten gibt es dort wohl keinen.
Daß er es deshalb keinen Fitzel nachvollziehen kann, wie schwer es für einen Süddeutschen ist, seine komplette dialektale Färbung zu tilgen: geschenkt.
Daß ich da für meinen Teil sowieso keinen Wert darauf lege, macht das "geschenkt" noch um einiges geschenkter.
Abgesehen davon hatte Tankred Dorst ein paar Übergebratene verdient. Daß man dazu sarkastisch seine Schwächen vorführt, mag ein legitimes Mittel zum Zweck sein.
Aber eines sollte Droste trotzdem lassen: bitte nichts mehr über Fußball schreiben. Denn davon hat er beim besten Willen keine Ahnung.
Er kann den 1. FC Kaiserslautern ("Kneipenschlägerverein") genau so wenig leiden wie die in seiner Darstellung großkotzigen Bayern aus München. Das sei ihm auch gelassen; wir haben heute unseren Großzügigen.
Peinlich wird es nur, wenn sich sein eigenes Fantum auf Borussia Dortmund konzentriert, und zwar seit der "Initialzündung am 31.03.1995".
Bedenkt man, daß dieser Club zu der Zeit auf einer Erfolgswelle schwamm,
die zur direkten Folge hatte, daß der BVB seinerzeit an Widerwärtigkeit und Größenwahn den Bayern wahrlich in nichts nachstand; auch perfekt seine Rolle ausfüllte, und zwar- laut 11 FREUNDE- die als "ausgewiesene Vorhölle kommender Kommerzialisierung im Fußball"; und wenn man dazu noch das Geburtsdatum berücksichtigt, dann entdeckte Droste also im zarten Alter von 34 Jahren seine plötzliche Liebe zu einem Spitzenclub.
Es fällt schwer, das nicht albern zu finden.
Aber das gepflegte Fantum, das Droste als seine Lebensart ausgibt und welche es ihm erlaubt, andere Vereine auf eine Art und Weise zu diskreditieren, die intellektuelle und moralische Überlegenheit signalisieren soll, weiß solche Umstände gepflegt zu ignorieren.
Da er ja als Spätberufener die Blütezeit der Dortmunder "Borussenfront" um "SS- Siggi" Borchardt verpaßt hat, die sich in den glorreichen 80ern gerne mal mit erhobenem rechten Arm vor einer Hakenkreuzfahne im Reisebus auf Auswärtsfahrt photographieren ließ, ist der Hinweis auf "Glashaus" und "Steine" müßig.
Das Wort "Kneipenschlägerverein" ist somit schon wieder ein Kompliment, zeigt es doch, wie weit man von solchen Leuten wie Droste und ihrem Erfolgsfantum entfernt ist.
Man dankt.
Das Verhältnis Autor- Leser ist also durchaus ambivalent; natürlich sind wir oft nicht einer Meinung, politisch wie auch allgemein weltanschaulich, aber jemand, der gern polemisiert, muß auch das Zeug dazu haben, zu polarisieren, ansonsten ist er ein Langweiler. Da muß ich Droste durchaus Potential zusprechen, was unser oben erwähntes Verhältnis nicht unkomplizierter macht.
Daß jemand, der gerne mal meint, den guten Geschmack verteidigen zu müssen, vor Jahren anläßlich eines VIVA- Interviews in Rüschenhemd und Goldbrokatweste gewandet aus meinem Fernseher herauslugte und somit sämtliche Mittelaltermarktsgeschmacksverbrechen zur Schau stellte, lasse ich gerade noch durchgehen.
Aber vielleicht würde er mich sowieso nicht ernstnehmen: folgt man der Logik seiner Schilderung einer Tankred- Dorst- Lesung, in der er sich hauptsächlich über den hessischen Akzent Dorsts lustig macht, der ja nicht mal -ha ha ha- richtig hochdeutsch lesen kann, dürfte ich mich mit meinem Pfälzer Dialekthochdeutsch ebenfalls in die vorderste Legasthenikerliga einreihen.
Droste selbst ist gebürtiger Ostwestfale und somit aus einer Gegend, in der sich der gesamte gesprochene Dialekt auf vereinzelte Wörter wie "dölmern" beschränkt. Ansonsten gibt es dort wohl keinen.
Daß er es deshalb keinen Fitzel nachvollziehen kann, wie schwer es für einen Süddeutschen ist, seine komplette dialektale Färbung zu tilgen: geschenkt.
Daß ich da für meinen Teil sowieso keinen Wert darauf lege, macht das "geschenkt" noch um einiges geschenkter.
Abgesehen davon hatte Tankred Dorst ein paar Übergebratene verdient. Daß man dazu sarkastisch seine Schwächen vorführt, mag ein legitimes Mittel zum Zweck sein.
Aber eines sollte Droste trotzdem lassen: bitte nichts mehr über Fußball schreiben. Denn davon hat er beim besten Willen keine Ahnung.
Er kann den 1. FC Kaiserslautern ("Kneipenschlägerverein") genau so wenig leiden wie die in seiner Darstellung großkotzigen Bayern aus München. Das sei ihm auch gelassen; wir haben heute unseren Großzügigen.
Peinlich wird es nur, wenn sich sein eigenes Fantum auf Borussia Dortmund konzentriert, und zwar seit der "Initialzündung am 31.03.1995".
Bedenkt man, daß dieser Club zu der Zeit auf einer Erfolgswelle schwamm,
die zur direkten Folge hatte, daß der BVB seinerzeit an Widerwärtigkeit und Größenwahn den Bayern wahrlich in nichts nachstand; auch perfekt seine Rolle ausfüllte, und zwar- laut 11 FREUNDE- die als "ausgewiesene Vorhölle kommender Kommerzialisierung im Fußball"; und wenn man dazu noch das Geburtsdatum berücksichtigt, dann entdeckte Droste also im zarten Alter von 34 Jahren seine plötzliche Liebe zu einem Spitzenclub.
Es fällt schwer, das nicht albern zu finden.
Aber das gepflegte Fantum, das Droste als seine Lebensart ausgibt und welche es ihm erlaubt, andere Vereine auf eine Art und Weise zu diskreditieren, die intellektuelle und moralische Überlegenheit signalisieren soll, weiß solche Umstände gepflegt zu ignorieren.
Da er ja als Spätberufener die Blütezeit der Dortmunder "Borussenfront" um "SS- Siggi" Borchardt verpaßt hat, die sich in den glorreichen 80ern gerne mal mit erhobenem rechten Arm vor einer Hakenkreuzfahne im Reisebus auf Auswärtsfahrt photographieren ließ, ist der Hinweis auf "Glashaus" und "Steine" müßig.
Das Wort "Kneipenschlägerverein" ist somit schon wieder ein Kompliment, zeigt es doch, wie weit man von solchen Leuten wie Droste und ihrem Erfolgsfantum entfernt ist.
Man dankt.
Mittwoch, 16. Februar 2011
Reis- Leinöl- Diät
Es muß einen Weltgeist geben... und er hat eine seltsame Art von Humor.
So schickte er mich heute als Krankheitsvertretung einen Tag lang arbeitenderweise in eine Homöopathenhölle.
Ich betrat das Dienstzimmer und traf auf Leute mit Dreadlocks, die Knäckebrot aßen und ungesüßten Tee aus großen Kannen nachschenkten.
Dann wurde ich darüber belehrt, daß auf dem ganzen Gelände Rauchverbot sei... wolle ich rauchen, dann müsse ich mich umziehen und in Straßenkleidung zum Bürgersteig vor dem Haupteingang gehen, damit das Haus kein schlechtes Image bekäme.
Die Patienten dort hatten hauptsächlich chronische Schmerzen, denen man versuchte, mit Quark- und Kümmelölverbänden und Ingwersäckchen Herr zu werden.
Zum Kaffee gab es Muckefuck und sanfte Tees; nichts sollte die Schützlinge in Aufregung versetzen, schon gar nicht die, die das nach anthroposophischen Gesichtspunkten kreierte Pulvermedikament einnehmen mußten, das sie entspannen und gleichzeitig mit schierer Lebensfreude erfüllen sollte.
Das Abendessen war natürlich streng makrobiotisch; Gemüsebrühe und -saft sowie Camembertwürfel auf Brunnenkresse.
Manche Patienten fasteten auch; es gab das Saftfasten und die Reis- Leinöl- Diät.
Ein Lichtblick war die Ankündigung eines gepflegten Happens von einem Personalbüffet; überflüssig zu erwähnen, aus was dieser bestand.
Gerollte Salatgurkenscheibchen mit Dill, rohe Möhrenwürfel, undefinierbarer Kuchen in mundgerechten Happen(scheinbar aus Biovollkornteig mit Fitzeln von Löwenzahn und Rübenstrünken) und derlei weitere schwer zu beschreibende Katzenfickerscheiße.
Zur Krönung hing an exponierter Stelle im Dienstzimmer noch eine Karte mit folgender ironiebefreiter Aufschrift:
"Manche Leute rauchen nicht, trinken nicht, entsagen jeglichem Genuß und essen nur Gemüse. Als Strafe dafür werden sie 100 Jahre alt!"
Davon abgesehen, daß niemand aus meinem Berufsfeld, der noch alle Tassen im Schrank hat, auch nur annähernd 90 werden will, erinnerte mich das an ein Zitat aus der TITANIC:
"Diese Gesundheitsapostel vergessen gerne, daß ein Leben nicht unbedingt dadurch sinnvoller wird, indem man es verlängert."
Auf mich hatte das ganze Ambiente durchaus eine Wirkung.
Noch nie (NIE) hatte ich den dermaßen schwer bezähmbaren Drang, mir an Ort und Stelle zwei Lines Koks auf dem Tisch zu legen, danach Fluppen und einen Flachmann aus der Tasche zu ziehen und meine Zähne wie ein ausgehungerter Hund in irgendwas Ekliges zu schlagen, das ich normalerweise nicht mal mit Handschuhen anfasse... Eisbein mit Sauerkraut, zum Beispiel.
Auch jetzt noch erzeugt die Erinnerung daran bei mir einen reflexhaften, fast panischen Griff zu Bier und Zigaretten.
Immerhin: es war eine Erfahrung, dermaßen weit weg von dem Planeten, auf dem ich normalerweise hause, daß es das schon fast wieder interessant machte. Fast.
Zumindest konnte ich sie schreiberisch verwerten; ansonsten glaubt einem sowas doch kein Schwein.
So schickte er mich heute als Krankheitsvertretung einen Tag lang arbeitenderweise in eine Homöopathenhölle.
Ich betrat das Dienstzimmer und traf auf Leute mit Dreadlocks, die Knäckebrot aßen und ungesüßten Tee aus großen Kannen nachschenkten.
Dann wurde ich darüber belehrt, daß auf dem ganzen Gelände Rauchverbot sei... wolle ich rauchen, dann müsse ich mich umziehen und in Straßenkleidung zum Bürgersteig vor dem Haupteingang gehen, damit das Haus kein schlechtes Image bekäme.
Die Patienten dort hatten hauptsächlich chronische Schmerzen, denen man versuchte, mit Quark- und Kümmelölverbänden und Ingwersäckchen Herr zu werden.
Zum Kaffee gab es Muckefuck und sanfte Tees; nichts sollte die Schützlinge in Aufregung versetzen, schon gar nicht die, die das nach anthroposophischen Gesichtspunkten kreierte Pulvermedikament einnehmen mußten, das sie entspannen und gleichzeitig mit schierer Lebensfreude erfüllen sollte.
Das Abendessen war natürlich streng makrobiotisch; Gemüsebrühe und -saft sowie Camembertwürfel auf Brunnenkresse.
Manche Patienten fasteten auch; es gab das Saftfasten und die Reis- Leinöl- Diät.
Ein Lichtblick war die Ankündigung eines gepflegten Happens von einem Personalbüffet; überflüssig zu erwähnen, aus was dieser bestand.
Gerollte Salatgurkenscheibchen mit Dill, rohe Möhrenwürfel, undefinierbarer Kuchen in mundgerechten Happen(scheinbar aus Biovollkornteig mit Fitzeln von Löwenzahn und Rübenstrünken) und derlei weitere schwer zu beschreibende Katzenfickerscheiße.
Zur Krönung hing an exponierter Stelle im Dienstzimmer noch eine Karte mit folgender ironiebefreiter Aufschrift:
"Manche Leute rauchen nicht, trinken nicht, entsagen jeglichem Genuß und essen nur Gemüse. Als Strafe dafür werden sie 100 Jahre alt!"
Davon abgesehen, daß niemand aus meinem Berufsfeld, der noch alle Tassen im Schrank hat, auch nur annähernd 90 werden will, erinnerte mich das an ein Zitat aus der TITANIC:
"Diese Gesundheitsapostel vergessen gerne, daß ein Leben nicht unbedingt dadurch sinnvoller wird, indem man es verlängert."
Auf mich hatte das ganze Ambiente durchaus eine Wirkung.
Noch nie (NIE) hatte ich den dermaßen schwer bezähmbaren Drang, mir an Ort und Stelle zwei Lines Koks auf dem Tisch zu legen, danach Fluppen und einen Flachmann aus der Tasche zu ziehen und meine Zähne wie ein ausgehungerter Hund in irgendwas Ekliges zu schlagen, das ich normalerweise nicht mal mit Handschuhen anfasse... Eisbein mit Sauerkraut, zum Beispiel.
Auch jetzt noch erzeugt die Erinnerung daran bei mir einen reflexhaften, fast panischen Griff zu Bier und Zigaretten.
Immerhin: es war eine Erfahrung, dermaßen weit weg von dem Planeten, auf dem ich normalerweise hause, daß es das schon fast wieder interessant machte. Fast.
Zumindest konnte ich sie schreiberisch verwerten; ansonsten glaubt einem sowas doch kein Schwein.
Freitag, 11. Februar 2011
Tod eines Klassikers
Von frühester Kindheit an hat er uns begleitet.
Er brachte uns zum Lachen; war dabei, als wir aufwuchsen, stets als Erinnerung irgendwo im Hinterkopf verankert.
Wenn man ihn im Erwachsenenalter irgendwo sah, konnte es passieren, daß er einem noch ein Schmunzeln entlockte, war man gerade nostalgisch gesinnt.
Doch nun ist es zu Ende.
Der Mantel des Vergessens wird sich über ihn legen, und nie wird er wieder helles Kinderlachen hervorrufen; er wird einfach verwehen, und diejenigen, denen er zukünftig begegnet, werden mit Unverständnis reagieren.
Heute starb ein Stück unserer Kindheit.
Deswegen ist dies eine Art Nachruf; nehmen Sie also Ihre Kopfbedeckungen ab, meine Damen und Herren.
R.I.P.... du ewiger Kalauerklassiker:
"Wie nennt man Kuhstall auf ägyptisch?
Muh- Barack."
Er brachte uns zum Lachen; war dabei, als wir aufwuchsen, stets als Erinnerung irgendwo im Hinterkopf verankert.
Wenn man ihn im Erwachsenenalter irgendwo sah, konnte es passieren, daß er einem noch ein Schmunzeln entlockte, war man gerade nostalgisch gesinnt.
Doch nun ist es zu Ende.
Der Mantel des Vergessens wird sich über ihn legen, und nie wird er wieder helles Kinderlachen hervorrufen; er wird einfach verwehen, und diejenigen, denen er zukünftig begegnet, werden mit Unverständnis reagieren.
Heute starb ein Stück unserer Kindheit.
Deswegen ist dies eine Art Nachruf; nehmen Sie also Ihre Kopfbedeckungen ab, meine Damen und Herren.
R.I.P.... du ewiger Kalauerklassiker:
"Wie nennt man Kuhstall auf ägyptisch?
Muh- Barack."
Montag, 7. Februar 2011
Zugriffsquellen
Irgendwann sollte ich hier alberne Suchbegriffe archivieren, mit denen Leute den Weg zu mir gefunden haben.
Nachdem ich mich ja schon einmal gewundert habe, wie viele Leute auf die Überschrift "Ficken mit Niveau" abfahren, was bis jetzt noch kein Ende genommen hat und wohl auch keines nehmen will- trotz dringlicher Mahnung meinerseits- ist mein momentaner Favorit derjenige Leser, der über die Betreffzeile "Erotische Geschichten von Mann zu Mann" auf meinen Blog gestoßen ist.
Ein Testgoogeln ergab, daß natürlich erst einmal diverse Gay- Erotik- Seiten angezeigt werden, aber keine Spur von irgendeinem Eintrag hier zu finden ist. Das Leben ist manchmal recht bizarr.
Da wundert mich die ebenfalls aufgeführte Betreffzeile "Eierköpfmaschine von 11-jährigem Jungen erfunden" um einiges weniger, hatte ich dieses Wort doch zumindest einmal erwähnt... davon abgesehen, daß ich mich frage, wen ein solcher Scheiß interessiert.
Außerdem suchte jemand diese Seite unter dem Suchbegriff "Altenpfleger ist Ficker" auf. War das als Kompliment gemeint? Oder als latente Hoffnung auf stierische Manneskraft meinerseits? Wirke ich dermaßen dauerbrünftig? Und sollte ich mir deshalb Sorgen machen?
Aber Homoerotisches habe ich trotz allem meines Wissens nach hier noch nicht explizit ausgeführt.
Oder war das ein Hinweis des Weltgeistes auf im Unterbewußtsein verborgen liegende Sehnsüchte?
Ein kurzes Hineinhorchen in mich selbst: nein.
Es bleibt weiterhin rätselhaft.
Nachdem ich mich ja schon einmal gewundert habe, wie viele Leute auf die Überschrift "Ficken mit Niveau" abfahren, was bis jetzt noch kein Ende genommen hat und wohl auch keines nehmen will- trotz dringlicher Mahnung meinerseits- ist mein momentaner Favorit derjenige Leser, der über die Betreffzeile "Erotische Geschichten von Mann zu Mann" auf meinen Blog gestoßen ist.
Ein Testgoogeln ergab, daß natürlich erst einmal diverse Gay- Erotik- Seiten angezeigt werden, aber keine Spur von irgendeinem Eintrag hier zu finden ist. Das Leben ist manchmal recht bizarr.
Da wundert mich die ebenfalls aufgeführte Betreffzeile "Eierköpfmaschine von 11-jährigem Jungen erfunden" um einiges weniger, hatte ich dieses Wort doch zumindest einmal erwähnt... davon abgesehen, daß ich mich frage, wen ein solcher Scheiß interessiert.
Außerdem suchte jemand diese Seite unter dem Suchbegriff "Altenpfleger ist Ficker" auf. War das als Kompliment gemeint? Oder als latente Hoffnung auf stierische Manneskraft meinerseits? Wirke ich dermaßen dauerbrünftig? Und sollte ich mir deshalb Sorgen machen?
Aber Homoerotisches habe ich trotz allem meines Wissens nach hier noch nicht explizit ausgeführt.
Oder war das ein Hinweis des Weltgeistes auf im Unterbewußtsein verborgen liegende Sehnsüchte?
Ein kurzes Hineinhorchen in mich selbst: nein.
Es bleibt weiterhin rätselhaft.
Samstag, 5. Februar 2011
Die dunkle Seite des Fruschelns
Wenn wir schon beim Thema waren: Lieblingswörter habe ich einige.
Beispielsweise mag ich das Wort "Gnu", einfach weil es solch ein schön debiler Laut ist... ebenso wie die Eigenkreation "glumpfig" und Abstrakta wie "Tapirhoden".
Generell finde ich Eigenkreationen, die die Buchstaben "gn" enthalten, sowieso ziemlich knuffig.
Ein sehr geschätzter Mensch beschrieb seinen Benutzertitel im ME- Forum einmal als "vergnimpfelter Klabaustergnaumpel", und wer diesen phonetischen Faltenkugelsack, der seine bildhafte Entsprechung in etwa in einem Shar- Pei- Hund finden dürfte, nicht niedlich findet, soll doch Durs Grünbein lesen.
Allerdings gibt es auch genug Worte, die bei mir physische und psychische Pein verursachen. Die in mir den Wunsch erwecken, an demjenigen, der sie ernsthaft benutzt, körperliche Rache zu nehmen, etwa mit einem Bolzenschußgerät, welches man eh generell in einem Notfallkoffer mit sich tragen sollte.
Die Sanktionen sollten außerdem noch verschärft werden, wenn es sich bei dem Wortbenutzer um ein bezahltes Mitglied der schreibenden Zunft handelt.
Hier nun also meine
TOP 10 EKLIGER WÖRTER
1. Schniedelwutz
2. sexeln
3. Augenpipi
4. Schmackofatz
5. Gänsehautfeeling
6. Zicke
7. Backenfutter
8. sämtliche lustig gemeinten Abwandlungen von "Hallo", insbesondere "Hallöle" und- völlig inferior, aber tatsächlich selbst erlebt und belegbar- "Hallödli"
9. Lecker
10.Bussi
Die Liste ist ohne Gewähr, weil ich gerade ernsthafte Gelüste verspüre, Leute, die ihren Lieblingsmenschen "Maus" oder "Schnucki" nennen, auf's Rad zu flechten.
Beispielsweise mag ich das Wort "Gnu", einfach weil es solch ein schön debiler Laut ist... ebenso wie die Eigenkreation "glumpfig" und Abstrakta wie "Tapirhoden".
Generell finde ich Eigenkreationen, die die Buchstaben "gn" enthalten, sowieso ziemlich knuffig.
Ein sehr geschätzter Mensch beschrieb seinen Benutzertitel im ME- Forum einmal als "vergnimpfelter Klabaustergnaumpel", und wer diesen phonetischen Faltenkugelsack, der seine bildhafte Entsprechung in etwa in einem Shar- Pei- Hund finden dürfte, nicht niedlich findet, soll doch Durs Grünbein lesen.
Allerdings gibt es auch genug Worte, die bei mir physische und psychische Pein verursachen. Die in mir den Wunsch erwecken, an demjenigen, der sie ernsthaft benutzt, körperliche Rache zu nehmen, etwa mit einem Bolzenschußgerät, welches man eh generell in einem Notfallkoffer mit sich tragen sollte.
Die Sanktionen sollten außerdem noch verschärft werden, wenn es sich bei dem Wortbenutzer um ein bezahltes Mitglied der schreibenden Zunft handelt.
Hier nun also meine
TOP 10 EKLIGER WÖRTER
1. Schniedelwutz
2. sexeln
3. Augenpipi
4. Schmackofatz
5. Gänsehautfeeling
6. Zicke
7. Backenfutter
8. sämtliche lustig gemeinten Abwandlungen von "Hallo", insbesondere "Hallöle" und- völlig inferior, aber tatsächlich selbst erlebt und belegbar- "Hallödli"
9. Lecker
10.Bussi
Die Liste ist ohne Gewähr, weil ich gerade ernsthafte Gelüste verspüre, Leute, die ihren Lieblingsmenschen "Maus" oder "Schnucki" nennen, auf's Rad zu flechten.
Freitag, 4. Februar 2011
Der 200. Eintrag
Tröt. Applaus.
Gelegentlich zu Bloggen begann ich 2006 auf My Space, das ich mittlerweile schon gut 2 Jahre völlig ignoriere... und ein kurzer Recherchebesuch zeigte mir auch, daß ich gut daran tue.
Wenigstens fand ich meinen allerersten Blogeintrag wieder und wollte ihn zur Feier des Tages hier reinkopieren. Aber stilistisch verändert man sich im Lauf von 5 Jahren doch ziemlich, und er ist einfach dermaßen schlecht, daß mich mein Schamgefühl davon abhielt.
Wenigstens erschien mir Denkwürdiges wieder vor Augen:
damals war ich in München gewesen, um meine gute Bekannte Claudia, auch Claudil genannt, obwohl sie größer ist als ich, zu besuchen und abends die Lesung der "Schwabinger Schaumschläger" mit Michael Sailer im Vereinsheim in der Occamstraße zu sehen.
Erreicht hatte ich damals noch viel weniger als heute: ich leckte Türklinken ab, um in irgendwelchen Kneipen für Freigetränke lesen zu dürfen... unter anderem an der vorderen Theke des Pendel in Karlsruhe, während an der hinteren Theke der normale Betrieb weiterging und sich Gäste, die mein Vortrag keinen Halben interessierte, lautstark unterhielten.
"Kreisklassenhölle" war damals noch ein Stapel Computerausdrucke, die ich kopierte und in Ringbuchheftung für einen Zehner verkaufte. Umsatz nach zwei Jahren: 21 Exemplare, ohne Hoffnung, jemals einen Verlag zu finden.
Kurzum und ohne Nostalgie: eine beschissene Zeit. Ich bekam zwar Anerkennung, aber die beschränkte sich auf meinen Bekanntenkreis, und die Möglichkeiten, die ich heute habe (auch wenn ich immer noch nicht davon leben kann), waren Lichtjahre entfernt.
Absolut desillusionierend.
Doch egal. Einer der Höhepunkte meines Münchenaufenthalts war das Abhängen im Bagelshop eines- ohne Witz, so eine Anhäufung von Minderheitenprogramm in einer Person gibt es wirklich- schwulen italienischen Juden, wo ich im NEON blätterte.
Genau, im Fachblatt für werdende Mütter, die in Tübingen studieren und dann in den Prenzlauer Berg ziehen, um hier zu kalben sowie adrette Jungs, in deren Studiengang etwas mit "Design" auftaucht.
Jedenfalls wurden dort irgendwelche für das Blatt charakteristischen Gesichtsärsche nach ihren persönlichen Vorlieben befragt, unter anderem ihrem Lieblingswort, und da las ich dann die Antwort, die meinen Tag rettete:
ein Mann Mitte 20 meinte dort völlig ironiefrei, sein Lieblingswort sei "Fruscheln".
Was das ist?
"Die Kombination meiner Lieblingstätigkeiten: Früchte naschen und kuscheln."
Aha. Was ist dann mein Lieblingswort? Saucken?
Gelegentlich zu Bloggen begann ich 2006 auf My Space, das ich mittlerweile schon gut 2 Jahre völlig ignoriere... und ein kurzer Recherchebesuch zeigte mir auch, daß ich gut daran tue.
Wenigstens fand ich meinen allerersten Blogeintrag wieder und wollte ihn zur Feier des Tages hier reinkopieren. Aber stilistisch verändert man sich im Lauf von 5 Jahren doch ziemlich, und er ist einfach dermaßen schlecht, daß mich mein Schamgefühl davon abhielt.
Wenigstens erschien mir Denkwürdiges wieder vor Augen:
damals war ich in München gewesen, um meine gute Bekannte Claudia, auch Claudil genannt, obwohl sie größer ist als ich, zu besuchen und abends die Lesung der "Schwabinger Schaumschläger" mit Michael Sailer im Vereinsheim in der Occamstraße zu sehen.
Erreicht hatte ich damals noch viel weniger als heute: ich leckte Türklinken ab, um in irgendwelchen Kneipen für Freigetränke lesen zu dürfen... unter anderem an der vorderen Theke des Pendel in Karlsruhe, während an der hinteren Theke der normale Betrieb weiterging und sich Gäste, die mein Vortrag keinen Halben interessierte, lautstark unterhielten.
"Kreisklassenhölle" war damals noch ein Stapel Computerausdrucke, die ich kopierte und in Ringbuchheftung für einen Zehner verkaufte. Umsatz nach zwei Jahren: 21 Exemplare, ohne Hoffnung, jemals einen Verlag zu finden.
Kurzum und ohne Nostalgie: eine beschissene Zeit. Ich bekam zwar Anerkennung, aber die beschränkte sich auf meinen Bekanntenkreis, und die Möglichkeiten, die ich heute habe (auch wenn ich immer noch nicht davon leben kann), waren Lichtjahre entfernt.
Absolut desillusionierend.
Doch egal. Einer der Höhepunkte meines Münchenaufenthalts war das Abhängen im Bagelshop eines- ohne Witz, so eine Anhäufung von Minderheitenprogramm in einer Person gibt es wirklich- schwulen italienischen Juden, wo ich im NEON blätterte.
Genau, im Fachblatt für werdende Mütter, die in Tübingen studieren und dann in den Prenzlauer Berg ziehen, um hier zu kalben sowie adrette Jungs, in deren Studiengang etwas mit "Design" auftaucht.
Jedenfalls wurden dort irgendwelche für das Blatt charakteristischen Gesichtsärsche nach ihren persönlichen Vorlieben befragt, unter anderem ihrem Lieblingswort, und da las ich dann die Antwort, die meinen Tag rettete:
ein Mann Mitte 20 meinte dort völlig ironiefrei, sein Lieblingswort sei "Fruscheln".
Was das ist?
"Die Kombination meiner Lieblingstätigkeiten: Früchte naschen und kuscheln."
Aha. Was ist dann mein Lieblingswort? Saucken?
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