Bevor ich hier nur wiederhole, was andere bereits treffend formuliert haben, zitiere ich der Einfachheit halber den geschätzten Kollegen Klaus N. Frick:
Bis vor einem halben Jahr war ich weitestgehend guter Dinge: Die meisten
Menschen in diesem Land schienen ein positives Verhältnis zu
»Ausländern« im Allgemeinen und Flüchtlingen im Besonderen gewonnen zu
haben. Es wurde reichlich gespendet, die Sympathiewelle war relativ
groß.
Kein Vergleich zu der Situation vor über zwanzig Jahren, als die
Massenmedien hetzten, der Mob randalierte, brandschatzte und dutzendfach
tötete – alles »unpolitische Einzeltäter« damals; noch heute mein
Kopfschütteln über die unfassbare Justiz –, während die Regierung
stillschweigend die Mordbrenner tolerierte. Ich war guter Dinge und
hatte das Gefühl, es hätte sich einiges gebessert.
Allerdings: Damals gab es noch kein Internet, zumindest nicht für
jedermann zugänglich. Es gab vor allem kein Facebook. Das hat viele
Leute davon abgehalten, ihre Meinungen zu veröffentlichen und sich im
Netz zusammenzurotten.
Was sich aber in diesen Tagen und Wochen abspielt, macht mich sprachlos.
Äußert sich eine halbwegs prominente Person öffentlich zur aktuellen
Flüchtlings-Thematik, wird sie öffentlich angegriffen, im Netz gedisst,
im wirklichen Leben attackiert.
Der Mob macht sich breit, er weitet seine Aktivitäten aus. Eine
widerwärtige Suada aus Menschenhass und erbärmlicher Minder-Intelligenz
lässt sich in Teilen des Internets bewundern – es macht mich
fassungslos. Lügen werden verbreitet, Gerüchte bauscht man auf, es wird
gedroht und bedroht und öffentlich gehasst.
Genau das kann ich bis zum letzten Komma exakt so unterschreiben. Und darauf warten, bedroht und beleidigt zu werden, und das ist das Schlimme daran: das Abwägen, ob es sich lohnt, öffentlich zu seiner Meinung zu stehen oder ob zu erwartende Nachteile so groß sind, daß man lieber das Maul hält.
Doch als Person des öffentlichen Lebens, und sei es, daß man nur mit Quadrupelprominenz gesegnet ist, sollte man nicht schweigen.
Ich bin nicht sonderlich politisch links stehend. Um mich wie ein MENSCH zu verhalten, brauche ich keinen ideologischen Unterbau. Ohne Zögern würde ich mich als Patrioten bezeichnen, der seine beiden Herkunftsländer gleichermaßen mag und respektiert. Deswegen muß ich noch lange nicht alles gutheißen, was dort passiert.
Und diese Hetze gegen Menschen, die aus welchen Gründen auch immer bei uns Schutz suchen, ist widerlich, niederträchtig und besorgniserregend.
Ich glaube nicht daran, daß eine Gruppe von Menschen nur aus charakterlich einwandfreien Exemplaren besteht. Doch jeder Mensch hat das Recht, daß man ihm unvoreingenommen gegenübertritt, unabhängig von seiner Herkunft oder ethnischen Zugehörigkeit, zumal, wenn er vor unerträglichen Zuständen flieht und kaum vorstellbare Strapazen auf sich nimmt, um hierherzugelangen.
Sollte mich deswegen jemand als "Volksverräter" bezeichnen, kann er das gerne tun, denn dann gehört er sowieso einem Volk an, dem ich mich nicht zugehörig fühle. Und auch niemals zugehörig fühlen will.
Denn in MEINEM Deutschland saß ich mit Leuten mit vielfältigem Migrationshintergrund in einer italienischen Kneipe, wir schauten das WM- Endspiel und freuten uns alle gemeinsam über den Titel.
Das ist das Deutschland, das ich mag, und das auch so bleiben soll.
Ein Deutschland, wie es sich die "Deutschland den Deutschen"- Deutschen vorstellen, kann niemand wollen, der noch alle Tassen im Schrank hat.
Samstag, 29. August 2015
Freitag, 28. August 2015
Jobs in Gefahr!
Es ist doch beachtlich: man sieht einen Bericht nach den Ausschreitungen in Heidenau, jenem sächsischen Ort also, in dem ein tobender Mob Flüchtlinge attackierte.
Interviewt wird ein warziger Gorg, den man nach einiger Mühe als Einwohnerin des besagten Ortes identifizieren kann, und zwar zur Jetztzeit, nicht etwa im Pleistozän.
Heraus kommt als Fazit aus dem Wesen ungefähr folgende Feststellung: "Die nehmen uns die Jobs weg".
Sehen wir mal über das fehlende allersimpelste Grundwissen hinweg, mit dem man solchen Stumpfsinn gar nicht erst in eine laufende Kamera sprechen würde, überwiegt doch die Überraschung darüber, daß so jemand nach eigener Aussage tatsächlich in der Lage ist, eine sinnvolle Tätigkeit auszuführen.
Die Frage ist nur, was? In einem Abbruchunternehmen mit der Stirn Putz von Hauswänden klopfen? Mettbällchenformerin? Türstopper?
Und wer will das freiwillig sonst noch machen?
Um Aufklärung wird gebeten.
Interviewt wird ein warziger Gorg, den man nach einiger Mühe als Einwohnerin des besagten Ortes identifizieren kann, und zwar zur Jetztzeit, nicht etwa im Pleistozän.
Heraus kommt als Fazit aus dem Wesen ungefähr folgende Feststellung: "Die nehmen uns die Jobs weg".
Sehen wir mal über das fehlende allersimpelste Grundwissen hinweg, mit dem man solchen Stumpfsinn gar nicht erst in eine laufende Kamera sprechen würde, überwiegt doch die Überraschung darüber, daß so jemand nach eigener Aussage tatsächlich in der Lage ist, eine sinnvolle Tätigkeit auszuführen.
Die Frage ist nur, was? In einem Abbruchunternehmen mit der Stirn Putz von Hauswänden klopfen? Mettbällchenformerin? Türstopper?
Und wer will das freiwillig sonst noch machen?
Um Aufklärung wird gebeten.
Freitag, 14. August 2015
Ich möchte...
...nicht schon wieder mein Comeback ankündigen.
...mich nicht schon wieder auf meine Schreibfaulheit und eine Kreativblockade berufen und damit die massive Verödung meines Blogs rechtfertigen. Oder entschuldigen.
Darum lasse ich es bleiben und mache lieber weiter, als wäre nichts gewesen.
Was war? War da was? Was? WUSS?
Mein voranschreitendes Alter samt meiner mittlerweile entstandenen Existenz als bärtiger Jazzhörer, der von Frau Turini zum Geburtstag nun auch mit T- Shirts beglückt wurde, auf denen die Konterfeis von Miles Davis und Django Reinhardt prangen. Das riecht bedenklich streng nach allmählicher Verstudienratung meinerseits, aber ich kann sie beruhigen. Ich wirke dem immer noch entgegen.
Dummerweise höre ich gerade die "Goat's Head Soup" von den Stones und bin bei "Angie" angelangt.Und da dieser Song nicht zu ertragen ist, ohne sofort furchtbares Bauchgrimmen hervorzurufen ("WEICHE VON MIR; DU KREATUR DER NACHT!"), muß ich mal kurz pausieren. Kurz.
Schalten sie wieder ein, wenn sie King Bronkowitz das nächste mal schreiben sehen:
"Der wahrhaftige musikalische Satan hat sich gerade in meinem Zimmer materialisiert."
...mich nicht schon wieder auf meine Schreibfaulheit und eine Kreativblockade berufen und damit die massive Verödung meines Blogs rechtfertigen. Oder entschuldigen.
Darum lasse ich es bleiben und mache lieber weiter, als wäre nichts gewesen.
Was war? War da was? Was? WUSS?
Mein voranschreitendes Alter samt meiner mittlerweile entstandenen Existenz als bärtiger Jazzhörer, der von Frau Turini zum Geburtstag nun auch mit T- Shirts beglückt wurde, auf denen die Konterfeis von Miles Davis und Django Reinhardt prangen. Das riecht bedenklich streng nach allmählicher Verstudienratung meinerseits, aber ich kann sie beruhigen. Ich wirke dem immer noch entgegen.
Dummerweise höre ich gerade die "Goat's Head Soup" von den Stones und bin bei "Angie" angelangt.Und da dieser Song nicht zu ertragen ist, ohne sofort furchtbares Bauchgrimmen hervorzurufen ("WEICHE VON MIR; DU KREATUR DER NACHT!"), muß ich mal kurz pausieren. Kurz.
Schalten sie wieder ein, wenn sie King Bronkowitz das nächste mal schreiben sehen:
"Der wahrhaftige musikalische Satan hat sich gerade in meinem Zimmer materialisiert."
Montag, 18. Mai 2015
Frau Turini
Seit meinem letzten Eintrag verging ein Monat... und man sollte meinen, es sei wenig Mitteilenswertes passiert, denn ansonsten hätte ich mich genötigt gesehen, es mitzuteilen.
Doch dem ist nicht so; der Überraschungseffekt gehört diesmal mir.
Nach einer erstaunlich leidenschaftslosen, da wohl leider überfälligen Trennung zog es mich als männlicher Single in den besten Jahren, aber weitab davon entfernt, gutsituiert zu sein- was eine weitverbreitete Annahme über männliche Singles in den besten Jahren zu sein scheint, wenn sie nicht gerade in Jogginghosen und Clogs mittags im PENNY- Markt stehen, um eine Flasche "Holzknecht"- Doppelkorn und einen Ring eingeschweißte Fleischwurst zu erstehen- zur Leipziger Buchmesse, wo ich die Bekanntschaft der Autorin Simona Turini machte, mit der ich bisher nur sporadisch am Rande meiner Lesungen zu tun hatte, die sie gerne als Gast besucht.
Daraus- um das Ganze abzukürzen- entwickelte sich eine Facebook- Freundschaft mit am Ende intensiver und stundenlanger Plauderei via Chat und gegenseitigen Besuchen... und nun sind wir liiert. Ein Autorenpaar.
Was macht man so als Autorenpaar? Ich war noch nie Bestandteil von einem. Doppellesungen? Aktionskunst in Form von Doppellesungen, dabei auf einem Tandem fahrend? Oder, besser noch, in einem Rhönrad hängend, und sich dabei auspeitschen lassen? Sich auf der Leseinsel der Leipziger Buchmesse gegenseitig mit Fäkalien bewerfen, dabei in Naziuniformen gewandet?
Die Sparte "Glamour verbreiten" lasse ich mal außer acht, denn ich hege die feste Annahme, dazu sind wir denkbar ungeeignet. Obwohl wir sicherlich mehr Potential haben als Alexander und Margarete Mitscherlich.
Wir könnten aber auch gemeinsame Lesungen organisieren, uns dort besaufen und im Lauf des Abends gegenseitig beleidigen, um als Liz Taylor und Richard Burton der Literatur mit einer waghalsigen amour fou in die Weltgeschichte einzugehen.
Außerdem wäre es ein marketingtechnischer Coup, wenn in den ca. nächsten zwei Jahren zumindest einer von uns beiden heroinsüchtig wird, um bei öffentlichen Auftritten komplett aus der Rolle zu fallen und als "Schmuddel- Schreiber" durch das Drecksblatt gezogen zu werden, um immer mal wieder anläßlich von Buchmessenparties doch mal- laut dessen Vokabular- "verliebt" bzw. "wiederversöhnt" zu "knutschen", "busseln", "füßeln", "sexeln" oder "rammeln", natürlich öffentlich.
Es bestehen also genug Möglichkeiten, um unseren gemeinsamen Bekanntheitsgrad zu steigern. Wir harren gespannt der Dinge, die da kommen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf.
Doch dem ist nicht so; der Überraschungseffekt gehört diesmal mir.
Nach einer erstaunlich leidenschaftslosen, da wohl leider überfälligen Trennung zog es mich als männlicher Single in den besten Jahren, aber weitab davon entfernt, gutsituiert zu sein- was eine weitverbreitete Annahme über männliche Singles in den besten Jahren zu sein scheint, wenn sie nicht gerade in Jogginghosen und Clogs mittags im PENNY- Markt stehen, um eine Flasche "Holzknecht"- Doppelkorn und einen Ring eingeschweißte Fleischwurst zu erstehen- zur Leipziger Buchmesse, wo ich die Bekanntschaft der Autorin Simona Turini machte, mit der ich bisher nur sporadisch am Rande meiner Lesungen zu tun hatte, die sie gerne als Gast besucht.
Daraus- um das Ganze abzukürzen- entwickelte sich eine Facebook- Freundschaft mit am Ende intensiver und stundenlanger Plauderei via Chat und gegenseitigen Besuchen... und nun sind wir liiert. Ein Autorenpaar.
Was macht man so als Autorenpaar? Ich war noch nie Bestandteil von einem. Doppellesungen? Aktionskunst in Form von Doppellesungen, dabei auf einem Tandem fahrend? Oder, besser noch, in einem Rhönrad hängend, und sich dabei auspeitschen lassen? Sich auf der Leseinsel der Leipziger Buchmesse gegenseitig mit Fäkalien bewerfen, dabei in Naziuniformen gewandet?
Die Sparte "Glamour verbreiten" lasse ich mal außer acht, denn ich hege die feste Annahme, dazu sind wir denkbar ungeeignet. Obwohl wir sicherlich mehr Potential haben als Alexander und Margarete Mitscherlich.
Wir könnten aber auch gemeinsame Lesungen organisieren, uns dort besaufen und im Lauf des Abends gegenseitig beleidigen, um als Liz Taylor und Richard Burton der Literatur mit einer waghalsigen amour fou in die Weltgeschichte einzugehen.
Außerdem wäre es ein marketingtechnischer Coup, wenn in den ca. nächsten zwei Jahren zumindest einer von uns beiden heroinsüchtig wird, um bei öffentlichen Auftritten komplett aus der Rolle zu fallen und als "Schmuddel- Schreiber" durch das Drecksblatt gezogen zu werden, um immer mal wieder anläßlich von Buchmessenparties doch mal- laut dessen Vokabular- "verliebt" bzw. "wiederversöhnt" zu "knutschen", "busseln", "füßeln", "sexeln" oder "rammeln", natürlich öffentlich.
Es bestehen also genug Möglichkeiten, um unseren gemeinsamen Bekanntheitsgrad zu steigern. Wir harren gespannt der Dinge, die da kommen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf.
Samstag, 18. April 2015
Was gesagt werden muß:
was offensichtlich ist und in Planspielen
geübt wurde, an deren Ende der Nichtüberlebende
niemals Fußnote sein wollte.
Es ist das behauptete Recht auf kompletten Unfug,
der das von einem Quatschkopf gelangweilte
und zur Denkfaulheit erzogene
germanische Volk verblöden könnte,
weil in dessen Internet das Walten
des Mossad vermutet wird.
Doch warum untersage ich mir,
jenen Schnauzbart beim Namen zu nennen,
in dessen Dichterrübe seit Jahren - wenn auch herausposaunt-
ein wachsend selbstgefälliges Potential verfügbar
aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
zugänglich war?
Das allgemeine Behupen dieses Tatbestandes,
dem sich sein steter Opportunismus übergeordnet hat,
empfinde ich als gewaltige Nervtrampelei
und Zwang, der ständige mediale Präsenz in Aussicht stellt,
sobald er beachtet wird;
der Ritterschlag "Mahner und Warner" ist geläufig.
Jetzt aber, weil aus meinem Land,
das von ureigener Grunzdummheit,
die ohne Vergleich ist,
Mal um Mal eingeholt und die publiziert wird,
wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
mit flinker Lippe als "ernstzunehmend" deklariert,
ein weiteres Exempel firmamentaler Rumpeldumpfheit
geliefert wird, dessen Spezialität
darin besteht, allesvernichtende wirre Theorien
dorthin lenken zu können, wo die Existenz
einer einzigen Gehirnzelle unbewiesen ist,
doch von ihrer Existenz überzeugt sein will,
sage ich, was gesagt werden muß.
Warum aber schwieg ich bislang?
Weil ich meinte, zu diesem Thema,
das von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
allerlei als ausgesprochene Wahrheit
meinen Lesern, denen ich verbunden bin
und bleiben will, zugemutet zu haben.
Ich trommle derweil mal den Aluhut auf den kaschubischen Feldern, die kommende Heiligsprechung des großen Mahners und Warners, die Überzeugung, ein ganzes Volk würde händeringend auf ein abschließendes Wort des Weisen aus dem Abendland zu tagespolitischen Themen warten... und den Umstand, daß dem scheinbar wirklich so war.
Denn mit 87 stirbt man nicht einfach so.
Simulator- Wunderwelt
Eines der absunderlichsten Phänomene habe ich in der Wunderwelt der sogenannten Simulatoren ausgemacht.
Den wirklich abstrusesten Quatsch kann man sich auf den heimischen Rechner holen... sogar eine "Kehrmaschinensimulation", dem Vernehmen nach gar mit "fünf verschiedenen Borstengrößen" für spezielle Härtefälle, wahrscheinlich, wenn man nach Blockupy durch die Frankfurter Innenstadt muß.
Da frage ich mich, was für ein Leben man lebt, wenn so etwas seiner Vorstellung von Spaß entspricht.
Eines, in dem man die größte Kupferdrahtspulensammlung der Welt besitzt und abends nach einem harten Bürotag im Sekretariat des Landratsamts zur Entspannung noch drei Stunden lang die gute, alte Kehrmaschine reitet, bevor man um 23 Uhr erschöpft, aber glücklich ins Bett sinkt?
Und das ist noch nicht alles. man kann sich wirklich alle möglichen virtuellen Realitäten zulegen: Sportangeln. Holzfällen. Die Düsseldorfer Straßenbahn. Oder, es ist kaum zu fassen, eine LKW- Werkstatt.
Es gibt gar einen Traktorsimulator für das Smartphone, von dem mir Autorenkollegin Simona Turini, die ihn ausprobierte, folgendes aufregendes Testergebnis übermittelte:
"Ich sage es nicht gern, aber der Traktor-Simulator ist erstaunlich langweilig."
Wer hätte DAS nun wieder gedacht?
Den wirklich abstrusesten Quatsch kann man sich auf den heimischen Rechner holen... sogar eine "Kehrmaschinensimulation", dem Vernehmen nach gar mit "fünf verschiedenen Borstengrößen" für spezielle Härtefälle, wahrscheinlich, wenn man nach Blockupy durch die Frankfurter Innenstadt muß.
Da frage ich mich, was für ein Leben man lebt, wenn so etwas seiner Vorstellung von Spaß entspricht.
Eines, in dem man die größte Kupferdrahtspulensammlung der Welt besitzt und abends nach einem harten Bürotag im Sekretariat des Landratsamts zur Entspannung noch drei Stunden lang die gute, alte Kehrmaschine reitet, bevor man um 23 Uhr erschöpft, aber glücklich ins Bett sinkt?
Und das ist noch nicht alles. man kann sich wirklich alle möglichen virtuellen Realitäten zulegen: Sportangeln. Holzfällen. Die Düsseldorfer Straßenbahn. Oder, es ist kaum zu fassen, eine LKW- Werkstatt.
Es gibt gar einen Traktorsimulator für das Smartphone, von dem mir Autorenkollegin Simona Turini, die ihn ausprobierte, folgendes aufregendes Testergebnis übermittelte:
"Ich sage es nicht gern, aber der Traktor-Simulator ist erstaunlich langweilig."
Wer hätte DAS nun wieder gedacht?
Freitag, 17. April 2015
Dilemma des Tages:
Ich
kann natürlich zur "Befreiungsfeier von Krieg und Faschismus" der Stadt
Karlsruhe am 10. Mai gehen und dort der "Befreiungspredigt" des
"lutherischen Theologen Friedrich Gehring" und der "Heidelberger
Singegruppe" lauschen.
Ich kann mir aber auch zwei Stunden lang den Arsch rasieren.
Ich kann mir aber auch zwei Stunden lang den Arsch rasieren.
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