Donnerstag, 11. Februar 2010

Mappinger

Filbinger, Oettinger, Mappinger... entschuldigen Sie, Mappus. Ist mir so rausgerutscht.
Der lebendig gewordene Knödelteig, der uns jetzt regiert, paßt in Aussehen und Gesinnung genau zu dem Bild, das man bundesweit von Baden- Württemberg haben mag.
Ich als Exilant bin da ja quasi mitbetroffen, nichtsdestotrotz auch Rheinland- Pfalz bisher nicht gerade Politiker hervorgebracht hat, mit denen ich mich identifizieren könnte.
Aber gegen diesen speckig glänzenden Haufen Ektoplasma mit den Ansichten des dackelbenagten Wohnzimmertischbeins meiner Großeltern wirken sogar die schlimmsten Mutanten, die bisher in meinem Herkunftsbundesland vereidigt wurden (nimmt man Bernhard Vogel als Abbé Bräsig mal aus)fast schon menschlich. Sachen gibt's...

Apropos: geht es meinen geneigten Lesern genauso?
Ich meine die seltsame Erfahrung, daß man- obwohl zweifelsohne jedes menschliche Wesen auf diesem Planeten (von Taliban Omar El Hadj bin Dargussalam über Cindy Crawford und stoppelbärtigen Möbelpackern in trostlosen Vororten von Tirana bis hin zum Oberforstrat in einem miefigen Büro in Saulgau) kacken muß- es nicht schafft, ohne ein Gefühl der Peinlichkeit eine gerade im Supermarkt frisch erworbene Packung Klopapier offen nach Hause zu tragen?
Zumal, wenn es dazu noch auf den wunderschönen Namen "Happy End" hört, was zumindest Raum für weitere Spekulationen läßt.

Wie sagte einst ein Freund von mir so treffend:
"Hänn mir gelacht, mein Arsch unn ich. D' ganz Küch war verschesse."

Womit wir wieder am Anfang wären.

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