So, da bin ich wieder.
Falls es da draußen irgendwo noch über's Land verstreute Leser geben sollte, die ernsthaft auf ein Lebenszeichen von mir gewartet haben: hallo. HAAA- LLOOO. Ich rede mit Ihnen. Ja, Sie da, winken Sie nicht gleich ab. Wie oft ich in den vergangenen Monaten ein Comeback angekündigt habe, weiß ich selbst. Entschuldigen Sie meinen Sarkasmus. Sollten Sie jetzt noch weiterlesen: danke für Ihre Geduld.
Die letzten Monate waren nicht erbaulich. Mich plagte eine kreative Blockade gepaart mit permanenter Schreib- und Onlineunlust. Zudem blieben mir einige weitere persönliche Schicksalsschläge nicht erspart, wobei ich dachte, nach dem Tod meines Vaters könne es eigentlich nur besser werden. Wurde es aber nicht. Das nahm mir weitgehend die Motivation dazu, Alltagsbeobachtungen zu dokumentieren, wie es eben so ist, wenn man ständig Gedanken spazierenträgt, welche einen komplett in Beschlag nehmen.
Die Feststellung, daß man Leuten, die einen penetrant mit diesem vogelzwitschrigen Twitter- Signalton nerven, am liebsten ihr Mobiltelephon in den Arsch stecken würde, ist es zwar durchaus wert, einem größeren Publikum mitgeteilt zu werden, aber die richtige Motivation, aus einem zweisekündigen Gedanken einen zwanzigzeiligen Blogbeitrag zu erstellen, läßt sich aus diesem vagen Haßgefühl dennoch nicht basteln.
Die wichtigste Neuerung in meinem Leben ist die für mich durchaus nicht erfreuliche, daß ich mittlerweile wieder gesundheitlich stark angeschlagen bin.
Das hat mit dem Comeback dennoch nichts zu tun. Ich habe eigentlich nicht den Drang, wie der unglückselige Wolfgang Herrndorf mein Siechtum minutiös zu dokumentieren oder bin gar der Meinung, der Nachwelt ein Vermächtnis hinterlassen zu müssen. Letzteres wäre nicht einmal der Fall, wenn ich mit wirklicher Prominenz gesegnet wäre, denn auch dann käme nach mir nur die Sintflut.
Lassen wir einfach einmal stehen, daß ich mich im März an der Tübinger Uniklinik einem recht riskanten neurochirurgischen Eingriff unterziehen muß, und dann dürfen Sie diesen Fakt noch eine zeitlang gepflegt ignorieren.
Ich bin wieder da, weil ich einfach Lust dazu habe... und wenn die Schreibblockade nicht von alleine weichen will, wird sie eben mit Gewalt niedergemacht. Hoffentlich auch noch im April.
Einen kurzen "Was wäre wenn..."- Rückblick auf mein Leben möchte ich mir aber doch gestatten, fand ich doch gerade im Internet das Video zu "Incredible" von M-Beat feat. General Levy... einen halsbrecherischen Jungletrack, zu dem Levys virtuoses, mit etlichen Kieksern angereichertes Toasting hervorragend paßt, obwohl Dancehall nun eher selten meine Kante ist.
Unglaubliche 20 Jahre ist das Stück nun alt... und ich erinnere mich, daß ich damals komplett darauf durchgedreht bin.
Es war ein Scheideweg im Leben, an welchem sich von einem Tag auf den anderen noch sehr viel ändern kann... und ich frage mich, wie meine Adoleszenz verlaufen wäre, hätten Jungleparties damals keine unverschämten 40 Mark Eintritt gekostet, denn mein mageres Azubigehalt wäre unter diesen Umständen wahrscheinlich komplett an einem Wochenende draufgegangen, und ich hätte den Rest des Monats gedarbt.
Denn mit den richtigen Mitteln (man beachte die Doppeldeutigkeit) hätte ich wahrscheinlich meine Wochenenden in irgendeiner Fabrikhalle verbracht, um breit wie ein Biber herumzuhüpfen und dabei ein Handtuch herumzuschlenkern, anstatt mangels Alternativen im MASH in Landau herumzuhängen und mich von abgehalfterten DJ's mit immergleicher Scheißmusik langweilen zu lassen, dabei meine letzten 10 Mark in plörriges Frankenthaler Export investierend.
Heutzutage kann ich meine Junglebegeisterung nicht mehr in dem Maß nachvollziehen, was wiederum zeigt, daß letztendlich alles ganz zufriedenstellend gelaufen ist, da sich auch kein melancholisches Gefühl meldet, irgendwas verpaßt zu haben... aber von welch winzigen Zufällen der Lebenslauf abhängt, ist manchmal schon erstaunlich.
Ich war 40 Mark von einer anderen Biographie weg.
Der Schuß hier hat mich knapp verfehlt. Wicked, wicked.
Mittwoch, 22. Januar 2014
Montag, 23. September 2013
Ding dong, die Hex' ist tot
Ich habe ja noch nie nach einem Wahlabend gefeiert, siehe vorherigen Beitrag, letzten Absatz.
Aber als gestern das Ergebnis der FDP hereinschneite, brachen diesbezüglich alle Dämme, es sei hiermit eingestanden. Schon Jahr und Tag warte ich darauf, daß dieses allein kaum lebensfähige Opportunistenkonglomerat einmal aus dem Bundestag entfernt wird, und im Frühherbst meines Lebens wurde das Ausharren nun doch belohnt.
Anführen könnte ich hier die üblichen tausendsieben Gründe, die mir dieses Geschmeiß so widerwärtig machen... doch ich verzichte. Und goutiere den Umstand, zumindest mal vier Jahre ohne diese Pest auskommen zu dürfen, ab jetzt lieber schweigend.
Nicht verschwiegen werden soll trotzdem, daß es Menschen gibt, die mir- warum auch immer- nicht unsympathisch sind und trotzdem mit fast bewundernswerter Zähigkeit ihr Kreuz bei der FDP machen. Ausdiskutiert haben wir das öfter. Anständig, wie ich bin, habe ich auch ohne Heuchelei mich meiner unbändigen Freude wegen bei diesen halbwegs desperaten Gestalten entschuldigt, was die Genugtuung aber nicht geschmälert hat. Sich für die falsche Partei entschieden zu haben, ist und bleibt nunmal eine Entscheidung für die falsche Partei. Die FDP wird dadurch nicht wählbarer. Ihre vermeintlichen Erben von der AfD übrigens auch nicht, aber die bleiben uns vorerst gleichwohl erspart.
Die NPD dagegen kam gerade mal auf 1,3%. Das klingt etwas ärmlich und nicht besorgniserregend. Führt man sich allerdings vor Augen, daß dies 560 660 Stimmen sowie 7-9 bis auf den letzten Platz ausnahmslos mit allerlei Menschenmüll vollbesetzte Fußballstadien bedeutet, klingen 1,3% weit weniger niedlich.
Und was kommt jetzt?
Die Frage könnte fast spannend sein, wäre eine große Koalition unter der Führung des "tranigen Faselklumpens" (TITANIC) nicht bereits so sicher wie das Aus der FDP.
Noch irgendjemand wach?
Aber als gestern das Ergebnis der FDP hereinschneite, brachen diesbezüglich alle Dämme, es sei hiermit eingestanden. Schon Jahr und Tag warte ich darauf, daß dieses allein kaum lebensfähige Opportunistenkonglomerat einmal aus dem Bundestag entfernt wird, und im Frühherbst meines Lebens wurde das Ausharren nun doch belohnt.
Anführen könnte ich hier die üblichen tausendsieben Gründe, die mir dieses Geschmeiß so widerwärtig machen... doch ich verzichte. Und goutiere den Umstand, zumindest mal vier Jahre ohne diese Pest auskommen zu dürfen, ab jetzt lieber schweigend.
Nicht verschwiegen werden soll trotzdem, daß es Menschen gibt, die mir- warum auch immer- nicht unsympathisch sind und trotzdem mit fast bewundernswerter Zähigkeit ihr Kreuz bei der FDP machen. Ausdiskutiert haben wir das öfter. Anständig, wie ich bin, habe ich auch ohne Heuchelei mich meiner unbändigen Freude wegen bei diesen halbwegs desperaten Gestalten entschuldigt, was die Genugtuung aber nicht geschmälert hat. Sich für die falsche Partei entschieden zu haben, ist und bleibt nunmal eine Entscheidung für die falsche Partei. Die FDP wird dadurch nicht wählbarer. Ihre vermeintlichen Erben von der AfD übrigens auch nicht, aber die bleiben uns vorerst gleichwohl erspart.
Die NPD dagegen kam gerade mal auf 1,3%. Das klingt etwas ärmlich und nicht besorgniserregend. Führt man sich allerdings vor Augen, daß dies 560 660 Stimmen sowie 7-9 bis auf den letzten Platz ausnahmslos mit allerlei Menschenmüll vollbesetzte Fußballstadien bedeutet, klingen 1,3% weit weniger niedlich.
Und was kommt jetzt?
Die Frage könnte fast spannend sein, wäre eine große Koalition unter der Führung des "tranigen Faselklumpens" (TITANIC) nicht bereits so sicher wie das Aus der FDP.
Noch irgendjemand wach?
Samstag, 21. September 2013
Ich halt's kaum aus
Da bin ich wieder, zum richtigen Zeitpunkt.
Denn nun, liebe Leser, wird es spannend. Laut dem Drecksblatt angesichts Seehofers Triumph sogar "mega- spannend".
Können Sie noch an sich halten? Oder haben Sie bereits schweißnasse Handinnenflächen während des fiebrigen Wartens auf die erste Hochrechnung?
Ich für meinen Teil habe mich mal wieder ausgeklinkt... und zwar von der ganzen Welt. Nach mehreren Wochen am Rande des Burn- Outs habe ich meinen wohlverdienten Urlaub genossen und dabei gleich das Angenehme mit dem Nützlichen verknüpft. Will heißen:
ich war eine Woche auf Korsika, um sämtliche verfügbaren Verwandten abzuklappern, die ich teilweise schon jahrelang nicht mehr gesehen hatte... was nun, nach dem Tod meines Vaters, die sinnvollste Entscheidung war.
Hierzulande spricht man ja gerne von "Entschleunigung"... die lernt man aber erst in ihrer pursten Form kennen, wenn man vier Tage so verbringt wie ich. Will heißen: in einem korsischen Bergdorf namens Guagnu mit 100 Einwohnern, in dem um 20 Uhr abends kein Mucks mehr zu hören ist außer vereinzelten Hunden, Eseln und Wildschweinen, und um Mitternacht jegliche Straßenbeleuchtung abgeschaltet wird.
Um diese Zeit schlief ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit zumeist schon tief und fest, denn üblicherweise stand ich um 7 Uhr morgens auf, um zu essen, zu lesen, wieder zu essen und dann Mittagsschlaf zu halten. Will heißen: ich hatte mich auf ca. 2,5 km/h heruntergebremst, und das war das Beste, was ich mir seit langem angediehen ließ.
Den Rest meines Besuchs in der zweiten Heimat verbrachte ich in und um Bastia, sei der Vollständigkeit halber erwähnt... und ich liebe diese Stadt.
Dennoch kehrte ich mit zwei elementaren Feststellungen zurück, die da lauteten:
"a) wenn ich während eines Fluges aus dem Fenster schaue, bekomme ich generell IMMER einen Ohrwurm von "Song For Guy" von Elton John. Das macht mir angst.
b) sogar auf Korsika bleibt man nicht vor angewelkten deutschen Hausfrauen verschont, die Skistöcke durch die Gegend schleppen, um ihren Nordic- Walking- Scheiß zu praktizieren... und weit und breit keine gütige Seele, um diesem finsteren Treiben Einhalt zu gebieten."
Die dritte, jetzt wiederentdeckte, lautet:
c) ich werde nie verstehen, wie Leute, die teilweise viel jünger sind als ich, an Wahlabenden mit einem Glas Sekt in Parteizentralen auf die Hochrechnungen warten können, um dann in maßlosen Jubel oder Niedergeschlagenheit auszubrechen, sobald diese durchgegeben werden.
Irgendwie fehlt mir ein Gen dazu, den Sinn meines Lebens darin zu sehen, als braver Parteisoldat mein Wohlbefinden von Wahlergebnissen abhängig zu machen (wenn nicht gerade die absolute Pest gewinnt).
Wählen werde ich wohl gehen, und ein Rauswurf der FDP könnte morgen eventuell sogar meine Laune retten.
Aber "mega- spannend"? Get a life.
Denn nun, liebe Leser, wird es spannend. Laut dem Drecksblatt angesichts Seehofers Triumph sogar "mega- spannend".
Können Sie noch an sich halten? Oder haben Sie bereits schweißnasse Handinnenflächen während des fiebrigen Wartens auf die erste Hochrechnung?
Ich für meinen Teil habe mich mal wieder ausgeklinkt... und zwar von der ganzen Welt. Nach mehreren Wochen am Rande des Burn- Outs habe ich meinen wohlverdienten Urlaub genossen und dabei gleich das Angenehme mit dem Nützlichen verknüpft. Will heißen:
ich war eine Woche auf Korsika, um sämtliche verfügbaren Verwandten abzuklappern, die ich teilweise schon jahrelang nicht mehr gesehen hatte... was nun, nach dem Tod meines Vaters, die sinnvollste Entscheidung war.
Hierzulande spricht man ja gerne von "Entschleunigung"... die lernt man aber erst in ihrer pursten Form kennen, wenn man vier Tage so verbringt wie ich. Will heißen: in einem korsischen Bergdorf namens Guagnu mit 100 Einwohnern, in dem um 20 Uhr abends kein Mucks mehr zu hören ist außer vereinzelten Hunden, Eseln und Wildschweinen, und um Mitternacht jegliche Straßenbeleuchtung abgeschaltet wird.
Um diese Zeit schlief ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit zumeist schon tief und fest, denn üblicherweise stand ich um 7 Uhr morgens auf, um zu essen, zu lesen, wieder zu essen und dann Mittagsschlaf zu halten. Will heißen: ich hatte mich auf ca. 2,5 km/h heruntergebremst, und das war das Beste, was ich mir seit langem angediehen ließ.
Den Rest meines Besuchs in der zweiten Heimat verbrachte ich in und um Bastia, sei der Vollständigkeit halber erwähnt... und ich liebe diese Stadt.
Dennoch kehrte ich mit zwei elementaren Feststellungen zurück, die da lauteten:
"a) wenn ich während eines Fluges aus dem Fenster schaue, bekomme ich generell IMMER einen Ohrwurm von "Song For Guy" von Elton John. Das macht mir angst.
b) sogar auf Korsika bleibt man nicht vor angewelkten deutschen Hausfrauen verschont, die Skistöcke durch die Gegend schleppen, um ihren Nordic- Walking- Scheiß zu praktizieren... und weit und breit keine gütige Seele, um diesem finsteren Treiben Einhalt zu gebieten."
Die dritte, jetzt wiederentdeckte, lautet:
c) ich werde nie verstehen, wie Leute, die teilweise viel jünger sind als ich, an Wahlabenden mit einem Glas Sekt in Parteizentralen auf die Hochrechnungen warten können, um dann in maßlosen Jubel oder Niedergeschlagenheit auszubrechen, sobald diese durchgegeben werden.
Irgendwie fehlt mir ein Gen dazu, den Sinn meines Lebens darin zu sehen, als braver Parteisoldat mein Wohlbefinden von Wahlergebnissen abhängig zu machen (wenn nicht gerade die absolute Pest gewinnt).
Wählen werde ich wohl gehen, und ein Rauswurf der FDP könnte morgen eventuell sogar meine Laune retten.
Aber "mega- spannend"? Get a life.
Mittwoch, 7. August 2013
Der Kläffer
Wenn ich mir die Blogs anschaue, die ich abonniert habe, habe ich manchmal das Gefühl, eine Art Kettenhund zu sein.
Manch ein Schreiber hat eine gewisse Leichtigkeit, wenn nicht sogar eine poetische Kraft, von der mir deucht, sie sei mir abhandengekommen.
Das mag an meiner weitgehenden Abkehr von privaten Themen liegen. Diese ist in erster Linie meiner momentanen, immer noch unfreiwilligen Onlineabstinenz geschuldet, die mich nach wie vor zum Sklaven fester Öffnungszeiten von Internetcafés macht. Ich merke, wie viele meiner privaten Alltagsbeobachtungen zu eher nachtschlafender Zeit entstanden, wenn ich noch nicht zu Bett wollte und mir allerlei Gedankenfetzen im Kopf herumkrochen, von denen ich glaubte, sie der Welt mitteilen zu müssen.
Nun staut sich manchmal tagelang allerlei Dreck in mir an, den loszuwerden bei mir eine nahezu karthatische Funktion hat. Das mag, geehrte Leser, Ihnen gegenüber nicht immer fair sein, da Sie sozusagen als Mülleimer dienen, auch wenn dies beim Schreiben natürlich zu keiner Sekunde meine Intention ist.
Momentan habe ich das Gefühl, daß es des Bellens, Knurrens und Geiferns genug sei, da ich nach dem Lesen meiner letzten Beiträge fast schon von mir selbst gelangweilt war. Wer fünf Stunden am Stück Napalm Death hört, hat vielleicht auch endlich mal das Bedürfnis nach Ruhe. Oder zumindest nach etwas, das sich nicht anhört wie eine Waschmaschine im Schleudergang, in der ein Uruk- Hai eingesperrt ist.
Das soll keine neuerliche Pausenankündigung sein, im Gegenteil... aber auf der Suche nach der verlorenen thematischen Bandbreite meiner Beiträge beim Draufdreschen ab und zu einmal innezuhalten und durchzuatmen erscheint mir gerade als sehr vernünftig.
Leider hatte die Vernunft in meinem Leben nur phasenweise Einfluß auf mein Tun und Handeln. Seien Sie also mit mir gemeinsam darauf gespannt, was dabei herauskommt.
Manch ein Schreiber hat eine gewisse Leichtigkeit, wenn nicht sogar eine poetische Kraft, von der mir deucht, sie sei mir abhandengekommen.
Das mag an meiner weitgehenden Abkehr von privaten Themen liegen. Diese ist in erster Linie meiner momentanen, immer noch unfreiwilligen Onlineabstinenz geschuldet, die mich nach wie vor zum Sklaven fester Öffnungszeiten von Internetcafés macht. Ich merke, wie viele meiner privaten Alltagsbeobachtungen zu eher nachtschlafender Zeit entstanden, wenn ich noch nicht zu Bett wollte und mir allerlei Gedankenfetzen im Kopf herumkrochen, von denen ich glaubte, sie der Welt mitteilen zu müssen.
Nun staut sich manchmal tagelang allerlei Dreck in mir an, den loszuwerden bei mir eine nahezu karthatische Funktion hat. Das mag, geehrte Leser, Ihnen gegenüber nicht immer fair sein, da Sie sozusagen als Mülleimer dienen, auch wenn dies beim Schreiben natürlich zu keiner Sekunde meine Intention ist.
Momentan habe ich das Gefühl, daß es des Bellens, Knurrens und Geiferns genug sei, da ich nach dem Lesen meiner letzten Beiträge fast schon von mir selbst gelangweilt war. Wer fünf Stunden am Stück Napalm Death hört, hat vielleicht auch endlich mal das Bedürfnis nach Ruhe. Oder zumindest nach etwas, das sich nicht anhört wie eine Waschmaschine im Schleudergang, in der ein Uruk- Hai eingesperrt ist.
Das soll keine neuerliche Pausenankündigung sein, im Gegenteil... aber auf der Suche nach der verlorenen thematischen Bandbreite meiner Beiträge beim Draufdreschen ab und zu einmal innezuhalten und durchzuatmen erscheint mir gerade als sehr vernünftig.
Leider hatte die Vernunft in meinem Leben nur phasenweise Einfluß auf mein Tun und Handeln. Seien Sie also mit mir gemeinsam darauf gespannt, was dabei herauskommt.
Montag, 29. Juli 2013
Spiel und Spaß im grünen Gras
Am 03.10.2010, so sagt mein Postingverzeichnis, habe ich mich bereits in zwei Beiträgen über die schöne bunte Welt menschlicher Perversionen ausgelassen, um dann noch mit dem Bericht über einen australischen Footballspieler, der sich von einem Hund fellationieren ließ, einen draufzusetzen.
Damit, so nahm man an, sei das Thema doch nun endlich erschöpft. Mitnichten.
Hier als wörtliches Zitat der Bericht aus dem SÜDKURIER online, ansonsten glaubt mir diesen Schwachsinn wieder kein Mensch:
Die Polizei in der unterfränkischen Stadt Aschaffenburg hat am Freitagnachmittag ein Paar vorläufig festgenommen. Die Frau (70) und ihr 43-jähriger männlicher Begleiter hatten in einer Parkanlage öffentlich Sex und dabei auch einen Hund einbezogen. Laut Polizeiangaben hielten sich am Ort des Geschehens gegen 16 Uhr auch zwei Mütter mit ihren Kindern auf. In unmittelbarer Nähe standen auch mehrere sichtlich betrunkene jüngere Personen herum. Für alle Umherstehenden deutlich erkennbar hatten dann die 70-Jährige und der 43-Jährige Geschlechtsverkehr miteinander. Laut Zeugenaussagen wurde in die sexuellen Handlungen auch ein Hund miteinbezogen.
Streifenbesatzungen der Aschaffenburger Polizei machten sich, gerufen von Passanten, auf den Weg in die Parkanlage und nahmen dort die beiden aus der Stadt stammenden Tatverdächtigen vorläufig fest. Weil die beiden deutlich erkennbar getrunken hatten, wurden ihnen Blut abgenommen, um den Grad der Alkoholisierung festzustellen. Nachdem auf der Polizeiwache die Anzeigen geschrieben waren, kamen die Beschuldigten, die bei der Polizei bereits bekannt sind, wieder auf freien Fuß. Gegen sie wird jetzt unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern, Erregung öffentlichen Ärgernisses und wegen eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz Anzeige erstattet.
Damit, so nahm man an, sei das Thema doch nun endlich erschöpft. Mitnichten.
Hier als wörtliches Zitat der Bericht aus dem SÜDKURIER online, ansonsten glaubt mir diesen Schwachsinn wieder kein Mensch:
Die Polizei in der unterfränkischen Stadt Aschaffenburg hat am Freitagnachmittag ein Paar vorläufig festgenommen. Die Frau (70) und ihr 43-jähriger männlicher Begleiter hatten in einer Parkanlage öffentlich Sex und dabei auch einen Hund einbezogen. Laut Polizeiangaben hielten sich am Ort des Geschehens gegen 16 Uhr auch zwei Mütter mit ihren Kindern auf. In unmittelbarer Nähe standen auch mehrere sichtlich betrunkene jüngere Personen herum. Für alle Umherstehenden deutlich erkennbar hatten dann die 70-Jährige und der 43-Jährige Geschlechtsverkehr miteinander. Laut Zeugenaussagen wurde in die sexuellen Handlungen auch ein Hund miteinbezogen.
Streifenbesatzungen der Aschaffenburger Polizei machten sich, gerufen von Passanten, auf den Weg in die Parkanlage und nahmen dort die beiden aus der Stadt stammenden Tatverdächtigen vorläufig fest. Weil die beiden deutlich erkennbar getrunken hatten, wurden ihnen Blut abgenommen, um den Grad der Alkoholisierung festzustellen. Nachdem auf der Polizeiwache die Anzeigen geschrieben waren, kamen die Beschuldigten, die bei der Polizei bereits bekannt sind, wieder auf freien Fuß. Gegen sie wird jetzt unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern, Erregung öffentlichen Ärgernisses und wegen eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz Anzeige erstattet.
Mittwoch, 24. Juli 2013
Das Recht auf Debilität
Der Ballermann 6 soll dichtgemacht werden.
Davon war zwar nie die Rede, denn das Interview des Drecksblattes zu diesem Thema mit dem Tourismusdezernenten von Palma, Álvaro Gijón, lief laut der Onlineseite der "Mallorca- Zeitung" folgendermaßen ab: "Die beiden Bild-Reporter hatten nach Angaben von Gijón mangels Spanisch-Kenntnissen einen Übersetzer zu dem Interview mitgebracht, letztendlich habe man aber die meiste Zeit auf Englisch gesprochen." Und hat, sei ergänzend hinzugefügt, trotzdem kaum etwas verstanden, aber den Scheißdreck umgehend drucken lassen.
Eigentlich müßte man da kein Wort mehr darüber verlieren, denn wäre das Drecksblatt eine Zeitung und kein Volksverhetzungsorgan für Halbanalphabeten, hätte es eine Gegendarstellung gedruckt und die Sache gut sein lassen.
Doch nein, wir haben Sommerloch, das Thema Bushido ist nun ausgemolken, also muß man den Zorn von Millionen Schwachköpfen neu entfachen, kanalisieren, auf ein anderes Sujet lenken und sich ohne Not zum Ombudsmann dieser ganzen Geisteskranken machen, die Jahr für Jahr im Sommer in die große weite Welt hinausziehen, aber leider immer wieder zurückkommen.
Daß dabei niemandem auffällt, welche Töne dabei angeschlagen werden, als wäre El Arenal eine deutsche Kolonie, ist eigentlich unfaßbar. Was fällt den Spaniern eigentlich ein, uns auf ihrer eigenen Insel Vorschriften zu machen? Geht's noch?
Ich finde den Gedanken interessant, wie hier die Stimmung wäre, würden jedes Jahr- sagen wir mal- hunderttausende Engländer an der Nordsee einfallen, um sich dort wie Abschaum zu benehmen und eine Art Enklave zu schaffen.
Zumindest hat Herr Gijón eines sofort begriffen: "Klarstellungen werde er von der "Bild" aber nicht einfordern: "Wie soll man jemandem etwas erklären, wenn er nicht verstehen will' ".
Davon war zwar nie die Rede, denn das Interview des Drecksblattes zu diesem Thema mit dem Tourismusdezernenten von Palma, Álvaro Gijón, lief laut der Onlineseite der "Mallorca- Zeitung" folgendermaßen ab: "Die beiden Bild-Reporter hatten nach Angaben von Gijón mangels Spanisch-Kenntnissen einen Übersetzer zu dem Interview mitgebracht, letztendlich habe man aber die meiste Zeit auf Englisch gesprochen." Und hat, sei ergänzend hinzugefügt, trotzdem kaum etwas verstanden, aber den Scheißdreck umgehend drucken lassen.
Eigentlich müßte man da kein Wort mehr darüber verlieren, denn wäre das Drecksblatt eine Zeitung und kein Volksverhetzungsorgan für Halbanalphabeten, hätte es eine Gegendarstellung gedruckt und die Sache gut sein lassen.
Doch nein, wir haben Sommerloch, das Thema Bushido ist nun ausgemolken, also muß man den Zorn von Millionen Schwachköpfen neu entfachen, kanalisieren, auf ein anderes Sujet lenken und sich ohne Not zum Ombudsmann dieser ganzen Geisteskranken machen, die Jahr für Jahr im Sommer in die große weite Welt hinausziehen, aber leider immer wieder zurückkommen.
Daß dabei niemandem auffällt, welche Töne dabei angeschlagen werden, als wäre El Arenal eine deutsche Kolonie, ist eigentlich unfaßbar. Was fällt den Spaniern eigentlich ein, uns auf ihrer eigenen Insel Vorschriften zu machen? Geht's noch?
Ich finde den Gedanken interessant, wie hier die Stimmung wäre, würden jedes Jahr- sagen wir mal- hunderttausende Engländer an der Nordsee einfallen, um sich dort wie Abschaum zu benehmen und eine Art Enklave zu schaffen.
Zumindest hat Herr Gijón eines sofort begriffen: "Klarstellungen werde er von der "Bild" aber nicht einfordern: "Wie soll man jemandem etwas erklären, wenn er nicht verstehen will' ".
Dienstag, 16. Juli 2013
Bushido mal wieder
Groß ist das Sommerloch, gering sind wohl auch die Plattenverkäufe, Zeit also, mal selbst die saisonale Sau freizulassen, die andere dann durch's mediale Dorf treiben dürfen.
Nach der ganzen "Bambi"- Hysterie habe ich ja Bushido noch verteidigt. Und diesmal tu ich's wieder.
Dabei halte ich den guten Mann für einen waschechten Unsympathen, mit dem ich sicherlich nicht freiwillig ein Bier trinken wollen würde, davon abgesehen, daß mir seine wohl ernstgemeinte Homophobie plus Anti- Israel- Haltung ebenfalls gewaltig auf den Zünder geht.
Allerdings, wenn ich ehrlich bin, waren US- Rapper auch nie zimperlich mit ihren Angriffszielen und wurden dafür von mir goutiert, was auch für einige zweifelhafte Aussagen von Punk- bzw. Hardcore- und Metalbands gilt. Texte von beispielsweise Ice Cube, Ice-T, NWA auf der einen, Slime, Exploited, Sheer Terror, Slayer und Suicidal Tendencies auf der anderen Seite galten im Rahmen einer Subkultur immer als legitimes Ausdrucksmittel Unterprivilegierter, egal wie politisch unkorrekt, stumpf oder dämlich sie waren. Warum sollte ich nun also zweierlei Maß anlegen?
Oder, noch wichtiger, warum sollte ich mich auf die Seite von Leuten stellen, die ich zutiefst verabscheue, zudem, wenn man davon ausgehen kann, daß- ähnlich wie im US- Gangsta- Rap- der Künstler seine Drohungen nicht wahrmachen wird?
Ein Schleimbeutel wie Wowereit samt seiner "Arm, aber sexy"- Attitüde, egal ob schwul oder unschwul; die ausgewiesene Minderheitenversteherin und Nervtröte Claudia Roth, die neuerdings feststellen muß, daß die Welt doch nicht so schwarzweiß ist wie das Röhrenfernsehen, aus dem sie scheinbar ihr Bild eben jener bezieht; der sein Humorniveau verzweifelt unter der Grasnarbe suchende, medial hofierte Schwachkopf Oliver Pocher, der endlich seine vorgelebte, schmerzresistente "Geschmacklosigkeit auf Kosten anderer"- Masche quasi durch die Hintertür selbst einmal serviert bekommt (man erinnere sich an das Zitat zum Start der glücklicherweise kurzlebigen Show mit Harald Schmidt: Schmidt sei für die politischen Witze zuständig und er, Pocher, "dafür, wenn sich Britney Spears eine Glatze rasiert"... kurz: sich über den völligen Zusammenbruch einer damals öffentlich vorgeführten psychisch Kranken lustig zu machen [wendet man dieselbe Moralkeule auch mal an]); dieses Trio infernal gehört mit Sicherheit zu dem Teil der Menschheit, dessen Fürsprecher ich niemals sein möchte.
Daß sich an der Spitze dieser Phalanx der Unsäglichen nun ausgerechnet das Drecksblatt samt seinem weitgehend unzurechnungsfähigen Kolumnisten zum Hüter von Anstand und Moral aufschwingt (und sich nicht scheut, einen Untoten wie Heino zu der Causa todesmutig Sätze ins Mikro röhren zu lassen, die angeblich "jeder denkt, aber keiner ausspricht", wobei man in dem Fall stark anzweifeln darf, ob sie überhaupt erdacht wurden)... das wäre doch fast schon wieder lustig, wäre es nicht dermaßen ausgekocht widerwärtig.
Sympathie für Bushido? Er soll von mir aus weggehen. Aber daß das Fehlverhalten eines Einzelnen das sonstige und aktuelle Verhalten seiner sich im Recht wähnenden Gegner nicht erträglicher macht, wird in diesen Tagen mal wieder bis zum Erbrechen vorgeführt.
Nach der ganzen "Bambi"- Hysterie habe ich ja Bushido noch verteidigt. Und diesmal tu ich's wieder.
Dabei halte ich den guten Mann für einen waschechten Unsympathen, mit dem ich sicherlich nicht freiwillig ein Bier trinken wollen würde, davon abgesehen, daß mir seine wohl ernstgemeinte Homophobie plus Anti- Israel- Haltung ebenfalls gewaltig auf den Zünder geht.
Allerdings, wenn ich ehrlich bin, waren US- Rapper auch nie zimperlich mit ihren Angriffszielen und wurden dafür von mir goutiert, was auch für einige zweifelhafte Aussagen von Punk- bzw. Hardcore- und Metalbands gilt. Texte von beispielsweise Ice Cube, Ice-T, NWA auf der einen, Slime, Exploited, Sheer Terror, Slayer und Suicidal Tendencies auf der anderen Seite galten im Rahmen einer Subkultur immer als legitimes Ausdrucksmittel Unterprivilegierter, egal wie politisch unkorrekt, stumpf oder dämlich sie waren. Warum sollte ich nun also zweierlei Maß anlegen?
Oder, noch wichtiger, warum sollte ich mich auf die Seite von Leuten stellen, die ich zutiefst verabscheue, zudem, wenn man davon ausgehen kann, daß- ähnlich wie im US- Gangsta- Rap- der Künstler seine Drohungen nicht wahrmachen wird?
Ein Schleimbeutel wie Wowereit samt seiner "Arm, aber sexy"- Attitüde, egal ob schwul oder unschwul; die ausgewiesene Minderheitenversteherin und Nervtröte Claudia Roth, die neuerdings feststellen muß, daß die Welt doch nicht so schwarzweiß ist wie das Röhrenfernsehen, aus dem sie scheinbar ihr Bild eben jener bezieht; der sein Humorniveau verzweifelt unter der Grasnarbe suchende, medial hofierte Schwachkopf Oliver Pocher, der endlich seine vorgelebte, schmerzresistente "Geschmacklosigkeit auf Kosten anderer"- Masche quasi durch die Hintertür selbst einmal serviert bekommt (man erinnere sich an das Zitat zum Start der glücklicherweise kurzlebigen Show mit Harald Schmidt: Schmidt sei für die politischen Witze zuständig und er, Pocher, "dafür, wenn sich Britney Spears eine Glatze rasiert"... kurz: sich über den völligen Zusammenbruch einer damals öffentlich vorgeführten psychisch Kranken lustig zu machen [wendet man dieselbe Moralkeule auch mal an]); dieses Trio infernal gehört mit Sicherheit zu dem Teil der Menschheit, dessen Fürsprecher ich niemals sein möchte.
Daß sich an der Spitze dieser Phalanx der Unsäglichen nun ausgerechnet das Drecksblatt samt seinem weitgehend unzurechnungsfähigen Kolumnisten zum Hüter von Anstand und Moral aufschwingt (und sich nicht scheut, einen Untoten wie Heino zu der Causa todesmutig Sätze ins Mikro röhren zu lassen, die angeblich "jeder denkt, aber keiner ausspricht", wobei man in dem Fall stark anzweifeln darf, ob sie überhaupt erdacht wurden)... das wäre doch fast schon wieder lustig, wäre es nicht dermaßen ausgekocht widerwärtig.
Sympathie für Bushido? Er soll von mir aus weggehen. Aber daß das Fehlverhalten eines Einzelnen das sonstige und aktuelle Verhalten seiner sich im Recht wähnenden Gegner nicht erträglicher macht, wird in diesen Tagen mal wieder bis zum Erbrechen vorgeführt.
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