<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451</id><updated>2012-02-09T22:53:59.362+01:00</updated><title type='text'>Die neun Leben des King Bronkowitz</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>313</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-8965692721116723569</id><published>2012-02-02T22:09:00.001+01:00</published><updated>2012-02-02T22:15:37.804+01:00</updated><title type='text'>Das Leben ist eines der Schönsten.</title><content type='html'>&lt;br /&gt;Mittlerweile habe ich mein normales Leben zurück. Ich gehe wieder arbeiten, habe zwei ausstehende Veröffentlichungen (einerseits den erwähnten "Katzenkönig", andererseits am 24.02. einen Beitrag in einer gemeinsamen Anthologie&amp;nbsp; des gONZo- und des Unsichtbarverlags mit dem wunderschönen Titel "Fickt euch alle"), eine Livelesung im Internet am 05.02. 2012 (auf der Homepage des gONZo- Verlags) und diverse Termine für andere Lesungen.&lt;br /&gt;Also hätte ich genug zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem ist: das Leben hat wieder zugeschlagen, und ich bin direkt betroffen, ohne daß es diesmal um mich geht.&lt;br /&gt;Deswegen mache ich mich momentan rar. Angesichts des Umstands, daß jemand, der mir sehr nahesteht, eine niederschmetternde Diagnose erhalten hat, plus meiner ganzen Termine, wird dieses Blog in nächster Zeit häufiger größere Lücken aufweisen, denn wenn Kopf und Leben dermaßen vollgestopft sind wie im Moment, haben andere Dinge höchste Priorität.&lt;br /&gt;Nein, ich werde hier nicht breittreten, um was es geht, denn momentan gehen genaue Details nur meine Familie, meine engsten Freunde und meine beste Freundin etwas an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, verehrte Leser, Sie finden das Ihnen gegenüber nicht despektierlich... aber ich denke, Sie kennen mein Blogger- Ich mittlerweile gut genug, um zu wissen, daß ich keinen Seelenstriptease betreibe.&lt;br /&gt;Sollte ich Lust haben, etwas Allgemeines zu verfertigen, werde ich das nach wie vor tun... aber je nach Laune kann das dauern. Aber es gibt mich nach wie vor, auch bald wieder hier in diesem Theater.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte Ihnen der Sinn danach stehen, einen Moment innezuhalten und mir oder meinen Lieben einen Gedanken zu widmen, dann tun Sie es. Wir können es gebrauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit besten Grüßen an meine Leser, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stefan Gaffory&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-8965692721116723569?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/8965692721116723569/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/02/das-leben-ist-eines-der-schonsten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8965692721116723569'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8965692721116723569'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/02/das-leben-ist-eines-der-schonsten.html' title='Das Leben ist eines der Schönsten.'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-5501401312816300759</id><published>2012-01-17T22:10:00.003+01:00</published><updated>2012-01-17T22:15:27.721+01:00</updated><title type='text'>Wem die Stunde schlägt</title><content type='html'>Der öde Polittalkschnarchzapfen Sabine Christiansen läuft nun auch Werbung für das Drecksblatt.&lt;br /&gt;Das mag keine sonderlich erschütternde Erkenntnis sein; der Bürokratenmief, der ihre Sendung stehts umwehte und bei mir für die Überzeugung sorgte, daß selbst das Betrachten einer Dose Rindswurst interessanter wäre als ihre Sendung, ließ nie einen anderen Schluß zu als den, daß sich da Gleich und Gleich gesellt.&lt;br /&gt;Vor allem, wenn man sich das symbiotische Verhältnis Berliner Amts- und Würdenträger mit diesem Hort gedruckter Niedertracht anschaut, das ebensoschnell ins Gegenteil umschlagen kann, verfolgt man das frühere In- und derzeitige Dethronisierungsgekaspere um unseren Bundeswulff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also darf&amp;nbsp; der feuchte Traum aller Steuerberater im Vorruhestand nun auch sein Sprüchlein aufsagen.&lt;br /&gt;Erstaunlich ist nur, was in seriösem Tonfall, als handle es sich um einen empirischen Beweis, dort verkündet wird:&lt;br /&gt;sie, die BILD, befände sich in einem konstanten Prozeß der Veränderung, wird dort sinngemäß behauptet, und als Feststellung angefügt, sie (die BILD, immer noch gußeisern brunzdumm festgemauert in der Erden) sei früher Anti- GRÜNE gewesen und nun selbst GRÜN.&lt;br /&gt;Was hab ich da bloß wieder verpaßt?&lt;br /&gt;Oder sagt diese Feststellung letzten Endes mehr über die GRÜNEN aus als über den fatalen Geisteszustand der Christiansen und das Objekt ihrer Begierde?&lt;br /&gt;Ist die Ersatz- FDP- Werdung der GRÜNEN mittlerweile auf einem Level angelangt, wo man nach dem schlechten Gewissen zu viel verdienender Sozialpädagogen mit Solaranlage auf dem Freiburger Villendach nun auch derart populistisches Gerumpel okkupiert, daß es nicht mal mehr zwischen Titten und Miniklatsch auffällt? &lt;br /&gt;Anders kann man sich solche cerebralen Totalausfälle nun wirklich nicht erklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn wenn man sie sich betrachtet, die Führungsriege: den ölgetränkten Laberlappen Cem Özdemir, den übereifrigen "Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weiß was"- Kläffer Jürgen Trittin, das eindimensionale, sich devot ranschmeißerisch gebende Brechmittel Claudia Roth und zuguterletzt den veritablen erzkatholischen Saubauern Winfried Kretschmann, um nur ein paar Beispiele zu nennen, hat man doch ein gutes Pandämonium zusammen.&lt;br /&gt;Und zwar jenes, das einen Querschnitt durch die Bevölkerung repräsentiert, aus dem sich seit je her die Klientel des Drecksblattes speist.&lt;br /&gt;Um noch für einen gepflegten Dummklumpenanteil zu sorgen, sollten die GRÜNEN schleunigst Mario Barth und Daniela Katzenberger mit ins Tretboot holen.&lt;br /&gt;Dann ist man endlich dort angekommen, wo man laut Sabine Christiansen eigentlich hingehört. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-5501401312816300759?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/5501401312816300759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/wem-die-stunde-schlagt.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/5501401312816300759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/5501401312816300759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/wem-die-stunde-schlagt.html' title='Wem die Stunde schlägt'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-6288222821584100273</id><published>2012-01-12T21:13:00.001+01:00</published><updated>2012-01-14T14:38:49.054+01:00</updated><title type='text'>SOS- ÖSTERREICH &amp; Paukenschlag</title><content type='html'>Aus gegebenem Anlaß weise ich darauf hin, daß ich mit der Webpage&lt;strong&gt; &lt;em&gt;"SOS – ÖSTERREICH&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Zum Schutz unserer Heimat, Kultur und Traditionen! — aber nicht immer politisch korrekt!" ,&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;weder&lt;/strong&gt; etwas zu tun habe, &lt;strong&gt;noch&lt;/strong&gt; mit ihr in Verbindung gebracht werden möchte. Dies schreibe ich, weil eben diese Seite auf meinen vorherigen Post verlinkt, ohne daß ich etwas davon wußte.&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Jeder rechtskonservative, heimattreue Österreicher, der hier reinliest und vermutet, in mir einen Geistesverwandten gefunden zu haben, darf meinen haarigen Arsch küssen. &lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Guten Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: dasselbe gilt auch für Leser, die über die Burschenschaftsseite "Paukenschlag" hierhergelangen. Verbindungsstudenten sind für mich lächerliche Hampelmänner&amp;nbsp;in alberner Kleidung. &lt;br /&gt;Nur, weil ihr irgendwann mal aufgrund eurer Seilschaften gute Jobs in Politik und Wirtschaft abgreifen werdet, heißt das nicht, daß ich euch freud- und freundlosen Jungspießer in irgendeiner Form respektiere.&lt;br /&gt;Ihr wart schon in meiner Studienzeit für mich hochgradig lächerliche Kotzbrocken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-6288222821584100273?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/6288222821584100273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/hinweis-in-eigener-sache.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/6288222821584100273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/6288222821584100273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/hinweis-in-eigener-sache.html' title='SOS- ÖSTERREICH &amp; Paukenschlag'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-911972638758300590</id><published>2012-01-09T18:48:00.000+01:00</published><updated>2012-01-10T11:18:42.074+01:00</updated><title type='text'>Der weiße Neger Wumbaba</title><content type='html'>Kaum bezieht man mal wieder nach Jahren politischen Desinteresses eindeutig Position, fühlt man sich&amp;nbsp; unausgesprochen von Leuten vereinnahmt, die man nicht an seiner Seite haben will, weil sie penetrant ins falsche Horn tuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Rassismus auf der Bühne - mit diesem Vorwurf muss sich das Steglitzer Schlossparktheater auseinandersetzen. In dem Stück "Ich bin nicht Rappaport" spielt ein weißer Schauspieler mit viel schwarzer Schminke im Gesicht einen Afroamerikaner. Zu sehen ist diese Maskerade auch auf vielen Plakaten in der Stadt. Schwarze Deutsche erkennen darin "Blackfacing", eine rassistische Schauspieltradition der USA. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber kann man sicherlich diskutieren. Die Frage, warum man nicht einfach einen dunkelhäutigen Schauspieler engagiert hat, statt wie auf der Määnzer Fassenacht ca. 1976 einen albernen Schuhcremeneger auf die Bühne zu stellen, sollte zumindest einmal erlaubt sein.&lt;br /&gt;Nur sind manche Schlußfolgerungen aus dem Vorfall einfach zu dämlich:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sheila Mysorekar von der Initiative Schwarze Deutsche (ISD) erkennt in der Haltung des Schlossparktheaters "völlige Ignoranz betreffs rassistischer Traditionen und ihres historischen Kontextes". Im Fernsehen etwa träten genug afrodeutsche Schauspieler auf. Wenn das Theater erkläre, es gäbe nicht genug Rollen für schwarze Schauspieler, um sie permanent zu engagieren, halte es die Theaterleitung offenbar für unmöglich, Rollen wie Hamlet oder Maria Stuart mit Afrodeutschen zu besetzen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin genauso rassistisch, denn ich halte es ebenfalls für unmöglich, Shaka Zulu oder Malcolm X von einem Weißen spielen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-911972638758300590?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/911972638758300590/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/der-weie-neger-wumbaba.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/911972638758300590'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/911972638758300590'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/der-weie-neger-wumbaba.html' title='Der weiße Neger Wumbaba'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-6604404948817073908</id><published>2012-01-08T17:09:00.002+01:00</published><updated>2012-01-10T12:36:21.151+01:00</updated><title type='text'>In Würde altern</title><content type='html'>Am Freitag war ich einmal wieder in der Alten Hackerei, wo durch das DJ- Team Punk-, Metal- und Hardcoreklassiker zum besten gegeben wurden.&lt;br /&gt;Allerlei Jungvolk hampelte durch die Gegend, und ich setzte mich in ein stilles Eck, trank in aller Ruhe ein Bier, erfreute mich an "War Inside My Head" von den Suicidal Tendencies und betrachtete die Szenerie... so wie die übrigen Punkrockveteranen auch.&lt;br /&gt;Es war eine sehr entspannte Stimmung; das mag auch daran gelegen haben, daß der Fremdschamfraktor gering war, da sich niemand der Älteren dazu berufen fühlte, den Jüngeren zeigen zu wollen, was für ein wahnsinnig crazy Motherfucker er noch ist.&lt;br /&gt;Man äugte einfach; mich erinnerte das Ganze an die Zeit Anfang der 90er, als man sich noch in der KATAKOMBE auf der Tanzfläche im Gruppenverbund genauso aufführte und als komplette Clique besoffen Sackgitarre spielte.&lt;br /&gt;Natürlich macht es immer noch Spaß, sich unter Gleichgesinnten zu guter Musik zu bewegen, aber wenn das mit dem unbewußten Zwang verbunden ist, sich selbst oder Jüngeren etwas beweisen zu müssen, wird es unerträglich.&lt;br /&gt;Das erinnert mich immer an einen ganz furchtbaren Typen im CARAMBOLAGE, der mit dem kumpelhaften Habitus eines Sozialpädagogen auftritt und dessen Gesamterscheinung (inklusive lässig in der Hemdentasche verstauter Tabakpackung) einem schon den Satz "Ich bin über 40, aber immer noch gut drauf" entgegenzuschreien scheint.&lt;br /&gt;Wahrscheinlich ein ganz netter und verständnisvoller Mensch, der einfach seinen Spaß haben will. Trotzdem finde ich das, was er ausstrahlt, dermaßen unerträglich in seiner ostentativ zur Schau gestellten Midlife- Crisis- Lässigkeit, daß ich ihn am liebsten in bester Borowkamanier umgrätschen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Szenenwechsel.&lt;br /&gt;In der Hackerei spielte eine deutlich angejahrte Punkband, deren Sängerin es sich trotz deutlich in Alice- Cooper- Nähe gerückter Gesamterscheinung nicht nehmen ließ, herauszustellen, für was für ein männermordendes Biest sie sich noch hält.&lt;br /&gt;Was keinen Unterschied macht zu den Garagenrockfrauen vor einigen Monaten ebenda, die trotz deutlicher Überschreitung der 30er- Hürde meinten, fischnetzbestrumpft auf Vorsprüngen tanzend und lasziv über ihre Beine streichend das Sexmonster geben zu müssen.&lt;br /&gt;Der Effekt auf mich war in ungefähr derselbe: Fremdscham bis zum kompletten Verlust der Libido.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Freundin von mir meinte neulich, warum sie nicht auch noch mit 60 hohe Stiefel und Minirock anziehen sollte, wenn ihr danach wäre.&lt;br /&gt;Ganz einfach: weil darum. &lt;br /&gt;Außerdem wäre es wohl auch peinlich, wenn ich mich- obwohl ich nicht mal 40 bin-&amp;nbsp;in sexy Unterwäsche auf eine Bühne stellen würde, um mit meiner Schwanzlänge und der Anzahl Geschlechtspartnerinnen, die ich befriedigen kann, zu prahlen und dabei zu denken, junge Frauen würden davon klatschnaß im Schritt.&lt;br /&gt;Davon abgesehen, daß ich nie ein Womanizer war und es außerdem eine Frage der persönlichen Würde ist, sich so zu verhalten, wie es angemessen ist, ohne daß man dabei eine niedrige Meinung von sich selbst haben muß.&lt;br /&gt;Männer über dem Zenith sollten nun mal&amp;nbsp;keinen Habitus zur Schau stellen, als wären sie immer noch&amp;nbsp;Gottes Geschenk an die komplette Damenwelt. Und umgekehrt gilt das auch für Frauen.&lt;br /&gt;Alles andere spielt in einer Liga,&amp;nbsp;die sich aus denen rekrutiert, die nicht einsehen wollen, daß alles im Leben einmal vorbei ist. Wenn man sich einmal damit abfindet, kommt man wahrscheinlich gar nicht auf irgendwelche bescheuerten Ideen, sondern findet eine Nische, in der man sich treu bleiben kann, ohne den Berufsjugendlichen zu mimen bzw. (das andere Extrem) zum kompletten Langweiler zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau dieses Verhalten macht einige Menschen, die&amp;nbsp;es beherzigen, wiederum attraktiv. &lt;br /&gt;Ob ich in der Hinsicht alles richtig mache oder auf viele Menschen dennoch peinlich wirke, weiß ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich versuche mein Bestes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-6604404948817073908?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/6604404948817073908/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/in-wurde-altern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/6604404948817073908'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/6604404948817073908'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/in-wurde-altern.html' title='In Würde altern'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7883549087680740507</id><published>2012-01-07T15:23:00.000+01:00</published><updated>2012-01-08T17:28:21.974+01:00</updated><title type='text'>Was nicht paßt, wird passend gemacht</title><content type='html'>Erstaunt hat mich letztens doch diese Nachricht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Ein wichtiges Ereignis war im September der Ausschluss des NPD-Mitglieds aus dem Trierer Stadtrat. Damit wurde auf die rechtskräftige Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung des stellvertretenden Landesvorsitzenden und Pressesprechers der Partei reagiert."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Moment, moment, die Pointe kommt ja noch: der gute Mann heißt tatsächlich Safet Babic. Davon ausgehend, daß das weder ein Anagramm noch ein Druckfehler ist, stößt man beim weiteren Recherchieren auf folgendes:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp;"Babic, der sich selbst als "europäischen Befreiungsnationalisten bosnischer Herkunft" bezeichnet, wurde 1998 als Schriftwart der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (JLO) in Hessen sowie bei den Jungen Nationaldemokraten aktiv. [...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Aufnahme in die JN führte jedoch zu einem ersten Eklat, als neben einigen Führungskadern aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, darunter auch der stellvertretende JN-Landesvorsitzende Lars Käppler, der komplette sächsische JN-Landesvorstand aus der Bundesorganisation austrat. Sie begründeten ihren Schritt mit: Wer die "multikulturelle Gesellschaft" bekämpfe, könne "selbst nicht multikulturell sein". Der JN-Bundesvorsitzende Sascha Roßmüller rechtfertigte den Schritt in einer Stellungnahme, man habe versucht, "positive Elemente in die Volksgemeinschaft einzubinden". Der JN-Bundesgeschäftsführer sprach davon, Babic verfüge über ein "äußerst nordische(s) Aussehen" und sei "viel mehr Deutscher als einige von uns".&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da erübrigt sich dankenswerterweise jeglicher Kommentar. Sicher kann ich nur eines sagen:&amp;nbsp; w&lt;span class="commentBody" data-jsid="text"&gt;enn demnächst NPD- Funktionär Mgubu Olambe, der vielleicht als Vertreter der sudetendeutschen Landsmannschaft im Stadtrat von Hoyerswerda sitzt, aus&amp;nbsp;diesem ausgeschlossen wird, zünde ich ein Teelicht an und halte inne. Und höre in stillem&amp;nbsp;Gedenken ein wenig Nazirap.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="commentBody" data-jsid="text"&gt;Letztens machte ein Freund von mir ein erschütterndes Geständnis: um diese Jahreszeit behielte er gerne beim Sex die Socken an, denn er habe kalte Füße. Nichtfrau, die ich bin, ist es für mich nicht nachvollziehbar, wieso das bei der Geschlechtspartnerin nicht schlagartig zur Frigidität führt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="commentBody" data-jsid="text"&gt;Ich kann den umgekehrten Effekt nur simulieren, wenn ich mir vorstelle, daß eine Frau zu mir ins Bett steigt, die nichts trägt außer einem Hermés- Halstuch... mit der Begründung, sie sei grad "ä bissel verkält". Oder mit Hauspantinen, die aussehen wie Plüschmäuse. Obwohl ich die blindmachende Urgewalt männlicher Sexualhormone nicht unterschätzen will.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="commentBody" data-jsid="text"&gt;Worauf ich grad hinauswill? Keine Ahnung. Spontaneinfälle sind einem thematisch durchgehenden Fließtext nicht förderlich. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="commentBody" data-jsid="text"&gt;Obwohl: vielleicht, daß es manchmal unüberbrückbare Gegensätze gibt, über die man großzügig hinwegsehen kann, wenn man sich besser kennt, auch wenn dies zu einem bestimmten Zeitpunkt unvorstellbar scheint? Wäre eine geschickte Überleitung von Safet Babic zu Sex in Socken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="commentBody" data-jsid="text"&gt;Und als weitere Konsequenz daraus? Die NPD komplett unterwandern und den Laden dichtmachen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="commentBody" data-jsid="text"&gt;Keine schlechte Idee.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="commentBody" data-jsid="text"&gt;Das Leben kann manchmal so einfach sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7883549087680740507?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7883549087680740507/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/was-nicht-pat-wird-passend-gemacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7883549087680740507'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7883549087680740507'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/was-nicht-pat-wird-passend-gemacht.html' title='Was nicht paßt, wird passend gemacht'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7667312965855668932</id><published>2012-01-02T13:38:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T13:38:19.738+01:00</updated><title type='text'>Angriff der Sauropoden</title><content type='html'>Nun ist das Jahr 2011 endlich in dem Orkus gelandet, dem ich gerade nochmal entronnen bin.&lt;br /&gt;Erstaunlich, welch psychologische Wirkung solch ein Jahreswechsel entfaltet, auch wenn außer einem neuen Kalender alles genauso ist wie vorher.&lt;br /&gt;Im ersten halben Jahr hatte ich privat die Pest am Hals (Berlin hin oder her), im folgenden Quartal beruflich und im letzten gesundheitlich. Eigentlich müßte nun alles abgehakt sein. Und das Gefühl, mit dem neuen Jahr auch die ganze Scheiße ad acta legen zu können, will entgegen allem rationalen Denken nicht weichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der 30.12. brachte uns nochmal Radio Bronkowitz, eine Sendung, die ich in einem spontanen Anfall von Wahnsinn beim Anschauen einer Dokumentation auf n-tv unter das Motto "Der Angriff der Sauropoden" gestellt hatte.&lt;br /&gt;Dabei hätte selbige fast gar nicht stattgefunden: als Sebastian Wirth aka Leif Erikson und meine Wenigkeit am Studio eintrafen, war da niemand. Keine Menschenseele. &lt;br /&gt;Lediglich das Laptop im Studio nudelte in Endlosschleife alte Sendungen ab.&lt;br /&gt;Zum Glück war Tex Dixigas erreichbar und schickte jemanden, der in der Nähe wohnte vorbei, um uns aufzuschließen.&lt;br /&gt;Da der gute Mann aber dringend wieder wegmußte, saßen wir zunächst da und mußten die Mischpulte einschalten und die richtige Lautstärke einstellen.&lt;br /&gt;Keine Ahnung, wie wir es trotzdem schafften, mit nur 10 Minuten Verspätung doch noch auf Sendung zu gehen.&lt;br /&gt;Wir spielten CD's, da wir ohne Nadeln nicht auf Vinyl zurückgreifen konnten, was mein geplantes Konzept eines musikalischen Jahresrückbloicks komplett über den Haufen warf und retteten uns in frei improvisiertes, unzurechnungsfähiges Geschwafel, in dem ca. 1287mal das Wort "Sauropoden" auftauchte.&lt;br /&gt;Andere Leute landen für sowas in der Klapse, wir dagegen hatten einen Riesenspaß... und vereinzelte Zuhörer wohl auch, wenn ich mir die Rückmeldungen zur Sendung so anschaue.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei ich denke, daß&amp;nbsp;hier viele&amp;nbsp;auch nach geschätzt 12 Sekunden ihr Radio ausschalten... denn seriöse Radiomacher wenden sich bei unseren Auftritten sicherlich mit Grausen ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dagegen habe ich auch nichts einzuwenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7667312965855668932?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7667312965855668932/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/angriff-der-sauropoden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7667312965855668932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7667312965855668932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2012/01/angriff-der-sauropoden.html' title='Angriff der Sauropoden'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-8685502077016052899</id><published>2011-12-29T15:15:00.001+01:00</published><updated>2011-12-30T15:52:01.875+01:00</updated><title type='text'>Die neun Leben des King Bronkowitz</title><content type='html'>Zum Ende dieses äußerst erbaulichen Jahres wird es mal Zeit, sich endlich zu outen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wie ich im Beitrag "King Bronkowitz" (in dem ich die Herkunft dieses&amp;nbsp;Pseudonyms erklärte) bereits erwähnte, entstand der Blogname ebenfalls spontan; er rauschte mir sozusagen durchs Hirn und im selben Moment in die Tastatur.&lt;br /&gt;Allerdings schwebten mir dabei im Hinterkopf die neun Leben einer Katze vor.&lt;br /&gt;Das Problem ist nur: das blöde Vieh hat im allgemeinen sieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wurde aus Halbbildung dieser Blogtitel geboren, der sich seitdem hartnäckig hält. Aber da ich dieses Jahr bestimmt schon zwei Leben verbraten habe, paßt es dann wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos "Leben verbraten": auch an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an die Leute, die mich auf verschiedene Art und Weise unterstützt haben (es&amp;nbsp;hat ja nicht jeder Facebook), egal ob sie mich besucht oder angerufen haben oder sonst in irgendeiner Weise für mich da waren.&lt;br /&gt;Ich mag generell polemisch und manchmal auch misanthropisch sein, aber ich bin kein Roboter.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"You always put a smile on this cynical asshole's face and helped me get through the hardest year of my life",&lt;/em&gt; wie das ehemalige Dillinger Escape Plan-&amp;nbsp;Mitglied Adam Doll&amp;nbsp;in den Linernotes von "Calculating Infinity" mitteilt. Dem ist nichts hinzuzufügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Ihnen, meinen Lesern, möchte ich an dieser Stelle ein gutes Jahr 2012 wünschen und mich für den mittlerweile regen Besuch meines Blogs bedanken, sowie für sinnvolle Kommentare.&lt;br /&gt;Sollte der Maya- Kalender unrecht behalten und die Welt&amp;nbsp;doch nicht untergehen, haben wir uns wohl noch geraume Zeit am Hals, und dagegen hätte ich nichts einzuwenden.&lt;br /&gt;An dieser Stelle darf ich Sie noch auf Radio Bronkowitz morgen um 22 Uhr auf dem QUERFUNK Karlsruhe hinweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schalten Sie also auch nächstes&amp;nbsp;Mal wieder ein, wenn Sie King Bronkowitz sagen hören:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich säge mir lieber den Fuß ab, als hier einmal freiwillig Tocotronic zu spielen."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-8685502077016052899?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/8685502077016052899/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/die-neun-leben-des-king-bronkowitz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8685502077016052899'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8685502077016052899'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/die-neun-leben-des-king-bronkowitz.html' title='Die neun Leben des King Bronkowitz'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7190008410957364759</id><published>2011-12-28T15:48:00.000+01:00</published><updated>2011-12-28T15:54:05.174+01:00</updated><title type='text'>Zentralheizung Of Death</title><content type='html'>Eine Band dieses wunderschönen Namens durfte ich gestern als Zuschauer in einem ranzigen Proberaum in der Nähe des Hauptbahnhofs in Karlsruhe erleben.&lt;br /&gt;Die Stadt ist immer mal wieder für Überraschungen gut; unter den ca. 30 Gästen war abgesehen von zwei mich begleitenden&amp;nbsp;Freunden niemand, den ich auch nur vom Sehen her kannte, aber dafür schienen die anderen sich untereinander schon mehrfach begegnet zu sein... eine richtige kleine Szene abseits der üblichen Verdächtigen, und ich fragte mich, wo die eigentlich sonst so abhängen!?&lt;br /&gt;Zuerst gab es eine Vorband, deren Namen ich schon wieder vergessen habe (irgendwas mit "Mongolian").&lt;br /&gt;Das war ein Trio mit Gitarrist, Bassistin und Schlagzeuger, die sich den Gesang teilten und erfreulich fluffigen, eingängigen Neo- Indie spielten. Konnte man sich gut anhören, und der wohnzimmergroße Raum mit ca. 15 Zuhörern tat dem keinen Abbruch, im Gegenteil. War passend zur Musik eine angenehme Atmosphäre.&lt;br /&gt;Danach ging es in einen anderen Proberaum zur "Zentralheizung".&lt;br /&gt;Wer bei dem Namen eine Deutschpunkband, bestehend aus 15jährigen Kaufhoflüftungsschachtbewohnern befürchtet hatte, sah sich angenehm überrascht.&lt;br /&gt;4 bärtige Berserker in japanischen Frauenkleidern spielten einen&amp;nbsp;ausgefeilten Bastard aus Stoner- und Noiserock, der weitgehend instrumental war und den man sich gut anhören konnte (auch wenn es mir phasenweise etwas zu gleichförmig wurde).&lt;br /&gt;Davon abgesehen, daß die Jungs ihre Instrumente beherrschten, wurde der Gig auch durch allerlei Skurrilitäten recht amüsant gestaltet (ein nervtötendes Intro im gefühlt drei Stunden dauernden Endlosloop, in das die Band dann zu Konzertbeginn zunächst einstieg, unvermutete Indianergesänge mit fehlgeleiteten Blechblasinstrumenten), so daß auch dieser Auftritt vor ca. 25 Zuschauern als "gelungen" bezeichnet werden kann.&lt;br /&gt;Wer also mal die Gelegenheit hat, diese Band sehen zu können, sollte sich von dem Namen nicht abschrecken lassen.&lt;br /&gt;Und ja, Spontankonzerte in winzigen&amp;nbsp;abgehalfterten Locations gibt es nicht nur in Berlin, wa. &lt;br /&gt;Schön, auch in Karlsruhe noch mehr Leute zu wissen, die unkonventionelle Ideen haben, auch wenn ich sie (noch) nicht persönlich kenne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder mal eine gute Erinnerung daran, daß es nie verkehrt sein kann, bei der Auswahl der Abendgestaltung wieder etwas mehr Spontaneität zuzulassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7190008410957364759?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7190008410957364759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/zentralheizung-of-death.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7190008410957364759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7190008410957364759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/zentralheizung-of-death.html' title='Zentralheizung Of Death'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7699898073722631096</id><published>2011-12-19T12:54:00.004+01:00</published><updated>2011-12-19T21:15:44.412+01:00</updated><title type='text'>Gedrucktes</title><content type='html'>Wenn das Drecksblatt sich des Falles des "Long- Island- Serienmörders" annimmt, kann dabei nur Herzerwärmendes herauskommen.&lt;br /&gt;So prangt heute kurz vor dem Sportteil halbseitig die&amp;nbsp;pietätvolle&amp;nbsp;Überschrift "Der Strand der toten Huren".&lt;br /&gt;Zumindest weiß man dann wieder, warum im Kreise verantwortlicher Redakteure niemand reihum Kollegen meuchelt.&lt;br /&gt;"Der Strand der toten Flachwichser, Drecksäcke und Arschgeigen" würde als Schlagzeile nie auf eine Seite passen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das INTRO dagegen zementiert aus anderer Richtung kommend&amp;nbsp;nun bereits seit Jahr und Tag seinen Ruf als Musikmagazin für Leute, die sich nicht für Musik interessieren. Konsequenterweise ist es deswegen auch kostenlos.&lt;br /&gt;Als Instrumentarium für Menschen, die ihre eigene Trendhuberei gerne als Wichsvorlage benutzen und diese Tatsache&amp;nbsp;bevorzugt mit einem pseudointellektuellen bzw. gar einem politischen Anspruch ummänteln, ist es unerläßlich; irgendwoher müssen diese ganzen fusselbärtigen Hornbrillenträger ja kommen, die einen so gerne ungefragt über gute und schlechte Musik belehren und deren Geschmack trotzdem&amp;nbsp;genauso vorhersehbar und austauschbar ist wie ihr Humor unlustig.&lt;br /&gt;Solch eine Klientel findet es wahrscheinlich auch stylish, wenn im Jahresrückblick sogar Nachrufe als weitgehend sinnbefreite Twitternachrichten gestaltet werden, die genauso verzichtbar daherkommen wie der Rest dieser Abräumhalde für verhinderte und ehemalige SPEX- Schreiber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="mailto:R.I.P.@INTRO"&gt;R.I.P.@INTRO&lt;/a&gt;: dich_braucht_wirklich_kein_mensch#außer_platten_vor_gericht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztere&amp;nbsp;Rubrik ist&amp;nbsp;aufgrund der teilweise komplett&amp;nbsp;scheuklappenfreien Auswahl&amp;nbsp;der Juroren zumindest unterhaltsam zu lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber da kann das INTRO nun auch wieder nix für.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7699898073722631096?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7699898073722631096/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/gedrucktes.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7699898073722631096'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7699898073722631096'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/gedrucktes.html' title='Gedrucktes'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-1085912035103496888</id><published>2011-12-13T18:44:00.001+01:00</published><updated>2011-12-13T19:27:44.037+01:00</updated><title type='text'>Sieg Heil, my nigga</title><content type='html'>Es gibt scheinbar nichts, was es nicht gibt. Immer wenn man denkt, die menschliche Blödheit hätte lichte Höhen erklommen, die für jeden halbwegs normal denkenden Erdenbewohner kaum noch zu erreichen sind, erscheint ein neuer strahlender Stern über dem Abgrund.&lt;br /&gt;Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Nazi- HipHop?&lt;br /&gt;Eine Kombination, die für jeden vernunftbegabten Menschen nicht mal auf schlechten Drogen vorstellbar sein sollte... was selbige aber nicht an ihrer Existenz hindert.Die Ableger irgendwelcher Rechtsrockbands versuchen nun mit Sprechgesang, auch diese Subkultur zu unterwandern... unter anderem mit Graffitilogos in Schwarz-Weiß-Rot, der sich ja auch die autonomen Nationalisten gerne bedienen, deren Mimikry im Rahmen von einst als "Links" klassifizierten subkulturellen Merkmalen ja mittlerweile perfekt ist.&lt;br /&gt;Textlich werden die üblichen Stumpfrocktopoi abgearbeitet und es wird zudem zaghaft versucht, rapspezifische Metaphern einzufügen (um die Neugier zu befriedigen: &lt;i&gt;"lebendig wie ein Fisch im Wasser- ihr Wasserköpfe habt verloren" oder "eure Fassade die bricht wie die Panade bei Fischstäbchen"&lt;/i&gt;... jahaha, da lacht die Koralle).&lt;br /&gt;Was das Ganze noch unfaßbarer macht: dreimal dürfen Sie raten, wo dieser Hohlblockhiphop mit dem "n'socialist soundsystem" eine seiner Schaltzentralen hat.Genau.&lt;i&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Euer Rap ist tot, er ist angepasst an BRD die echte Deutsche Welle kommt mit n'Socialist Soundsystem. […]Ich konnte euch nie leiden , fickt euch ihr Systemschweine". Dennoch geben "Enesess" ihr Bestes als "nationale Alternative zum Systemrap" - so die Selbstbeschreibung von "Henry.H." im Interview mit dem "Karlsruher-Netzwerk" vom April diesen Jahres.Vor der Kulisse eines deutschen Wohnzimmers - eine zusammengerollte Deutschlandfahne steht angelehnt in der Ecke -, dass durch ein schwarzes Banner mit der Aufschrift "Karlsruhe" zum Untergrundstudio umfunktioniert wurde, findet das Interview statt. Hier stellt sich "Henry.H." den - in badischem Akzent abgelesenen - Fragen des vermummten und in Tarnfarben gekleideten Interviewers."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist "Polen völlig offen, und der Arsch ja sowieso", wie Eckhard Henscheid gerne so simpel wie treffend formuliert.Aber: wenn dereinst NS- HipHop mal das Ruder übernehmen sollte, kann ich mich zumindest aus meiner Erfahrung heraus schon mal als Texter anbieten:&lt;br /&gt;"Einen deutscheren MC wirst du kaum finden,&lt;br /&gt;denn ich fick dich wie Ernst Röhm von hinten&lt;br /&gt;und eins, zwei, drei ist die Battle dann vorbei&lt;br /&gt;denn wie der Führer hast du nur ein Ei."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, für den Anfang...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-1085912035103496888?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/1085912035103496888/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/sieg-heil-my-nigga.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1085912035103496888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1085912035103496888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/sieg-heil-my-nigga.html' title='Sieg Heil, my nigga'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2609896272146120610</id><published>2011-12-12T12:42:00.005+01:00</published><updated>2011-12-12T12:57:29.192+01:00</updated><title type='text'>Lappland</title><content type='html'>Nun bin ich seit fast einer Woche wieder in Karlsruhe, worunter mein Blog natürlich gelitten hat, bin ich doch wieder auf Internetcafés angewiesen.&lt;br /&gt;Aber im Großen und Ganzen ist es ein recht angenehmes Gefühl, zu wissen, daß man zumindest mal wieder in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, auch wenn man nach wie vor gewissen Einschränkungen unterworfen ist.&lt;br /&gt;Man könnte jetzt das übliche Bündel Binsenweisheiten auspacken bezüglich "was man plötzlich wieder zu schätzen lernt, obwohl man es die ganze Zeit als selbstverständlich ansah", aber das lasse ich lieber.&lt;br /&gt;Stattdessen hatte ich gestern in der Bar Milano eine verbale Auseinandersetzung mit einem unglaublichen Blödmann, der mir eine Mitleidsmache vorwarf, ohne mich überhaupt zu kennen, da die Kompresse hinter meinem Ohr (die er für ein Tempotaschentuch hielt) nur "Kaspertheater sei, um die Aufmerksamkeit der Gäste auf mich zu lenken" und außerdem "scheiße aussehe".&lt;br /&gt;Oh, pardon. War eigentlich eher als Modegag gedacht und gibt es bestimmt auch in den Farbrichtungen "Malve", "Lindgrün" und "Türkis". Ständig einen Lappen hinter dem Ohr zu haben, macht nämlich einen Riesenspaß.&lt;br /&gt;Das ist eigentlich eine ziemlich niederschmetternde Erkenntnis: zu keiner Phase seines Lebens ist man gegen irgendwelche dummen Spongs gefeit, die ihr blödes Freßloch nicht mal zulassen können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2609896272146120610?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2609896272146120610/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/lappland.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2609896272146120610'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2609896272146120610'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/lappland.html' title='Lappland'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-944785220079495185</id><published>2011-12-06T12:11:00.004+01:00</published><updated>2011-12-06T12:38:12.549+01:00</updated><title type='text'>Heute wieder: unsere beliebte Rubrik</title><content type='html'>Nämlich: Suchmaschinenbediener, unbekannter! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Sie für private Vorlieben haben, ist allein Ihre persönliche Angelegenheit.&lt;br /&gt;Und solange es nix mit Kindern, Tieren oder Leichen zu tun hat, können Sie gerne nach Ihrer Facon glücklich werden, und ich wäre der letzte, Sie daran zu hindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso Sie aber mit folgendem Anliegen ausgerechnet bei meinem Blog landen, ist nun wieder ein Rätsel, daß mich nächtelang keinen Schlaf mehr finden lassen wird.&lt;br /&gt;Was zur Hölle hat Google da aus meinen Postings extrahiert und als Treffer zusammengezimmert, um Sie mit folgendem Anliegen zu mir zu verlinken&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"versteckt espionage frau masturbation in wc"&lt;/span&gt;?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-944785220079495185?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/944785220079495185/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/heute-wieder-unsere-beliebte-rubrik.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/944785220079495185'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/944785220079495185'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/heute-wieder-unsere-beliebte-rubrik.html' title='Heute wieder: unsere beliebte Rubrik'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-809976402918248782</id><published>2011-12-03T22:05:00.005+01:00</published><updated>2011-12-05T12:08:49.584+01:00</updated><title type='text'>Der 300. Beitrag</title><content type='html'>Damit hätte ich in diesem Jahr nun nicht mehr gerechnet.&lt;br /&gt;Das ist wahrscheinlich der Vorteil, wenn man länger krank ist: man kann sich mal wieder um die wirklich wichtigen Dinge im Leben kümmern, zum Beispiel um seinen Blog. Den muß ich ja ansonsten ziemlich vernachlässigen, da ich ja in Karlsruhe auf Internetcafés angewiesen bin... und da ich plane, zum kommenden Wochenende wieder daheim zu sein, wird wahrscheinlich auch die Zahl meiner Einträge wieder abnehmen.&lt;br /&gt;Vorher ist jedoch noch eine Hürde zu nehmen, nämlich eine Nachoperation, die am 06.12. stattfinden soll.&lt;br /&gt;Es hieß zwar, das sein nur ein kleiner Eingriff, der der weiteren Unterfütterung des lädierten Ohrs mit Gewebe dient (klingt lecker, ich weiß), aber mit der Ankündigung von Routineeingriffen habe ich seit kurzem ein Problem.&lt;br /&gt;Da ich deswegen auch die Hot- Snakes- Reunion am 04.12. in Berlin verpaßt habe, ist allein das bereits ein Grund, um dem Ganzen prinzipiell ablehnend gegenüberzustehen.&lt;br /&gt;Ansonsten... gibt es nicht viel Neues, was ich anläßlich des 300. Beitrags mitzuteilen hätte.Sogar die Politik und sonstiger Stumpfsinn lassen mir momentan meine Ruhe.&lt;br /&gt;Sie können ja zur Feier des Tages auf mich anstoßen. Oder sich liebhaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder einen kurzen Gedanken an jemanden verschwenden, der von dörflicher Ödnis umgeben in spätherbstlicher Dunkelheit am Rechner sitzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*edit*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wäre ja fast zu schön, würde einmal etwas genau SO klappen, wie es auch geplant war. &lt;br /&gt;Die OP ist verschoben, zuerst muß ich einmal meine drei MRSA- Abstriche durchführen lassen. Spannend.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-809976402918248782?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/809976402918248782/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/der-300-beitrag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/809976402918248782'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/809976402918248782'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/12/der-300-beitrag.html' title='Der 300. Beitrag'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7421687334906740043</id><published>2011-11-30T15:33:00.003+01:00</published><updated>2011-11-30T15:59:25.108+01:00</updated><title type='text'>Witzemacher, Forenuser, Cartoonisten!</title><content type='html'>Kennt ihr schon den?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommt ein Mann zum Arzt und hat rechts eine Augenklappe.&lt;br /&gt;Meint der Arzt: "Wo arbeiten Sie?"&lt;br /&gt;Sagt der Mann: "Beim Verfassungsschutz."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hahahahahaha!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach, den kennt ihr schon? Wer hätte das gedacht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7421687334906740043?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7421687334906740043/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/witzemacher-forenuser-cartoonisten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7421687334906740043'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7421687334906740043'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/witzemacher-forenuser-cartoonisten.html' title='Witzemacher, Forenuser, Cartoonisten!'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-9074634812760040933</id><published>2011-11-30T12:38:00.005+01:00</published><updated>2011-11-30T13:06:01.926+01:00</updated><title type='text'>Aufrechte Demokraten</title><content type='html'>Was ist denn eigentlich schlimmer? Rechts- oder Linksextremismus? Lechts oder Rinks? Oder ist beides etwa dasselbe?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines meiner Lieblingsargumente, oft gehört und immer wieder gerne genommen, herauskopiert aus Kommentaren zu einem entsprechenden Artikel von Henryk M. Broder auf Facebook (wie die Folgezitate übrigens auch):&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"Es hiess ja ehrlicherweise auch National-SOZIALISMUS."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben kann so einfach sein, vor allem deswegen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der Linksextremismus ist zahlenmäßiger sogar etwas gefährlicher. Und man vergesse nicht, dass sich hier in den 20ern damals extreme Rechte und extreme Linke auf den Straßen gekloppt haben. Die German Angst vorm Bürgerkrieg (seit dem 30jährigen) konnte da nur Adolf stillen...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit wäre der Linksextremismus auch gleich als Hauptursache des Nationalsozialismus festgemacht. Bitte alles in einen Sack und draufhauen, denn&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"Die Frage ist, wo ist die Trennlinie zwischen linken und rechten Sozialisten zu ziehen. Irgendwann kommt der Punkt, da gibt es keine Trennlinie.Ob roter oder brauner"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was jüdische oder farbige Sozialisten spätestens dann merken dürften, wenn sie versehentlich im falschen Veranstaltungssaal landen, weil sie beim "Treffen nationaler Sozialisten" ein Wort übersehen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es muß die Nacht der reitenden Leichen sein. Kaum öffnet jemand öffentlichkeitswirksam eine jahrelang verschlossene Tür, eilen aus jeder erdenklichen Richtung Gehirntote herbei.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-9074634812760040933?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/9074634812760040933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/aufrechte-demokraten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/9074634812760040933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/9074634812760040933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/aufrechte-demokraten.html' title='Aufrechte Demokraten'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2110486622842379906</id><published>2011-11-30T10:14:00.019+01:00</published><updated>2011-11-30T13:35:49.667+01:00</updated><title type='text'>Wie wir die Welt retten</title><content type='html'>Ach, es wäre doch schön, ein wirklich politisch korrekter Mensch zu sein, wären diese nicht manchmal dermaßen unerträglich.&lt;br /&gt;"Fareus" heißt die Seite, auf die man stößt, wenn man sich in sozialen Netzwerken in irgendeiner Form gegen Rechts engagiert.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;- Politisch Korrekt –Gegen Rechtsextremismus,Zionismus, Antisemitismus, Islamophobie, Menschenhass&lt;/span&gt; heißt es da vollmundig, und es wird in- nach dieser Ankündigung erwartbarer- Schwarz- Weiß- Malerei mal wieder versucht, die Menschheit zu retten, indem man sich ein Weltbild zurechtzimmert, in das nur hineinpaßt, was man vorher nicht kurz und klein schlagen muß, weil auch nur ein Eckchen übersteht.&lt;br /&gt;Will heißen: Dogmatismus praktizieren, ohne die eigene Meinung auch nur einmal ansatzweise zu hinterfragen. &lt;br /&gt;Heraus kommt das übliche politische Sektierertum, das nur zwischen zwei Sorten Menschen zu unterscheiden weiß: die Guten und die Bösen. Und jedem, der auch nur ansatzweise die Fähigkeit zu differenzierter Auseinandersetzung hat und sich nicht wie bei der Essensausgabe an eine Schlange anstellen will, an deren Ende politische Schubladen verteilt werden, kann dabei nur grausen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Watschenaugust muß die- zugegeben-  mittlerweile relativ unerträgliche Kristina Schröder herhalten, deren Kürzung von Mitteln für Initiativen gegen Rechts reichlich undifferenziert und realitätsfremd erscheint; deren weiteres Beharren darauf unter den momentanen Umständen einfach nur skandalös ist und eine Unfähigkeit zeigt, über den parteipolitischen Tellerrand (fünf Euro ins Phrasenschwein) hinauszublicken.&lt;br /&gt;Aber muß man sie auch völlig undifferenziert in die Ecke stiller Nazisympathisanten stellen und in einer Art und Weise auf sie eindreschen, die einfach nur plump wirkt? Das geschieht, indem man nämlich versucht, alles in einem Abwasch zu erledigen und sie auch gleich als Islamhasserin (ein gerne genommener Vorwurf) zu überführen. Denn man wird zu einem Magazin namens (Achtung! Wortspiel!) "Migazin" verlinkt, das zum Thema "Zwangsheirat" konstatiert: &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"Die Befürchtung, dass eine Erhebung der Religionszugehörigkeit Anlass für Missverständnisse [...]werden könnte, war sowohl im Beirat als auch im Rahmen des wissenschaftlichen Workshops ausdrücklich Thema. Leider bestätigt sich diese Befürchtung durch den genannten FAZ-Beitrag, in dem Frau Ministerin Schröder behauptet, dass „nach Angaben der Betroffenen 83,4% der Eltern Muslime seien“. Diese Behauptung ist schlichtweg falsch, denn Betroffene von Zwangsverheiratung sind zu keiner Zeit im Rahmen dieser Studie direkt befragt worden. Es handelt sich bei der genannten Zahl vielmehr um das Ergebnis einer Befragung von Menschen, die in Beratungseinrichtungen tätig sind; diese sollten im Jahre 2009/2010 Auskunft über Fälle von (angedrohter) Zwangsverheiratung im Jahr 2008 geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nicht bekannt, ob die Beraterinnen und Berater in der Praxis die Religion der Eltern abgefragt haben, ob sie im Nachhinein versucht haben, sich zu erinnern, oder ob sie bloße Vermutungen äußern. Daher wäre die richtige Formulierung „Beraterinnen und Berater gaben an, dass sie davon ausgehen, dass 83,4% der Eltern der Betroffenen vermutlich muslimischer Herkunft sind“. Wer solche Differenzen als beiläufig abtut, spricht empirischen Studien implizit jeden Sinn ab. Man kann sich die Mühe dann lieber gleich sparen. Darüber hinaus ist auch die genannte Zahl mit Vorsicht zu genießen, denn sie sagt nichts darüber aus, welchen Stellenwert Religion im Alltag bzw. im Handeln gespielt hat."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es stimmt: die Praxis der Zwangsheirat ist auch im Christentum eine durchaus gängige und somit jeglicher Versuch, eine Verbindung zum Islam herzustellen, das Verhalten eines Phobikers und Rassisten.&lt;br /&gt;Die Methode der Gleichstellung von Islamkritikern jeglicher Ausrichtung mit Rechtsextremisten läßt sich an folgendem Beispiel wunderbar ablesen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;um den Vorwurf der zunehmenden Islamophobie zu untermauern, werden unter der Überschrift "Islamkritik" auf Fareus besonders beknackte Zitate aus dem Internet gepostet.&lt;br /&gt;Nur stammen diese in erster Linie von einer auch in anderen Belangen als schlechtes Beispiel zitierten Website namens "PI" mit einem hauptsächlich von allerlei dämlichem Seich ablassenden Dumpfbacken frequentierten Forum.&lt;br /&gt;Das tutet ungefähr in dasselbe Horn, als würde man jüdischen Mitbürgern anhand von Zitaten aus einem NPD- Forum beweisen wollen, daß alle Deutschen Antisemiten seien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An anderer Stelle wird dafür unter folgender Überschrift- abgesehen von einem unauffälligen Wikipedialink ohne Hintergrundinformationen- ein Videoausschnitt des "Nation Of Islam"- Führers Louis Farrakhan eingestellt:&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Louis Farrakhan erteilt den versammelten Vertretern der Mainstream-Presse während einer Werbepause eines Radio-Senders, eine gehörige und verdiente (und teilweise auch angekommene) Standpauke.&lt;br /&gt;Die Gesichter der Angesprochenen sprechen Bände.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;So einen Kämpfer wie Farrakhan bräuchten wir hier in Deutschland auch,&lt;/span&gt; denn eigentlich hätte der gesamte Medienapparat der Welt diese Ansprache nötig.&lt;br /&gt;Dieses Video sollte Pflicht für jeden Medienschaffenden sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hervorhebung stammt von mir. Farrakhan, also.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eben genau dieser:&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine in zahlreichen Interviews und Reden propagierte Ideologie wird von vielen Menschen als rassistisch angesehen. Farrakhan propagierte nachdrücklich die Rassentrennung. Weiße - so angeblich Farrakhan - seien das Produkt genetischer Experimente, die von schwarzen Wissenschaftlern ausgeführt wurden. Sie würden 6.000 Jahre lang die Erde beherrschen, bis sie 'von den schwarzen Göttern zerquetscht würden'. Er verbreitete antisemitische Gedanken und zitierte Adolf Hitler[1] als leuchtendes Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1986 wurde ihm als persona non grata die Einreise nach Großbritannien verboten, ungeachtet verschiedener Versuche, dieses Verbot anzufechten. Farrakhan war Initiator, Organisator und Redner beim Millionen-Mann-Marsch 1995 in Washington. 1996 wurde ihm der Internationale Gaddafi-Preis für Menschenrechte verliehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das stammt aus Wikipedia, wo lustigerweise ja auch hinverlinkt wird, ohne auf diese Ungeheuerlichkeit auch nur mit einem Wort hinzuweisen (wer sich mehr mit dem Thema "Nation Of Islam" und "Farrakhan" beschäftigen möchte, dem sei einfach nur die in Zusammenarbeit mit Alex Haley entstandene Autobiographie von Malcolm X empfohlen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin erhielt er den Gaddafi- Preis für Menschenrechte. Das KANN kein schlechter Mensch sein, denn Negersmann und Moslem in einer Person paßt wie hineingegossen ins kunterbunte Weltbild unserer moralisch integren Vorkämpfer.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Aber der Höhepunkt ist folgendes Zitat unter der Überschrift &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Geistige Brandstifter"&lt;/span&gt;, in der diverse "islamophobe" Aussprüche aufgeführt werden, um natürlich ohne Links einen Gesamtzusammenhang mit dem Zeitgeschehen herzustellen. Neben eindeutigen Fällen wie Thilo Sarrazin findet sich dort folgendes:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ralph Giordano&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Deutscher jüdischen Glaubens, der in seiner Kindheit zu den Verfolgten des Naziregimes gehörte, ist also geistiger Mitvorbereiter der jetzigen Neonazimordserie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben ist doch eines der Schönsten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2110486622842379906?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2110486622842379906/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/fareus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2110486622842379906'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2110486622842379906'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/fareus.html' title='Wie wir die Welt retten'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-8129639086333454777</id><published>2011-11-29T19:50:00.012+01:00</published><updated>2011-11-29T23:24:01.574+01:00</updated><title type='text'>Anti- Anti- Castor</title><content type='html'>Sie werden mich jetzt konservativ nennen. Oder "Arschloch". Ich muß damit leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe es dennoch jahrelang versucht: aber ich erkenne in Anti- Castor- Demonstrationen immer noch keinen Sinn und Zweck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist mit Sicherheit legitim, gegen Atomkraft zu demonstrieren, auch gegen die Laufzeitverlängerung von 2015 auf 2022. Seit in Deutschland vor einiger Zeit versuchsweise diverse Atomanlagen abgeschaltet wurden und hier trotzdem nicht das komplette Stromnetz zusammengebrochen ist, halte ich den Atomausstieg ebenfalls für sinnvoll.&lt;br /&gt;Ja, "ebenfalls"; ich war in den letzten Jahren nicht gerade als Atomkraftgegner bekannt, wenn auch in erster Linie deshalb, weil ich kaum vernünftige Alternativen gesehen habe. Vor allem, wenn man die Dreistigkeit betrachtet, mit der neuerdings wieder solche Dreckschleudern wie Kohlekraftwerke als Lösung angepriesen werden. &lt;br /&gt;Ich halte die Erbeben- und Tsunamigefahr in unseren Breiten auch generell für überschaubar und habe mein ganzes Leben in Sichtweite des AKW Philippsburg verbracht, ohne daß ich nachts leuchte. Darum hielt ich hierzulande AKW's für ein kalkulierbares Übel.&lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz habe ich mein Denken auf den Prüfstand gestellt und befürworte mittlerweile einen schnellstmöglichen Atomausstieg. So.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist aber weiterhin eine Tatsache, daß dieser gerade nicht stattfindet und immer noch AKW's in Betrieb sind. Und solange dies der Fall ist, wird Atommüll produziert.&lt;br /&gt;Und jetzt kommen wir zu der entscheidenden Frage: wohin damit?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In 3.- Welt- Länder, wie wir es schon seit Jahr und Tag mit Gift- und Plastikmüll machen? Im Meer versenken? Ins All schießen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Halten wir fest: wenn der ganze Scheiß, der da gerade aus La Hague kommt, bei uns produziert wurde, haben wir die moralische Verpflichtung, ihn zurückzunehmen, ob uns das paßt oder nicht. &lt;br /&gt;Und wer immer in den letzten Jahren Strom verbraucht hat, ohne eine Solaranlage auf dem Dach zu haben, wird wohl auch zumindest gelegentlich von Atomstrom profitiert haben, und sei es beim Einkaufen oder am Arbeitsplatz.&lt;br /&gt;Somit ist und bleibt es UNSER Müll, egal, ob wir der Meinung sind, persönlich dafür verantwortlich zu sein oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nächster Punkt: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Nach Angaben der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg enthält ein einziger Castor-Behälter 100 bis 200 mal mehr Radioaktivität als das absaufende Atommüll-Endlager Asse. „Von einem normalen Transport kann also keine Rede sein.“&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sei hier also stellvertretend für ähnlich lautende Meinungen, die ich im Netz gelesen habe, einmal zitiert.&lt;br /&gt;Man hat also unter anderem Angst, daß die Castoren vermehrt Radioaktivität abgeben könnten, was- weitere Bedenken, die ich auch nachlesen konnte- auch im Falle eines Anschlags passieren könnte, da die Behälter ein lohnendes Ziel für Terroristen seien (Links zu den Artikeln poste ich hier keine, sonst werde ich nicht mehr fertig... bemühen Sie ihre Suchmaschine, wenn Sie Detailliertes lesen möchten).&lt;br /&gt;Deswegen sabotiert man also die Transportwege oder hält den Zug so lange wie möglich auf, damit die Castoren in freier Natur oder der Nähe von Ortschaften ungestört vor sich hinstrahlen können.&lt;br /&gt;Sollte es da irgendeine Logik geben, man möchte sie mir so erklären, daß ich sie auch kapiere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es gibt ja Hoffnung: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Mit dem aktuellen Castor-Transport lagern bereits 113 Behälter mit hochradioaktivem Atommüll im Zwischenlager Gorleben, die auf die Endlagerung warten. Könnte der Müll nach jahrzehntelanger Abkühlung nicht im Salzstock für immer entsorgt werden, müsste er wieder für viele Millionen Euro abtransportiert werden. Dann dürfte es an der Castor-Wegstrecke ein ganz neues Bild geben: Jubelnde Wendländer und freie Fahrt statt Sitzblockaden und an Gleise gekettete Menschen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So schreibt das "Greenpeace- Magazin". In dem Fall bin ich mal gespannt, ob die "jubelnden Wendländer" dann auch demonstrierend vor Ort wären, wenn der Atommüll stattdessen in Südwest- oder Ostdeutschland gelagert würde oder gleich in Frankreich verbliebe.&lt;br /&gt;Denn das Gefühl, daß es in erster Linie um "Hauptsache, nicht bei uns" geht verbunden mit der Hoffnung, der Atommüll würde sich in Luft auflösen, wenn man ihn nicht vor der Haustür hat, will bei mir nicht weichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genausowenig wie die Überzeugung, daß man mit den 33,5 Millionen Euro, die allein das Land Niedersachsen der jetzige Transport dank der ganzen Verzögerungen gekostet hat, etwas weitaus Sinnvolleres anstellen könnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In ein geeignetes und sicheres Endlager investieren, beispielsweise.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-8129639086333454777?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/8129639086333454777/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/anti-anti-castor.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8129639086333454777'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8129639086333454777'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/anti-anti-castor.html' title='Anti- Anti- Castor'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-1931405170614193700</id><published>2011-11-29T17:47:00.004+01:00</published><updated>2011-11-29T18:05:52.594+01:00</updated><title type='text'>Katzen, Katzen, Katzen</title><content type='html'>Heute erreichte mich die Nachricht von Daniel Prohart, daß er mit den Zeichnungen für den "Katzenkönig" fertig ist.&lt;br /&gt;18 Bildtafeln sind es am Ende geworden, die wir nach dem letzten Feinschliff endlich auf die Menschheit loslassen können. In welcher Form und welchem Format wird uns noch einiges Kopfzerbrechen bereiten, aber da Miriam Spies vom gONZo- Verlag gußeisern darauf beharrt, die Geschichte ohne weiteres Beiwerk herauszubringen, fällt zumindest mal die Notwendigkeit weg, sich auf die Schnelle noch irgendwas aus dem Ärmel zu leiern. &lt;br /&gt;Was bleibt ist die Spannung, wie das Ganze im Endeffekt aussehen wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schrieb vor geraumer Zeit, daß mir der Umgang mit Hunden und Katzen widerwärtig ist, und daran hat sich eigentlich nicht viel geändert.&lt;br /&gt;Da ich mich jedoch immer noch in der Rekonvaleszenzphase bei meinen Eltern befinde, die nun mal zwei Katzen ihr eigen nennen, habe ich mich aber daran gewöhnt.&lt;br /&gt;Die ältere der beiden, "Muni" genannt, die ich in den letzten 12 Jahren erfolgreich ignoriert habe, scheint mittlerweile einen Narren an mir gefressen zu haben; wann immer ich auf der Couch vor dem Fernseher liege, kann ich davon ausgehen, spätestens nach 10 Minuten einen zusammengerollten schnurrenden Fellklumpen neben mir zu haben, der zumeist noch seinen Kopf in meine Armbeuge bettet.&lt;br /&gt;Nennen Sie es Altersmilde, aber mittlerweile ist das schon so alltäglich, daß mir fast etwas fehlt, wenn das Vieh nicht im Haus ist.&lt;br /&gt;Wahrscheinlich sollte mir das zu denken geben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-1931405170614193700?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/1931405170614193700/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/katzen-katzen-katzen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1931405170614193700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1931405170614193700'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/katzen-katzen-katzen.html' title='Katzen, Katzen, Katzen'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-1021870419733560136</id><published>2011-11-27T20:42:00.005+01:00</published><updated>2011-11-27T23:41:07.890+01:00</updated><title type='text'>Mal wieder ein Verriß</title><content type='html'>Zufällig bin ich beim Herumsurfen im Internet auf das "Onlinemagazin für kreatives Schreiben, Bad Kreuznach &amp; Bingen" namens EXPERIMENTA gestoßen, in dem auch "Katharsis I- Kreisklassenhölle" besprochen wurde.&lt;br /&gt;Der Rezensent, ein (ich gehe bei dem Namen mal von einem männlichen Wesen aus) gewisser Toni Reitz, hat das Buch ziemlich geschlachtet. &lt;br /&gt;Es ist nie sonderlich erfreulich, einen Verriß zu kassieren, aber für mich wiederum mal wieder eine Motivation, mich aus dem relativ engen Korsett zu befreien, das ich mir mit der "Kreisklassenhölle" angelegt habe. &lt;br /&gt;Natürlich definiert man mit seinem Erstling einen gewissen Standpunkt, von dem aus der Leser weiß, was er künftig ungefähr von einem zu erwarten hat; aber als einzige Referenz einen mittlerweile fast zehn Jahre alten Text vorweisen zu können und ständig daran gemessen zu werden, nervt andererseits auch ziemlich. Zum Glück liegt es an mir, etwas daran zu ändern und meiner Arbeit zusätzliche Facetten hinzuzufügen.&lt;br /&gt;Daß Esoterik und positive Lebensratgeber trotzdem auch künftig nicht von mir zu erwarten sind, muß ich glaube ich nicht gesondert erwähnen.&lt;br /&gt;Hier also die Rezension; um ein paar Stellen gekürzt, die meiner Meinung nach zu große Spoilerfunktion bezüglich des Inhalts haben. &lt;br /&gt;Ich lasse sie auch weitgehend kommentarlos stehen, abgesehen von folgenden Anmerkungen: das Ende des Buches ist absichtlich offen gehalten. Und daß sie, Herr Reitz, das Ende nicht nur auf einen Punkt festmauern, sondern ihre Schlußfolgerung auch in Ihrer Kritik veröffentlichen, lasse ich genausowenig unwidersprochen wie Ihren Vorwurf bezüglich meines mangelnden Respekts vor meinen Lesern.&lt;br /&gt;Der Respekt vor meinen Lesern erwächst aus der Rückmeldung, die ich erhalte. Beim Schreiben selbst, es sei mir verziehen, denke ich nicht groß über potentielle Leser nach, auch weil das unweigerlich zu einer Selbstzensur führen würde. &lt;br /&gt;Das mag man mir als Arroganz auslegen; letztendlich ist es nur der Versuch, äußere Einflüsse auszuklammern... verbunden mit dem Risiko, dementsprechend negative Kritiken zu erhalten.&lt;br /&gt;Was nichts daran ändert, daß ich mich über positive Reaktionen freue und sie mir nicht gleichgültig sind. &lt;br /&gt;Was den Ausspruch des Erzählers (ja, um einen solchen handelt es sich, was ja scheinbar im Verlauf von Rezensionen- unabhängig von der Bewertung- immer gerne vergessen wird) über seinen mangelnden Analverkehr angeht: wie man da durch das Verb "trompetet" eine Art machohaften Stolz hineindeuten kann, wo es letztendlich um eine ausbleibende Rechtfertigung für destruktives Verhalten geht, bleibt mir ein Rätsel.&lt;br /&gt;Vielleicht war der Dreh auch nötig, um die Pointe mit dem "Arschficken" unterbringen zu können; solche güldenen Sternstunden erlesenen Humors sollte man nicht ungenutzt verstreichen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier nun also die Rezension:&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Es muß doch irgendwie schrecklich sein können&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Kreisklassenhölle von Stefan Gaffory&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stefan Gaffory hat das Zeug zu einem guten Schriftsteller. Seine Darstellung der&lt;br /&gt;Verletzungen eines gescheiterten Liebhabers durchdringt den Schutzschild selbst&lt;br /&gt;geübter Leser. Nach dem letzten Ausraster seines Helden, mit dem er endgültig zerstört hat, was bei seiner Freundin an Zuneigung noch übrig war, schickt sie&lt;br /&gt;ihm eine Kassette. „Play it loud“, schreibt sie dazu.[...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Gaffory ist kein guter Schriftsteller. Was er aufbaut, bleibt schreckenerregend&lt;br /&gt;angemaltes Pappmaché.&lt;br /&gt;Der Held wächst in einem Provinzkaff, der Kreisklassenhölle, auf, findet dort weder Halt noch Rolle. In ihm wächst nicht Persönlichkeit, nur Haß auf seine Umgebung. Mangels Besserem wird er Altenpfleger und kommt im Heim erst recht nicht zu Rande, was nur noch mehr Haß in ihm wachsen läßt. Er flieht in die Universitätsstadt, doch auch dort findet er sich nicht, zu hoch stehen Haß und Selbsthaß schon in ihm, er läßt nur alles Zerstörerische aus sich heraus, eckt noch mehr an und fällt beinahe schon.&lt;br /&gt;Gebremst wird der Weg nach unten nur einmal, als das Mädchen, der Engel, in sein Leben tritt. Doch er kann nicht aufhören, um sich zu schlagen, und verliert&lt;br /&gt;sie - und alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;Das alles ertränkt er in einem nicht enden wollenden Strom aus Alkohol und Rauschgift, aus Geschrei und Wut, aus Prügel und Randale, verziert mit einer Kette von Anrufungen des magischen Namens „Heidegger!“&lt;br /&gt;Es ist als sei Kinski – seligen Angedenkens – aus dem Grab auferstanden, um alle Vorurteile gegen seinen Namen noch einmal zu verzehnfachen. Hauptsache, es nimmt sich schrecklich aus.&lt;br /&gt;So etwas haben wir schon oft genug gelesen oder gesehen, aber ein großer Autor hätte vielleicht noch etwas daraus gemacht.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Das Glück haben wir aber nicht, und so bleibt der 237 Seiten lange Zornausbruch letztlich äußerlich. Genau mit der gleichen arroganten Haltung, in ein und dem selben&lt;br /&gt;Moment alles kaputtzuschlagen, sich dafür selbst zu bemitleiden und trotzdem alles&lt;br /&gt;besser zu wissen, die er die ganze Handlung hindurch an den Tag legt, genau mit&lt;br /&gt;dieser Haltung spricht der Erzähler auch den Leser an. Er nimmt einfach den Mund zu&lt;br /&gt;voll, das beginnt schon am Anfang, als er trompetet, noch nicht einmal als Jugendlicher mit Gewalt zum Analverkehr gezwungen worden zu sein. Ach hätte ihn doch nur jemand rechtzeitig ein paar Mal ordentlich in den Arsch gefickt – dann hätten beide was davon gehabt, und dem Leser wären Kaskaden der Banalität erspart geblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was vielleicht sonst noch Interesse geweckt hätte an dem kleinen Buch, wird durch&lt;br /&gt;verunglückte Typographie vollends ruiniert. Unsaubere Typen, die ihre eigene Form&lt;br /&gt;nicht recht ausfüllen, tummeln sich auf rauhem Papier, das sie beinahe tanzen läßt. &lt;br /&gt;In viel zu langen Zeilen findet das Auge keinerlei Halt; sie fallen nach unten, längst bevor das rettende Ufer des rechten Rands erreicht ist. Die Sakkade, der Augensprung beim Lesen, wird zum ungebremsten Absturz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insofern gebührt der Verlegerin Respekt für Ihren Mut, einem Schriftsteller im Werden&lt;br /&gt;seine Gelegenheit zu geben. Gleichzeitig wünschen wir ihr, daß auch Autoren&lt;br /&gt;in ihr Programm finden, die auf ihrem Weg schon weiter sind. Und daß ihr Hersteller&lt;br /&gt;demnächst mit etwas mehr Fortüne arbeitet.&lt;br /&gt;Dem Autor aber sei ins Stammbuch geschrieben: Habe Respekt vor Deinem Leser.&lt;br /&gt;Er ist nicht einfach die Müllhalde Deiner Befindlichkeiten, sondern der, ohne den es&lt;br /&gt;den ganzen Literaturbetrieb nicht gäbe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Toni Reitz, in: eXperimenta September 2010: Literarischer Wegweiser&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-1021870419733560136?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/1021870419733560136/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/mal-wieder-ein-verri.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1021870419733560136'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1021870419733560136'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/mal-wieder-ein-verri.html' title='Mal wieder ein Verriß'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7237588943160010424</id><published>2011-11-23T23:37:00.003+01:00</published><updated>2011-11-23T23:49:00.381+01:00</updated><title type='text'>Hundetöten in der Ukraine</title><content type='html'>Beachtlich, wie man momentan mit gutem Gewissen zugeschüttet wird: anläßlich der EM 2012 werden in der Ukraine massenhaft streunende Hunde getötet und in mobilen Krematorien verbrannt.&lt;br /&gt;Das ist mit Sicherheit nicht schön; deswegen rufen auch diverse Leute reflexartig in sozialen Netzwerken zum Boykott der EM auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Haken ist nur, daß das in erster Linie Menschen sind, die nicht mal Vegetarier sind; das soll nun keine Grundvoraussetzung für soziales Engagement sein.&lt;br /&gt;Dennoch wirft es die Frage auf: werden Schweine und Kälber hierzulande in Schlachthöfen totgestreichelt? Wäre es nicht sinnvoller, bei seinem Kampf gegen Tierquälerei erst einmal bei sich selbst anzufangen und sein eigenes Konsumverhalten zu überdenken, bevor man sich quasi seine fünf Minuten guten Gewissens mit solch hanebüchenem Aktionismus erkauft?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hanebüchen deshalb, weil es letzten Endes egal ist, welche Art von Tier vermeidbarerweise über die Klinge springen muß; und weil mit Sicherheit keiner der lautstarken Tierfreunde bereits eine Reise samt Hotel zur EM in der Ukraine gebucht und nun unter lautstarkem Protest alles storniert hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wage zu bezweifeln, daß es einen einzigen Köter retten wird, wenn man während der EM den Fernseher ausgeschaltet läßt und stattdessen in der Zeit mit Freunden beim Italiener ein Rahmschnitzel essen geht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7237588943160010424?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7237588943160010424/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/hundetoten-in-der-ukraine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7237588943160010424'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7237588943160010424'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/hundetoten-in-der-ukraine.html' title='Hundetöten in der Ukraine'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-4236824634821069351</id><published>2011-11-23T14:33:00.005+01:00</published><updated>2011-11-23T15:29:50.914+01:00</updated><title type='text'>Georg Kreisler R.I.P.</title><content type='html'>Ich entdeckte Georg Kreisler eher zufällig vor wenigen Jahren, als im Plattenladen meines Vertrauens die erste "Everblacks" für einen lumpigen Euro in der Ramschkiste zu haben war.&lt;br /&gt;Bis dahin wußte ich lediglich, daß die Kassierer einmal eine Coverplatte mit seinen Liedern aufgenommen hatten; ansonsten nichts.&lt;br /&gt;Was ich hörte, gefiel mir ganz gut; es waren Liveaufnahmen von einem Auftritt in Tübingen, entstanden 1975.&lt;br /&gt;"Taubenvergiften", "Gelsenkirchen", "Zwei alte Tanten", "Der Max auf der Rax"... heutzutage eher milder schwarzer Humor, aber immer noch sehr unterhaltsam, und mit einer Virtuosität getextet und vorgetragen, die mich ehrfurchtsvoll staunen ließ.&lt;br /&gt;Eigentlich dachte ich, er wäre zwischenzeitlich gestorben; doch plötzlich las ich, daß seine Autobiographie erschienen wäre. &lt;br /&gt;Und keine zwei Tage später, es muß 2008 gewesen sein, hing tatsächlich ein Plakat am Entenfang, das eine Lesung von ihm in Karlsruhe ankündigte.&lt;br /&gt;Selten ging ich dermaßen demütig zu einer Veranstaltung; der Mann war schon über 80, und trotzdem machte er einen sehr aufgeräumten Eindruck.&lt;br /&gt;Danach hatte man noch die Gelegenheit, ein paar Worte mit ihm zu wechseln; da stand ich dann also vor ihm, gefühlt 13 Jahre alt, und ließ mir mein "Everblacks"- Exemplar signieren, etwas zurechtstammelnd, wie dankbar ich dafür wäre, das noch erleben zu dürfen, worauf er mir die Hand schüttelte und sich gleichsam bedankte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztes Jahr sah ich ihn nochmal-diesmal deutlich hinfälliger geworden- zusammen mit seiner Frau in der Mainzer Synagoge, wo er einen Querschnitt aus seinem Schaffen zu Gehör brachte, natürlich nur lesenderweise, denn um Musik zu machen, war er wohl körperlich nicht mehr in der Lage. Den Auftritt habe ich aber irgendwo in den Weiten meines Blogs ausführlich besprochen, darum sei er hier nur angerissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Grund dafür ist allerdings ein trauriger, denn nun ist er gestorben, im reichlich gesegneten Alter von 89 Jahren. Stur bis zum Schluß; nie hat er seine im Exil erworbene US- Staatsbürgerschaft wieder abgegeben, um nicht von einem Land, das ihn seinerzeit vertrieben hat, als "österreichischer Künstler" vereinnahmt zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;R.I.P., Georg Kreisler. Für mich war er einer der Größten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.sachsendiva.de/Programm/Lola_Blau/Kreisler/Kreisler01.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 242px; height: 284px;" src="http://www.sachsendiva.de/Programm/Lola_Blau/Kreisler/Kreisler01.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-4236824634821069351?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/4236824634821069351/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/georg-kreisler-rip.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4236824634821069351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4236824634821069351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/georg-kreisler-rip.html' title='Georg Kreisler R.I.P.'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-4158626212099436701</id><published>2011-11-21T15:52:00.006+01:00</published><updated>2011-11-24T00:01:17.076+01:00</updated><title type='text'>Fast 100 Jahre Todeskitsch</title><content type='html'>Am 14. April 1912 lief die "Titanic" auf einen Eisberg und sank. Dabei starben 1513 Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist nun fast 100 Jahre her, und es steht zu erwarten, daß die Medien dieses Scheißjubiläum genauso geschmacksbefreit ausschlachten werden, wie es scheinbar seit Jahr und Tag zum guten Ton gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich sollte man annehmen, daß solch eine Katastrophe nicht dazu taugt, verkitscht zu werden.&lt;br /&gt;Doch scheinbar hat man sich in dem Fall stillschweigend auf eine gewinnbringende Form der Leichenfledderei geeinigt, bei der niemand auch nur ansatzweise auf die Idee kommt, diese Inflationierung menschlichen Elends zur Unterhaltung von "Goldenes- Blatt"- Leserinnen anzuprangern.&lt;br /&gt;Mit Sicherheit spielt der zeitliche Abstand eine Rolle. Aber während das "Hindenburg"- Unglück ebenfalls einen altersweisen Zwickelbart trägt, ohne auch nur ansatzweise ähnlich Einzug in die Unterhaltungsindustrie gefunden zu haben, kann sich jeder auf die "Titanic" als sein liebstes Unglück einigen. Und auch, wenn mittlerweile keiner mehr lebt, der damit direkt zu tun hatte, was einem eine Art Narrenfreiheit zu geben scheint,frage ich mich, ob es wirklich niemandem auffällt, wie menschenverachtend nun schon seit langer Zeit mit diesem Thema umgegangen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur, daß es als Kulisse für einen- wenn auch perfekt gemachten- Hollywoodschmachtschinken herhalten muß, bei dem einen das Schicksal zweier fiktiver Charaktere gefälligst mehr berühren soll als der Umstand, daß 1500 Menschen unter teils elenden Umständen ersoffen wie Ratten; im Radio wurde die Ausstrahlung eines früheren Titanicfilms auf PRO 7 einmal damit beworben, daß ein Mann mit zittriger Stimme kundtat, er säße gerade in einer Wanne mit Eiswasser, um sich schonmal "darauf einzustimmen".&lt;br /&gt;Was hätte er bei der Ausstrahlung von "Holocaust" gemacht? Den Gashahn aufgedreht?&lt;br /&gt;Jedenfalls hat es mich bereits als Jugendlichen gewundert, daß derartiger Zynismus unbemerkt blieb, beziehungsweise einfach hingenommen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und um dem ganzen Scheiß noch eins draufzusetzen, darf bzw. durfte DAS natürlich auch nicht fehlen: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Die Geschichte der Titanic wurde auch in einem Broadway-Musical unter dem Titel Titanic – Das Musical wiedergegeben, das von 1997 bis 2000 lief. In den Jahren 2000 und 2001 wurde das Musical in den Niederlanden aufgeführt, und 2002–2003 lief es in Deutschland in der Neuen Flora in Hamburg".&lt;/span&gt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Davon abgesehen,daß Musicals generell eine Geißel der Menschheit sind, läßt man Menschen kurz vor ihrem Tod also noch einen bunten Melodienreigen von sich geben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zum Glück ist auch diese letzte Hürde über den guten Geschmack bzw. den gesunden Menschenverstand genommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit ist vielleicht endlich der Weg frei für "Schindlers Liste On Ice".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-4158626212099436701?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/4158626212099436701/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/fast-100-jahre-todeskitsch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4158626212099436701'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4158626212099436701'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/fast-100-jahre-todeskitsch.html' title='Fast 100 Jahre Todeskitsch'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-3149084250561810824</id><published>2011-11-18T16:56:00.009+01:00</published><updated>2011-11-19T11:00:15.384+01:00</updated><title type='text'>Hui. Neonazis sind ja gefährlich...</title><content type='html'>sprach Samson zu Tiffy, und schon war die ganze Sesamstraße in Aufruhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser hektische Aktionismus, der nun gerade ausbricht: er hat ja durchaus seine guten Seiten. Das ändert aber nichts daran, daß ihm ein Hauch tragischer Lächerlichkeit anhaftet, vor allem, wenn man sich die Statistik betrachtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;137 Opfer rechter Gewalt gab es in den letzten 20 Jahren, als bunten Querschnitt durch alle gesellschaftlichen Schichten. Ein Schiffskapitän, der in Gegenwart der falschen Leute Hitler einen "Verbrecher" nannte ist genauso darunter wie Leute aus der Punkszene und Obdachlose, Sinti und Roma genauso wie ausländische Arbeiter und Familienväter.&lt;br /&gt;Scheinbar war das alles Pillepalle; abgesehen von Mölln und Solingen war da nichts dabei, was die öffentliche Ordnung sonderlich gestört hätte, und sogar da hat die Zeit alle Wunden geheilt.&lt;br /&gt;Solange in der Sesamstraße nur Kamerad Braunbär und sein Kumpel Ossibär nach dem Kneipenabend Kanaken klatschen gingen, konnte man das auch geflissentlich ignorieren. Waren ja Einzeltäter, die kurz eine "neue Dimension des Terrors" sein durften, als mit Polizeichef Mannichl zur Abwechslung mal ein Repräsentant des Staates attackiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten war das Leben ein langer, ruhiger Fluß, manchmal etwas aufgelockert durch V- Mann- Kaspereien. Aber solange die ungezogenen Racker sich nicht richtig terroristisch betätigten, hatte man eher die Muße, sich um die Dinge zu kümmern, die den Fortbestand unseres Staates ernsthaft bedrohten. Leute, die Autos anzündeten, beispielsweise, die letzte "neue Dimension des Terrors", die uns heimsuchte und generell unter "Linksterrorismus" eingeordnet wird, auch wenn einige Taten aus Frust, Vollsuff, persönlichen Rachegründen, Dummheit und sonstiger Trittbrettfahrerei erfolgten.&lt;br /&gt;Welch Aufmerksamkeit den Rechtsextremisten zuteil wurde, sieht man alleine schon daran, daß selbst heute noch Medien ganz tief in die Mottenkiste greifen und das Klischee vom Dumbo mit Glatze, Baseballschläger und Springerstiefel herausholen, als hätten die Rechtsextremen in den letzten Jahren nichts dazugelernt, um in manchen Gebieten Deutschlands auch vom Normalbürger akzeptiert zu werden und attraktiv auf Jugendliche zu wirken, die zu Höherem berufen sind als zu einem Sonderschulabschluß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem: um Mißinterpretationen vorzubeugen (da ich mich nicht gerne unwidersprochen politisch einsortieren lasse, denn dafür halte ich mein Weltbild für zu kompliziert) gerne noch einmal Grundsätzliches:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte hier nicht einseitig wirken. Ganz richtig finde ich, wie der Staat ein Auge auf die Gefahr islamistischen Terrors hat, da man ja immer Gefahr läuft, ein Übel gegen das andere abzuwiegeln ("Hätte sich der Verfassungsschutz lieber mal um Nazis gekümmert, statt den Anti- Islamismus zu schüren" bla blubb).&lt;br /&gt;Auch mit vielen Zielen der extremen Linken gehe ich schon lange nicht mehr konform, genauso wie ich die Gleichung "Ausländer=prinzipiell gut" für Sozialromantik halte, die der Realität keine zwei Stunden standhält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ändert aber nichts daran, daß es niemand verdient, zu Klump geschlagen zu werden, weil er einfach so aussieht, wie er aussieht... oder zur falschen Zeit am falschen Ort ist.&lt;br /&gt;Was wiederum auch heißt, daß ich mir von niemandem gerne vorschreiben lasse, was ich zu sagen und wie ich mich zu kleiden habe und mit welchen Menschen ich Umgang pflegen soll, schon gar nicht von den Repräsentanten solch geistiger und kultureller Unterernährtheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es ändert nichts daran, daß der Staat bezüglich der extremen Rechten jahrelang grob fahrlässig und verharmlosend gehandelt hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was nun, Samson? Uiuiui.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-3149084250561810824?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/3149084250561810824/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/hui-neonazis-sind-ja-gefahrlich.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/3149084250561810824'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/3149084250561810824'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/hui-neonazis-sind-ja-gefahrlich.html' title='Hui. Neonazis sind ja gefährlich...'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-227817603332725038</id><published>2011-11-17T14:35:00.003+01:00</published><updated>2011-12-03T00:45:40.417+01:00</updated><title type='text'>Aus der Zeit gefallen.</title><content type='html'>Das Herumsurfen im Businessnetzwerk XING verursacht bei mir zu mindestens 80% Brechreiz.&lt;br /&gt;Ich kann mir nicht helfen; es wurde mir dermaßen oft empfohlen, als ideales Mittel um Aufträge zu akquirieren oder neue Kontakte zu knüpfen, und es mag ja auch sein, daß es einigen von mir durchaus geschätzten Leuten geholfen hat, zu einem geregelten Einkommen zu finden: aber mich schaudert es.&lt;br /&gt;Man hackt sich durch ein Dickicht aus denglischem Eventmanagersprech, passiert ganze Galerien mehr oder weniger gelackter Gesichtsärsche, die einem Dienste anbieten, die man im Traum nicht haben möchte und kommt sich völlig deplaziert vor... auch weil man bei manchen Schlüsselwörtern wie "Promotion", "Creative Consulting" oder "Coaching" sofort allergische Reaktionen zeigt.&lt;br /&gt;Irgendwie hat man das Gefühl, man stünde sich selbst im Weg. Wäre nicht in der Lage, die vier Wände, die man um sich und seine eigene künstlerische Arbeit herumgezimmert hat, einmal zu verlassen. Sei zu weltfremd für die heutigen Verhältnisse in der Arbeitswelt, auch bei Kreativschaffenden.&lt;br /&gt;Oder man ist zu bodenständig. Und opfert das berufliche Fortkommen in dem Bereich der eigenen Bequemlichkeit. Oder einem Renegatentum, das einst als jugendlicher Trotz begann und mittlerweile dabei ist, in bedenklichen Altersstarrsinn umzuschlagen.&lt;br /&gt;Ich weiß nicht, ob das ein eisernes Festhalten an Prinzipien ist... oder einfach nur dämlich. Vielleicht gibt es ja Menschen, gerne auch Jugendliche, die mich dafür bewundern, so wie ich selbst immer schon die Sturheit mancher Querulanten bewundert habe.&lt;br /&gt;Doch wahrscheinlich mache ich zuwenig daraus, um das jemals zu erfahren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-227817603332725038?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/227817603332725038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/aus-der-zeit-gefallen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/227817603332725038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/227817603332725038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/aus-der-zeit-gefallen.html' title='Aus der Zeit gefallen.'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7428054788676146762</id><published>2011-11-15T20:06:00.003+01:00</published><updated>2011-11-15T21:18:20.957+01:00</updated><title type='text'>Zwischenstand: immer noch.</title><content type='html'>Immer noch krankgeschrieben. Immer noch bei meinen Eltern. Immer noch Komplikationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit der OP anfallsweise Schmerzen unklarer Herkunft in den Beinen und in den Füßen, ein Gefühl vergleichbar dem, bei diesen Temperaturen barfuß im Freien herumzulaufen. Und ständig schubweise Anfälle von Schüttelfrost, ebenfalls ohne erkennbaren Grund.&lt;br /&gt;Dazu kommt noch eine baldige ambulante Nachbehandlung mit Neueröffnung des Schnitts unter Teilnarkose.&lt;br /&gt;Mittlerweile komme ich mir bald vor wie ein Fall für die Abdeckerei. Als Kernseife gäbe ich mit Sicherheit eine bessere Figur ab als mein momentanes Gesamterscheinungsbild.&lt;br /&gt;Obwohl ich zumindest mittlerweile wieder ausgehfähig angezogen bin und den Jogginganzügen entsagt habe. Eine Spur von Normalität sollte man zumindest mal wieder herstellen, soweit das möglich ist.&lt;br /&gt;Wenn man ansonsten schon im Halbschlaf auf der elterlichen Couch dahindämmert, während im Fernsehen irgendwelche gequirlte Scheiße läuft.&lt;br /&gt;Früher hätte ich mir lieber ein Bein abgesägt, als freiwillig in einem Raum zu sein, in dem "Richter Alexander Hold" läuft. Heute bin ich nur froh, wenn ich nicht unnötig aufstehen muß. Richtig krank zu sein, macht einen zum dankbaren Opfer für alle Übel dieser Welt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7428054788676146762?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7428054788676146762/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/zwischenstand-immer-noch.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7428054788676146762'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7428054788676146762'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/zwischenstand-immer-noch.html' title='Zwischenstand: immer noch.'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2228784983140834166</id><published>2011-11-10T22:23:00.007+01:00</published><updated>2011-11-11T11:23:14.897+01:00</updated><title type='text'>Bohei</title><content type='html'>Ich saß gerade am Rechner im Arbeitszimmer meiner Eltern (immer noch; so langsam bereite ich aber meine Rückkehr zu meinen Illuminatenfreunden vor und hege die vage Hoffnung, mich nächste Woche wieder selbst versorgen zu können) und beschloß eine Zigarettenpause.&lt;br /&gt;Als ich ins Wohnzimmer kam, bemerkte ich, daß ich genau den richtigen Zeitpunkt erwischt hatte: Bushido bekam den Bambi verliehen.&lt;br /&gt;Was hatte es die Tage vorher nicht für einen Bohei darum gegeben; ein Wald aus mahnenden Fingern reckte sich einem medial entgegen, von allen möglichen Besserwissern in die Raumluft gestochen, die ein Prinzip nicht begriffen haben:&lt;br /&gt;wer in sozialen Brennpunkten aufwächst und mit Drogen dealt, liest abends nicht Heidegger und Sartre. Und wenn er die Möglichkeit bzw. ein Ventil hat, um sich auszudrücken, wird das nicht zwangsläufig irgendwelchen bürgerlichen Moralvorstellungen entsprechen.&lt;br /&gt;Wichtig ist, was am Ende daraus wird, und ob derjenige die Chance, etwas an sich und seinen Inhalten zu ändern, nutzt. &lt;br /&gt;Daß Bushido auf dem Weg dazu ist, hat er mit einer erstaunlich souveränen Rede unter Beweis gestellt; daß er sich auf eine Art und Weise sozial engagiert, die für Leute, für die es schon gelungene Integration bedeutet, auf türkischen Straßenfesten in Berlin zur Musik mitzuhüpfen, wie es Deutschlands dümmste und unerträglichste Politikerin gerne vorführt, nicht nachvollziehbar ist, sollte anerkannt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stattdessen wurden Debatten um zehn Jahre alte Texte geführt, und alles, was dahintersteckt, generell unter den Tisch fallen gelassen, was wiederum auch manches über die Eitelkeit mancher Preisträger aussagt, die offenbar davon ausgehen, mit dem Erwerb des Bambi über den Rang von Normalsterblichen hinausgehoben zu werden, auf eine Plattform, an der so jemand wie Bushido nicht einmal schnuppern darf.&lt;br /&gt;Könnte es nicht sein, daß man manche Jugendliche eben nur erreicht, wenn man mal einer von ihnen war? Daß man nicht jedermann's Liebling sein muß, um sinnvolle Dinge zu tun?&lt;br /&gt;Und daß Taten immer noch mehr zählen als Worte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß dann, wie um den letzten Satz noch zu unterstreichen, der widerwärtige Karl Lagerfeld auf die Bühne schleimte und meinte, er müsse die Banalität und die Political Correctness geißeln, er, der in seinem ganzen Leben für kaum etwas anderes stand als Oberflächlichkeit und Trivialität; und über einen dermaßen fundamentalen Seich niemand im Publikum auch nur die Stirn runzelte, denn es ist ja der Karl, zwinker zwinker:&lt;br /&gt;das läßt mich doch zu dem Schluß kommen, daß von allen versammelten Übeln Bushido mit Abstand das kleinste war, und manche Leute die Maßstäbe, die sie anderen abverlangen, einmal auf ihresgleichen anwenden sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wäre spannend, ob sie dabei etwas bemerken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2228784983140834166?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2228784983140834166/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/bohei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2228784983140834166'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2228784983140834166'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/bohei.html' title='Bohei'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7454080677408269303</id><published>2011-11-09T21:11:00.002+01:00</published><updated>2011-11-09T21:32:51.046+01:00</updated><title type='text'>Eine der dämlichsten Werbefiguren...</title><content type='html'>aller Zeiten ist ohne Vorwarnung über den Jordan gegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jahrein, jahraus wurde man im Radio folgendermaßen begrüßt:&lt;br /&gt;"Hallo, hier ist wieder Freddy Frisch von den Gefako- Getränkespezialisten."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Halt in diesen unruhigen Zeiten. Eine unbeugsame Galionsfigur aller Werbemacher im Rentenalter, die sich um Spots im Jugendjargon bemühen. Der letzte Mohikaner auf einem in den 80er Jahren zurechtgeformten Eiland ewiger Strunz- und Brezelblödheit.&lt;br /&gt;Und nun? Sendeschluß.&lt;br /&gt;Stattdessen hat ein reichlich uninteressantes Paar diesen Job übernommen, auf daß man sich endgültig zu Tode langweilen möge.&lt;br /&gt;Er, nennen wir ihn Andreas, neuernannter Filialleiter im örtlichen Getränkemarkt mit dem Auftritt seines Lebens, und sie, nennen wir sie Katharina Schulze- Rohr, Chefsekretärin in der Warenannahme, die sich beide Bälle zuspielen, die gar niemand geworfen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie ist das nicht nett. Scheinbar bin ich in diesem Punkt konservativ, aber ich behalte gerne meine altgewohnten Blödmänner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenigstens gibt es den Seitenbacher- Müslimann noch, unverwüstlich einen gedachten Dialog mit dem von Verdauungsproblemen geplagten Karl ausschlachtend und somit als die beste Idee darstellend, die er jemals hatte.&lt;br /&gt;Dabei war schon seine unerreicht dilettantische "Fruchthütchen"- Werbung schwer zu unterbieten.&lt;br /&gt;Aber tröstlich, daß es zumindest noch eine Gestalt im Radio gibt, die parodibel ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7454080677408269303?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7454080677408269303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/eine-der-damlichsten-werbefiguren.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7454080677408269303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7454080677408269303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/eine-der-damlichsten-werbefiguren.html' title='Eine der dämlichsten Werbefiguren...'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-3320126274987708066</id><published>2011-11-08T11:06:00.005+01:00</published><updated>2011-11-08T11:52:41.508+01:00</updated><title type='text'>Beweise! Beweise!</title><content type='html'>Karlsruhe als Illuminatenstadt ("Hauptstadt" gar, wie in manchem Kommentar betont wird, wonach unser Aufstieg zur Weltmacht ja wirklich rapide voranzuschreiten scheint, ohne daß wir was davon merken), da haben natürlich allerlei kluge Köpfe etwas dazu beizutragen.&lt;br /&gt;Hier mal eine Hitliste meiner fünf liebsten Kommentare, aus diversen Foren zusammenkopiert (allerdings ohne die zugehörigen Nicknamen; aber glauben Sie mir, das Ganze steht in den Tiefen des World Wide Web tatsächlich so geschrieben):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;5. "use google earth – watch KARLSRUHE GERMANY and WASHINGTON DC from air – and u will see karlsruhe was the idol to build up washington dc – its both build up by illuminatis – watch the signs"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Belegt natürlich eindrucksvoll, was für einen großen Einfluß Karlsruhe seit seiner Stadtgründung auf den Lauf der Welt hat. Da Karlsruhe am 17. Juni 1715 gegründet wurde und Washington am 16. Juli 1790, kann man deutlich sehen, wie wichtig den Illuminaten der Bau der amerikanischen Hauptstadt nach ihrem deutschen Vorbild war... ich bin mir sicher, die Pläne dazu lagen schon seit mindestens 50 Jahren in der Schublade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Zeit waren wir natürlich nicht untätig. So haben unsere geheimen Herrscher immer mehr Zeichen gesetzt, um ihr Terrain zu markieren:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"ich finde es schon recht merkwürdig das uns in der schule gesagt wurde karlsruhe sei eine FÄCHERSTADT – obwohl es in wirklichkeit EINE PYRAMIDE ist die in der architektur verwendet wird und definitiv KEIN FÄCHER – und was macht 1715 eine agyptische pyramide in karlsruhe ? schau dir mal das KARSTADT GEBÄUDE AN ! OBEN AM DACH !"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei war noch gar nicht ganz sicher, wo das überhaupt hinführen sollte. Der Grundriß der Stadt stellt auch noch heute so manchen vor schier unlösbare Rätsel:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Ist Karlsruhe eine Stadt der Freimaurer und Pyramiden? Ist Karlsruhe wirklich eine Fächerstadt, oder eine Pyramidenstadt? Ist dieser so genannte Fächer vielleicht ein Zirkel? Und ist welche Geheimnisse stecken noch hinter der Fächerstadt und dem Schloss? Gibt es eine zugehörige Loge zur Pyramide? "&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist der sogenannte Zirkel vielleicht ein Quadrat? Oder ein Rhombus?  Und wo ist hier der Ausgang?&lt;br /&gt;Ah ja. Danke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Glück gibt es Unerschrockene, die trotz Gefahr für Leib und Leben der Sache auf den Grund gehen wollen, um die Verantwortlichen zu stellen und dingfest zu machen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;" hallo ich möchte in den ostert frein nach kalhruhe fahren und die illuminati zu filmen um das dan der polizei zu übergeben was genau musss ich machen um sie zu finden muss ich mich zum schein anmelden oder was hilft mir"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, diese Ankündigung wird die Illuminaten das Fürchten lehren. Ein Ziel im Leben braucht jeder Mann, und wenn man schon am Erlernen der deutschen Rechtschreibung scheitert, muß man zumindest das Böse bekämpfen.&lt;br /&gt;Da "Karlsruhe" ja angeblich "Kralsruhe" bedeutet, was darauf hinweist, daß die Illuminaten in der Stadt den Heiligen Gral versteckt haben, kann er sich auch gleich auf die Suche machen.&lt;br /&gt;Denn ein anderer User hat in einer logisch nachvollziehbaren und klar strukturierten Argumentationskette bewiesen, daß dieser unter der Pyramide am Marktplatz versteckt sein muß. Hier also der Gewinner dieser Runde:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;‎"ich kann mir nicht helfen, aber ich finde, das Dingen sieht, auch wenn es nicht exact symetrisch ist, aus wie ein Durchschnitt, bzw die Innenansicht einer Pyramide, und wenn man nun die darunter liegenden kleine Pyramide seiht, könnte man meinen, dass diese unter der anderen bzw unterirdisch sein müsste, was bedeuten würde, wenn man die Sache mit den drei Pyramiden auf Gizeh überträgt, dass unter der Pyramide, die etwas schräg oberhalb der beiden anderen liegt, eine unterirdische kleinere Pyramide begraben liegt......&lt;br /&gt;UND DA BEFINDET SICH DER HEILIGE GRAL "&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herrlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ganze Scheiß: er ist einfach zu schön, um wahr zu sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-3320126274987708066?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/3320126274987708066/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/beweise-beweise.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/3320126274987708066'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/3320126274987708066'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/beweise-beweise.html' title='Beweise! Beweise!'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-5883620857283311566</id><published>2011-11-07T22:04:00.009+01:00</published><updated>2011-11-20T11:41:22.513+01:00</updated><title type='text'>Die Stadt der Illuminaten</title><content type='html'>Da lebt man nun seit gut 13 Jahren in einer Stadt, zu der man bereits den ein oder anderen launigen Blogeintrag verfaßt hat und von der man annahm, sie hätte für den Rest der Welt nichts sonderlich aufregendes zu bieten... bis man dann auf die Idee kommt, mal auf You Tube zu schauen, ob Bildmaterial vorhanden ist.&lt;br /&gt;Und was soll ich sagen? Abgründe.&lt;br /&gt;Abgründe tun sich auf.&lt;br /&gt;Man stößt auf einen Beitrag über die Illuminatenstadt Karlsruhe, der in erster Linie folgenden Text mit Bildmaterial und esoterischem Musikgeschwurbel unterfüttert:&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Die Illuminatenstadt Karlsruhe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmen Sie einen Stadtplan von Karlsruhe. &lt;br /&gt;Ihnen wird schon beim ersten Blickdarauf die eigentümliche Stadttopologie auffallen.&lt;br /&gt;Das Karlsruher Schloß steht in der Stadtmitte.  Davon gehen 33 große Straßen strahlenförmig aus.  Sie erinnern sich, daß 33 eine Illuminatenzahl ist?&lt;br /&gt;Die zwei Strahlen, die in Ost-West-Richtung verlaufen, sind auffällig breiter.  In dem obersten Kreisteil befinden sich 13 Strahlen.  Zur Erinnerung, auch 13 ist eine Illuminatenzahl!  Südlich des Schlosses bilden die Strahlen eine Pyramide.&lt;br /&gt;Diese Pyramide wird durch zwei große Querstraßen dreigeteilt! &lt;br /&gt;Zusammen mit den 13 Strahlen, die gleichsam um die Spitze der Pyramide ausgehen, haben wir hier die dreigeteilte Illuminatenpyramide mit dem strahlenden Auge in der Spitze.&lt;br /&gt;Genau in der Mitte dieser Illuminatenpyramide steht auf dem Marktplatz eine richtige Steinpyramide, das Wahrzeichen von Karlsruhe.  Unter dieser Steinpyramide ist Markgraf Karl Wilhelm begraben.  Er war ein Illuminat im Rat der 300.&lt;br /&gt;Die Steinpyramide steht genau am Ort, die seiner Position innerhalb des Illuminatenordens entspricht.  Suchen sie nun auf der Karte den Bundesgerichtshof und das Bundesverfassungsgericht.  Ersterer liegt im linken Sockel der Pyramide, letzterer direkt links vom Pyramidenauge.  Die beiden höchsten juristischen Instanzen in Deutschland sind also direkt den Illuminaten untergeordnet.&lt;br /&gt;Rechts vom Illuminatenauge liegt die Universität.  Die Karlsruher Uni ist führend in der Forschung der Künstlichen Intelligenz und der Überwachungssoftware, wo die Werkzeuge für den zukünftigen Orwellschen Schreckensstaat erforscht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas außerhalb des Stadtkerns, jedoch immer noch im Einflußbereich der Strahlen des Illuminatenauges, befinden sich Industriekonzerne, die symbolisch für den Kapitalismus stehen, wie zum Beispiel Mercedes Benz... &lt;br /&gt;Auch der südlichste Führerbunker liegt in diesem Illuminatenbannkreis.  Vielleicht ist auf Ihrem Stadtplan auch das Wappen Karlsruhes verzeichnet.  Sie werden dann sehen, daß es sich um ein rotes Schild handelt.  Werden Sie nicht auch an Rothschild, den Oberilluminaten, erinnert?  Auf dem Schild ist ein abwärtsgerichteter goldener Balken.&lt;br /&gt;Er steht für die Abwärtsideologien.  Auf dem Balken steht in schwarzer Schrift  FELICITAS.  Felicitas ist lateinisch und heißt Treue.  Dies soll auf den Karlsruher Orden der Treue hinweisen, der den Illuminaten heimlich unterstellt war.&lt;br /&gt;Das Stadwappen symbolisiert, daß Karlsruhe Rothschild in Treue ergeben ist.  [...]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Davon abgesehen, daß im Karlsruher Stadtwappen klar und deutlich FIDELITAS steht (nun, bei solch einem komplizierten Wort kann man sich leicht einmal verlesen) und zu Beginn des Films die Losung "Treue bis in den Rot" angeführt wird (FCK olé), ist das nur die Spitze des Eisbergs.&lt;br /&gt;Googelt man sich mit den Schlagworten "Karlsruhe" und "Illuminaten" in den Tiefen des Internets weiter vorwärts, stößt man neben allerlei verschiedener Ausgaben desselben Films und seines Textes auch auf diverse Weltverschwörungsforen, in denen Leute in verschiedenen Stadien der paranoiden Schizophrenie ihre absonderliche Weltsicht kundtun.&lt;br /&gt;Die Stadt Satans, die die Weltherrschaft anstrebt, und das unter der Einbeziehung geometrischer Formen... sogar das Dach des KARSTADT- Gebäudes hat in seiner Bauweise einen tieferen Sinn.&lt;br /&gt;Davon abgesehen, daß die Squarts in allen Veröffentlichungen sträflich ignoriert werden, frage ich mich, wie mir dieser große Spaß dermaßen lange entgehen konnte.&lt;br /&gt;Schon lange habe ich mich nicht mehr so prächtig amüsiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage ist nun, mit welchem geheimbündlerischen Gruß man sich als Illuminat in spe von seinen Lesern verabschiedet.&lt;br /&gt;"Zickezacke zickezacke hoi hoi hoi"?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-5883620857283311566?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/5883620857283311566/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/city-of-satan.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/5883620857283311566'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/5883620857283311566'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/city-of-satan.html' title='Die Stadt der Illuminaten'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-6287508595299807921</id><published>2011-11-07T15:28:00.009+01:00</published><updated>2011-11-07T16:08:11.492+01:00</updated><title type='text'>Musik für Hyperaktive</title><content type='html'>Anfang der 90er konnte ich mit der Inselspielart des Hip Hop, "Britcore" genannt, nicht viel anfangen.&lt;br /&gt;Nicht nur, daß die Bands (abgesehen von Hijack) den ihrer Meinung nach "kommerziellen" US- HipHop, den ich damals bevorzugte, als Feindbild ausgemacht hatten, auch versuchten sie sich damals musikalisch von ihm abzugrenzen: klapprige Beats, aber meist rasend schnell, dazu Noiseloops und allerlei elektronische Geräusche und ein ebenso schnelles Dauerstakkato an Raps, von denen man auch ohne Londoner Straßenslangeinschlag kein Wort verstanden hätte. Das Textblatt lesen war auch ein vergeblicher Vorsatz, weil man für die epischen Werke, die da meist in Miniaturschrift ins Booklet gedruckt waren, weder Zeit noch Lust hatte.&lt;br /&gt;Es war einfach nur völlig nervtötend hyperaktives Gehoppel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, da Britcore meines Wissens schon etliche Jahre mausetot ist (obwohl es natürlich einiges gab, was ähnlich klang, aber ohne die Attitüde jener Bands), kaufte ich mir aus einer Laune heraus vor einiger Zeit im Second- Hand- Laden "Patriot Games" von Gunshot, die bereits 1991 oder 92 veröffentlicht worden war, und bin seitdem begeistert... was dazu führt, daß ich seit zwei Tagen wieder einen Rappel habe und mir jeden Britcoretrack anhöre, den ich im Internet finden kann.&lt;br /&gt;Normalerweise kann man Menschen damit in Minutenschnelle in den Wahnsinn treiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei waren das- mit einigen Jahren Abstand betrachtet- die Guten: ausnahmslos Independent in Verkauf und Vertrieb, unkommerziell, ohne Berührungsängste zu anderen Richtungen (Gunshot kollaborierten beispielsweise mit Napalm Death und trugen in Videos oder bei Auftritten gerne mal deren T- Shirts. Oder Mützen von Bolt Thrower, was ich noch bemerkenswerter finde), und so nahe wie in diesen zwei, drei Jahren kamen sich dermaßen unterschiedliche Subkulturen wie Punk/Extremmetal und Hip Hop wahrscheinlich nie wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lasse mich gerade davon total mitreißen... sollte es da jemals ein Revival mit frischen jungen Bands geben, wäre ich sofort aufmerksam dabei, egal wie alt ich bis dahin bin.&lt;br /&gt;Solange da aber nichts kommt, hält man sich an die Klassiker: Gunshot, Silver Bullet, Blade (beispielsweise) oder die etwas zugänglicheren (weil mit Ice-T's Rhyme Syndicate kooperierenden) Hijack.&lt;br /&gt;Auf jeden Fall ist das mit 20 Jahren auf dem Buckel immer noch spannender als vieles, was heutzutage am Start ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schade, daß ich 38 Jahre werden mußte, um das zu entdecken... und toll, daß ich mit 38 nochmal soviel mir bisher unbekannte Musik entdecke, die mir Spaß macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: für sachdienliche Hinweise aus Leserkreisen bin ich natürlich auch immer ein dankbarer Adressat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-6287508595299807921?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/6287508595299807921/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/musik-fur-epileptiker.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/6287508595299807921'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/6287508595299807921'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/musik-fur-epileptiker.html' title='Musik für Hyperaktive'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-381819880487324285</id><published>2011-11-07T13:27:00.004+01:00</published><updated>2011-11-07T13:54:42.325+01:00</updated><title type='text'>Hmmm... Kleinigkeiten</title><content type='html'>Was ich in meinem Steckbrief vergessen habe, weil es vergleichsweise eine Kleinigkeit ist, die ich aber AUF DEN TOD hasse:&lt;br /&gt;wenn jemand geräuschvoll ißt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage mich, warum es nicht möglich sein kann, einen Löffel Suppe auf eine erträgliche Temperatur herunterzupusten und ihn sich dann in den Mund zu stecken, ohne ihn laut in sich hineinzuschlürfen.&lt;br /&gt;Theoretisch muß das ja funktionieren; schließlich mache ich es auch so, oder bin ich unter allen Menschen einer mit einer singulären Begabung?&lt;br /&gt;Oder wie man mit jemandem am Tisch sitzen kann, der beim Essen schnauft, grunzt, sabbert oder gutturale Laute von sich gibt, obwohl er nicht geistig behindert ist, und der einen dann noch verständnislos anschaut, wenn man den Wunsch äußert, demjenigen die sich in Reichweite befindliche Pfeffermühle auf die Zwölf zu hauen.&lt;br /&gt;Wie man jemandem zusehen und -hören kann, der mit proppevollem Mund spricht, ohne am Rücken Gänsehäute des Ekels zu bekommen, weil es demjenigen aufgrund einer motorischen Störung unmöglich zu sein scheint, ein Handsignal zu geben, daß er gleich antwortet, wenn er heruntergeschluckt hat.&lt;br /&gt;Oder warum man nicht einfach etwas Wohlschmeckendes verzehren kann, ohne hinterher Köchin oder Koch ein Kompliment zu machen, sondern nach dem ersten Probierhappen schon ein tiefkehliges "hmmmm" in die Runde werfen muß, das dann möglichst oft während der Mahlzeit wiederholt wird.&lt;br /&gt;Über Menschen, die kein Bonbon essen können, ohne Schleckgeräusche von sich zu geben, habe ich mich ja bereits ausgelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles Dinge, die mich unglaublich aggressiv machen, darum sehe ich mich auch genötigt, in dieser Hinsicht endlich einmal den Benimmschiedsrichter herauszuhängen, bevor jemand Gefahr läuft, einen Salzstreuer, eine halbe Salami (oder was auch immer sich gerade auf dem Tisch befindet) von mir an die Rübe gefeuert zu bekommen.&lt;br /&gt;Die aufgeführten Verhaltensweisen waren immer schon da, höre ich da manchen sagen, und sind sogar ein anerkannter Teil der Eßgewohnheiten ("hmmmm", etwa).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prima, dann kann man bei Tisch ja endlich wieder rülpsen und furzen. Das gehörte früher auch einmal mit zum Programm.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-381819880487324285?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/381819880487324285/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/hmmm-kleinigkeiten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/381819880487324285'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/381819880487324285'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/hmmm-kleinigkeiten.html' title='Hmmm... Kleinigkeiten'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-1282403990825302123</id><published>2011-11-06T23:09:00.009+01:00</published><updated>2011-11-06T23:35:27.556+01:00</updated><title type='text'>4 U</title><content type='html'>Irgendwann in den 70ern und 80ern begannen schwarze Bands aus dem Funk- und HipHop- Bereich die englische Sprache lautmalerisch zu verballhornen.&lt;br /&gt;Nicht selten konnte man da einen politischen Hintergrund hineinlesen: die Sprache des weißen Mannes bis zur Unkenntlichkeit zu verfremden und sie somit zu etwas eigenem zu machen.&lt;br /&gt;Jedenfalls war das meine Schlußfolgerung gewesen; ob sie irgendjemand teilte, weiß ich nicht.&lt;br /&gt;Aber nach einiger Zeit nahm das Ganze Ausmaße an, das die Lektüre von Tracklisten auf HipHop- CD's zu einer Pein machte, bei der man zwischen Verständnis, "man kann's auch übertreiben" und Fremdscham aufgrund offensichtlicher Albernheit (bzw. instinktiv erahnter Brunzdummheit) hin- und herschwankte.&lt;br /&gt;Schönstes Beispiel hierfür ist immer noch das fabulöse "Enta Da Stage"- Album der nicht weniger großartigen Black Moon, deren Texte aber trotzdem den Schluß nahelegten, daß die Jungs ihr Leben nicht mit dem Bohren dicker Bretter verbracht hatten... wobei Songtitel wie "Powaful Impak!" und "I Got Cha Opin" diesen Eindruck eher abrundeten als widerlegten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sei's drum, mittlerweile ist das Ganze zur völlig sinnentleerten Pose erstarrt... und wenn auf Facebook Gruppen auftauchen, die da verkünden "IF U DON LIKE WAT I POST REMOVE URSELF FROM MY PROFILE bei I &amp; ONLY I RESERVES THE RIGHT 2 POST WATEVER I WANT 2 POST ON MY PROFILE", freut man sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nämlich darüber, daß auch Sprachbehinderte nun weltweit eine Lobby haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-1282403990825302123?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/1282403990825302123/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/4-u.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1282403990825302123'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1282403990825302123'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/4-u.html' title='4 U'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-4788983135137806621</id><published>2011-11-06T14:48:00.005+01:00</published><updated>2011-11-06T15:36:41.968+01:00</updated><title type='text'>Erinnerungen: Waschmaschinen und Menschen</title><content type='html'>Heute war ich in Zeiskam spazieren, dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin... etwas, was ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht habe.&lt;br /&gt;Langsam kann ich wieder längere Strecken zu Fuß gehen, auch wenn ich immer noch Probleme habe, beim Laufen meine Bewegungen zu koordinieren. Das führt dazu, daß etwa ein nahe an einer Hauswand parkendes Auto ein Problem darstellt, wenn ich zwischen beidem durchlaufen muß... eine Situation, vergleichbar mit der, auf einem schmalen Baustellenabschnitt im Auto links einen rechts fahrenden LKW zu überholen, während die Absperrung auf der Fahrerseite einem so nahe erscheint, daß man denkt, man könne nie vorbeiziehen, ohne irgendwo hängenzubleiben.&lt;br /&gt;Aber egal. Ich durchwanderte also ein Geflecht von Gassen, bei denen ich mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern konnte, wo sie eigentlich hinführen.&lt;br /&gt;War ich dann jedoch am Ende angelangt, landete ich immer an einem Ort, der Erinnerungen hervorgerufen hat, ähnlich dem Proust'schen Madeleine in der "Suche nach der verlorenen Zeit".&lt;br /&gt;Es waren nicht nur positive Erinnerungen; ein Amalgam aus früheren Bäckereien, in welchen ich mir nach der Schule zusammen mit einem Freund Biene- Maja- Figuren aus Fruchtgummi und Wassereis für 25 Pfennige gekauft habe und Orten, an denem einem nach dem Sportunterricht oder dem Fußballtraining von irgendwelchen zwei oder drei Jahre älteren Dorfdumbos aufgelauert wurde, die einen dann unter allerlei hanebüchenen Begründungen (oder keinen, wenn sie einen schlechten Tag hatten) durch die Gegend scheuchten. Oder verprügelten. Oder auf irgendeine sonstige Weise zurichteten, zum Beispiel mit Sand, Schlamm oder Fallobst bewarfen, so daß man sich - die morgens frisch von der Mutter bereitgelegten Klamotten ein Bild des Jammers- fast nicht mehr nach Hause traute, weil die Eltern oft genug davon ausgingen, daß man die Sauerei selbst verursacht hatte.&lt;br /&gt;Vor allem, wenn man ansonsten vor wenig zurückschreckte: auf Baustellen herumklettern. An leeren Pferdekoppeln mit mitgebrachten Streichhölzern Altpapier und morsches Holz anzünden, davor durch ein Meer von Brennesseln watend um eine Stelle zu erreichen, an der man vom Dorf aus die Flammen nicht sehen konnte.&lt;br /&gt;Mit Schulkameraden Fahrradwettrennen auf holprigen Feldwegen durchführen, dabei natürlich ab und zu auf die Schnauze fallen oder das klapprige Damenrad, das ich fuhr, sonstwie schinden.&lt;br /&gt;Erkundungsgänge an Bachläufen, um nach einem Moment der Unachtsamkeit in voller Bekleidung plötzlich wadentief im Wasser zu stehen.&lt;br /&gt;Und ich hatte bestimmt fünf Jahre am Stück durchgehend aufgeschürfte Knie oder Ellbogen. Oder beides.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich so zurückblicke, finde ich diese Erinnerungen durchaus interessant. Aber es ist keine Wehmut dabei. Ich bin froh, daß ich kein Kind mehr bin und daß mir Regungen kindlichen Gemüts bei mir selbst zumeist fremd sind. Ich weiß, daß das viele Erwachsene für sich anders sehen... dann frage ich mich allerdings: warum?&lt;br /&gt;Obwohl, eine Macke von damals ist bei mir hängengeblieben, so daß ich sie heute noch kindlicher Prägung zuordnen kann: kaum im Krabbelalter, liebte ich es immer, der Waschmaschine zuzusehen, wenn sie meine Mutter vorher mit Buntwäsche befüllt hatte.&lt;br /&gt;Auch heute noch, wenn ich selbst wasche, kann ich den Blick kaum vom Sichtfenster abwenden, bis sich die Trommel einige Male gedreht hat... wäre glaube ich eine gute Methode, um mich zu hypnotisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin: mittlerweile habe ich meinen Frieden mit dem Dorf gemacht. Daß das nicht immer so war, ist kein großes Geheimnis.&lt;br /&gt;Allerdings: leben möchte ich hier nie mehr. Und diese zwei Wochen jetzt reichen mir wieder für die nächsten zehn Jahre.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-4788983135137806621?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/4788983135137806621/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/erinnerungen-waschmaschinen-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4788983135137806621'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4788983135137806621'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/erinnerungen-waschmaschinen-und.html' title='Erinnerungen: Waschmaschinen und Menschen'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-262855302228812293</id><published>2011-11-05T23:11:00.006+01:00</published><updated>2011-11-06T00:24:10.111+01:00</updated><title type='text'>Wenn die Flüsse rückwärts fließen...</title><content type='html'>...und die Hasen Jäger schießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe es als Kind geliebt, in Poesiealben zu schreiben. Später wurde es dann noch spannender, als die Steckbriefbücher in Mode kamen, in denen man seinem Mitteilungsbedürfnis frönen konnte sowie der Möglichkeit, sich in relativ gutem Licht darzustellen... eventuell Seiten aus sich herauszukehren, die Klassenkameraden in Staunen versetzen würden, durch erlesene Lieblingsbands oder -filme etwa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß ich besagte Bücher zumeist als Letzter in der Klasse bekam, da ich in der Schule ungefähr auf demselben Platz in der Coolheitsskala stand wie die Putzfrau und der Hausmeistergehilfe... geschenkt.&lt;br /&gt;Genauso wie der Umstand, daß ich beim Lesen meiner damaligen Ergüsse auch 25 Jahre später noch peinlich berührt sein würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steckbriefe dagegen fülle ich immer noch gerne aus, wahrscheinlich aus demselben Grund, aus dem ich auch blogge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb habe ich mir aus einem Forum einen herüberkopiert und werde ihn jetzt ausfüllen. Einfach so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Name:&lt;/span&gt; Stefan Gaffory aka King Bronkowitz&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Geschlecht:&lt;/span&gt; Nein, nicht dieser naheliegende Kalauer, bitte.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Alter:&lt;/span&gt; 38&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Hobbies:&lt;/span&gt; Musik, Film, Literatur, Fußball, neuzeitliche Geschichte (Dokumentationen)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lieblingsbeschäftigung: &lt;/span&gt; alles, was mit dem Hören von Musik in passender Umgebung mit den richtigen Leuten zu tun hat. Die erwartbaren Kalauer spare ich mir erneut.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Gute Eigenschaften: &lt;/span&gt; wenn ich jemanden mag, bin ich der netteste Mensch der Welt. Wenn nicht, hat er ein Problem. Zumindest wissen die meisten, wo sie mit mir dran sind, und diese Eigenschaft kann auch nicht jeder für sich reklamieren.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Schlechte Eigenschaften:&lt;/span&gt; Launisch. Impulsiv. Manchmal wortkarg, manchmal zu kompletter Logorrhöe neigend, egal ob verbal oder schriftlich.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;3 Lieblingsbands:&lt;/span&gt; Slayer. The Stooges. Black Rebel Motorcycle Club.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;3 Lieblingskünstler:&lt;/span&gt; Iggy Pop. Steve Albini. Nick Cave.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lieblingssängerin: &lt;/span&gt; PJ Harvey&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lieblingsalbum:&lt;/span&gt; The Stooges- Fun House&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lieblingssong:&lt;/span&gt; müßte ich mich auf einen festlegen: Iggy Pop- The Passenger&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lieblingsfilm:&lt;/span&gt; Taxi Driver/ epische Mafia- und Gangsterfilme&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lieblingsserie:&lt;/span&gt; irgendwann ist scheinbar aus jeder die Luft raus. Obwohl "Life On Mars" nach zwei Staffeln rechtzeitig die Reißleine gezogen hat.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lieblingsbuch:&lt;/span&gt; Max Frisch- Tagebücher 1946-1949&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lieblingsschauspieler: &lt;/span&gt; Brad Pitt (ohne Witz)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Vorbild:&lt;/span&gt; mein Vater hat mich in meinem Leben doch mehr geprägt, als ich früher dachte.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wie möchtest du sterben:&lt;/span&gt; in unerträglichen Qualen in meiner eigenen Scheiße und Kotze in einem Rinnstein liegen. Und dann überfährt mich ein LKW.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Das mag ich total:&lt;/span&gt; mir macht es Spaß, ein Musiknerd zu sein. Ich glaube, das war mit 13 eines meiner ersten Lebensziele.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Das mag ich gar nicht:&lt;/span&gt; nichts macht mich aggressiver als Affektiertheit. Künstlerische Selbstvernuttung, vor allem für Konsumprodukte.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Das sollte noch erfunden werden:&lt;/span&gt; Cybersex mit Ziegen&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ein Satz für die Ewigkeit:&lt;/span&gt; "Ich versuche in einem Elfenbeinturm zu leben, doch ein Meer aus Scheiße schlägt an seine Mauern." (Flaubert)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;King Bronkowitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(nach Diktat verreist)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-262855302228812293?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/262855302228812293/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/wenn-die-flusse-ruckwarts-flieen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/262855302228812293'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/262855302228812293'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/wenn-die-flusse-ruckwarts-flieen.html' title='Wenn die Flüsse rückwärts fließen...'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7894571292666476613</id><published>2011-11-05T22:34:00.003+01:00</published><updated>2011-11-05T22:57:10.290+01:00</updated><title type='text'>Verhaltensforschung</title><content type='html'>Eine für mich interessante Feststellung habe ich in letzter Zeit auf Facebook gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Notgedrungen halte ich mich in den letzten Tagen oft dort auf.&lt;br /&gt;Bedingt durch meinen Allgemeinzustand ist das die einzige Art an Freizeitgestaltung, bei der ich nach wie vor Kontakt zu relativ vielen Leuten halten kann, die ich kenne.&lt;br /&gt;Dazu poste ich viel Musik, die ich mir auf You Tube anhöre oder spontan das, was mir gerade durch den Schädel brummt.&lt;br /&gt;Soweit, so gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe fast 200 Leute in meiner Liste, die ich alle mehr oder weniger kenne. Mein Auswahlkriterium, jemanden zu adden ist jenes, daß es mir möglich sein muß, mit den Leuten in meiner Liste auf eine Art und Weise zu kommunizieren, die- wenn überhaupt- über "Hallo, wie geht's" hinausgeht. &lt;br /&gt;Deswegen nehme ich auch generell keine Leute auf, die ich nicht oder nur flüchtig persönlich kenne, auch wenn es drei oder vier Ausnahmen gibt... aber die habe ich zumindest über längeren Kontakt in Internetforen kennengelernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will heißen: man ist mit diversen der Leute unterwegs, aber immer in separaten Gruppen oder Einzelkonstellationen. Untereinander kennen sich vergleichsweise wenige.&lt;br /&gt;Postet man nun aber einen Status oder ein Video, dem mehrere Kommentare verschiedener Leute folgen, sieht man plötzlich Leute aus seinem Bekanntenkreis miteinander interagieren, die sich normalerweise nie im Leben kennenlernen würden.&lt;br /&gt;Manchmal denkt man, sich irgendeinen Anlaß basteln zu müssen, um X mit Y zusammenzuführen, weil das perfekt passen würde, manchmal geraten sich Leute aus nichtigen Anlässen in die Haare, bei denen man nur denkt, daß es gut ist, daß sie sich nicht kennen, auch weil man bei einem Streit im Netz als Freund/Kumpel/Bekannter nicht zwangsweise in der Pflicht steht, zu vermitteln, im Gegensatz zum realen Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile finde ich das Beobachten der einzelnen Reaktionen aufeinander spannender als die Kommentare zu meinen Auslassungen selbst. Anders als im realen Leben, wo es zumeist so ablaufen würde, daß auf einer Party alle in Gruppen zusammenstehen würden, ohne miteinander zu kommunizieren.&lt;br /&gt;Also: kommentiert! Streitet euch! Habt euch lieb!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;King Bronkowitz- connecting people.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7894571292666476613?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7894571292666476613/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/verhaltensforschung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7894571292666476613'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7894571292666476613'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/verhaltensforschung.html' title='Verhaltensforschung'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2416169334982769367</id><published>2011-11-02T23:04:00.004+01:00</published><updated>2011-11-02T23:23:19.832+01:00</updated><title type='text'>When the music's over</title><content type='html'>So, nun habe ich alle Texte, die noch irgendwo standen, wo sie nichts mehr zu suchen haben, in meinem Blog veröffentlicht.&lt;br /&gt;Eigentlich würde ich jetzt gerne schreiben, daß es künftig mit dem regulären Programm weitergeht, nur ist dies momentan reichlich unspannend.&lt;br /&gt;Außer dazu, mich im Jogginganzug im Haus meiner Eltern vor dem Fernseher oder dem Rechner herumzufläzen, reicht meine Energie nicht für sonderlich viele Alternativen in punkto Freizeitgestaltung aus. &lt;br /&gt;"Jogginganzug" ist natürlich die Höchststrafe. Eines der Kleidungsstücke, welche bei mir komplett auf dem Index stehen und die ich normalerweise mit keiner Beißzange der Welt anfasse, nicht mal, wenn ich nichts anderes vorhabe, als den ganzen Tag auf der heimischen Couch zu verrotten.&lt;br /&gt;Wobei die absolute Nummer 1 auf meiner Haßliste von einem anderen Kleidungsstück belegt wird.&lt;br /&gt;Menschen, die mich kennen, werden bestätigen, daß man mich sogar bei 40 Grad im Schatten niemals in der Öffentlichkeit in kurzen Hosen sieht.&lt;br /&gt;Das verdanke ich in erster Linie einer Art religiösem Erweckungserlebnis, das darin bestand, in Landau/Pfalz einer damaligen Arbeitskollegin mit der Statur eines Sumoringers begegnet zu sein, die ihre Krampfadern in knielangen, hautengen cremefarbenen Leggings zur Schau stellte.&lt;br /&gt;Während ich noch einen Platz suchte, an dem ich mich ungestört übergeben konnte, dachte ich bei mir, daß mein nacktes Gebein auch nicht zum ästhetischsten zählt, was Mutter Natur zu bieten hat, und ich der Menschheit fürderhin diesen Anblick ersparen sollte. Und genau das habe ich mittlerweile kultiviert und neige da schnell zu Verallgemeinerungen... die in der Feststellung gipfeln, daß 97 % aller Männer in kurzen Hosen völlig lächerlich wirken, wenn sie nicht gerade Fußball spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf neudeutsch: "Practice what you preach."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2416169334982769367?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2416169334982769367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/when-musics-over.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2416169334982769367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2416169334982769367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/when-musics-over.html' title='When the music&apos;s over'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2804296177997884299</id><published>2011-11-02T14:45:00.004+01:00</published><updated>2011-11-08T13:01:53.193+01:00</updated><title type='text'>Verriß 2: R.E.M.: Out Of Time</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(erstmals veröffentlicht am 29.03. 2010, überarbeitet am 02.11.2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.assignmentx.com/wp-content/uploads/2011/09/REM-Out-of-Time-album.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 400px;" src="http://www.assignmentx.com/wp-content/uploads/2011/09/REM-Out-of-Time-album.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Erschienen:&lt;/span&gt; 08. 03. 1991&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Trackliste:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1.  Radio Song &lt;br /&gt;2.  Losing My Religion&lt;br /&gt;3.  Low&lt;br /&gt;4.  Near Wild Heaven&lt;br /&gt;5.  Endgame&lt;br /&gt;6.  Shiny Happy People&lt;br /&gt;7.  Belong&lt;br /&gt;8.  Half A World Away&lt;br /&gt;9.  Texarkana&lt;br /&gt;10. Country Feedback &lt;br /&gt;11. Me in Honey&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Würde ich&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;hier und jetzt behaupten, dieses Album, das ich schon lange und gerne entsorgt habe, noch voll und ganz rekapitulieren zu können, würde ich lügen.&lt;br /&gt;Aber gerade das Faktum, daß ich nicht lügen kann und das Album tatsächlich höchstens dreimal gehört habe (was auch schon fast 20 Jahre her ist) sollte Bände sprechen und macht es definitiv zu einem würdigen Vertreter dieser abscheulichen Rubrik, auch wenn die Rezension aus dem angesprochenen Grund reichlich kurz ausfallen wird.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;der 08.03. 1991 war der Tag, an dem eine meiner damaligen Lieblingsbands für mich starb. Hätten sich R.E.M. an jenem Tag kollektiv in eine Cessna gezwängt und wären im Sturzflug in den Lake Michigan oder sonstwohin gerauscht, es hätte mich wahrscheinlich weniger entsetzt als dieses Album.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entdeckt hatte ich die Mannen um Michael Stipe ca. 1988, durch "The One I Love". Ich, der ich damals noch Geld für Platten von Queen und U2 ausgab und mir was weiß ich was auf meinen erlesenen Musikgeschmack einbildete (was ich heute wahrscheinlich immer noch tue), kaufte mir daraufhin zum Nice Price "Document" auf Vinyl und war hin und weg. &lt;br /&gt;"It's The End Of The World (As We Know It)" als einsam funkelndes Juwel, dazu Hits wie "Oddfellows Local 151", "Lightnin' Hopkins" oder "Exhuming McCarthy".&lt;br /&gt;Als nächstes folgten "Green", "Life's Rich Pageant" und das zähere "Murmur" in meine Sammlung, und ich hatte endlich eine neue Lieblingsband abseits des Mainstream, die in meinem Umkreis NIEMAND kannte.&lt;br /&gt;Kurz bevor "Out Of Time" herauskam, folgte noch eine Bandbiographie auf Englisch, bei einem ansonsten vernachlässigbaren Mailorder (MALIBU, glaube ich) bestellt, die ich damals lesen wollte. &lt;br /&gt;Aber dazu sollte es nicht mehr kommen, bis heute nicht... der schmale Band dürfte immer noch bei meinen Eltern zwischen den Willi- Heinrich- und Hera- Lind- Büchern meiner Mutter rumstehen und Staub fressen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn was ich da am 08.03. 1991 heimtrug (sogar noch mit einer Bonus- 7" mit zwei Liveaufnahmen von "Turn You Inside Out" und hab ich vergessen ausgestattet), war ein steiler Abstieg. Da saß ich nun also vor der fossilen Stereoanlage meiner Eltern, lauschte kompletter Grütze und was sich Tage vorher an nahezu erotisch aufgeblasener Spannung in mir aufgebaut hatte, schrumpelte schon nach Seite 1 auf Mäusepimmelgröße zusammen.&lt;br /&gt;"Radio Song" mit dem von mir später hochverehrten KRS- One, der aber in seiner langen Karriere schon so manchen Klops abgeliefert hat, begann, um Yellos Dieter Meier in anderem Zusammenhang zu zitieren, schonmal "wie gesalzener Pudding, da mischt sich gar nichts".&lt;br /&gt;Gepflegter Rock- Pop und "Yo, Baby Baby Baby" wollen halt einfach nicht zusammen ins Bett, egal, wie man es herrichtet. Daß KRS dazu immerhin einen zusammenhängenden Vierzeiler knapp vor dem Fadeout rappen durfte, machte die Sache nicht schlüssiger.&lt;br /&gt;"Losing My Religion" machte mir wiederum Hoffnung, klang es doch nach den R.E.M., die ich kannte... damals übrigens mit "Shiny Happy People" für mich der erträglichste Song der Platte und mittlerweile in diesem Doppelpack dermaßen abgenudelt, daß ich beides nicht mehr hören mag, wobei der Text von letzterem mir in seiner völligen Ironiefreiheit noch den Rest gibt.&lt;br /&gt;Gab es damals schon Ecstasy?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Endgame" war meines Erinnerns nach ein GRAUENHAFTES Quasi- Instrumental, dessen scheint's von Mike Mills intoniertes "Ba ba ba" und "Fa fa fa" die Butter im Kühlschrank ranzig werden ließ... und solcherart schwülstig, zugeseicht, sülzig und glibberig ging es voran bis zum lugubren Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere mich, daß ich Trauer verspürte, als ich die Platte vom Teller nahm, im Bewußtsein, gerade einer Beerdigung beigewohnt zu haben.&lt;br /&gt;Schlimmer war es nur noch, daß die Platte später kommerziell geradezu explodierte (gemäß Murphy's Law) und anschließend sogar mein geschmacksbefreitester Klassenkamerad, dessen furchterregende Cassettensammlung unter anderem Ricky King beheimatete, stolz sein R.E.M.- T- Shirt zur Schau trug und mich auch noch fragte, ob ich die kenne, sei doch eine Super- Band, gell?&lt;br /&gt;Hölle und Finsternis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß- nach über 15 Jahren Funkstille- R.E.M. mit "Accelerate" und danach mit "Automatic For The People" wieder in mein Leben zurückkehrten, ist eine andere Geschichte.&lt;br /&gt;"Out Of Time" jedenfalls habe ich schon vor Jahren verkauft und auch heute noch, wenn ich die Platte irgendwo sehe, überkommt mich höchstens der Drang, mir die Hände zu waschen.&lt;br /&gt;Ich weiß nicht, ob sie mir heute besser gefiele... aber dazu müßte ich sie mir nochmal anhören. Und da fallen mir gefühlt 1872 Dinge ein, die ich lieber täte, unter anderem, zwei Stunden lang eine Ananas zu betrachten oder meinen Kopf in einen Eimer voll Vanillepudding zu tauchen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2804296177997884299?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2804296177997884299/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/verri-2-rem-out-of-time.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2804296177997884299'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2804296177997884299'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/verri-2-rem-out-of-time.html' title='Verriß 2: R.E.M.: Out Of Time'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2607737039922616503</id><published>2011-11-02T10:33:00.004+01:00</published><updated>2011-11-02T10:53:03.811+01:00</updated><title type='text'>Verriß 1: Body Count: Cop Killer</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(erstmals veröffentlicht am 10. 01. 2010, überarbeitet am 02.11.2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://cineclubecovilha.com/image/screen/Body-Count--Cop-Killer-metalrap-1992.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 295px;" src="http://cineclubecovilha.com/image/screen/Body-Count--Cop-Killer-metalrap-1992.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genug der Lobhudeleien.&lt;br /&gt;Es wird Zeit, den Spieß einmal herumzudrehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe bewiesen, daß ich meine Begeisterung mitteilen kann. Aber was ist mit der dunklen Seite der Macht?&lt;br /&gt;Ist es möglich, genauso fundierte Verrisse zu schreiben (ob es irgendwann 15 werden, sei mal dahingestellt), zur Erbauung der Leserschaft, die ja- mir eingeschlossen- eigentlich viel lieber liest, wie auf etwas nach Herzenslust eingedroschen wird?&lt;br /&gt;Die auch gerne darüber diskutiert, wenn es ein Album erwischt, das ihr am Herzen liegen mag, anstatt- wie bei den "15 Platten"- wohlwollend zu nicken, auch im Falle nicht nachvollziehbarer Lobpreisung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun also Verrisse.&lt;br /&gt;Um das Ganze nicht völlig beliebig zu gestalten, gibt es eine Bedingung:&lt;br /&gt;Es sollte ein Album sein, das man zumindest einmal komplett gehört hat. Und da man es eigentlich kaum 15 Drecksplatten gibt, die man bis zum Ende durchsteht, werde ich die lose hier einstellen, je nachdem, was ich gerade wieder am Stück ertragen mußte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also fangen wir an, zuerst mal mit einem einfachen und dankbaren Opfer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Erschienen:&lt;/span&gt; 1992&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Erworben:&lt;/span&gt; 1992 in der Musicbox, Landau/Pfalz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Trackliste:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Smoked Pork&lt;br /&gt;2. Body Count's In The House&lt;br /&gt;3. Now Sports&lt;br /&gt;4. Body Count&lt;br /&gt;5. A Statistic&lt;br /&gt;6. Bowels Of The Devil&lt;br /&gt;7. The Real Problem&lt;br /&gt;8. KKK Bitch&lt;br /&gt;9. C Note&lt;br /&gt;10. Voodoo&lt;br /&gt;11. The Winner Loses&lt;br /&gt;12. There Goes The Neighborhood&lt;br /&gt;13. Oprah&lt;br /&gt;14. Evil Dick&lt;br /&gt;15. Body Count Anthem&lt;br /&gt;16. Momma's Gotta Die Tonight&lt;br /&gt;17. Out In The Parking Lot&lt;br /&gt;18. Cop Killer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;1992&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;war ein Jahr, in dem noch vieles anders war. Man selbst war gerade 19 geworden, ernährte sich vorwiegend von Brettmusik oder HipHop, hielt sich für linksautonom und diskutierte mit Viertel- bis Halbbildung engagiert über Politik, mit Argumenten, die heute eher peinlich berührtes Schweigen hervorrufen würden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Musik anging, war es in der Szene, in der ich mich damals bewegte, nicht unbedingt üblich, HipHop zu hören.&lt;br /&gt;Dennoch gab es eine kurze Zeit, in der es sowas wie einen Schulterschluß gab, bevor sich die Szenen komplett auseinanderdividierten, denn anfangs einte die Punk-/Alternative- und die gerade entstehende deutsche HipHop- Szene, -in der erstmals deutschsprachiger Rap im großen Stil produziert wurde, während sich frühere Crews hauptsächlich auf Breakdance und Graffiti spezialisiert hatten- in erster Linie der Haß auf die Rechte, die Anfang der 90er plötzlich so präsent war wie lange vorher nicht.&lt;br /&gt;So lief eine zeitlang in Alternativeclubs tatsächlich eine heutzutage eigentlich nicht mehr denkbare Mischung aus Independent, Punk, Metal und HipHop, die dann auch Leute formte, die sich in diversen Genres zuhause fühlten, wie den Verfasser dieser Zeilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andere schlossen sich zusammen und gründeten- ein tatsächlich reines End-80er/90er- Phänomen- sogenannte Crossoverbands, in denen zu Bratgitarren zumeist schlecht gerappt wurde, und die außer einigen RATM- Nostalgikern heutzutage niemand- ich wiederhole: NIEMAND- mehr hören will.&lt;br /&gt;Ice-T mochte ich damals sehr, und ich halte "Power" und "O.G. Original Gangster" auch heute noch für gute Alben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Also&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;flippte ich nahezu aus, als angekündigt wurde, daß er eine "Hardcoreband" namens Body Count gegründet habe und mit ihr demnächst ein Album veröffentlichen wolle. Ha! Klingen sollte das Ganze wie "NWA mit Gitarren". Ho! Und kurze Zeit darauf erblickte ich eine Werbeanzeige mit dem Cover in feinster Suicidal- Tendencies- Ästhetik. Hui!&lt;br /&gt;Im Kopf überschlagen: Hardcore+ NWA+ publik gewordene Freundschaften zu Henry Rollins und Jello Biafra... da konnte nur eines der größten Alben der Menschheitsgeschichte dabei herauskommen. Mindestens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also bestellte ich es sofort im Plattenladen meines Vertrauens... und wurde noch länger auf die Folter gespannt, da es zu Lieferschwierigkeiten kam.&lt;br /&gt;Derweil lief auf "MTV Headbanger's Ball" schonmal der düstere schwarz- weiß- Clip zu "There Goes The Neighborhood".&lt;br /&gt;Mittlerweile gierte ich nach diesem Album, und eine quälend lange Zeit später hielt ich es endlich in den zitternden Händen, legte es zuhause in den CD- Player und fand es scheiße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, das wäre zu einfach: ich fand es damals bereits nicht gut, wollte es aber gutfinden, aufrecht und verzweifelt. Doch im Lauf der Zeit klappte dies immer weniger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei hätte ich gewarnt sein sollen. "Body Count", bereits auf "O.G." enthalten, war schon ein reichlich ideenfrei dahinstampfendes Stück Bolzrock mit garstigem Gitarrengegniedel, das wie eine gräßliche 70er- Band auf der Suche nach dem verlorenen Zeitgeist klang, dazu mit ausnehmend blödem Text.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Goddamn what a brotha gotta do&lt;br /&gt;to get a message through&lt;br /&gt;to the red, white and blue?&lt;br /&gt;What I gotta die&lt;br /&gt;before you realize&lt;br /&gt;I was a brotha with open eyes?&lt;br /&gt;The world's insane&lt;br /&gt;while you drink champagne&lt;br /&gt;and I'm livin' in black rain.&lt;br /&gt;You try to ban the A.K.,&lt;br /&gt;I got ten of 'em stashed&lt;br /&gt;with a case of hand grenades.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tell us what to do... Fuck you!&lt;br /&gt;Tell us what to do... Fuck you!&lt;br /&gt;Tell us what to do... Fuck you!&lt;br /&gt;Tell us what to do... Fuck you!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sogar in der an Plattheiten nicht immer armen Punkszene war das bereits ein schauriger Tiefpunkt und vom Anspruch, "Hardcore" zu machen, ellenweit entfernt.&lt;br /&gt;Wie möchte jemand "Hardcore" machen, der zwar brav ein Black- Flag- T- Shirt trägt, aber ansonsten von der Materie nicht die geringste Ahnung zu haben scheint?&lt;br /&gt;Doch das war ja noch nicht alles, es ging noch schlimmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;War&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Body Count's In The House" damals ein noch durchaus passabler Tanzflächenfüller, bei dem man den Versuch, in einem Quasiinstrumental so oft wie möglich das Wort "Motherfucker" unterzubringen, vor dem Hintergrund, daß dies damals noch furchtbar provokativ war, nachsichtig belächeln kann, so geht einem das Lächeln beim ranzigen Herrenhumor von "KKK Bitch" und spätestens beim geradezu gruslig schlechten "Evil Dick" samt Fickimitation und gnadenlos dilettantischem Bolzteil endgültig verlustig.&lt;br /&gt;Daß Männer Lieder über ihre Schwänze schreiben, mag ja beim NWA- Vergleich noch angehen. Aber die waren wenigstens noch lustig. Hier regiert höchstens die Fremdscham.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der gnadenlos dilettantische Bolzteil darf auch das eh schon reichlich mäßige "Voodoo" und die tranige NY- Hardcore- Imitation "Body Count Anthem" kaputthauen, während "The Winner Loses" eine Ballade um einen drogensüchtigen Freund ist.&lt;br /&gt;Eine Ballade. Wir wiederholen andächtig: eine Ballade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Singen kann ich eigentlich nicht, meine Stimme ist total flach", meinte Ice- T später dazu dann im SPEX- Interview.&lt;br /&gt;Warum zur Hölle tut er es dann? Warum muß das auf Platte gepreßt werden?&lt;br /&gt;Und warum tut eigentlich niemand etwas gegen Ernie C's schauriges Gitarrengewichse?&lt;br /&gt;Stattdessen stellt man ihm mit "C Note" fast zwei Minuten zur Verfügung, in welchen er in bester Eunuchenmetalsolomanier sein Können zeigen kann. Das will man wirklich nicht wissen.&lt;br /&gt;Und so reiht sich denn ein immer neuer Tiefpunkt an den nächsten, ein Konglomerat an Stumpfheit, blödem Gebolze, Gitarrengegniedel, doofen Texten und unwitzigen Witzen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Body Count. Unverdrossen machen sie immer noch weiter, in einem ungehörten Niemandsland, in dem auch Ice- T mit seinen letzten HipHop- Alben mittlerweile gelandet ist, und zwar ebenfalls zurecht.&lt;br /&gt;Obwohl ein Teil der ursprünglichen Besetzung mittlerweile tot ist (der ermordete spätere [auf "Beat 'Em Up"] Iggy- Pop- Basser Mooseman und der Schlagzeuger Beatmaster V, der meines Wissens an Leukämie starb) wollen sie einfach kein Einsehen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist bereits "Cop Killer" ein Album für die Tonne, das bei mir keinerlei Nostalgie hervorruft und mir beim Wiederhören zwecks des Abfassens dieser Rezension körperliche und seelische Qualen bereitet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum dieses Stück Müll dann immer noch ewig bei mir herumstand?&lt;br /&gt;Die Story um den später entfernten Titeltrack dürfte bekannt sein, die Hoffnung auf damit verbundene Wertsteigerung des Originals auch. Erstaunlicherweise hat sich da in den letzten Jahren kaum was getan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So schenkte ich es einem guten Freund von mir, der damit anscheinend richtig glücklich ist. &lt;br /&gt;Zu irgendwas muß es ja gut sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2607737039922616503?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2607737039922616503/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/verri-1-body-count-cop-killer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2607737039922616503'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2607737039922616503'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/11/verri-1-body-count-cop-killer.html' title='Verriß 1: Body Count: Cop Killer'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2115621421599939620</id><published>2011-10-31T21:35:00.010+01:00</published><updated>2011-10-31T22:23:40.150+01:00</updated><title type='text'>Bohemian Rhapsody</title><content type='html'>Ich verbringe die Tage immer noch bei meinen Eltern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Krankenschein ist eingereicht, die Begleiterscheinungen der Operation lassen allmählich nach (mittlerweile kann ich wieder ohne Hilfe Treppen steigen und mich alleine anziehen, beides Tätigkeiten, die vor gut einer Woche nur mit Schmerzen verbunden waren) und mache ansonsten ... nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlafen, fernsehen, mich bekochen lassen. &lt;br /&gt;Mancher würde das toll finden; mir kommt es eher befremdlich vor. Vor allem, wenn ich mir das Leben betrachte, das ich bis zu meinem Krankenhausaufenthalt geführt habe; das ist knapp über drei Wochen her, aber durch die Ereignisse in den letzten Tagen dermaßen in die Ferne gerückt, daß Erinnerungen daran wirken wie ein Gruß aus längst vergessenen Zeiten.&lt;br /&gt;Momentan kann ich mir nicht einmal vorstellen, in die Bar Milano zu gehen, ein großes Pils zu ordern und nach der Bundesligakonferenz im Fernsehen direkt in die Stadt weiterzuziehen. &lt;br /&gt;Das soll kein Indiz dafür sein, daß ich nun, da ich schon mit anderthalb Beinen im Grab stand, mein Leben überdenke und zum Ergebnis komme, es künftig anders führen zu wollen.&lt;br /&gt;Mich an einfachen Dingen erfreuen, Demut zeigen (auch dem Schöpfer gegenüber, der mich bestimmt verschont hat, um mir eine Lektion beizubringen), täglich joggen, kein Alkohol und Nikotin mehr, gesunde Ernährung, bewußter... Leben.&lt;br /&gt;Fuck it.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stattdessen sitze ich mit meinem Vater am Küchentisch, wir erzählen uns gegenseitig schlechte Witze, rauchen Zigaretten, als würden sie morgen verboten, trinken literweise Kaffee und ich hoffe dabei, möglichst schnell soweit fit zu werden,daß ich mich ohne Gefahr für Leib und Leben einmal wieder hemmungslos besaufen und dabei zu lauter Musik Sackgitarre spielen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solange beschränkt sich mein Dasein auf eine Abfolge von Déjà- Vues.&lt;br /&gt;In der vorigen Woche verbrachte ich nämlich in Ermangelung anderer Freizeitangebote einen Großteil des Tages vor dem Radio, um mir die alle paar Jahre wiederkehrenden Top 1000 Hörercharts auf SWR1 Rheinland- Pfalz anzuhören. Und das rund um die Uhr.&lt;br /&gt;Seltsamer Zufall, gerade jetzt Texte gepostet zu haben, in denen eben jene Hörercharts eine essentielle Rolle spielen.&lt;br /&gt;Auf jeden Fall war es zumindest leidlich spannend, viel mehr konnte ich nun wirklich nicht erwarten, auch wenn die ungesunde Häufung von Peter Maffay, ABBA und AC/DC bei mir fast schon zu schweren, postoperativen Nachblutungen geführt hätte.&lt;br /&gt;Die Top 30 versammelten natürlich von "Smoke On The Water" über "Lady In Black", "Hotel California", "Music" und "Stairway To Heaven" die für alle Ewigkeiten in Grütze geronnenen Abgezahntesten der Abgezahnten, bei denen man sich ernsthaft fragt, wie die ein Mensch über 30 auch nur noch sekundenlang erträgt, ohne einen Narkolepsieanfall zu bekommen. In meinem Alter dürfte man nämlich jeden der genannten Titel schon 447mal im Leben gehört haben, egal, ob man das gerade wollte oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erster wurde am Ende "Bohemian Rhapsody" von Queen. Nicht minder totgenudelt wie die bereits aufgeführten, aber deutlich noch als das Erträglichste davon wahrgenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da war ich offensichtlich bereits völlig apathisch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2115621421599939620?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2115621421599939620/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/bohemian-rhapsody.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2115621421599939620'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2115621421599939620'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/bohemian-rhapsody.html' title='Bohemian Rhapsody'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-1628225206025991231</id><published>2011-10-28T21:09:00.006+02:00</published><updated>2011-10-28T21:29:44.240+02:00</updated><title type='text'>Nachklapp</title><content type='html'>Das waren nun also meine "15 Platten", von denen einige bereits gesetzt waren und es klar war, daß ich darüber schreiben würde, andere Texte entstanden spontan aus einer Laune heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will heißen: ein Teil der Liste hätte auch ganz anders aussehen können.&lt;br /&gt;Die aufgeführten Alben sind für mich essentiell; ich würde auf keines davon verzichten wollen. Aber es gibt Alben, die stehen bei mir im selben Rang, nur daß sie das Pech hatten, daß ich nicht wußte, was ich dazu schreiben soll... bzw. wurden sie in etlichen Musikmagazinen dermaßen kanonisiert, daß mich die Aufgabe, Geschriebenes wiederzukäuen, einfach nicht reizte.&lt;br /&gt;Mein absolutes Lieblingsalbum aller Zeiten- und da mag noch kommen, was will- ist "Fun House" von den Stooges.&lt;br /&gt;Ein weiterer Kandidat, der es nicht in die Liste schaffte, ist "Relationship Of Command" von At The Drive-In... ganz zu schweigen von den Melvins, NoMeansNo, Girls Against Boys, Killing Joke... und weiteren Lieblingsbands von mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich sagen möchte: diese Liste hat bei weitem nicht den Ruch der Unfehlbarkeit, der einem wohl bei diesem Thema automatisch entgegenschlägt. Es war eine Herausforderung, die sehr viel Zeit und Geduld erfordert hat, auch eine Art Antwort an mich selbst, ob ich in der Lage bin, dermaßen ausgiebig über Musik zu schreiben, ohne Menschen zu Tode zu langweilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob das hier in diesem Rahmen funktioniert hat, weiß ich nicht; dort, wo die Texte ursprünglich veröffentlicht waren, hat es das. Es gab auch triftige Gründe dafür, sie nun in einer derartigen Hauruckaktion in meinen Blog zu hieven und noch einmal mit Schmirgelpapier darüberzugehen.&lt;br /&gt;Es war ein Haufen Arbeit... zwar keine wissenschaftlich hieb- und stichfeste Meisterleistung, aber immerhin soviel, daß man seine Rechte an den Texten nicht unbedingt an jemanden herschenken möchte, mit dem man zerstritten ist. Das soll und wird diesen Textberg halbwegs plausibel erklären, hoffe ich doch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, auch für mäßig Interessierte sind ein paar lesenswerte Passagen dabei. Unterbrochen von meinem zwischenzeitlichen Beinaheableben hat mich meine momentane Rekonvaleszenzphase, verbunden mit viel zuviel Zeit dazu gebracht, das hier endlich zu beenden (auch, um mal wieder "normal" bloggen zu können, ohne den Gesamtzusammenhang komplett zu zerstückeln)... wobei mir auch der Umstand entgegenkam, daß bei den neueren Texten aufgrund gesteigerten Erzähl- und Leseflusses kaum noch Überarbeitungen notwendig waren. &lt;br /&gt;Vieles in der Liste ist zwar nicht dazu angetan, den Geschmack eines breiteren Publikums zu treffen... aber wenn es manchem einleuchtende Gründe dafür geliefert hat, was ich an Musik finde, mit der er rein gar nichts anfangen kann, hat sich die stundenlange Arbeit für mich gelohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und somit möchte ich hiermit auch offiziell schließen... in der Hoffnung, vielleicht auch hier etwas mehr Kritiken und Meinungen zu erhalten als eine einzige (danke, Thomas).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-1628225206025991231?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/1628225206025991231/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/nachklapp.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1628225206025991231'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1628225206025991231'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/nachklapp.html' title='Nachklapp'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-1743226838661877806</id><published>2011-10-28T20:12:00.001+02:00</published><updated>2011-10-28T21:09:19.736+02:00</updated><title type='text'>15. Sixteen Horsepower: Olden</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(erstmals veröffentlicht am 11.07.2010, überarbeitet am 28.10.2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/5127zotSdCL._SL500_AA300_.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 300px;" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/5127zotSdCL._SL500_AA300_.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommen wir zum Abschluß unserer kleinen Reihe. Ich wollte natürlich noch ein Album haben, das wiederum komplett aus dem Rahmen fällt, auch wenn ich dazu nicht übermäßig viel schreiben, sondern nur meine völlige Ergebenheit kundtun kann... insofern ist die Wahl natürlich folgerichtig.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Veröffentlicht:&lt;/span&gt; 18.08. 2003&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Erstanden:&lt;/span&gt; ca. 2004&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;im:&lt;/span&gt; Studio Eins, Karlsruhe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Besetzung:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;David Eugene Edwards (voc/gt)&lt;br /&gt;Pascal Humbert (?)&lt;br /&gt;Jean- Yves Tola (dr)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Trackliste:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Night Owl Session&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. American Wheeze&lt;br /&gt;2. Coal Black Horses&lt;br /&gt;3. Scrawled In Sap&lt;br /&gt;4. Prison Shoe Romp&lt;br /&gt;5. I Seen What I Saw&lt;br /&gt;6. Neck On The New Blade&lt;br /&gt;7. Interview&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kerr Macy Session&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. South Pennsylvania Waltz&lt;br /&gt;9. My Narrow Mind&lt;br /&gt;10. American Wheeze&lt;br /&gt;11. Shametown&lt;br /&gt;12. Train Serenade&lt;br /&gt;13. Strong Man&lt;br /&gt;14. Interview&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Live 1994&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15. Slow Guilt Trot&lt;br /&gt;16. Low Estate&lt;br /&gt;17. Pure Clob Road&lt;br /&gt;18. Heel On The Shovel&lt;br /&gt;19. Sac Of Religion&lt;br /&gt;20. Dead Run&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Es steht geschrieben:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Und der HErr sprach:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"Ungläubiger, der du wandelst auf Erden, höre: verdammt sollst du sein zu kaufen dieses Tonträgererzeugnis, welches hier in meinem Namen zur Erde gesandt ward."&lt;br /&gt;Und der Ungläubige wandte sein Antlitz ab und fürchtete sich sehr;&lt;br /&gt;dennoch betrat er das Haus der Händler, denen er vertraute, zu erblicken das Erzeugnis aufgereiht in einem Regal.&lt;br /&gt;Und darauf ward geschrieben neun Silberlinge;&lt;br /&gt;als der Blutzoll ward entrichtet, ging er zur Hütte, in der er hauste, zu lauschen den unvertrauten Klängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es stand in alten Büchern, daß unfertige Versionen enthalten seien;&lt;br /&gt;doch es erschütterte den Ungläubigen nicht.&lt;br /&gt;Denn auch die vollendeten Versionen hatte er nie gehört;&lt;br /&gt;so daß der Eröffnungsreigen, der da benannt war mit "American Wheeze" sein Ohr umschmeichelte und seine Taubheit bezwang.&lt;br /&gt;Eine Maultrommel erklang, ein pulsend Akkordeon rückte dräuend vorwärts; betäubend klang das Schlagwerk&lt;br /&gt;und die Worte des heiligen Mannes, die da verbreitet wurden, waren voll der Tiefe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er sprach in fremden Zungen; verkündete in "Coal Black Horses" die Wiederkehr des Messias, dessen Herrlichkeit strahlen würde in alle Ewigkeit;&lt;br /&gt;und alles war wunderbar, und die Seele der Musik ward eins mit dem Geist des Ketzers.&lt;br /&gt;Zwiespältig war die Lust an dem Getön; seufzen mußte er ab und an und den Verstand entweichen lassen;&lt;br /&gt;zu kraftvoll waren die heiligen Worte, und die Art des Vortrags rührte ihn sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welch Erhabenheit fand sich in jenen Sätzen, welch Größe und Kunst:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;Yeah you may be the one come on son&lt;br /&gt;Bring your blade and your gun&lt;br /&gt;And if i die by your hand&lt;br /&gt;I've gotta home in glory land&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(American Wheeze)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn der Dichter sich dem Weibe widmete, ergriff es den Ketzer nur um so mehr:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;to the moan in your voice&lt;br /&gt;not a charm do you lack&lt;br /&gt;your skin to touch as a black ravens back&lt;br /&gt;but i cannot go far with these words as they rhyme&lt;br /&gt;as to tell, of the pleasure, your hand in mine&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;and i pray as i say this song in this way&lt;br /&gt;that your eyes they would close an your head begin to sway&lt;br /&gt;and you'll feel how he heals with his blood on our skin&lt;br /&gt;i am yours lady scrawled an thin[...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Scrawled In Sap)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es war jenes, was alles unterschied von den üblichen heiligen Gesängen;&lt;br /&gt;der unterschwellige Wahnsinn, der lauerte, die Selbstkasteiung und der Rufer in der Wüste.&lt;br /&gt;Holzhütten zerfielen in der Weite des Landes; große Windräder aus Holz sangen ihr Klagelied, angetrieben durch den Hauch von der Einsamkeit, geführt durch nichts als die Hand Gottes in dunkelster Stunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitten im Laufe des Tonträgers vernimmt man eine Stimme, die in da spricht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"There's an intensity, whether you like it or not."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selten ward die Wahrheit weiser ausgesprochen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*Buch zuklapp*&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es eine Platte schafft, mich zum Fan einer Band aus wahnsinnigen Wanderpredigern zu machen, die es sogar in Gegenwart recht unwilliger Ohrenzeugen (&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Stell bitte diese Christenscheiße ab, oder ich steig aus"&lt;/span&gt;) schafft, mich dermaßen gefangen zu nehmen, daß ich mich beinahe von der Platte verschluckt fühle;&lt;br /&gt;wenn es sich bei ihr dabei noch dazu eigentlich um Resteverwertung handelt... Demoversionen, die in weniger abgespeckter Form auf den regulären Alben existieren, Radiosessions und Liveaufnahmen;&lt;br /&gt;wenn sie mich noch dazu beim ersten Antesten dermaßen in ihren Bann gezogen hat, daß ich sie nach ca. 30 Sekunden des Openers sofort gekauft habe, um sie immer und immer und immer wieder zu hören, dann muß sie etwas ganz Großes und Bedeutsames sein, oder die Band, die sie veröffentlicht hat, eine der besten Gruppen aller Zeiten.&lt;br /&gt;Oder beides.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;"American Wheeze"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;in der Version des Openers (neben den zwei Versionen hier findet sich das Original auf dem Debüt "Sackcloth'n Ashes") ist bis heute eines meiner absoluten Lieblingslieder.&lt;br /&gt;Ich mußte mich zuerst einmal an die "regulären" Versionen gewöhnen, als ich die Vorgängeralben endlich einmal hatte; in dem Fall (und im Falle vom erstaunlich flotten "My Narrow Mind" [welches mich musikalisch setsamerweise an "Ice Cream For Crow" von Captain Beefheart erinnert]und dem "Prison Shoe Romp") kann ich das bis heute nicht. Vor allem letzterer ist durch seine punktgenaue Gitarre, mit der er einsetzt und bei welcher trotz aller surrealen Atmosphäre kein Ton zufällig entstanden wirkt, für mich einer der absoluten Höhepunkte der Platte... und wenn dann das Schlagzeug einsetzt, könnte ich, ja, ausflippen. Ein anderes Wort fällt mir gerade nicht ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Texte sind dermaßen faszinierend, weil sie in ihrer tiefempfundenen Religiösität auch immer Abgründiges offenbaren.&lt;br /&gt;Das mag nicht meine Welt sein; als große Kunst kann ich das trotzdem würdigen.&lt;br /&gt;Auch wenn mich Absätze wie folgender schon manchmal fragen lassen, was ich mir da eigentlich antue:&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;Just as sure as by evil you are torn&lt;br /&gt;The sky will open up an an angel blow his horn&lt;br /&gt;an down come Jesus lookin' so fine&lt;br /&gt;Just as sure as that girl she is mine....&lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Coal Black Horses)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun denn. Aber ich habe eine Vorliebe für eine gewisse alttestamentarische Sprache, die noch dazu mit großen Bildern und Symbolen arbeitet... und was Sixteen Horsepower von anderen Quatschbands unterscheidet, ist das erstaunlich seltene Abgleiten ihres Pathos in Hohlheiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Große Kunst ist es auch,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;eine größtenteils akustische Platte aufzunehmen, die trotzdem stellenweise derartige Zugkraft und Energie entwickelt, daß es einen mitreißt; Liebeslieder zu schreiben, die zum Teil derart pathetisch und prätentiös sind, daß es einen ekeln müßte, aber man stattdessen schwelgt und sich danach fragt, warum; ein Instrument wie das Akkordeon zu spielen, dessen Existenz (samt jener der Leute, die es sich umhängen) im Leben außerhalb dieser Platte zu 90% die pure Folter bedeutet, ohne daß es nervt, im Gegenteil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gesang mag Geschmackssache sein... daß es David Eugene Edwards häufig schafft, seine Stimme in ein Jodeln überkippen zu lassen, das vor allem in den ruhigen Stücken nur haarscharf an der Schmerzgrenze vorbeischrammt, steht außer Frage.&lt;br /&gt;Genauso steht es aber auch außer Frage, daß die schnelleren Stücke mit ihrer (als Beispiel: "Heel On The Shovel" und gleich danach "Sac Of Religion") vertrackten Rhythmik einen nicht nur staunen lassen, sondern auch einen unglaublichen Bewegungsdrang freisetzen.&lt;br /&gt;Und das bei staubiger Americana, die größtenteils von der Folklore der Appalachen (wer jemals eine Fernsehdokumentation über diese Gegend der USA samt der einheimischen Hinterwäldler gesehen hat, wird umgehend das Wort "Ziegenficker" in seinen Sprachschatz aufnehmen) beeinflußt ist.&lt;br /&gt;Daß sich unter diesen Umständen in ihrem Gesamtwerk auch eine Coverversion von Joy Division findet, verwundert einen da letztendlich doch ("Day Of The Lords" auf "Hoarse"... nun, vielleicht ist es mit diesem Titel doch nicht sooo erstaunlich).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage mich noch heute, wieso es diese Band geschafft hat, daß ich ihr Oeuvre (abgesehen vom verschnarchten "Folklore"- Album) nicht nur gut, sondern großartig finde, und ihr zu Füßen liege wie kaum einer anderen Gruppe.&lt;br /&gt;Erfreulich, daß es mir nicht als einzigem so geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Freund von mir ist im Relapse- Board, also das Label, das der Welt nicht nur die ersten beiden Mastodon- Alben beschert hat, sondern auch- tatsächlich- "In The Eyes Of God" von Today Is The Day.&lt;br /&gt;Eines Tages echauffierte sich ein User wohl über eine Platte mit den Worten "Wenn ihr so eine Scheiße veröffentlicht, könnt ihr auch gleich David Eugene Edwards signen."&lt;br /&gt;Worauf sich der Chef von Relapse höchstselbst zu Wort meldete, und zwar mit nur einem Satz:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"Käme David Eugene Edwards zu mir ins Büro, würde ich ihm ohne Zögern einen unterschriftsreifen Vertrag hinlegen."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-6aDl26zKYPY/TVu8ohGTNhI/AAAAAAAAAoc/8M-adA0mE-M/s1600/David+Eugene+Edwards.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 474px; height: 472px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-6aDl26zKYPY/TVu8ohGTNhI/AAAAAAAAAoc/8M-adA0mE-M/s1600/David+Eugene+Edwards.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-1743226838661877806?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/1743226838661877806/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/15-sixteen-horsepower-olden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1743226838661877806'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1743226838661877806'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/15-sixteen-horsepower-olden.html' title='15. Sixteen Horsepower: Olden'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-6aDl26zKYPY/TVu8ohGTNhI/AAAAAAAAAoc/8M-adA0mE-M/s72-c/David+Eugene+Edwards.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-8172671618242015272</id><published>2011-10-28T20:11:00.007+02:00</published><updated>2011-10-29T11:15:46.145+02:00</updated><title type='text'>14. GG Allin &amp; Antiseen: Rock'n Roll Terrorist</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(erstmals veröffentlicht am 20.06.2010, überarbeitet am 28.10.2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.akuma.de/images/ccover/drg300/g376/g37618abwgi.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 197px;" src="http://www.akuma.de/images/ccover/drg300/g376/g37618abwgi.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann man auf "In The Eyes Of God" noch einen draufsetzen?&lt;br /&gt;Klar doch.&lt;br /&gt;Willkommen in der wunderbaren Welt der Mainstreamlieblinge:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;In diesem Text&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;möchte ich eigentlich weniger eine Platte beschreiben, sondern eher die Gesamterscheinung (irgendeiner muß es ja tun);&lt;br /&gt;deshalb verzichte ich auch bewußt auf eine Trackliste (die angesichts von über 30 Stücken auch wirklich niemand braucht) und zusätzliche Informationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Doppelalbum ist eher gewählt, um jemanden zu würdigen, mit dem ich- der ich durchaus immer eine Faszination für das Abwegige hege- immer noch und immer gerne Leute schockieren kann und der mich schon seit 15 Jahren durch mein Leben begleitet. Deshalb eine Art "Best Of", die hauptsächlich an Fanclubs verschickt wurde, bevor sie in den regulären Handel gelangte.&lt;br /&gt;Die Auswahl klingt wie ein spätpubertäres Privatvergnügen; sie hat aber einen plausiblen Hintergrund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Müßte ich&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;eine Leitlinie für mein Leben ausgeben, oder ein Ideal, dem ich folge, in einem Wort zusammenfassen, wäre dies "Konsequenz".&lt;br /&gt;Auf neudeutsch: "Practice what you preach."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menschen, die mich mehr oder weniger gut kennen, dürften wissen, was ich meine.&lt;br /&gt;Ob ich mich immer an meine Grundsätze halte, sei mal dahingestellt; es ist müßig, sich selbst zu charakterisieren, und oft weicht das Selbstbild in haarsträubender Weise von der öffentlichen Wahrnehmung ab.&lt;br /&gt;Das Wort "Konsequenz" ist für mich variabel anwendbar: ich kann auch einem erklärten Gegner durchaus Respekt zollen, wenn er seine Ziele geradlinig nach den Maßstäben, die er sich selbst gesetzt hat, verfolgt.&lt;br /&gt;Zwar macht ihn das nicht weniger zum Gegner, vulgo: weniger hassenswert, wenn wir ins Extrem gehen wollen, aber ich kann ihn zumindest ernstnehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch wenn- nur ein Beispiel- Bekkay Harrach und ich sicherlich in diesem Leben keine Freunde werden und es im Bereich des Möglichen liegt, daß mich ein Sprengsatz, den er in Auftrag gegeben hat, irgendwann durch die Decke eines U- Bahn- Waggons bläst (auch wenn ich nichts weniger glaube und fürchte als das), so muß ich ihm doch zumindest attestieren, seine Ziele, die exakt konträr zu meinen sind, konsequent zu verfolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wenn nun&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;also jemand von sich behauptet, die Menschheit und das Leben abgrundtief zu hassen sowie alles, was die Gesellschaft repräsentiert; selbst eine Haßfigur und ein Bürgerschreck sein möchte, ja, dies vehement einfordert; Tabus brechen möchte, die so extrem sind, daß sie sogar Wohlmeinende vor den Kopf stoßen;&lt;br /&gt;wenn jemand demzufolge wirklich behauptet, es sei ihm scheißegal, was jeder von ihm hält... wird er es trotzdem selten schaffen, dies alles umzusetzen.&lt;br /&gt;Darum glaube ich, daß es nur einen einzigen Menschen im "künstlerischen" Bereich gab, der bereit war, diesen Weg zu gehen, und das macht ihn so einzigartig, wie es seine Faszination, die ich für ihn empfinde, zu erklären vermag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß ich nicht alleine damit bin, beweist die Liste der Musiker, die Songs von ihm gecovert haben, unter anderem finden sich in der illustren Liste Faith No More, die Lemonheads und sogar Beck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.outlookskates.com/gg13.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 318px; height: 444px;" src="http://www.outlookskates.com/gg13.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;GG Allin wurde&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;am 29. August 1956 als -ohne Witz- Jesus Christ Allin in Lancaster im beschaulichen New Hampshire geboren.&lt;br /&gt;Der Einfachheit halber greife ich mal auf ein Zitat aus Wikipedia zurück, denn allein die Umstände seiner Geburt und Kindheit sind eine Erwähnung wert:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"He was given this messianic name because his father, then 33 years old and a fanatical Christian, told his wife, then 20 years old, that Jesus Christ himself had visited him and told him that his newborn son would be a great and all powerful man in the vein of the Messiah.&lt;br /&gt;His older brother Merle Colby Allin, Jr. was unable to pronounce "Jesus" properly and kept calling him "Jeje", which became "GG". The family lived in a log cabin with no water or electricity in northern New Hampshire. Allin's father, who forbade all conversation in the home after dark, was a religious fanatic and an antisocial man, and was physically abusive towards his wife and children, though GG himself never used this as an excuse for any of his personal troubles."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Scheidung seiner Eltern zog die Mutter mit den Brüdern nach Vermont und änderte GG's Namen in Kevin Michael Allin.&lt;br /&gt;Er war ein schlechter Schüler und besuchte Förderkurse; in Deutschland hätte man ihn wahrscheinlich auf eine Sonderschule geschickt.&lt;br /&gt;Auch andere Berichte beschreiben ihn als nicht übermäßig intelligent; das läßt die Vermutung, daß er sonderlich tiefsinnige Gründe dafür vorgebracht hätte, sein Verhalten in den Kontext "Performancekunst" zu rücken, als ziemlich abwegig erscheinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wann er sich&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dazu entschied, den &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Nonkonformismus, die Rebellion und die Gefährlichkeit zurück in den Rock'n Roll zu bringen",&lt;/span&gt; ist nicht genau festzumachen.&lt;br /&gt;Schon in seiner Schulzeit begann er, bei Theateraufführungen das Publikum zu provozieren, in dem er während eines Stückes, an dem er mitwirkte, begann, die Dekoration zu demolieren.&lt;br /&gt;Nach der Schule wurde er 1977 Frontmann bei den Jabbers, die den für die damalige Zeit in den USA typischen Punk mit Rock'n- Roll- Erdung im Stile der Stooges oder der Dead Boys spielten.&lt;br /&gt;Jedoch wurde er irgendwann dermaßen unzurechnungsfähig, daß sich die Band allmählich weigerte, mit ihm aufzutreten.&lt;br /&gt;Auch sein Konsum aller erdenklicher Drogen begann in jenen Jahren, inklusive seiner Heroinabhängigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu dieser Zeit fing er an, mit diversen Bands Platten aufzunehmen.&lt;br /&gt;Die Liste seiner Mitmusiker ist bizarr; selbst J. Mascis von Dinosaur Jr. findet sich darauf.&lt;br /&gt;Ab Mitte der 80er wurden seine Liveauftritte immer extremer; er schluckte vor Auftritten Abführmittel und begann öffentlich zu scheißen, sich in seiner Kacke zu wälzen und sie zu fressen.&lt;br /&gt;Doch das sollte nur der Anfang sein: es folgten Nacktauftritte mit Masturbation und Selbstverstümmelung; alle sexuellen Spielarten auf der Bühne, unter anderem mit seinem eigenen Bruder, der als Gitarrist in den Bands tätig war, und toten Tieren; sowie gewalttätige Angriffe auf das Publikum. Insgesamt wurde er 52mal verhaftet, in erster Linie wegen Drogen, Körperverletzungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/d/dc/GGConcert.jpg/300px-GGConcert.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 212px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/d/dc/GGConcert.jpg/300px-GGConcert.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Er lebte&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;körperlich verwahrlost in einem heruntergekommenen Loch und hielt sich offiziell mit dem selbst getätigten Verkauf seiner Platten über Wasser, inoffiziell auch mit Einbrüchen, Drogendeals und kleineren Raubüberfällen, wenn er nicht gerade im Knast saß oder wegen der Verletzungen, die er sich bei seinen Auftritten zufügte (Blutvergiftungen; Knochenbrüche) im Krankenhaus lag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Zeit begann er auch eine intensive Brieffreundschaft mit dem Serienmörder John Wayne Gacy, der wegen des Mordes an 33 jungen Männern, die er vergewaltigt, erdrosselt und in seinem Keller vergraben hatte, 1994 hingerichtet wurde.&lt;br /&gt;Daß dieser vor seiner Enttarnung ein angesehener, wohlhabender Bürger war, der bei Benefizveranstaltungen zugunsten krebskranker Kinder gerne als "Pogo der Clown" auftrat und als Lieblingsmusiker Elton John und REO Speedwagon angab, soll hier nicht unerwähnt bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch bevor es zu arg ausufert (wir haben noch einen langen Weg vor uns):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;über Allin im einzelnen könnte ich hier Seiten schreiben.&lt;br /&gt;Erwähnt sei, daß er vorhatte, auf der Bühne Selbstmord zu begehen (und außerdem einen Teil des Publikums mit in den Tod zu reißen), was er ständig ankündigte; daraus wurde leider nix, denn freundlicherweise starb er vorher von ganz alleine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Nach einem&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konzert am 28. Juni 1993 in New York wurde er- nur mit einer Lederjacke und einem Slip bekleidet und völlig verdreckt- in der Wohnung eines Bekannten tot aufgefunden.&lt;br /&gt;Sogar da brach er noch Tabus: beim Begräbnis veranstalteten seine Kumpels und sein Bruder eine völlig entfesselte Party, flößten der Leiche Whisky und Drogen ein und ließen sich mit ihr photographieren.&lt;br /&gt;Beerdigt wurde er auf Willen seines Bruders hin so, wie man ihn aufgefunden hatte: weitgehend nackt, dreckig und mit einer Flasche Jim Beam in der Hand.&lt;br /&gt;Ein schönes Erinnerungsphoto mit Liner Notes von Kim Fowley gibt es auf dem posthum erschienenen Album "Brutality And Bloodshed For All" (zärtliche Momente reinster Poesie, was Songtitel wie "Anal Cunt" oder "Kill Thy Father, Rape Thy Mother" beweisen), und auch heute noch pilgern Fans zu seinem Grab, um dort Drogen und Alkohol zu deponieren oder es in stiller Andacht... mit Scheiße zu beschmieren. Unglaublich, aber wahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.heathenworld.com/music/images/ggcoffin.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 325px; height: 162px;" src="http://www.heathenworld.com/music/images/ggcoffin.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://swampyacresfarm.com/files/GG%20Allin%27s%20Grave.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 446px; height: 300px;" src="http://swampyacresfarm.com/files/GG%20Allin%27s%20Grave.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;GG Allin ist&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;einer der Musiker, bei dem die Musik ohne Kenntnis der Lebensgeschichte schlicht und ergreifend nicht funktioniert. Punkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie erwähnt ist die Platte eine Fanclubedition, die seine bekanntesten Songs auf einem Doppelalbum zusammenfaßt, was angesichts der wirren Veröffentlichungspolitik im Punkrockbereich nicht die schlechteste Idee ist. Es gibt Unmengen Singles und 10"-es, vieles davon ist furchtbarer Schrott, der nur für Komplettisten interessant ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Label BOMP! Records, das auch bereits unter anderem Stooges- Raritäten zugänglich gemacht hat, hat sich auch um diesen Nachlaß gekümmert, im Gatefoldcover mit allerlei nützlichen Linernotes.&lt;br /&gt;Was die Musik angeht, gibt es eine erstaunliche Feststellung: GG Allins Songs mögen im besten Fall garagig, im schlimmsten Fall gar nicht produziert sein, sind aber trotzdem in erster Linie größtenteils konventioneller Punk-Rock'n Roll (in dem tatsächlich ab und zu Gitarrensoli auftauchen), wenn auch häufig rumpelig gespielt und ohne Sinn und Verstand auf Überlänge gestreckt, ohne daß Substantielles passieren würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musikalische Relevanz? Ach, geh doch fort. Als käme es darauf an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unerwähnt soll trotzdem nicht bleiben, daß GG Allin aber auch (meiner Meinung nach strunzlangweilige) Singer-Songwriter- bzw. Countryalben aufgenommen hat, die durchaus Leute überraschen, wenn sie sie zum ersten Mal hören.&lt;br /&gt;Die Texte sind da natürlich immer noch ziemlich weit draußen und musikalisch dürfte das akustische Geschrammel wahrscheinlich auch nicht dem Konsens entsprechen, aber... immerhin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Begleitband sind auf den hier vertretenen Songs größtenteils die von mir sehr gemochten Antiseen, über die ich ebenfalls aufgrund ihrer Ausnahmestellung einen Mordsriemen schreiben könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine rechtskonservative Punkrockband aus den Südstaaten, deren Sänger Jeff Clayton früher Wrestler war, was zwar allerlei seltsame Gäste auf ihren Platten erklärt (unter anderem den bizarren schwarzen Riesen "Abdullah the Butcher", der gerne mal als Ansager fungiert), aber nicht, warum sie trotz fortgesetzter politischer Unkorrektheit zum Liebling linker Punkrockmagazine wie dem OX mutieren konnten.&lt;br /&gt;Es mag vielleicht daran liegen, daß sie unter anderem mit Blowfly (ja, DEM Blowfly... dem 80er- Pornorapper, dessen Hauptarbeit darin bestand, Covers aktueller Hits mit versauten Texten aufzunehmen und der Welt Pretiosen wie "Too Fat To Fuck" zu bescheren) auf Tour waren, nachdem er für seine letzte Platte unter anderem zwei Antiseen- Songs mit neuen Texten versehen und gecovert hatte, so daß sich eine merkwürdige Freundschaft entwickelte.&lt;br /&gt;Da mag das sonstige Gebaren der wilden Männer für das linke Punkestablishment vielleicht unter Ironie fallen.&lt;br /&gt;Weil ein Bekannter von mir auf Tour für die Jungs als Fahrer tätig ist und sie relativ gut kennt, weiß ich mit Sicherheit: nö. Aber dieser Glaube rettet wahrscheinlich das wankende Weltbild der OX'ler. Wo waren wir? Konsequenz?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Retten wir uns in eine kleine Rechenaufgabe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.antiseen.com/images/antiseen2a.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://www.antiseen.com/images/antiseen2a.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;+&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://soulkombinat.org.fc-host18.de/funkyberlin/bild/blowfly.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 355px;" src="http://soulkombinat.org.fc-host18.de/funkyberlin/bild/blowfly.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;=&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.declineradio.com/wp-content/uploads/2009/12/antiseen-7in-300x298.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 298px;" src="http://www.declineradio.com/wp-content/uploads/2009/12/antiseen-7in-300x298.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das mußte jetzt sein, sonst glaubt einem das doch wieder kein Schwein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Aber weiter im Text:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;da die Songs halbwegs chronologisch angeordnet sind, kann man gut den Wandel der Schwerpunkte verfolgen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;singt sich ein juveniler Allin noch mit relativ klarer Stimme durch sein frühes Repertoire, das hauptsächlich mit Ficktexten zu provozieren weiß, was Anfang der 80er noch hervorragend funktionierte (die Masturbationshymne "I Wanna Fuck Myself", beispielsweise, oder der ultimative Ratgeber für Menschen, die keinen Geschlechtspartner finden können: "Fuckin' The Dog"), muß er in den 90ern schwerere Geschütze auffahren, um sein Niveau zu halten.&lt;br /&gt;Mittlerweile mit einer Stimme ausgestattet, die selten mehr ist als ein verzerrtes Röhren und klingt wie ein Uruk- Hai, werden textlich alle Provokationen aufgefahren, die sich denken lassen: Gewaltphantasien, Pädo- und Nekrophilie, Auslöschung der eigenen Familie (möglichst sadistisch), Aufrufe zum Mord an Polizisten und dem Präsidenten der USA und- hier nicht enthalten- rassistische Äußerungen (der Song "No Room For Niggers" ist nur auf obskuren Wegen erhältlich). Doch zu letztgenanntem später.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Favoriten auf dieser Platte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Bite It, You Scum" ist natürlich der Überhit und wurde von allen möglichen Leuten gecovert... das mag daran liegen, daß der Text als einer der wenigen hohes Identifikationspotential bietet und als gereckter Finger in Richtung Establishment auch gemäßigteren Menschen durchaus aus der Seele spricht (Jessas, was ein geschwollenes Gefasel):&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Well you want me to kiss your ass&lt;br /&gt;Well bend over, buddy, here comes my foot&lt;br /&gt;I don't need your cry ass shit&lt;br /&gt;Temper's rising, take a fit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bite it you scum&lt;br /&gt;Bite it you scum&lt;br /&gt;Bite it you scum - Here I come&lt;br /&gt;Bite it you scum&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Well you want me to contribute&lt;br /&gt;All I got is blood for you&lt;br /&gt;All you want is more and more&lt;br /&gt;Gluttony, you pig you whore&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bite it you scum - Here I come&lt;br /&gt;Bite it you scum - I want your cum&lt;br /&gt;Bite it you scum - Um, yum&lt;br /&gt;Bite it you scum&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;One day when your end is near&lt;br /&gt;I'll be laughing at your fear&lt;br /&gt;When you're gone there'll be no one&lt;br /&gt;Who'll be fucking up my fun - No one&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu der Stampfer "Violence Now", der militärischem Drill nachempfunden ist; die oben erwähnten alten Punkrocksongs wie "Drink, Fight And Fuck" oder "You'll Never Tame Me".&lt;br /&gt;Die späteren Sachen wie "Murder For The Mission", "99 Stab Wounds" oder "Sister Sodomy" mit ihren Mitsingrefrains (jawohl) habe ich bereits auf einem separaten Album.&lt;br /&gt;Daneben natürlich auch- bei dieser Anzahl von Songs- einiges an Ausschußware:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;müllig aufgenommener uninspirierter Rotz, der teilweise nicht enden will, oder besoffenes Gerumpel von einem Haufen talentfreier Sozialfälle.&lt;br /&gt;Doch wie erwähnt, ist die Musik in diesem Fall eher untergeordnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Darum will&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich lieber nochmal auf GG Allin selbst in seinem Endstadium zurückzukommen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;daß er Anfang der 90er vor nichts mehr zurückschreckte, zeigt jene Anekdote, die mir über einen Umweg vom Bassisten der Noiserockband Tar aus dem Umfeld von Steve Albini überliefert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach New York gereist, um mit Allin irgendwelche Songs einzuspielen, mußte er vor dem Büro der Plattenfirma erst einmal warten, bis GG dem Chef einen geblasen hatte.&lt;br /&gt;Nach den Aufnahmen waren sie nachts zu Fuß zum Hotel unterwegs, als Allin in einem Schwarzenviertel begann, rassistische Parolen zu grölen und den Einwohnern anbot, sie mögen doch herunterkommen, er würde es mit ihnen allen aufnehmen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Solch furchtbare Todesangst",&lt;/span&gt; daraufhin der Basser von Tar,&lt;span style="font-style:italic;"&gt; "hatte ich noch nie im Leben. Der Typ war irre."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Paßt es dann, daß Allin zu der Zeit eine schwarze Lebensgefährtin hatte und laut Aussage diverser durchaus integrer Leute &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"der netteste Typ"&lt;/span&gt; war, den sie &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"je im Leben getroffen"&lt;/span&gt; hatten?&lt;br /&gt;Daß er auf der Uraufführung der GG Allin- Dokumentation "Hated" vom späteren "Hangover"- Regisseur Todd Phillips diesen nicht nur freundschaftlich, sondern auch sichtlich gerührt umarmte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man will das eigentlich nicht wissen. Unterm Strich bleibt nur die beabsichtigte Wirkung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Drecksau,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Arschloch, asoziales Pack: man kann Allin alles nennen, man hat bestimmt nicht unrecht damit.&lt;br /&gt;Der entscheidende Unterschied ist: es wäre ihm egal gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das ist in meinen Augen der richtige Geist... auch, wenn er auf einem Paralleluniversum existiert, das ich niemals im Leben betreten möchte.&lt;br /&gt;Hierfür gibt es ebenfalls- abgesehen vom gesunden Menschenverstand, der aber nicht lückenlos über mich gebietet- einen sehr guten Grund:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Es gab&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;in den 90ern in Karlsruhe ein Fanzine namens "Toilet Rock", das sich auf Allin berief.&lt;br /&gt;Als ich dann sah, welch Gesindel aus dessen Dunstkreis 1995 beim Antiseen- Konzert ins Substage gespült wurde (Höhepunkt: ein Typ in Bomberjacke mit Motörhead- Rückenaufnäher, durchsichtiger schwarzer Damenstrumpfhose ohne Unterwäsche, so daß man sein Gemächt begutachten konn- ähm, mußte, und Springerstiefeln), hatten ich und ebenso die mit mir anwesenden Leute sofort die Eingebung, daß man es doch nicht zu übertreiben braucht.&lt;br /&gt;Andere Leute hatten da weniger Glück: der Toilet Rock- Typ, der sich sturzbetrunken während der Vorband auf den Boden legte, seinen Schwanz auspackte und von der Security rausgetragen wurde, als er begann zu wichsen, soll dem Vernehmen nach ab dem nächsten Tag nie wieder einen Tropfen Alkohol angerührt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben ist doch eines der Schönsten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-8172671618242015272?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/8172671618242015272/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/14-gg-allin-antiseen-rockn-roll.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8172671618242015272'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8172671618242015272'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/14-gg-allin-antiseen-rockn-roll.html' title='14. GG Allin &amp; Antiseen: Rock&apos;n Roll Terrorist'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-8129714979538189577</id><published>2011-10-28T14:47:00.015+02:00</published><updated>2011-10-30T12:25:59.044+01:00</updated><title type='text'>13. Today Is The Day: In The Eyes Of God</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(erstmals veröffentlicht am 19.06.2010, überarbeitet am 28.10.2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.metalsucks.net/wp-content/uploads/2008/03/todayistheday_eye_god.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 330px; height: 330px;" src="http://www.metalsucks.net/wp-content/uploads/2008/03/todayistheday_eye_god.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Veröffentlicht:&lt;/span&gt; 1999&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstanden:&lt;/span&gt; 2000 oder 2001&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;in:&lt;/span&gt; diesmal muß ich passen. Auf jeden Fall in einem Plattenladen bestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trackliste:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. In the Eyes of God&lt;br /&gt;2. Going to Hell&lt;br /&gt;3. Spotting a Unicorn&lt;br /&gt;4. Possession&lt;br /&gt;5. The Color of Psychic Power&lt;br /&gt;6. Mayari&lt;br /&gt;7. Soldier of Fortune&lt;br /&gt;8. Bionic Cock&lt;br /&gt;9. Argali&lt;br /&gt;10. Afterlife&lt;br /&gt;11. Himself&lt;br /&gt;12. Daddy&lt;br /&gt;13. Who Is the Black Angel?&lt;br /&gt;14. Martial Law&lt;br /&gt;15. False Reality&lt;br /&gt;16. The Russian Child Porn Ballet&lt;br /&gt;17. The Cold Harshness of Being Wrong Throughout Your Entire Life&lt;br /&gt;18. Honor&lt;br /&gt;19. Worn Out&lt;br /&gt;20. There Is No End&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Besetzung:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steve Austin (voc, gt)&lt;br /&gt;Bill Kelliher (b)&lt;br /&gt;Brann Dailor (dr)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Zu dieser Platte&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;kann ich nur einen relativ kurzen Text verfassen, auch weil sie vielleicht für mich nicht mehr dermaßen relevant ist, wie sie es einmal war.&lt;br /&gt;Da letzteres in erster Linie auch persönliche Gründe hatte, von denen ich hier nicht allzuviele preisgeben möchte, wird die Arbeit am Text noch mehr eingeschränkt. Warum also muß sie hier rein? Als Gruß aus vergangenen Zeiten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Platten, die man einmal sehr mochte, und die- auch wenn der musikalische Stellenwert im Lauf der Jahre verblaßt ist und man sie recht selten hört- trotzdem nicht mehr hergeben möchte, denn sie waren da, als man sie brauchte, als die Situation es erforderlich machte.&lt;br /&gt;Fast wie Freunde, zu denen der Kontakt abgerissen ist, für die man aber jederzeit wieder die Hand ins Feuer legen würde, wenn die Notwendigkeit bestünde.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;[aktuelle Anmerkung: habe diese Platte kürzlich einmal wieder herausgekramt und angehört. Das hat so gut funktioniert, daß sämtliche oben erwähnten Zweifel bezüglich ihres Stellenwerts hinfällig sind.]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Deswegen ist das vielleicht auch mehr als eine Plattenkritik im herkömmlichen Sinne: kein freudiges Aufgedrösel von Songs, keine augenzwinkernde Empfehlung... denn es gibt eigentlich nichts Positives, was Leute veranlassen könnte, sich diese Platte freiwillig komplett anzuhören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn wenn es eine Platte gibt, der ich die Eigenschaft "böse" attestieren müßte: hier ist sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieviel Haß kann man in eine Stunde Musik packen, und dies in einer Intensität und Unzurechnungsfähigkeit, die Bands, die sich dieses Wort plakativ auf ihr Banner schreiben, wie musizierende Maulwürfe aussehen läßt?&lt;br /&gt;Wie kann ein Mensch sich das überhaupt anhören und für sich etwas Brauchbares extrahieren?&lt;br /&gt;Und vor allem: wie kann man das anderen Leuten begreiflich machen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal braucht es im Leben karthartische Akte, um wieder zu Verstand zu kommen, etwas, was einen das Angestaute, das einem die Luft abschnürt, endlich hervorwürgen läßt.&lt;br /&gt;Hat man keine Möglichkeit zur Kompensation, wird es ganz finster. Dann wird es Zeit, einmal die Skimütze aufzusetzen und seinen Arbeitgeber zu besuchen, die Universität, oder seine Familie in einer großangelegten Aktion auszuradieren, bevor man ins Grüne fährt, um sein Gehirn in die frische Waldluft zu blasen. Denn das ist die Crux mit karthartischen Akten: sie sind zumeist mit einem gesteigerten Mitteilungsbedürfnis verbunden, für welches dem Ausführenden selten einmal eine geeignete Plattform zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;Also läuft die Geschichte zumeist wie eben erwähnt. Kurzzeitig darf derjenige sich befreit fühlen, bevor er in den Orkus steigt, oder das Gefühl haben, er bestrafe seine Umwelt damit, wenn er auf einen Schemel klettert und seinen Kopf durch die Schlinge steckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Künstler hat man da den unbestreitbaren Vorteil, daß man der Welt ins Gesicht schleudern kann, wie sie einen ankotzt, ohne gleich Amok laufen zu müssen.&lt;br /&gt;Man selbst fühlt sich um einiges befreit... und auch, wenn man es selbst vielleicht in dem Moment nicht einsieht, tut man sogar Gutes. Denn irgendwo da draußen gibt es Leute, die genauso empfinden und sich ein Werk zu eigen machen, um durch es zu sprechen, und im Idealfall sich am Ende genauso befreit fühlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Es muß während&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;der Arbeit am zweiten Album "Willpower" gewesen sein, als Steve Austin sich drei Jahre ausklinkte.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Drei Jahre voller Depressionen und Scheiße"&lt;/span&gt;, wie er in einem Interview sagte.&lt;br /&gt;"Supernova", das Debüt von Today Is The Day, war noch experimenteller Noiserock nah an der Schmerzgrenze gewesen, aber in erster Linie schräg und nicht völlig humorfrei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbiges konnte man von "Willpower" nicht mehr sagen: die schiere Verzweiflung, Wut, fühlbar gemachter Schmerz am Ende von Beziehungen.&lt;br /&gt;Trotzdem gilt diese Platte in Noiserockkreisen als Klassiker, und das zurecht.&lt;br /&gt;Musikalisch überragend, verband sie puren Krach mit teilweise unglaublicher instrumentaler Finesse, die bizarrerweise gar bis in Jazzkreise geschätzt wurde. Dazu brüllte Steve Austin entweder wie ein abgestochenes Schwein, oder sang... letzteres klang dann ungefähr wie ein Singer- Songwriter- Jammerlappen, dem man schwere Gegenstände an die Hoden gehängt hat.&lt;br /&gt;Ein harter Brocken, fürwahr... und dadurch authentisch, daß er wohl den Beginn einer schlimmen Phase in Austins Leben markiert.&lt;br /&gt;Das erkennt man wohl auch daran, daß "Willpower" sein bekanntestes, bestverkauftes und hochgelobtestes Album ist, er sich aber generell weigert, heutzutage bei Konzerten auch nur einen Ton davon zu spielen, auch wenn vereinzelte Songs frenetisch gefordert werden... und auch in Interviews nicht mehr auf die Platte angesprochen werden will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war aber erst der Beginn der Fahnenstange.&lt;br /&gt;Austin wurde völlig misanthropisch und wandte sich infolgedessen der "Church Of Satan" zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ergebnis war (nach einem selbstbetitelten Drittwerk, das eher verzichtbar ist)"Temple Of The Morning Star", eine Platte in komplett neuer Besetzung (dies sollte nun zur festen Gewohnheit werden; Steve Austin wechselte fortan seine Mitmusiker bei jeder Platte aus).&lt;br /&gt;Der Sänger lief zu dieser Zeit in weißen Wallegewändern herum, ließ sich einen Talibanbart wachsen und machte auf seine Umgebung den Eindruck, als wäre er komplett wahnsinnig... oder wie es ein Tourbegleiter sagte: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"All that matters to him is hate and death"&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;Das Bandphoto zu der Platte spricht eindeutig dafür. Selten hat mir ein Bild, das bei anderen Musikern bestenfalls lächerliches Gepose wäre, derartige Schauer über den Rücken gejagt. &lt;br /&gt;Bedauerlicherweise ist es nur noch sehr schwer im Netz zu finden, und wenn überhaupt, dann nur in zurechtgestutztem Format, das den Anblick um einiges verharmlost, denn beschränkt sich der Ausschnitt auf die Gesichter, ohne Körperhaltung und Details zu berücksichtigen, wirkt das Photo relativ unspektakulär. Anders in seiner ganzen Pracht: man sieht drei zottige Gestalten in schwarz- weiß, die vor einem Pentagramm an der Wand in weißen Gewändern wie Satansmönche in einem Horrorfilm wirken und irre in die Kamera starren, als begännen sie gleich zu knurren.&lt;br /&gt;Wer einmal die Gelegenheit hat, den Anblick in seiner Gesamtheit auf sich wirken zu lassen, sollte dies schleunigst nachholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem die Band plötzlich weitgehend von der Bildfläche verschwunden war, kam "In The Eyes Of God", zu einem Zeitpunkt, zu der sie keiner mehr auf dem Zettel hatte.&lt;br /&gt;An der Musikjournaille zog das Album weitgehend spurlos vorbei. Im VISIONS bekam es eine relativ halbherzige Wertung, auch wenn diese sich immerhin zu einem Interview herabließ.&lt;br /&gt;Steve Austin erzählte darin recht abgedrehtes Zeug. Nackt hätte er die Aufnahmen absolviert, so erfuhr man, um "nichts Störendes zwischen sich und das Mikro zu lassen", die ungefilterte Energie sollte auf die Platte und ähnlich seltsamen und sinistren esoterischen Stiefel.&lt;br /&gt;Neue Mitstreiter konnte er auch vorweisen: einen Schlagzeuger namens Brann Dailor und einen Bassisten namens Bill Kelliher, die beide nach dieser Platte einer Band namens Mastodon beitreten sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine erste Begegnung mit diesem Album war auch eher unspektakulär: Nudeln essend saß ich bei meinem Freund Simon in Speyer am Wohnzimmertisch, als er die neue Today Is The Day hervorzauberte, die ihm schon fast zu irre war. Während ich also saß und aß, brüllte und blökte es aus den Boxen, und ich registrierte es nebenher mit Wohlwollen.&lt;br /&gt;Die Platte wurde bestellt und ich war beeindruckt.&lt;br /&gt;Selten hatte ich solch einen Klumpen reinster Misanthropie in meinem CD-Player.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"The apocalyptic vision of a criminally insane, charismatic cult leader"&lt;/span&gt; sagt der Nachrichtensprecher im Opener "In The Eyes Of God", bevor unfaßbar brutale Gitarren ein Riff herbeitreten und Steve Austin &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"I am the enemy. I gave you what you want. You live to piss on me. I'm not afraid of you."&lt;/span&gt; durch die Gegend plärrt, was gleich die künftige Marschrichtung vorgibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Break darf dann bereits Brann Dailor zu Gehör geben, was für ein Ausnahmedrummer er ist, was er später bei Mastodon noch perfektionierte, da ihm dort für seine halsbrecherische Aneinanderreihung von Patterns noch mehr Raum gelassen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;20 Stücke hat dieses Album, einige gehen nur knapp über eine Minute und sind straightes Black-/Deatthmetalgeholze, andere gehen in epische Breite über.&lt;br /&gt;"Goin To Hell" etwa, das mit einem Kirchenchor beginnt, als brutaler Headbanger mit einer charakteristischen Gitarrenlinie, die man sogar nachpfeifen könnte, fortgesetzt wird, bevor der Song stufenweise durch völligen Tempoentzug zerstört wird, bis nur noch kakophonische Zeitlupensounds übrigbleiben, die völlig psychotisch klingen.&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"I feel totally out of control"&lt;/span&gt; heißt es da, vorgetragen in einem durch die Zähne gepreßten Ton, der auch ja keine Zweifel offenläßt, daß es der gute Mann ernst meint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt: die Texte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Satan, Satan und nochmal Satan, allerdings als abstrakte Größe im Sinne negativer Energie, die einen am Leben erhält, und darauf laufen auch die meisten Inhalte hinaus: sich an seinen eigenen Haßgefühlen hochzuziehen, um dem Rest der Welt klarzumachen, daß man sich nicht unterkriegen läßt, daß man immer noch aufrecht steht.&lt;br /&gt;Sozialdarwinismus. Abstruser Kram um bionische Superschwänze.Gewaltphantasien.&lt;br /&gt;Harmlose Songtitel wie "Spotting A Unicorn" oder "Daddy", hinter denen der Wahnsinn lauert.&lt;br /&gt;Andere wie "The Cold Harshness Of Being Wrong Throughout Your Entire Life", deren Titel bereits so aussagekräftig sind, daß man den Text eigentlich nicht mehr zu lesen braucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittendrin das doomige, monolithische "Mayari" als Hit der Platte:&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Sorrow&lt;br /&gt;In my cage I lose sight&lt;br /&gt;Can't tell what's real wrong or right&lt;br /&gt;You must try to pretend&lt;br /&gt;Just try to fit in&lt;br /&gt;Raise your fist to the sky&lt;br /&gt;Lies cause cancer&lt;br /&gt;Don't deny&lt;br /&gt;You're the master&lt;br /&gt;of my hell&lt;br /&gt;I am I was born to be dead&lt;br /&gt;You try and stop me&lt;br /&gt;I'm gonna crush your skull&lt;br /&gt;I feel so empty&lt;br /&gt;You don't want to decide&lt;br /&gt;If I live&lt;br /&gt;I'm afraid of this world I don't&lt;br /&gt;wanna live&lt;br /&gt;Mayari&lt;br /&gt;I don't owe you&lt;br /&gt;can't make me I'm not your whore&lt;br /&gt;Please don't rape me&lt;br /&gt;I live to hate I fuck to live&lt;br /&gt;I am messed up&lt;br /&gt;I can never give in&lt;br /&gt;I don't even know why&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin: ein richtiger Song mit einem treibenden Gitarrenriff zum Kollektivbangen in der Metaldisco.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende kommt mit "There Is No End" noch ein textlich fragwürdiger Rundumschlag (&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Niggers. Jews. Faggots. Whores"&lt;/span&gt;,verpackt in ein sehr atmosphärisches Intro mit Gesang und langsamem Baß, bis die Gitarre wieder hereinplatzt und den Song explodieren läßt), der Steve Austin einen recht zweifelhaften Ruf einbrachte, so daß er sich bemüßigt fühlte, sich dafür in diversen Foren zu rechtfertigen und den beanstandeten Text genauer zu erklären... wobei ich nicht denke, daß dieser aus einer politischen Gesinnung heraus entstand, sondern eher mit der Intention, ohne Rücksicht auf Verluste alles plattzumachen, was einen den Ruf eines Humanisten einbringen konnte.&lt;br /&gt;Den Abschluß bildet ein sehr obskures Quasiinstrumental, das anfangs ein wie in den Anfangstagen der Band mit elektronischen Sounds vollgestopfter Psychotrip ist und dann abrupt in einen ganz seltsamen Teil überblendet, der ungefähr klingt, als würde ein Haufen besessener Navajoindianer auf psychogenen Pilzen einen Trommelworkshop absolvieren, was vor allem in dunklem Zimmer nachts um drei Uhr seine volle Wirkung entfaltet, die darin besteht, daß man sich mit einer Gänsehaut auf den Armen gerne die Decke über den Kopf ziehen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Es ist definitiv schwierig, unbedarften Leuten die Notwendigkeit dieser Platte zu erklären.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Funken Freundlichkeit oder Komik ist darin, nichts was das Herz eines ausgeglichenen Menschen auch nur halbwegs erfreuen würde.&lt;br /&gt;Das Cover und Design des Booklets sind schon dermaßen humorlos, daß alleine das die meisten abschrecken dürfte; die Musik, auch wenn sie phasenweise technisch extrem anspruchsvoll ist, und das Geschrei, das teilweise nach einem mundvoll Glasscherben klingt, tun ihr übriges.&lt;br /&gt;Steve Austin fühlte sich danach scheinbar erleichtert und war wieder bester Dinge; ich hatte mal das Vergnügen, ihn per E-Mail für ein Fanzine zu interviewen, und erhielt freundliche und humorvolle Antworten.&lt;br /&gt;Auch Bekannte von mir, die nach einem Konzert in Köln eine Kneipentour mit ihm machten, beschrieben ihn als äußerst netten und witzigen Typen. Also war dieser Brocken für ihn scheinbar eine absolute Notwendigkeit, um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Mittlerweile ist er gar verheirateter Vater... obwohl seine Außenwirkung auf harmlose Zeitgenossen immer noch obskur genug wirken dürfte, wenn man das unten angefügte Photo betrachtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würde ich die Platte heutzutage das erste Mal hören, wüßte ich -wie bereits erwähnt-nicht, ob sie irgendeinen bedeutsamen Stellenwert einnehmen würde. Sie kreuzte jedoch zu einem enorm wichtigen Zeitpunkt mein Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Müßte ich mein Leben nochmals leben, ich würde das Jahr 2002 ersatzlos streichen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gäbe es einen Tag mit einem einzigen Sinnbild für dieses Seuchenjahr, dann wäre es der 01. März 2002 samt dem Hauptbahnhof von Celle.&lt;br /&gt;Stockdunkel war es, und klirrend kalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anderthalb Stunden wartete ich auf meinen verspäteten Anschlußzug nach Hamburg, und zwar im Freien, da der Bahnhof bereits geschlossen war.&lt;br /&gt;Außer mir war niemand am Bahnsteig, alles wirkte wie ein menschenleeres Paralleluniversum, und zur perfekten Abrundung begann es zu schneien.&lt;br /&gt;Es gab keine sonderlich erbaulichen Gründe, warum ich mich dort befand, mit meinen zwei Reisetaschen, in welchen ich persönliche Gegenstände mitführte... unter anderem ein paar CD's. &lt;br /&gt;Eine davon war "In The Eyes Of God", die ich in diesem Jahr sehr oft hören sollte.&lt;br /&gt;Dazu fand sich in meinem Gepäck ein Manuskript, das ich im Jahr vorher herausgekramt hatte, und an dem ich weiterarbeiten wollte, denn viel blieb mir ansonsten nicht zu tun.&lt;br /&gt;Ich war damals so beeindruckt von der Platte, daß ich beschloß, dem Text einen ebensolchen misanthropischen Drall zu geben, eine Art "In The Eyes Of God" zum Lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Titel hatte ich schon dafür: "Kreisklassenhölle".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_0gaEUHgqF2Q/TQuNxvQJE6I/AAAAAAAABlE/i2npINMF4vU/s1600/todayistheday.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 480px; height: 317px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_0gaEUHgqF2Q/TQuNxvQJE6I/AAAAAAAABlE/i2npINMF4vU/s1600/todayistheday.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Steve Austin&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-8129714979538189577?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/8129714979538189577/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/13-today-is-day-in-eyes-of-god.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8129714979538189577'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8129714979538189577'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/13-today-is-day-in-eyes-of-god.html' title='13. Today Is The Day: In The Eyes Of God'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_0gaEUHgqF2Q/TQuNxvQJE6I/AAAAAAAABlE/i2npINMF4vU/s72-c/todayistheday.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-4429482407199711213</id><published>2011-10-28T13:46:00.002+02:00</published><updated>2011-10-28T14:11:39.116+02:00</updated><title type='text'>12. Public Enemy: Fear Of A Black Planet</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(erstmals veröffentlicht am 19.04.2010, überarbeitet am 28.10.2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://cdn.hiphopdx.com/images/news/Public_Enemy-Fear_of_a_Black_Planet.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 400px;" src="http://cdn.hiphopdx.com/images/news/Public_Enemy-Fear_of_a_Black_Planet.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Trackliste:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Contract On The World Love Jam&lt;br /&gt;2. Brothers Gonna Work It Out&lt;br /&gt;3. 911 Is A Joke&lt;br /&gt;4. Incident At 66.6 FM&lt;br /&gt;5. Welcome To The Terrordome&lt;br /&gt;6. Meet The G That Killed Me&lt;br /&gt;7. Pollywannacraka&lt;br /&gt;8. Anti- Nigger Machine&lt;br /&gt;9. Burn Hollywood Burn&lt;br /&gt;10. Power To The People&lt;br /&gt;11. Who Stole The Soul?&lt;br /&gt;12. Fear Of A Black Planet&lt;br /&gt;13. Revolutionary Generation&lt;br /&gt;14. Can't Do Nuttin' For ya Man&lt;br /&gt;15. Reggie Jax&lt;br /&gt;16. Leave This Off Your Fuckin' Charts&lt;br /&gt;17. B- Side Wins Again&lt;br /&gt;18. War At 33 1/3&lt;br /&gt;19. Final Count Of The Collision Between Us And The Damned&lt;br /&gt;20. Fight The Power&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Erschienen:&lt;/span&gt; 1990&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Erworben:&lt;/span&gt; 1991, Musicbox Landau/ Pfalz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Karlsruhe, Kreuzung Karlstraße/Kaiserstraße.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendein beliebiger Sommertag in den 00ern. An der Ampel steht ein protziger schwarzer BMW, am Steuer ein olivfarbener Mensch mit sorgfältig eingeöltem Haupt und klopft auf dem Lenkrad den Takt irgendeiner Ziegenscheiße mit, die brüllend laut aus seinen Boxen bläkt und wummert.&lt;br /&gt;Das könnte irgendwas aus der No- Limit- oder Bad Boy- Fließbandproduktion sein, die alle Nase lang irgendeine Maschine anwerfen, die identisch klingenden Plastikschrott produziert, mit null Aussage und Gehalt außer Bitches, BlingBling und dicken Autos. Und in jenem erblickten Fall paßt die Verpackung zum Inhalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei war das alles einmal ganz anders. Früher war alles besser; dieser Satz ist eigentlich verboten, doch früher war TATSÄCHLICH alles besser.&lt;br /&gt;Zumindest damals, als HipHop noch kein Massenphänomen war und man sich mit alternden Rockdeppen und ihrem Gefasel von der Musik, die keine ist ( und singen tun sie auch nicht richtig... und alles klingt gleich. Irgendwas vergessen?) herumschlagen mußte, ohne ihnen partiell recht geben zu müssen.&lt;br /&gt;Was heute im Underground großartig vor sich hinwuchert, fand damals im Mainstream statt, und Kommerzsound waren MC Hammer und Salt'n Pepa, die aber zumindest noch teilweise erträglich waren.&lt;br /&gt;Heute sind nicht mal mehr Mobb Deep erträglich, in Zeiten absoluter stilistischer Gleichmacherei, und das ist traurig genug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Als ich 1991&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mit meinem Realschulabschluß in der Tasche und vielen guten Wünschen in die Lohnsklaverei entlassen wurde, lebte ich gerade im Umbruch.&lt;br /&gt;Noch befand ich mich in meiner kurzen 70er- Rockphase, die meine noch schlimmere vorpubertäre Pop- Phase abgelöst hatte.&lt;br /&gt;Daheim hörte ich Pink Floyd, die alten Genesis, Jethro Tull (keine Kommentare, bitte) und die Doors, auf meinem Abschlußphoto trage ich eine gar grausige Frisur zur Schau und grinse in einem Led- Zeppelin- T-Shirt in die Kamera und allgemein war ich ein recht friedfertiger Zeitgenosse. Dachte ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Wirkungstreffer, der es mir erschwerte, die Spur zu halten, war in Form von Slayers "South Of Heaven" bereits erfolgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Monate später folgten "Smells Like Teen Spirit", erste Punkkonzerte, vermummtes Mitmarschieren auf Demos und mit Flaschen und Dachlatten auf Neonazis losgehen (oder sich zumindest mal einzubilden, man täte es).&lt;br /&gt;Dazwischen lag aber noch was.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin besaß ich genau zwei Rap- LP's, nämlich "Licensed To Ill" von den Beastie Boys (ein Geschenk zu meinem 13. Geburtstag) und Tone- Locs "Loc-ed After Dark".&lt;br /&gt;Das reichte mir bis dahin eigentlich auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erschwerend kam hinzu, daß sich die Realschule in eine Metaller-, eine Rapper-, eine Popper- und eine Faschofraktion irgendwelcher Störkraft und Endstufe hörender Vollpfosten (die aber mit fortschreitendem Alter bis auf eine auch ziemlich gewalttätige Ausnahme alle nichts mehr damit zu tun haben wollten, muß man fairerweise erwähnen) spaltete.&lt;br /&gt;Dazwischen: ich.&lt;br /&gt;Metal? Kam nicht in Frage. Rap? Die Typen machten sich immer über meinen Musikgeschmack lustig. Aber mein Klassenkamerad trug ein recht militant aussehendes Public- Enemy- T- Shirt, das ich irgendwie faszinierend fand.&lt;br /&gt;Auf unserer Abschlußfahrt nach Paris lieh ich es mir auch aus und spazierte damit herum, zum allgemeinen Erstaunen der restlichen Bagage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Mein erstes Gehalt sollte bald kommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich machte ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altersheim im Nachbardorf und durfte- da ich den Beruf ja lernen wollte- arbeiten bis zum Umfallen. Dafür erhielt ich immerhin stolze 300 Mark im Monat; eine Summe, bei der man sich überlegt, ob man dafür nun in Urlaub fliegt oder sich ein neues Auto kauft. Zum Glück ist diese Ausbeutung junger Leute mittlerweile zurückgefahren und das Gehalt erhöht worden.&lt;br /&gt;Ich wollte mir von meinem ersten selbstverdienten Geld CD's kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut meinem schlauen Buch, das ich damals noch führte und in dem ich meine Neuerwerbungen auflistete, waren das "Unreal World" von den Godfathers, weil mich die gleichnamige Single samt Video auf "Super Channel" weggeblasen hatte; "Metallic 2x K.O." von Iggy and the Stooges aus der Ramschkiste, die jahrelang ungehört bei mir verstaubte, und... genau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Fear Of A Black Planet" von Public Enemy, einer spontanen Eingebung folgend.&lt;br /&gt;Der Bann war gebrochen, das Tor aufgestoßen, mein endgültiger Weg zum HipHop gepflastert.&lt;br /&gt;Als nächstes folgte laut schlauem Buch gleich "Straight Outta Compton" von N.W.A.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Public Enemy waren damals&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;schlicht und ergreifend der heiße Scheiß der Stunde.&lt;br /&gt;Normalerweise sollte einen bei dieser Phrasierung der Blitz treffen, aber es war so.&lt;br /&gt;Vor allem weiße Hipster vom Schlage des "TEMPO" (immer noch ein ganz furchtbares Arschlochheft, das wohl der Hauptschuldige an dem abgehangen weitläufigen Metropolengesabbel heutiger Coolnessbarometerträger ist) nahmen die Band gerne als ihre Wichsvorlage, und vornehmlich Bands aus dem linken Kontext trugen als Zeichen ihrer Weltoffenheit ihre T- Shirts mit dem berühmten Logo zur Schau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es lag wohl daran, daß die Band damals mit großer medialer Beachtung eine Kontroverse nach der anderen provozierte.&lt;br /&gt;Nicht alle waren dazu angetan, dem gesunden Menschenverstand genüge zu tun.&lt;br /&gt;Rassistische Ausfälle; die S1W (Security Of The First World), die bei Livekonzerten mit Uzi- Attrappen bewaffnet seltsame Gymnastik vollführte; ihr Anführer Professor Griff (ein Schwarzer mit indianischer Mutter), der wegen übelster antisemitischer Äußerungen, die dermaßen debil waren, daß ich sie hier (zumindest an dieser Stelle, sagt edit) nicht wiedergeben mag, auf öffentlichen Druck hin eine zeitlang aus der Band ausgeschlossen und später rehabilitiert wurde; die Ergebenheit dem Black- Muslim- Führer Lewis Farrakhan gegenüber, dessen ebenfalls offen zur Schau gestellter Judenhaß die Grunzdummheit seiner Äußerungen zu Weißen noch übertraf.&lt;br /&gt;Dazu ein Uhr- um- den- Hals- tragender goldbezahnter Kasper namens Flavor Flav, der immer mal wieder an der Crackpfeife und deswegen im Knast landete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was war also dran an der Liebe des weißen Mannes zu dieser schwanzlurchigen Band?&lt;br /&gt;Mag es das Eingeständnis eines kollektiven Schuldbewußtseins sein, das zur Folge hatte, daß man Schwarzen nichts vorzuschreiben hatte, bevor man nicht vor der eigenen Tür kehrte; mag es die Lust am Polarisieren gewesen sein, daß man sich mit dem Logo von radikalen Schwarzen schmückte (was ja nicht neu war, denkt man zurück an die MC 5 in den 70ern und ihren Versuch, sich an die Black Panther Party heranzuschleimen, die aber nichts von ihnen wissen wollte)... in meiner damaligen Naivität zog ich diese beiden Möglichkeiten.&lt;br /&gt;In meinen Augen durften Schwarze alles, um zu schockieren; sogar Faschisten wie die Brand Nubian oder den X- Clan, die ich auch heute noch gerne höre, aber mit deutlich mehr innerer Distanz.&lt;br /&gt;Ein Thema, über das man sehr ausführlich diskutieren kann; darum sei es hier nur angerissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muß Public Enemy zugutehalten, daß sie durchaus den Kontakt zu progressiven weißen Künstlern aufnahmen; Namen wie Jello Biafra und Sinead O'Connor tauchen in den Albencredits auf, später folgte die Kollaboration mit Anthrax, wobei Scott Ian- selbst Jude, sei erwähnt- wohl auch privat mit Chuck D. befreundet war.&lt;br /&gt;Das Album erhielt vom ME/SOUNDS damals ***, soweit ich mich erinnere- mit dem Fazit, daß Chuck D. manchmal &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"merkwürdig kraftlos klänge, so als könne er seinen eigenen Worten nicht mehr trauen"&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann frage ich mich aber, wie die Phase nach "Apocalypse 91" samt dem langen Marsch der Band in die völlige Bedeutungslosigkeit zu bewerten ist.&lt;br /&gt;Trotzdem gab sogar der ausgewiesene HipHophasser und Schnarchsack Frank Laufenberg der Platte im Heft ***, er, der sonst alles mit einem Stern abwatschte, was nach Rap klang. Also MUSSTE diese Platte etwas Besonderes sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seltsam war sie auf jeden Fall. Größtenteils bestand sie einfach aus Lärm. Sirenen, wild eingestreute Samples und Chuck D., der gegen mehrfach aufeinandergetürmte Soundschichten anrappt, mit seinem weitgehend unfließenden, aber extrem harten und pointierten Stil, zu dem auch das herrische Timbre seiner Stimme beiträgt.&lt;br /&gt;Die Platte beginnt mit dem kurzen Instrumental "Contract On The World Love Jam", in dem Zitatfetzen aus den Medien zur Band auftauchen (Zitat dazu aus der ME- Rezension:&lt;span style="font-style:italic;"&gt; "Die Band schmust im alternativen Lovers- Rap."&lt;/span&gt; Und das völlig ironiefrei. Ob da wohl jemand etwas mißverstanden hat?), danach wird es sofort nervig mit den rhythmisch zerhackten James- Brown- Schreien und einem furchtbaren Zahnarztbohrergeräusch, die sich durch "Brothers Gonna Work It Out" ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Texte sind- wie üblich bei Public Enemy- dermaßen codiert, daß man schon eine gewisse Anleitung braucht, um die ganzen Zitate und Anspielungen zu verstehen.&lt;br /&gt;Darum hat es auch einige Zeit gedauert, bis ich verstand, warum die Passage aus dem hektischen, besten Track der Platte namens "Welcome To The Terrordome", in welchem Chuck D. die Vorwürfe der Medien gegen die Band in Sachen Professor Griff kommentiert, sofort eine großangelegte Antisemitismusdebatte auslöste:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Crucifixion ain't no fiction&lt;br /&gt;So called chosen frozen&lt;br /&gt;Apology made to who ever pleases&lt;br /&gt;Still they got me like Jesus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht, weil diese Aussage antisemitisch IST? Oder ist es vermessen, wenn der böse Jud (von den "So-called chosen") sich aufgrund von Äußerungen wie "Die Juden sind verantwortlich für alles Böse in der Welt, sie finanzieren AIDS- Experimente mit Schwarzen in Südafrika" aufregt und eine Entschuldigung der Band verlangt?&lt;br /&gt;Nach "Welcome To The Terrordome" wartete jedenfalls sogar einmal die rechtsextreme Jewish Defense League nach einem Konzert der Band am Ausgang. Mit Baseballschlägern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem: der Track ist großartig. Und Antisemitismus gehört nun wahrlich zu den Dingen, die mir bisher im Leben nicht allzuhäufig vorgeworfen wurden.&lt;br /&gt;Doch linkes Selbstverständnis wird gleich noch einmal auf die Probe gestellt, und zwar im nur 17- sekündigen "Meet The G That Killed Me" (ein "G" ist die Kurzform von "Gangsta", das zum besseren Verständnis), dem lustigen Track über AIDS:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Man to man&lt;br /&gt;I don't know if they can&lt;br /&gt;From what I know&lt;br /&gt;The parts don't fit&lt;br /&gt;(Ahh shit)&lt;br /&gt;How he's sharin' a needle&lt;br /&gt;With a drug addict&lt;br /&gt;He don't believe he has it&lt;br /&gt;(Either)&lt;br /&gt;But now he does, he doesn't know cause he&lt;br /&gt;Goes straight to a ho&lt;br /&gt;Tell you what who was next on the but&lt;br /&gt;Wild thinin' on a germ&lt;br /&gt;Runnin' wild&lt;br /&gt;Yo stop&lt;br /&gt;But the bag popped&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also hätten wir Homophobie im ersten Teil hier auch abgehakt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach "Pollywanacraka", an dem man wunderbar verdeutlichen kann, wie die Band ihre Texte verschlüsselt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Polly wants a cracker?" ist in den USA ein Spruch, der Papageien gerne vorgeplappert wird; "Cracker" ist aber ebenfalls eine abwertende Bezeichnung von Schwarzen für Weiße, vor allem aus den Südstaaten; demzufolge geht es in dem merkwürdig surrealen Track mit seinem geraunten Sprechgesang um eine Sista namens Polly, die sich unbedingt einen reichen Weißen angeln will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Burn Hollywood Burn" ist dagegen ein herrlich punchender Track, in dem zusammen mit Ice Cube und Big Daddy Kane die Rolle der Schwarzen in frühen Filmen beleuchtet und gleichzeitig auf den damaligen Oscarpreisträger "Driving Miss Daisy" eingedroschen wird als Beweis, daß das alte Hollywood mit seinem Rassismus noch nicht tot sei.&lt;br /&gt;Da spielt Morgan Freeman eine gutdotierte Rolle als Chauffeur und zieht sich damit den Haß der gesamten Black Community zu; das Leben ist doch eines der Schönsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wäre müßig, hier jeden Track zu besprechen; herausgehoben wären noch der eher mäßige Titeltrack mit seiner gesampelten Fortpflanzungslehre, die da besagt, daß bei Kreuzungen zwischen schwarz und weiß generell ein schwarzes Baby herauskommt und wir (bzw. Gegner der Rassenmischung) uns deswegen eben vor einem schwarzen Planeten ängstigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In "B- Side Wins Again" heißt es gar&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"And the sucker on the right gets cynical&lt;br /&gt;Cause the record's to the left and political"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Prüfung aller Indizien halte ich das "to the left" zwar für ein Gerücht, aber als Beruhigungsdragée für die weiße Intelligentia funktionierte das scheinbar.&lt;br /&gt;Das letzte Drittel der Platte ist übrigens das stärkste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eben genannter Track mit seinen leicht versetzt gedoppelten Raps, der hektische Terrorangriff "War On 33 1/3" und natürlich die Single "Fight The Power", die in Spike Lees "Do The Right Thing" zu Ehren kommt und eine von mir gerne zitierte Textzeile beheimatet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Elvis was a hero to most&lt;br /&gt;But he never ain't shit to me&lt;br /&gt;Because straight up racist that sucker was simple and plain&lt;br /&gt;Motherfuck him and John Wayne"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Provokation ohne Ende,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;deswegen durchweht die Platte ein Geist von Punkrock. Kontrovers, radikal und böse, nervtötend und gewagt.&lt;br /&gt;Mit Sicherheit kein Album, das man Einsteigern empfehlen würde, dafür ist es zu hektisch und zerfasert... auch wenn es bei mir funktioniert hat.&lt;br /&gt;Danach folgte das um Längen bessere "Apocalypse 91" und mit dem Video zu "By The Time I Get To Arizona" noch einmal der letzte große Aufreger, weil darin ein Doppelgänger des Gouverneurs von Arizona, das sich zusammen mit New Hampshire als einziger Bundesstaat weigerte, einen offiziellen Gedenktag für Martin Luther King einzuführen, von der S1W per Autobombe erledigt wird (Ulrich Wickert berichtete darüber in den Tagesthemen und sprach die legendären Worte, daß PE zwar radikal seien, aber nichtsdestotrotz gute Musik machten).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach wurde es finster. Grausige Platten (hat es jemals jemand geschafft, "There's A Poison Goin' On" gutzufinden?), gute Platten, die aber niemanden mehr interessierten, ein mittlerweile völlig entrückter Flavor Flav, der als Depp vom Dienst in einer Schwachsinns- Sendereihe auf MTV mit einem goldenen Wikingerhelm auf dem Kopf an Brigitte Nielsen herumschrauben darf und ein Chuck D., der sein angedrohtes "Rock"- Projekt tatsächlich "Confrontation Camp" nennen wollte und ansonsten immer mehr in Vergessenheit gerät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Es gibt sehr viele HipHop- Platten,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die eigentlich hier hereingehören: Alben von A Tribe Called Quest, Gang Starr, Ice Cube, Cypress Hill (das Debüt), N.W.A., BDP, Wu- Tang Clan, MC Serch (Ja. Immer noch.), und, und und... aber über keines kann ich sonderlich viel schreiben.&lt;br /&gt;Doch "Fear Of A Black Planet" gibt massig Material her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das beste PE- Album ist "Apocalypse 91", eine Platte ohne Ausfall, was man von "Fear Of A Black Planet" nicht unbedingt behaupten kann; "Leave This Off Your Fuckin' Charts" braucht beispielsweise kein Schwein.&lt;br /&gt;Aber es mag nicht die beste HipHop- Platte sein, die ich besitze; doch mit Sicherheit ist es die wichtigste, die mein Leben nachhaltig beeinflußt hat.&lt;br /&gt;Und dafür liebe ich sie.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-4429482407199711213?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/4429482407199711213/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/12-public-enemy-fear-of-black-planet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4429482407199711213'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4429482407199711213'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/12-public-enemy-fear-of-black-planet.html' title='12. Public Enemy: Fear Of A Black Planet'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2003800398162894221</id><published>2011-10-28T13:23:00.002+02:00</published><updated>2011-10-28T13:44:14.495+02:00</updated><title type='text'>11. The Housemartins: The People Who Grinned Themselves To Death</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(erstmals veröffentlicht am 15.04.2010, überarbeitet am 28.10.2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41QVSQDWHBL._SL500_AA300_.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 300px;" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41QVSQDWHBL._SL500_AA300_.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Trackliste:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. The People Who Grinned Themselves To Death&lt;br /&gt;2. I Can't Put My Finger On It&lt;br /&gt;3. The Light Is Always Green (For Young Male Pop Star)&lt;br /&gt;4. The World's On Fire&lt;br /&gt;5. Pirate Aggro&lt;br /&gt;6. We're Not Going Back&lt;br /&gt;7. Me And The Farmer&lt;br /&gt;8. Five Get Over Excited&lt;br /&gt;9. Johannesburg&lt;br /&gt;10. Bow Down&lt;br /&gt;11. You Better Be Doubtful&lt;br /&gt;12. Build&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Besetzung:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.D. Heaton (voc, gt)&lt;br /&gt;Norman Cook (bs)&lt;br /&gt;Stan Cullimore (gt)&lt;br /&gt;Dave Hemingway (dr)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Erschienen:&lt;/span&gt; 17.11. 1987&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Erworben:&lt;/span&gt; 1988, Musicbox Landau/Pfalz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Mal wieder ein Album gefällig, das man nie mit mir assoziieren würde?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Liebe zu den Housemartins dauert schon so lange, daß manch andere Beziehung Mühe hätte, Schritt zu halten.&lt;br /&gt;Sie begann mit dieser Platte, genauer gesagt: mit diesem Cover, das mich schon seit damals fasziniert.&lt;br /&gt;Dieses schlichte Schwarzweißphoto, die 60er- Jahre- Ästhetik, der rostbraune Streifen, der den Titel in sich birgt: wie einfach es manchmal sein kann, den Blick von jemandem zu bannen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich begann unsere Beziehung im Krankenhaus. Mit 13 durfte ich 1986 nach einer meiner drei Operationen am linken Ohr mal wieder drei Wochen in der Sommerfrische im Vinzentiuskrankenhaus in Karlsruhe verbringen.&lt;br /&gt;Neben lesen tat ich den ganzen Tag nichts anderes, als SWF 3 auf dem Radio, das im Nachttisch eingebaut war, zu hören, wenn ich nicht gerade meinen Walkman in Betrieb hatte, an den man zum Glück kleine, plärrige Boxen anschließen konnte... Kopfhörer kommen mit dickem Verband um den Schädel nicht sonderlich gut.&lt;br /&gt;Eine folgenreiche Erkenntnis aus meinem dauerhaften Konsum war, daß es viel tolle Musik gab, die ich besitzen wollte.&lt;br /&gt;Also würde ich mir künftig von meinen monatlichen 20 Mark Taschengeld Schallplatten kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu lief auf Heavy Rotation neben "Higher Love" von Steve Winwood ständig ein weiteres Lied, das ich ewig mit diesem Krankenhausaufenthalt verbinden werde... aber beide in einem durchaus positiven Sinn.&lt;br /&gt;Denn so, wie ich für Erstgenanntes nach wie vor einen "Soft Spot" habe, weil ich es damals einfach mochte, war mir auch das zweite Lied immer ein Trost, wenn ich es hören durfte, ein kurzes Labsal, ein Moment der Entspannung, in dem ich am liebsten in die Nachttischschublade gekrochen wäre, um ihm nahezusein.&lt;br /&gt;Ich hatte ein paar selbstgemachte Mixtapes mit Liedern dabei, die ich aus der SWF 3- Hitline mit Elmar Hörig im Radio mitgeschnitten hatte. Darauf war auch "Caravan Of Love" von den Housemartins.&lt;br /&gt;Vorspulen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Are you readyyy..."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Vorspulen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Are you ready for the.."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Vorspulen. Knopfdruck. Knack. Bzzzk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Das Nächste,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;was ich von den Housemartins zu hören bekam, war "Sheep" auf Formel Eins mit (damals) Stefanie Tücking.&lt;br /&gt;Das gefiel mir, aber ich hatte die Sendung auf Video aufgenommen, das reichte mir. Die Platte wollte ich mir nicht kaufen, obwohl "Caravan Of Love" nicht drauf war... aber ich traute dem Ganzen nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem hatte ich gerade David Bowie (ja, den 80er- Gruselbowie), Peter Gabriel, U2 und Queen entdeckt, und das war schon mehr, als es mein Budget zuließ.&lt;br /&gt;Zu der Zeit befaßte ich mich nur noch mit Musik, aus diversen Gründen; im Gymnasium war ich bei den Mitschülern nicht sonderlich beliebt, um es mal vorsichtig auszudrücken, aber nicht, weil ich solch ein wilder Kerl war. Es war um einiges spaßfreier.&lt;br /&gt;Deswegen wurde ich immer pickeliger, zahnspangiger und kauziger, bis mich irgendwann außer Musik und Fußball gar nichts mehr interessierte.&lt;br /&gt;Genau in diese erbauliche Lebensphase fiel "Me And The Farmer".&lt;br /&gt;Das dazugehörige Album wurde auch prompt Platte des Monats im ME/SOUNDS, und diesmal wollte ich sie haben. Sofort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Lied aus dem Krankenhaus hatte ich nie vergessen. Es kam nicht mehr im Radio, was mich sehr traurig machte, hätte ich doch gerne mal erfahren, wer es sang.&lt;br /&gt;Tatsächlich habe ich es durch die Medien erst Mitte der Neunziger erfahren, als das Video mal in irgendeinem Musikkanal in den "Classics From The 80's" lief.&lt;br /&gt;Aber als ich mir nach "The People..." begeistert auch noch "London 0 Hull 4" kaufte, wußte ich nicht, welche Zufallsbegegnung mir bevorstand.&lt;br /&gt;Also kann sich vielleicht jemand meine fassungslose Freude vorstellen, als sich gleich der Opener "Happy Hour" als MEIN Lied entpuppte. Und es ist bis heute MEIN Lied geblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Warum nun&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;der Zweitling um Haaresbreite vorne liegt? Er gefällt mir ganz einfach den berühmten Tacken besser, auch wenn ich "London 0 Hull 4" ebenso unbedenklich empfehlen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch: zur Zeit des Erscheinens wurde über die Band schon kübelweise Häme ausgegossen.&lt;br /&gt;Ihre merkwürdige Politattitüde, die sich scheinbar in christlich-humanistisch unterfüttertem Radikalmarxismus (wie das zusammenpaßt, muß mir auch mal jemand erklären. Halt. Doch nicht.) manifestierte (&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Take Jesus. Take Marx. Take Hope. Don't try gate- crashing a party full of bankers. Burn the house down."&lt;/span&gt; [So stand es auf der Innenhülle von London 0 Hull 4]) stieß vor allem den Medien sauer auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wie Martin Brem versuchte, in den News der ME/SOUNDS die Band als Verbreiter eines lächerlichen Politimages-vulgo: als Heuchler- vorzuführen, brachte die BRAVO (die ich zugegebenermaßen eine zeitlang regelmäßig las) einen hochinvestigativen Artikel, mit Enthüllungen wie der, daß Stan Cullimore eigentlich Ian hieß, aber den Namen zu wenig Arbeiterklasse und deswegen nicht imagetauglich fand. Allgemein war das Thema die gutbürgerliche Herkunft der vier, die sich eine kleidsame Arbeitersohnattitüde zugelegt hatten. Böse, böse.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Machte das&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ihre Texte aber schlechter?&lt;br /&gt;Den beißenden Spott des Titelstücks? Das kryptische "I Can't Put My Finger On It"? Das geisteskranke "The World's On Fire"?&lt;br /&gt;Wohl kaum. Allein die Lektüre des Textblattes ist heute noch ein Genuß. Ständig entdeckt man Neues, Textpassagen für die Ewigkeit ziehen am Auge vorbei:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"Today I have been moulding plasticine&lt;br /&gt;And I made a little man who looked just like me&lt;br /&gt;His limbs were so weak and he couldn’t move his mouth to speak&lt;br /&gt;And I could bend him into any shape I wanted him to be"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Bow Down)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sarkasmus trieft aus vielen Ecken, vor allem, wenn es um Sozialkritik geht, zum Beispiel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"The people who grinned themselves to death&lt;br /&gt;Smiled so much they failed to take a breath&lt;br /&gt;And even when their kids were starving&lt;br /&gt;They all thought the queen was charming"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;oder, auch sehr schön:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;"We dig our models with the brains the size of models&lt;br /&gt;And cars that we can trust with our wives&lt;br /&gt;And we dig converstaions with girls from every nation&lt;br /&gt;But not the ones that whisper or tell lies&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wherever there's a will there's a motorway&lt;br /&gt;Wherever there is greed there is speed&lt;br /&gt;And they've always got to be there for yesterday&lt;br /&gt;Welcome to the new Scalextric's breed"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(The Light Is Always Green [For Young Male Pop Star])&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dessen Refrainzeile mein Verstand in völliger Eigendynamik als Folge des beliebten "Wir ersetzen Wörter in Songs durch irgendeinen Schwachsinn"- Spiels immer zu &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Wherever there's a will there's a Schnitzelweck"&lt;/span&gt; vervollständigt... eine traumatische Spätfolge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich gibt es auch eine Handvoll Pathos, man kann sich über die Akustikballade "Johannesburg" (über das damalige Apartheitsregime in Südafrika) in all seiner U2- Seligkeit genauso echauffieren, wie einem das kirmeshafte mundharmonikagetriebene Instrumental "Pirate Aggro" auf den Zeiger gehen kann... aber das sind Marginalien.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzten Endes&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ist diese Platte Popmusik auf einem danach selten wieder erreichten Level. Gitarrengetriebene Songs wie der Opener oder "Me And The Farmer", wunderschöne Balladen mit bissigem Text wie "The Light...", und allgemein Lieder, die musikalisch die pure Daseinsfreude verströmen (wie eben das bläser- und pianoinfizierte "Bow Down", das als eines der wenigen Lieder, die ich kenne, ungestraft einen Kinderchor zur Unterstützung mitführen darf), ohne gleich in unkritischen Optimismus zu verfallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grundvoraussetzung ist allerdings, daß man mit Heatons Stimme klarkommt, die häufig jungenhafte Höhen erreicht, die - wie im Falle des Schreis in "The World's On Fire"- gerne mal schmerzhaft am Trommelfell kratzen.&lt;br /&gt;Ansonsten hat man eine teilweise großartige Melange aus Morrissey ("Suedehead" mal als Beispiel genommen, bevor jetzt Scharen von Morrisseyfans über mich herfallen) - und Style- Council (sagen wir hier mal "Shout To The Top" oder "Walls Come Tumbling Down")- Momenten, gehüllt in ein der Band unverwechselbar eigenes Soundgewand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;"Five Get Over Excited"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wartet mit einer netten Anekdote auf: im zugehörigen Video sieht man, wie der erste Drummer der Band, Hugh "Segelohr" Whitaker, dem später ein schauriges Schicksal beschieden war (man vernahm Jahre danach die Nachricht, er sei schizophren geworden, hätte seine Familie infolgedessen mit einer Axt angegriffen und sein Haus in Brand gesteckt... leider kein Witz) von seinem Nachfolger in einen Kartoffelsack gesteckt wird, und vergeblich versucht, im Sack steckend seinen Bandkollegen hinterherzueilen, unter anderem auf einem Go- Kart. Charmanter wurde nie ein Bandausstieg begründet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Text in diesem recht flotten Song mit seinen "Fun fun fun"- Chören ist natürlich mal wieder einzigartig in seinem schwarzen Humor, auch wenn ich ihn nicht ganz kapiere, da sich mir der Kausalzusammenhang mit den Zeilen in den Klammern nicht erschließen mag:&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Fun, fun, fun (Jeremy)&lt;br /&gt;Me, me, me (Fifi)&lt;br /&gt;Take, take, take (Jeremy)&lt;br /&gt;Fun, fun, fun&lt;br /&gt;James dean posters on their wall&lt;br /&gt;(Five killed in a car-crash)&lt;br /&gt;What a sad little end to it all&lt;br /&gt;(Five killed in a car-crash)&lt;br /&gt;Last seen having lots of fun&lt;br /&gt;(Five dumped in a river)&lt;br /&gt;Barefoot and on the run&lt;br /&gt;(Five dumped in a river)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I am mad from Scandinavia&lt;br /&gt;I want a guy in the London area&lt;br /&gt;He must be crazy and Sagittarius&lt;br /&gt;'Cause I'm Leo and I'm hilarious&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fun, fun, fun (Jeremy)&lt;br /&gt;Me, me, me (Fifi)&lt;br /&gt;Take, take, take (Jeremy)&lt;br /&gt;Fun, fun, fun&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Last seen drinking daddy's own beer&lt;br /&gt;(Five poisoned over dinner)&lt;br /&gt;Singing ABBA's "Mamma Mia"&lt;br /&gt;(Five poisoned over dinner)&lt;br /&gt;Drop dead watching thunderbirds fly&lt;br /&gt;(Five get over excited)&lt;br /&gt;Poster on their wall says "why? "&lt;br /&gt;(Five get over excited)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I am guy from Camden Town&lt;br /&gt;My hair is curly but I gel it down&lt;br /&gt;My clothes are black but my bread is brown&lt;br /&gt;I'm really into early Motown&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fun, fun, fun (Jeremy)&lt;br /&gt;Me, me, me (Fifi)&lt;br /&gt;Take, take, take (Jeremy)&lt;br /&gt;Fun, fun, fun&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Feigning concern, a conservative pastime&lt;br /&gt;Makes you feel doubtful right from the start&lt;br /&gt;The expression she pulls is exactly like last time&lt;br /&gt;You've got to conclude she just hasn't a heart&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entstehungsgeschichte und Ende diverser bürgerlicher Familien in der Thatcherära?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ende der Housemartins war da auch schon nahe, kurz und (für ausgewiesene Fans wie mich) schmerzhaft. Eine "Best Of"- Doppel- LP samt lesenswerter Linernotes und viel unveröffentlichtem Material namens "Now That's What I Call Quite Good"...&lt;br /&gt;die immer langweiliger und bräsiger werdende Nachfolgeband The Beautiful South und ein ehemaliger Basser, der heute als Fat Boy Slim unzählige schwer erträgliche Bauernbeats zusammendübelt und für seine Ex- Band und die damalige Zeit nur noch Verachtung übrighat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr aber, die Ihr das lest und reinen Herzens seid: in tausenden Ramschkisten im ganzen Land ist jedes der Alben für einen lächerlichen Preis zu haben. Solltet ihr also mal eine Hosentasche voll Kleingeld übrig und ansonsten nichts zu tun haben, dann besorgt euch diese wunderbare Platte... Ihr werdet es nicht bereuen, schon gar nicht, wenn ihr auch nur einen Funken meiner Begeisterung dafür aufbringen könnt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2003800398162894221?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2003800398162894221/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/11-housemartins-people-who-grinned.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2003800398162894221'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2003800398162894221'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/11-housemartins-people-who-grinned.html' title='11. The Housemartins: The People Who Grinned Themselves To Death'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-1606426175761248768</id><published>2011-10-26T15:44:00.005+02:00</published><updated>2011-10-27T20:22:18.542+02:00</updated><title type='text'>Die Barke mit der gläsernen Fracht</title><content type='html'>Man geht in ein Krankenhaus mit der Aussicht auf einen Routineeingriff am Ohr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Veranschlagte Dauer: ca. 2 Stunden, mit einem anschließenden Krankenhausaufenthalt von 3-5 Tagen. Das klingt machbar.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Nur kam am Ende dann eine 11stündige Operation mit einer komplett anderen Diagnose dabei heraus, während der bereits die Barke mit der gläsernen Fracht angedockt hatte und auf mein Zusteigen wartete... wie ich erfahre, als ich aus der Narkose erwache und einem die zuständige Professorin glaubhaft versichert, daß es ein Wunder sei, daß ich noch lebe.&lt;br /&gt;Nun bin ich gerade bei meinen Eltern, also quasi in der Privat- Reha... noch sehr eingeschränkt in meinen Bewegungen und meiner Handlungsfähigkeit, aber Schritt für Schritt auf dem Weg zurück in das Leben, das für mich vor der Operation normal war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, ich möchte hier nicht meine ganze Krankengeschichte breittreten, ich habe die Menschen, welche es etwas angeht, lang und breit darüber informiert. &lt;br /&gt;Aber soviel, daß das "siffende Ohr" nicht das Hauptsymptom war, sondern nur eine Folge von einem gutartigen Tumor, der schon seit geraumer Zeit in meinem Kopf zur Tennisballgröße herangewuchert war, kann ich schon noch erwähnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin lag ich mit der "Lobotomie" in meinem Vor- OP- Post damit richtiger, als ich es mir zum Zeitpunkt des Abfassens vorgestellt hatte. Wie nennt man sowas? &lt;br /&gt;"Sich selbst erfüllende Prophezeihung"?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-1606426175761248768?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/1606426175761248768/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/die-barke-mit-der-glasernen-fracht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1606426175761248768'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1606426175761248768'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/die-barke-mit-der-glasernen-fracht.html' title='Die Barke mit der gläsernen Fracht'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2509485857888859836</id><published>2011-10-12T21:37:00.001+02:00</published><updated>2011-10-12T21:39:01.160+02:00</updated><title type='text'>Pause.</title><content type='html'>Hat jemand bisher tatsächlich diesen ganzen Riemen bis hierher gelesen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann hat er sich eine Verschaufpause verdient. Wie angekündigt, geht es morgen endlich unters Messer, dann folgen die restlichen 5 Platten. Wir haben noch ein ordentliches Stück weg vor uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr von mir, wenn ich zurück bin (hoffentlich unlobotomiert).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2509485857888859836?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2509485857888859836/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/pause_12.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2509485857888859836'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2509485857888859836'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/pause_12.html' title='Pause.'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-5491786702646355250</id><published>2011-10-12T21:20:00.002+02:00</published><updated>2011-10-12T21:36:21.646+02:00</updated><title type='text'>10. John Lee Hooker: Never Get Out Of These Blues Alive</title><content type='html'>&lt;em&gt;(erstmals veröffentlicht am 09.01.2010, überarbeitet am 12.10.11)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://img15.nnm.ru/b/5/e/4/a/b5e4aea05df3cfc74dde2bb9b866c305_full.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 400px;" src="http://img15.nnm.ru/b/5/e/4/a/b5e4aea05df3cfc74dde2bb9b866c305_full.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erschienen: &lt;/strong&gt;1972&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Erworben:&lt;/strong&gt; ca. 1991, Musicbox Landau/Pfalz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Trackliste:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Bumblebee, Bumblebee&lt;br /&gt;2. Hit The Road&lt;br /&gt;3. Country Boy&lt;br /&gt;4. Boogie With The Hook&lt;br /&gt;5. T.B. Sheets&lt;br /&gt;6. Letter To My Baby&lt;br /&gt;7. Never Get Out Of These Blues Alive&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Houston, wir haben ein Problem.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir brauchen in dieser Auflistung dringend noch ein Bluesalbum. Eines, das abwechslungsreich genug ist, daß man nicht ständig denselben Stiefel darüber schreibt. Eines, das puristisch ist, wie es der Verfasser dieser Zeilen bevorzugt, aber nicht so puristisch, daß es für geneigte Leser komplett unzugänglich wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nächstes Problem: Howlin' Wolf, Son House, John Lee Hooker oder Muddy Waters?&lt;br /&gt;Den Streit zwischen Hooker und Waters, der auf einer anscheinend herzlichen gegenseitigen Abneigung der beiden fußte, ich kenne ihn bislang vom Hörensagen und habe als Beleg nur ein dementsprechendes Zitat aus einem Interview mit Hooker kurz vor seinem Tod 2001 gefunden.&lt;br /&gt;Bezüglich der Wahl dürfte sich der großartige Muddy also im Grabe herumdrehen, aber es muß halt einmal sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Begonnen, Blues zu hören, habe ich nunmal mit John Lee Hooker.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1989 sah ich auf dem bereits erwähnten Super Channel den Clip zu "The Healer" mit, ähm, Carlos Santana, dessen Gitarrenklang mir heute dermaßen physische Schmerzen zufügt, daß ich beim besten Willen nichts mehr goutieren kann, wo der bereits seine Finger dranhatte. Davor ein damals bereits uralt aussehender Mann im Anzug, mit Hut und schwarzer Sonnenbrille.&lt;br /&gt;Verdammt, wie cool war das denn?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also legte ich mir im zarten Alter von 17 bereits erste Bluesalben zu, allerdings alle damals noch neueren Datums. Vieles davon war aus heutiger Perspektive gräßlicher Langweilerquatsch, allen voran Gary Moores Aufzugsmusik, die außer für Teilnehmer an Gitarrenworkshops, die auf ehrliche, handgemachte Musik stehen und dieses Beamtengegniedel für Blues halten, beim besten Willen nicht zu ertragen ist.&lt;br /&gt;Irgendwann kaufte ich mir eine Compilation von Hookers Aufnahmen aus den 40er und 50er Jahren namens "Boogie Chillen", die das dänische Label APS veröffentlicht hatte (und die noch heute über eines meiner allerliebsten Covers verfügt, ein Farbphoto von John Lee Hooker vor irgendeinem Laden in Chicago[glaube ich], scheinbar aus den 50ern... beim Betrachten hat man das Gefühl, man könne einfach in das Cover hineinsteigen und wäre dann auf jener Straße) und ödete mich damit gewaltig. Gekauft hatte ich sie mir nach dem Ansehen von "Blues Brothers" wegen dem grandiosen Titeltrack, aber der Rest erschien mir furchtbar zäh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kontrast zwischen dem Hochglanz von "The Healer" und "Mr. Lucky" zu diesen sperrigen Aufnahmen mit ihrer blechernen Produktion schien einfach zu groß und extrem. Daß der gesamte Takt von Hooker oft auf einem am Boden liegenden Holzbrett mitgestampft wurde, war zwar ein interessantes Detail, rettete für mich damals aber nicht viel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Never Get Out Of These Blues Alive" war dann eine meiner letzten Anschaffungen in meiner Prä- Punk- Phase.&lt;br /&gt;Daß ich anschließend stapelweise Platten aus meiner Sammlung entfernt habe, ohne meine Bluesscheiben anzutasten (auch wenn ich sie jahrelang nicht mehr hörte), spricht wohl Bände.&lt;br /&gt;Als dann Jahre später die Oblivians, Lo- Lite, Mule, Billy Childish und Jon Spencer in mein Leben traten, die allesamt im alten Blues wurzeln und ihn auf ihre Weise- wenn auch teils bis zur Unkenntlichkeit- weiterentwickelten, und ich dann in Köln im Vorprogramm von Jon Spencer das Glück hatte, R.L. Burnside (R.I.P.) sehen zu dürfen, kehrte die Liebe zurück... nur, daß ich diesmal eben dem Album "Boogie Chillen" verfiel und mich Platten neueren Datums nicht mehr interessierten, außer sie erschienen auf Fat Possum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch heute noch sind es vornehmlich Aufnahmen ab den 70ern abwärts, die bei mir großen Stellenwert haben.&lt;br /&gt;Bei weiterführender Beschäftigung mit allerlei Geschichten trat die faszinierende Tatsache zutage, daß alte Blueser in der Regel ein Haufen räudiger Bastarde waren, oftmals verurteilte Mörder und Totschläger (Son House, R.L. Burnside, Leadbelly), Säufer, Zocker und Hurenböcke (wie die meisten früheren Jazzer übrigens auch, außer daß jene dazu noch fast durch die Bank durch heroinsüchtig waren), was von den heutigen Nachlaßverwaltern, für die Blues nur allzuhäufig eine Korsettstange für ausgedehnt virtuoses Gitarrengewichse ist, gerne mal unterschlagen wird (in nicht wenigen Fällen aus schierer Unkenntnis).&lt;br /&gt;Nein, Blues ist keine Langweilermusik für alternde Bankangestellte. Was da aus dem Mississippidelta kam, war räudig, hatte Eier, war mehr Rock'n Roll als vieles, was sich heute dafür hält.&lt;br /&gt;Da zählen für mich auch keine technischen und textlichen Finessen, das waren Leute, die zum Teil noch hart auf den Plantagen schuften mußten und abends auf selbstgebauten Instrumenten in irgendwelchen Spelunken für eine Flasche Whisky und eine warme Mahlzeit spielten.&lt;br /&gt;Dieser Teil der Bluesgeschichte ist mittlerweile im wahrsten Sinne des Wortes gestorben, und das, was nun kommt, tangiert mich nurmehr peripher.&lt;br /&gt;Danke, Jungs, ihr wart großartig, und ich hab euch lieb. Ganz ganz doll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Never Get Out Of These Blues Alive" befindet sich da ziemlich genau mittendrin. Zu alt, um glattgebügelt zu sein, aber trotzdem mit Gastmusikern wie Canned Heat und Van Morrison ausgestattet, die Hooker noch Hooker sein lassen, ohne ihn in ein modernes Korsett zu zwängen.&lt;br /&gt;"Bumblebee, Bumblebee" ist ein relativ verhaltener Einstieg mit schlichtem Text um eine Frau, die davongelaufen ist, und ihren Stachel zurückgelassen hat, der immer noch schmerzt. &lt;br /&gt;Ein sehr langsames Stück mit Gitarrenintro und einsetzender Orgel, das gegen Ende von einem merkwürdig zwischen Tiefton und singender Säge changierenden, aber trotzdem schneidenden Gitarrensound förmlich zerlegt wird und den Hörer aus seiner Lethargie erweckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist auch gut so, den "Hit The Road" ist ein eingefadeter (wie fast jedes Stück der Platte... da hatte mal jemand eine Wahnsinnsidee. Aber es funktioniert trotzdem, weil die anschwellende Lautstärke eine gewisse Spannung aufbaut) flotter Boogie, dem ich die Wiederentdeckung dieser Platte verdanke.&lt;br /&gt;Als ich 2002 mit musikalisch eher mainstreamlastigen Freunden nach Portugal fuhr, war die Suche nach musikalischem Konsens nicht gerade die einfachste. Auf Hooker konnten wir uns glücklicherweise einigen, und es war äußerst passend, zu "Hit The Road" und immer wieder "Hit The Road" über sonnenüberflutete Autobahnen zu heizen.&lt;br /&gt;Ja, Autobahnen, richtig gelesen. Aufgrund meiner damals noch extremen Flugangst fuhren wir in einem kollektiven Anfall von Wahnsinn 33 Stunden am Stück durch, in zwei- bis fünfstündigem Fahrerwechsel.&lt;br /&gt;Seitdem liebe ich diese Platte, auch wenn die Fahrt mörderisch war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachts im Studio, geschätzt 1 Uhr 34.&lt;br /&gt;Alle sind besoffen, die Aschenbecher quellen über, es riecht nach Schweiß, Bier und muffigen Socken, und es wird noch gejammt, bis der Arzt kommt.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"We're sitting here, cookin'. Everybody's... everybody's groovin'."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Aber hallo, "Country Boy". Das Landei, das in die große Stadt kommt und jemanden zum Liebhaben sucht, denn jeder nennt es Greenhorn, und es fühlt sich so allein.&lt;br /&gt;Das 12- Bar- Schema trägt uns durch 7 Minuten, Howard Mitchell wichst scheinbar zugekokst auf seiner Klampfe herum, begleitet von Hookers existentieller Frage "Can you feel it?" (JAAAAH!!!) und außerdem: &lt;em&gt;"Nobody loves me but my dear old mother, you know that makes me feel bad. Although I love my mother, I need others too to love me."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wenn das mal kein Grund zum Saufen ist, weiß ich ansonsten auch keinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da schummert und wummert schon wieder die Orgel, und los geht es zum "Boogie With The Hook" mit etwas nerviger Country- Fiddle, bevor es surreal wird:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"T.B. Sheets" ist wahrscheinlich das Bizarrste, was ein klassischer Blueser je auf Platte gebannt hat.&lt;br /&gt;Eine wahnsinnige Geige zittert sich zu Orgelbegleitung und Schlagzeug durch einen Song, der eine apokalyptische Vision nach einem scheinbar bakteriologisch geführten Krieg darstellt.&lt;br /&gt;Es gibt Transporter voller Leichen, während Hooker als Erzähler auf dem Totenbett dem Ende entgegendämmert. Sehr seltsam, und schaurig- schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach "Letter To My Baby". Ich maße mir mal an, die Textzeile "I wrote my baby a letter", die von jemandem gesungen wird, der bekanntermaßen sein Leben lang Analphabet war, eher unfreiwillig komisch zu finden (interessant daneben auch die Feststellung, daß Hooker noch dazu Stotterer war, der das Singen zur Therapie seines Sprachfehlers nutzte. Funktioniert erstaunlich oft: ein guter Freund von mir, der ebenfalls stottert, machte mal Deutsch- HipHop und rappt auch heute noch wie aus einem Guß... aber sobald er normal spricht, hakt es).&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ansonsten bleiben wir beim Schema "Langsamer Song/Boogie/langsamer Song", demzufolge auch der Closer der Platte mit Van Morrison ein Schleicher von niemals langweiligen 10 Minuten ist, in dem simple, aber umso treffendere Wahrheiten verkündet werden:&lt;br /&gt;man hat den Blues, kann nichts essen aber raucht wie ein Schlot, schüttet schwarzen Kaffee in sich hinein, als gäbe es kein Morgen und fragt sich, wie zur Hölle man aus dieser Sache wieder lebend herauskommen soll, während Leute einem auf die Schulter klopfen und "Das wird schon wieder" sagen.&lt;br /&gt;Der Text wirkt frei improvisiert, jedes Saiten- und Tasteninstrument steht mal im Vordergrund und wird wieder zurückgenommen, also gehe ich davon aus, daß dies ebenfalls das Ergebnis einer Jamsession ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;John Lee Hooker hat im Laufe seiner Karriere hunderte von Songs aufgenommen, darunter Dutzende Male immer dieselben Stücke.&lt;br /&gt;Davon mag man halten, was man will.&lt;br /&gt;Vieles wurde auf obskuren Labels veröffentlicht, um möglichst viel Geld herauszuschinden, da er jahrzehntelang von der Hand in den Mund lebte... um Vertragsstreitigkeiten aus dem Weg zu gehen, erschienen sie zum Teil unter Pseudonymen wie "Johnny Lee" und "John Lee Booker", wobei letzteres ja eine geradezu perfekte Tarnung ist. &lt;br /&gt;Ich werde wahrscheinlich niemals alle Songs hören, auch wenn ich mir weiterhin Platten von ihm kaufen werde, bis mein Plattenfach aus allen Nähten platzt.&lt;br /&gt;Darum: für einige wird Blues mit Sicherheit immer noch die langweiligste Musik der Welt bleiben.&lt;br /&gt;Warum er dagegen das für mich nicht ist, sondern eine Musikrichtung, die "cooler" und interessanter ist als ihr Ruf, konnte ich anhand dieser Rezension einer Platte, die stellvertretend für viele andere stehen soll (nochmal: Howlin' Wolf. Muddy Waters. Lightnin' Hopkins. Son House. Beide Sonny Boy Williamson, der ermordete erste und sein Nachfolger, der sein Pseudonym übernahm. Robert Johnson. Big Joe Turner. Sleepy John Estes. Lowell Fulsom. Elmore James. Leadbelly. Und, und und.), hoffentlich vermitteln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-5491786702646355250?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/5491786702646355250/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/10-john-lee-hooker-never-get-out-of.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/5491786702646355250'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/5491786702646355250'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/10-john-lee-hooker-never-get-out-of.html' title='10. John Lee Hooker: Never Get Out Of These Blues Alive'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-3187142708567303497</id><published>2011-10-12T12:06:00.006+02:00</published><updated>2011-10-12T21:50:51.775+02:00</updated><title type='text'>9. Unsane: Scattered, Smothered &amp; Covered</title><content type='html'>&lt;em&gt;(erstmals veröffentlich am 06.01.2010, überarbeitet am 12.10.11)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_ysxe_nZha2Y/TBrfAiv3B2I/AAAAAAAAAZ8/pq-xdExMq9s/s1600/unsane.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 297px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_ysxe_nZha2Y/TBrfAiv3B2I/AAAAAAAAAZ8/pq-xdExMq9s/s1600/unsane.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Veröffentlicht:&lt;/strong&gt; 1995&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erworben: 1995&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;im:&lt;/strong&gt; Drogeriemarkt Müller (!), Landau/Pfalz&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Trackliste:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Scrape&lt;br /&gt;2. Alleged&lt;br /&gt;3. Blame Me&lt;br /&gt;4. Out&lt;br /&gt;5. Can't See&lt;br /&gt;6. Get Off My Back&lt;br /&gt;7. Blew&lt;br /&gt;8. Empty Cartridge&lt;br /&gt;9. No Loss&lt;br /&gt;10. Test My Faith&lt;br /&gt;11. Ruin&lt;br /&gt;12. Swim&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Band:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Chris Spencer (voc/gt)&lt;br /&gt;Dave Curran (Bass)&lt;br /&gt;Vinnie Signorelli (dr)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Body Bomb&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann in Stuttgart, es muß ungefähr Mitte der 90er gewesen sein.&lt;br /&gt;Unsane (in der bis heute gültigen Besetzung Chris Spencer, Dave Curran und Vinnie Signorelli), die gerade "Scattered, Smothered &amp; Covered" veröffentlicht hatten, spielten einen furiosen Gig vor ca. 15 Zuschauern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Band war laut Hörensagen bis dahin schon extrem geprüft worden... Charlie Ondras, der erste Drummer, der unter anderem auch bei Boss Hog spielte, war vom Heroin dahingerafft worden und Pete Shore, der ursprüngliche Basser, hatte aus irgendwelchen obskuren Gründen den Verstand verloren und sich in seiner New Yorker Wohnung verbarrikadiert, um sie jahrelang nicht mehr zu verlassen. Doch das sollte nur die Spitze des Eisbergs sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Show stiegen Chris und Vinnie zu uns herunter und luden uns ein, mit ihnen Party zu machen, denn mein Kumpel Rene war mal wieder dabei, den sie durch seine Labelarbeit kannten.&lt;br /&gt;Ausschlagen konnten wir das Angebot natürlich nicht... und selten trat eine Band dermaßen freundlich, unarrogant und entgegenkommend auf.&lt;br /&gt;Der Abend endete in einem Inferno aus Wodka Gatorade, Bier und Rauchwaren backstage... und spätestens, als Chris Spencer sich seines T- Shirts entledigte und oberhalb der Ärmelgrenze ein Einstichloch nach dem anderen sichtbar wurde, war klar: diese Jungs haben die Abgründe des Lebens kennengelernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erfuhr eine Menge über eine Band, die bis heute zu meinen absoluten Favoriten zählt, da ein sichtlich gut eingeräumter Chris diverse Anekdoten aus seinem Leben zum besten gab, die von anderen Anwesenden verifiziert wurden... ein übles Konglomerat aus jahrelanger Heroinsucht, Obdachlosigkeit und Gewalt, das man diesem immer noch ausnehmend freundlichen Schreihals trotz der Brülligkeit seiner Musik niemals zugetraut hätte. Weiter ins Detail zu gehen, verbietet mir der Vorsatz, diverse der Geschichten vertraulich zu behandeln.&lt;br /&gt;Aber das war noch nicht der traurige Höhepunkt... nachdem er 1998 auf der "Occupational Hazard"- Tour bei einem Konzert in Wien von irgendwelchen Assos halb totgetreten worden war und uns ebenfalls wieder backstage in Stuttgart eine gut 30 cm lange OP- Narbe zeigte, die daher rührte, daß ihm Teile des durch die Tritte verletzten Dünndarms entfernt werden mußten, wußte man einfach, warum die Band nicht anders klingen kann als ein Haufen Berserker, der dafür sorgt, daß man schon vom bloßen Anhören Schaum vor dem Mund kriegt.&lt;br /&gt;Wer wirklich aus der niedersten Gosse kommt wie diese Jungs und Erfahrungen gemacht hat, die auf irgendeine Art und Weise verarbeitet werden MÜSSEN, kann keine schönen Melodien schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wait To Lose&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bandgeschichte, sie muß kurz angerissen werden, da sie einige Dinge im voraus erklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das gleichnamige Debüt, das 1991 die Menschheit heimsuchte, wies schon nahezu alle Elemente auf, die die Band bis heute beibehalten hat.&lt;br /&gt;Ein obligatorisches Blut- und Splattercover, das ich sensiblen Gemütern hier ersparen möchte, und das auf künftigen Platten (abgesehen vom Debüt und dem hier besprochenen Album) zumeist gestellt war, sowie die fruchtbare Zusammenarbeit mit Undergroundfilmer Richard Kern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Musik: beulig mutierter Noiserock mit Blues- und Classicrockelementen, interessanterweise ziemlich weit von Metal entfernt, jedoch für Normalhörer dennoch ungenießbar... ein Soundbrei aus Gebrüll und Distortion, komplett durch den Verzerrer gejagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1992 folgte eine Singlescompilation, da die Band bislang hauptsächlich 7"es veröffentlicht hatte (und sich die Mitglieder mit ihrem ironiefreien Cover von "Four Sticks" auch als große Led- Zeppelin- Fans outeten).&lt;br /&gt;1992 starb Charlie Ondras und wurde durch den Ex- Foetus- und Swansdrummer Vinnie Signorelli ersetzt, der nicht nur gut 10 Jahre älter war als der Rest der Band, sondern ihr auch einen straighteren Sound verpaßte.&lt;br /&gt;Zu der Zeit galten Unsane in der damals florierenden Noiserockszene bereits als negative Ausnahmeerscheinung... räudiges, asoziales Pack, das beispielsweise von Steve Albini abgrundtief gehaßt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umso verwunderlicher, daß die Band im Boom Anfang der 90er, als Majors alles unter Vertrag nahmen, was "anders" klang und eventuell ein zweites Nirvana versprach, mit "Total Destruction" auf Atlantic erschien.&lt;br /&gt;Zwar enthielt das Album mit "Body Bomb" samt zugehörigem, wieder von Richard Kern gedrehten Clip, in dem sich ein Psychopath in einem Gebäude, das fatal an das WTC erinnert, mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft jagt (was natürlich dafür sorgte, daß der Clip seit 2001 nirgends mehr zu sehen ist) einen absoluten Bandklassiker, verkaufte sich aber in ganz Europa nach zuverlässigen Quellen exakt 980- mal. Soweit zum Majordeal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach Abgang Pete Shore, Auftritt Dave Curran, ein netter Junge mit Baseballcap, an dem nicht nur irritierend war, daß er eine Pumpgun auf den kompletten Unterarm tätowiert hatte, sondern in seinem Konsumverhalten und der Art, Konflikte zu regeln, dem Bandleader in nichts nachstand.&lt;br /&gt;Vinnie Signorelli dagegen war der ruhende Pol der Band, der einzige, der wohl etwas Vernunft beizutragen hatte und weitgehend skandalfrei blieb, doch auch er konnte den Split der Band nach dem "Scattered"- Nachfolgealbum "Occupational Hazard" nicht verhindern.&lt;br /&gt;Danach kehrte erst mal Ruhe ein... Dave und Chris lärmten in Seitenprojekten herum (das- sehr empfehlenswerte- von Chris hieß Cutthroat 9 und verfolgte den Unsane- Bluesrockeinschlag ein paar Meter weiter, klang aber dennoch wie eine Art Unsane light), bis plötzlich aus dem Nichts zu meiner großen Freude fünf Jahre nach dem Split mit der Song- und DVD- Compilation "Lambhouse" die Reunion eingeläutet wurde.&lt;br /&gt;Darauf folgte das ganz okaye Album "Blood Run" (2005), bis die Band mit "Visqueen" 2007 die wohl beste und abwechslungsreichste Platte ihrer Karriere veröffentlichte, um gleich darauf zu verkünden, sie läge nun wohl wieder auf Eis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der mittlerweile in Würde gealterte und sein Leben wohl endlich im Griff habende Chris Spencer wohnt inzwischen phasenweise in Berlin, wo auch das Album "Halo" mit seinem neuen Projekt Celan entstand, das klingt, wie... ähm, Unsane. &lt;br /&gt;Aber diesmal mit Geräuschspielereien, Postrockeinflüssen und verhaltener Elektronik.&lt;br /&gt;Ein dauerhafter Aufbruch zu neuen Ufern? Wegen mir muß das nicht unbedingt sein. &lt;br /&gt;Im Team der "dürfen auch 30- mal eine ähnliche Platte aufnehmen"- Bands stehen Unsane bei mir gleichberechtigt neben Slayer und Motörhead.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Scattered, Smothered &amp; Covered&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein simples Riff mit eingestreuten Wah- Wah- Effekten, und dann kommt das Geschrei, das aus einem noch halbwegs normalen, harten Rocksong mit verzerrten Gitarren und Distortion eine blutige Schürfwunde macht.&lt;br /&gt;Lustigerweise war "Scrape" so etwas wie der einzige Hit der Band. Notorisch klamm wie sie war, stimmte sie einer Idee eines Herausgebers eines Skatemagazins zu, für lächerliche 150 Euro ein Video zusammenzustoppeln, das aus einer Reihe aneinandergeklebter Skateboardunfälle besteht, worauf MTV im Prä- "Jackass"- Wahn den Song auf "Heavy Rotation" setzte und somit einen aus der Verlegenheit entstandenen Billigclip aufwertete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Alleged" dagegen beginnt mit einer prägnanten Baßlinie und- tatsächlich- einer Mundharmonika, um dann nach dem Intro förmlich zu explodieren. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Diese Platte würde ich meiner Freundin schenken, wenn sie die Angewohnheit hätte, mir beim Sex in die Eier zu treten... [...] und dann kommt der Mann mit der Mundharmonika, um zu vergewaltigen und zu töten."&lt;/em&gt;So die geisteskranke INTRO (diesmal das Magazin)- Rezension zu der Platte. Scheinbar fehlen einem da echt die Worte. Interessanterweise ist fast das ganze Album im Midtempo gehalten und steht musikalisch herkömmlicher Rockmusik mit Sicherheit näher als Slayer oder Mike Patton, und trotzdem scheint es Rezensenten und Hörer mit seiner Ruppig- und Sperrigkeit förmlich zu überrollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bisher habe ich noch keine (!) Rezension- egal zu welcher Platte der Band- gelesen, in der nicht irgendwelche Gewaltmetaphern aus der Kopfschlächterei auftauchten (wozu die Covers mit Sicherheit auch ihren Teil beitragen).&lt;br /&gt;Hört man Track 4 namens "Out", der an einen Bandschleifer erinnert und bei dem Chris Spencers Geifer förmlich aus der Box tropft, mag man das nachvollziehen können. Man hat einfach das Gefühl, jemand schmirgelt sich in einem Anfall von Wahnsinn die Haut vom Arm und macht den Schmerz dabei hörbar nachvollziehbar. Schwer leiernde, sägende Gitarren samt mutiertem Bluersrockriff, das aus dem Hintergrund unheildräuend hereinschneit, und ein Break vor dem Refrain... zwei, drei Atemzüge Pause vor einem Faustschlag in die Fresse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Track Nummer 3 ("Blame Me") einer der beiden voranpreschenden schnelleren Songs der Platte, ist dagegen fast schon eine Befreiung von den ganzen zähen emotionalen Exzessen, denn darum geht es in den Texten hauptsächlich. &lt;br /&gt;Auch wenn es die Covers anders vermuten lassen würden, werden keine körperlichen Gewaltexzesse abgearbeitet, sondern in erster Linie geht es um das Scheitern menschlicher Beziehungen, artikuliert an dem Punkt, an dem man es am Schlimmsten empfindet, um Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und die unsortierte Wut, die man in solchen Lebensphasen empfindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer nun wieder kopfschüttelnd den Spruch aus der Kategorie &lt;em&gt;"das ist doch negative Musik, die keinerlei Lebensfreude ausdrückt"&lt;/em&gt; herauskramt, dem sei gesagt: davon abgesehen, daß es vermessen ist, von ehemals obdachlosen Junkies mit Knasterfahrung Texte über Lebensfreude zu verlangen, kann er auch nicht nachvollziehen, welch karthatischen Effekt diese Musik hat. &lt;br /&gt;Diese Impulsivität und Explosivität, diese Ventilfunktion, die negative Energien einfach unter Hochdruck aus dem Körper entweichen läßt, anstatt daß man sie selbstmitleidig in sich hineinmümmelt, ist dem Wohlbefinden um einiges zuträglicher, als jemandem mit schlechter Laune die pure Lebensfreude demonstrativ unter die Nase zu reiben.&lt;br /&gt;Davon abgesehen, daß ich die Platte auch hören kann, wenn draußen die Sonne scheint, ich blendend gelaunt bin, die Wiese blüht und tausend nackte Nymphen darauf tanzen, ohne daß es mein Gemüt auch nur ansatzweise verfinstert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es mit "Can't See", das ein dominierend nervtötendes, Loopings schlagendes Noiserockriff auffährt sowie einem grummlig- brummelnden Fast- Instrumental namens "Get Off My Back".&lt;br /&gt;Zwei Songs seien noch gesondert erwähnt, bis ich meine Rezension aus den üblichen Gründen ("alles gesagt") hier schließen will:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Empty Cartridge" ist das beste Stück der Platte. Punkt. Ein kurzes Baßintro, bevor dann mehrfach übereinandergetürmte Gitarrenschichten alles plattwalzen, was da kreucht und fleucht.&lt;br /&gt;Und auf "No Loss" darf dann mal Dave Curran herumschreien, klingt aber wie Chris Spencer, der die hohen Töne nicht mehr trifft. Nichtsdestotrotz ein guter Song (ja, Song... denn solche schreibt die Band tatsächlich), auch wenn man das Gefühl hat, daß jemand gesangstechnisch mit dem Fuß auf der Bremse steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Get Off My Back&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder mal eine Platte abgehakt... und zwar die einer Band, die ich seit Jahren unverändert großartig finde. Die ich bereits achtmal live gesehen habe. Von der ich mir nach wie vor alles ungehört kaufen würde. Die in mancher Phase meines Lebens sehr wichtig für mich war. Die trotz ihrer Vorgeschichte Fans gegenüber sehr sympathisch und offen gegenübertritt, ohne irgendwelche Allüren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Habe ich irgendwas vergessen? Ich denke nicht, alle Kriterien für die Aufnahme in diese Liste sind erfüllt.&lt;br /&gt;Somit bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.iomoio.com/artists_foto/77000/77396.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 146px;" src="http://www.iomoio.com/artists_foto/77000/77396.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dave Curran, Vinnie Signorelli, Chris Spencer&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-3187142708567303497?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/3187142708567303497/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/9-unsane-scattered-smothered-covered.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/3187142708567303497'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/3187142708567303497'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/9-unsane-scattered-smothered-covered.html' title='9. Unsane: Scattered, Smothered &amp; Covered'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_ysxe_nZha2Y/TBrfAiv3B2I/AAAAAAAAAZ8/pq-xdExMq9s/s72-c/unsane.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-4669982073477449698</id><published>2011-10-10T14:08:00.006+02:00</published><updated>2011-10-12T21:58:42.081+02:00</updated><title type='text'>8. Big Black: Atomizer</title><content type='html'>&lt;em&gt;(erstmals veröffentlicht am 15.03.2009, überarbeitet am 10.10.2011)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/e/e2/Big_Black_-_Atomizer_cover.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 300px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/e/e2/Big_Black_-_Atomizer_cover.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erscheinungsjahr:&lt;/strong&gt; 1986&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Erstanden:&lt;/strong&gt; irgendwann Mitte der 90er auf einer Plattenbörse in Landau/Pfalz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Trackliste:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Jordan, Minnesota&lt;br /&gt;2. Passing Complexion&lt;br /&gt;3. Big Money&lt;br /&gt;4. Kerosene&lt;br /&gt;5. Bad Houses&lt;br /&gt;6. Fists Of Love&lt;br /&gt;7. Stinking Drunk&lt;br /&gt;8. Bazooka Joe&lt;br /&gt;9. Strange Things&lt;br /&gt;10. Cables (Live)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Alles begann mit "Kerosene":&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"They have been classified as noise rock, and were a formative influence on industrial rock, but the band members have always described the band as punk rock; in the notes for Pigpile, a live recording of their final London performance, Albini explicitly describes Big Black as punk."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So spricht Wikipedia... nichtsdestotrotz war mein erstes Zusammentreffen mit "Kerosene" ein ziemlich bizarres. Ich kannte bereits die "Uranus"- 7" von Shellac und begann, mich allmählich für Noiserock und die damit verbundene Szene zu interessieren... den ungezogenen, politisch manchmal höchst unkorrekten Ableger der Punkbewegung, der deswegen von einem Teil der damaligen Politpunks auch aus tiefstem Herzen gehaßt wurde. Verbale oder gar handgreifliche Auseinandersetzungen gab es damals auch, und ich stand noch mittendrin, bzw. saß zwischen allen Stühlen, man mag es nennen, wie man möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls befand ich mich in unserem damaligen Stammladen, der "Katakombe" in Karlsruhe (ein Kellerklitschen- Urgestein, das schon seit den 70ern existiert und auch in etwas veränderter Form in Kapitel 5 von "Kreisklassenhölle" auftaucht) auf der Tanzfläche, damals noch in korrektem Outfit (abgeschnittene schwarze Bundeswehrhosen, Docs mit roten Schnürsenkeln, kariertes Hemd, schwarzgefärbte Haare... ächz), als plötzlich eine Marimba ertönte. Dachte ich jedenfalls. Gefolgt wurde diese von einem monotonen, elektrisch klingenden Stampfer, der durch etwas, was wie ein Dudelsack klang, schmerzhaft verzerrt wurde.&lt;br /&gt;Es war zumindest mal etwas, was ich in dieser Form noch nie gehört hatte... und der Text, meine Güte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;I was born in this town&lt;br /&gt;live here my whole life&lt;br /&gt;probably come to die in this town&lt;br /&gt;live here my whole life&lt;br /&gt;never anything to do in this town&lt;br /&gt;live here my whole life&lt;br /&gt;never anything to do in this town&lt;br /&gt;probably learn to die in this town&lt;br /&gt;live here my whole life&lt;br /&gt;nothing to do&lt;br /&gt;sit around at home&lt;br /&gt;sit around at home&lt;br /&gt;nothing to do&lt;br /&gt;stare at the walls&lt;br /&gt;stare at each other&lt;br /&gt;wait til we die&lt;br /&gt;stare at each other&lt;br /&gt;wait til we die&lt;br /&gt;probably come to die in this town&lt;br /&gt;live here my whole life&lt;br /&gt;theres Kerosene around&lt;br /&gt;something to do&lt;br /&gt;theres Kerosene around &lt;br /&gt;she's something to do&lt;br /&gt;theres Kerosene around&lt;br /&gt;find something to do&lt;br /&gt;theres Kerosene around&lt;br /&gt;shes something to do&lt;br /&gt;theres Kerosene&lt;br /&gt;set me on fire...Kerosene [...]&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so ging es weiter, einmal gehört, hämmerte sich das ins Gehirn, drückte alles aus, was wir vom Dorf damals dachten, fühlten und vor Augen hatten. Dieser Text hat mich später noch oft inspiriert, als ich den Versuch begann, mich selbst künstlerisch zu betätigen... sei es bei einem Schulprojekt auf dem zweiten Bildungsweg, als wir einen Video-Kurzfilm namens "Kerosin" drehten, sei es beim Schreiben... Dieser Song zieht sich wohl als eine Art Leitmotiv durch mein Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens gibt es davon eine Spezialversion, in der eine Art Fernsehansagerin auf Deutsch (!) über das Intro spricht und einen Vortrag über das "Plink" und "Ploing" der Gitarren hält..."und der Rest ist Computer". &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend ging es mit mir und Big Black wie folgt weiter:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;als ich dann bei einem guten Kumpel von mir (Rene Herbst, der zu jener Zeit noch das Gasoline- Boost- Label betrieb, das einige der bizarrsten Noiserockalben in der Geschichte der Menschheit veröffentlich hatte und damals noch drölftausend superwichtige Leute kannte... was ganz praktisch war, weil ich dadurch zum Beispiel auch in den privilegierten Genuß kam, mit Unsane backstage abzuhängen oder umsonst aufs Barkmarket- Konzert zu kommen), den ich damals -es müßte 1993 oder 1994 gewesen sein- gerade kennenlernte (erster Kontakt kam übrigens zustande, als er mich beim Trampen mitgenommen hatte... finde die Geschichte immer noch ganz niedlich, weil es zeigt, welche blödsinnigen Zufälle gravierende Einschnitte in das ganze Leben zur Folge haben können), das "Pigpile"- Livevideo sah, war ich völlig baff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese drei Typen sahen aus wie die letzten Honks. Steve Albini hatte einen 08/15- Bürstenhaarschnitt, trug eine Hornbrille, ein "Die Kreuzen"-T- Shirt (das war eine 80er- Indieband aus den USA) und Jeans; Santiago Durango hatte eine Stirnglatze, eine Nickelbrille und ein Polohemd an; laut Rene war er dazu noch Rechtsanwalt in Chicago; Dave Riley trug ein Hawaiihemd (oder sowas ähnliches; genau weiß ich es nicht mehr).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Drummer gab es nicht; Marimba und Dudelsack auch nicht. Stattdessen eine Gitarre, die als Sonderanfertigung aussah, als wäre sie vollständig aus Metall gefertigt und der Albini, der sie sich per Bauchgurt an den Hüften befestigt hatte (was er immer noch tut) den unglaublichsten Sound abnötigte, den ich je gehört habe. Auch heute noch ist dieser absolut einzigartig... grell, blechern und metallisch (im Sinne von aufeinanderschlagendem Metall, nicht von Brettgitarren). Das war die "Marimba".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber der nachhaltigste Eindruck: diese Typen sahen nicht nur aus wie Buchhalter auf Betriebsausflug, sie waren auch komplett irre.&lt;br /&gt;Bei dem Konzert fungierten sie als Vorband von The Mission; eine recht bizarre Kombination. Ein völlig entfesselter Albini haute sich an einer Box die Stirn blutig und drosch am Ende des Konzertes blutüberströmt mit der Gitarre aufs Publikum ein; Santiago Durango beendete das Konzert stoisch dastehend mit heruntergelassener Hose. Dutzende Mission- Fans müssen zum Ergebnis gelangt sein, daß ihre Düstermulmband dagegen Kindergarten war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann hatte ich die Platte endlich, auf LP (Atomizer) und CD (als "Rich Man's Eight Track Tape" mit Bonustracks einer schwer erhältlichen EP), und fand Steve Albini als Person immer faszinierender. Man möchte wirklich nicht die leidige Indiediskussion wieder hochkochen; aber DAS hier war Indie, und deswegen habe ich auch solche Probleme, den heutigen Begriff gelten zu lassen.&lt;br /&gt;Komplette künstlerische Kontrolle; kein Wechsel zu einem Majorlabel, sondern absolute Treue "Touch&amp;Go" gegenüber; kein offizielles Merchandise (es gibt nur irgendwelche Shirts, die wohl [zumindest im Fall von Shellac]von Fans hergestellt und vertrieben werden, wogegen Albini offensichtlich konsequenterweise auch nichts unternimmt... scheinbar nach dem Motto "Du willst ein Shirt von mir? Mach dir selbst eins, das geht in Ordnung") keine Werbung für Veröffentlichungen.&lt;br /&gt;Dazu absoluter Haß auf CD's... selbige sind mit höhnischen Kommentaren bedruckt, die ironischerweise alleine schon das Geld wert sind (&lt;em&gt;"This Compact Disc is made from analog masters recorded without noise reduction. [...] Digital technology will now faithfully reproduce those noisy, low-fi, unprofessional masters for you at great expense. Feel stupid yet?" &lt;/em&gt;[auf "Songs About Fucking"]), und neuerdings liegt Shellac- LP's die CD- Version gratis als Rohling bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum Albini in der linken Szene dermaßen verhaßt war, fand ich auch bald heraus; obwohl er- wenn man Interviews von ihm liest bzw. persönliches von ihm weiß- ein Guter ist, beherrschte er die Kunst der Provokation nach allen Seiten. Nach links (Bandnamen wie "Rapeman", nach einer japanischen Comicserie, in der sich der durchaus ernstgemeinte Superheld gleichen Namens an seinen Feinden rächt, indem er ihre Frauen und Töchter vergewaltigt- den Scheißdreck gibt es dort scheinbar ganz normal am Kiosk!- mit Songtiteln wie "Superpussy", "Kim Gordon's Panties" oder "Hated Chinee"... Albentitel wie "Songs About Fucking", und das bereits 1987... ) und nach rechts (eine Haßhymne auf Texas [1982], für die er dort wahrscheinlich gelyncht worden wäre).&lt;br /&gt;Diese Weigerung, sich von irgendjemandem vereinnahmen zu lassen, hat mir immer schon schwer imponiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Platte selbst angeht, kann ich eigentlich wieder wenig dazu schreiben; eben aus denselben Gründen, die ich schon in meinen Rezensionen zu den Hot Snakes oder Trend angeführt habe. Songs und Grundstimmung sind recht homogen; einige Anmerkungen gibt es natürlich trotzdem:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Beispiel dürfte die fehlende Differenzierung in den Texten einigen Leuten schwer zu schaffen machen; eines von Albinis Hauptthemen ist "sexueller Mißbrauch", vor allem an Kindern ( hier in "Jordan, Minnesota", später in "The Power Of Independent Trucking" auf "Songs About Fucking", ein Song über vergewaltigende Fernfahrer). Obwohl er in den Linernotes (die auf allen Big- Black- Alben sehr lesenswert sind) sehr deutlich erklärt, wie der Song gemeint ist (und klar seinen Abscheu über eine wohl einschlägig nachrichtenbekannte Stadt kundtut, in der scheinbar Anfang der 80er Jahre vermehrt Pädophiliefälle bekannt wurden), versetzt er sich textlich in die Täterperspektive, was einen Zynismus ergibt, den manche Leute wohl einfach nicht ertragen:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;This is Jordan, we do what we like&lt;br /&gt;This is Jordan, we do what we like&lt;br /&gt;Stay with me, my five year old&lt;br /&gt;Stay with me, play hide and seek&lt;br /&gt;Stay with me, my five year old&lt;br /&gt;This is Jordan, we do what we like&lt;br /&gt;And this will stay with you until you die&lt;br /&gt;And this will stay with you until you die&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst später, in "Doris" von Shellac, beschreibt er die Thematik sehr sensibel aus der Opferperspektive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten entwirft er gesellschaftliche Pandämonien... soziale Außenseiter, Geisteskranke, Kriminelle, alles in harten, sarkastischen, bisweilen zynischen Texten. Die Musik: immer der schwere, monotone Computerbeat, oft im Midtempo, garniert mit dem brummelnden, ausgeleierten Baß und den kreischenden Saiteninstrumenten. Selten wird das Gaspedal mal richtig durchgetreten, wie in "Stinking Drunk", dem einzig wirklich schnellen Song der Platte, und manchmal übertreiben es die Jungs auch mit der Sperrigkeit wie in dem unglaublichen Nerver "Passing Complexion" mit seiner schrägen Kinderlied- Instrumentalhookline, die sogar den ausgeglichensten Zeitgenossen zum zittrigen Wrack macht, das seinen Kaffee verschüttet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschluß bildet eine Liveversion von "Cables", im Vergleich zu dem auf der ersten EP enthaltenen, vergleichsweise nach harmlosem 80er- Pop klingenden Original (die ersten EP's "Lungs" und "Bulldozer" klangen übrigens noch sehr nach 80er- Indie mit starkem Posthardcore- Einfluß... nicht umsonst zählen Wire zu Albinis erklärten Lieblingsbands. Beide zusammen bilden das "Hammer Party"- Album, mit dem ich mich allerdings nie richtig anfreunden konnte... gegen die ballistische Wucht von "Atomizer" schlafen einem dort nach drei oder vier Songs die Füße ein) als splitternde, räudige, nach reißenden Drahtseilen klingende Version (mit irgendeinem Spinner im Publikum, der "LOUDER!" ruft, das ist immer noch ein Quell der Heiterkeit für mich).&lt;br /&gt;Den Text hatte ich teilweise auch schon als Signatur in einem Forum, Albini spielt diesmal einen Fließbandarbeiter in den Chicagoer Schlachthöfen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Well, I don't know&lt;br /&gt;why we come here&lt;br /&gt;Guess I just needed the bang&lt;br /&gt;We walk in the beef,&lt;br /&gt;and then we pull on&lt;br /&gt;the rope&lt;br /&gt;And then the, then the&lt;br /&gt;hammer comes down&lt;br /&gt;Cables&lt;br /&gt;Cables&lt;br /&gt;Cables&lt;br /&gt;So I guess they know&lt;br /&gt;I'm not no company man&lt;br /&gt;But I can pull on a rope,&lt;br /&gt;I can kill a cow&lt;br /&gt;Fast as any other fucker can&lt;br /&gt;Cables&lt;br /&gt;Cables&lt;br /&gt;Cables&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Platte zu Ende... auf "Rich Man's Eight Track Tape" gibt es unter anderem noch eine Wire- Coverversion ("Heartbeat") und ein ganz böses Lärmmonster namens "Things To Do Today", das ich- versehen mit diesem Titel- für ganz großen Humor halte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Buy a pack of squares&lt;br /&gt;Arrive at the apartment&lt;br /&gt;Confront the investor&lt;br /&gt;Explain the situation&lt;br /&gt;Have him sign the documents&lt;br /&gt;Bind him to a chair&lt;br /&gt;Handcuff him&lt;br /&gt;Place him face down on the bed&lt;br /&gt;Shoot him once&lt;br /&gt;Remember gloves&lt;br /&gt;Scan apartment&lt;br /&gt;Kill the dog [...]&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleiner Wermutstropfen zum Schluß: dem Vernehmen nach ist "Touch &amp; Go" mittlerweile pleite; zum 25jährigen Labeljubiläum gab es eine einmalige Bandreunion, zu der ich eigentlich nach Chicago fliegen wollte, was an meinen Finanzen scheiterte. Da es wohl kein 30jähriges geben wird, war es das wohl endgültig...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit wäre ich auch am Ende angelangt; den Produzenten Albini, den Streit mit Kurt Cobain bei "In Utero" und was weiß ich noch alles überspringe ich jetzt mal.&lt;br /&gt;Es ging in erster Linie darum, nach Slayer, Nick Cave und Iggy Pop endlich ein weiteres meiner musikalisch größten Idole zu würdigen (egal ob Big Black, Rapeman oder- mit kleineren Abstrichen- Shellac) und das anhand der Platte, auf der jener Song drauf ist, der einer der wichtigsten meines Lebens ist. "Songs About Fucking" und "Atomizer" nehmen sich qualitativ eigentlich nichts, aber "Atomizer" hat nunmal "Kerosene"... deshalb ein klarer Punktsieg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Hinzugefügt sei noch, daß es die "Pigpile"- Versionen diverser Songs auf You Tube zum Anschauen gibt. Besonders "Cables" ist sehr sehenswert. Selbiges wollte ich eigentlich hier hochladen, aber das war eine derartige Geburt, daß ich es lieber gelassen habe.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.labproductions.com/news/authors/rev/steve_albini1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 250px; height: 325px;" src="http://www.labproductions.com/news/authors/rev/steve_albini1.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;Steve Albini&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-4669982073477449698?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/4669982073477449698/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/8-big-black-atomizer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4669982073477449698'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4669982073477449698'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/8-big-black-atomizer.html' title='8. Big Black: Atomizer'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7346411421457409369</id><published>2011-10-09T20:22:00.003+02:00</published><updated>2011-10-29T15:11:54.582+02:00</updated><title type='text'>7. Nick Cave and the Bad Seeds: Let Love In</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(erstmals veröffentlicht am 28.12.2008, überarbeitet am 09.10.2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.maniadb.com/images/album/165/165168_1_f.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 352px; height: 350px;" src="http://img.maniadb.com/images/album/165/165168_1_f.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Erscheinungsjahr: &lt;/span&gt;1994&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Erstanden:&lt;/span&gt; 2000 oder 2001, WOM Karlsruhe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Trackliste:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Do You Love Me?&lt;br /&gt;2. Nobody's Baby Now&lt;br /&gt;3. Loverman&lt;br /&gt;4. Jangling Jack&lt;br /&gt;5. Red Right Hand&lt;br /&gt;6. I Let Love In&lt;br /&gt;7. Thirsty Dog&lt;br /&gt;8. Ain't Gonna Rain Anymore&lt;br /&gt;9. Lay Me Low&lt;br /&gt;10.Do You Love Me? (Part 2)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;An sich wäre es mal wieder an der Zeit,&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;auszuufern... und die Geschichte einer großen Liebe zu erzählen, die anfangs überhaupt keine Chance hatte, da ich und der betreffende Gegenpart einfach zu verschieden waren.&lt;br /&gt;Man erkannte vielleicht Gemeinsamkeiten, versteckt im Hintergrund... wagte aber nicht, näher darauf einzugehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Denn Nick Cave war bei seinem ersten Erscheinen in meinem Leben&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;für mich einfach ein grandioser Langweiler. Ich spürte: das muß wohl große Kunst sein. Aber eine, von der ich nichts verstehe. &lt;br /&gt;Erschien er- zum Beispiel mit dem "Weeping Song" im Doppelpack mit Blixa Bargeld- in Gestalt eines Videoclips damals bei mir auf Super Channel (--&gt; siehe Iggy Pop), ging ich im zarten Alter von 16 oder 17 meistens pissen. Oder schaltete um. Oder lag in physiognomisch bedenklich verrenkter Haltung auf der Doppelcouch meiner Eltern, verzweifelt Richtung Uhr äugend, in der Hoffnung, die bleierne Ödnis zu überwinden, die mich befallen hatte.&lt;br /&gt;Ich verstand absolut nicht, wie man sich von diesem Typen freiwillig ein komplettes Album anhören konnte und warum eine Klassenkameradin von mir von ihm absolut begeistert war und immer regelrecht stinkig wurde, wenn ich sie damit aufzog.&lt;br /&gt;Nick Cave war damals alles, was ich nicht war und auch niemals sein wollte... trotzdem respektierte ich ihn, seltsamerweise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu trug in erster Linie der Ausschnitt aus "Ghosts... Of The Civil Dead" bei, den ich in einem Fernsehbericht sah, ein Knastfilm, in dem Nick Cave die Hauptrolle spielte (und den ich bis heute leider noch nicht gesehen habe) sowie "And The Ass Saw The Angel", das ich während meiner Punkzeit mal gelesen hatte. Ich mochte diese düsteren Südstaatenszenarien und den einsamen Wanderpredigerhabitus, der ihn umgab... und es war alles recht und gut, solange ich nicht seine Musik hören mußte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Es erwischte mich&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;völlig unvorhergesehen. Bevor ich zu Hause auszog, um in Speyer in das Wohnheim der Schule überzusiedeln, die ich ab Mitte der 90er noch einmal drei Jahre besuchen sollte, lag ich in meinem alten Zimmer auf dem Bett und glotzte zum Einschlafen MTV... ich glaube, es war "Alternative Nation".&lt;br /&gt;Ich weiß auch nicht, was mich am Clip zu "Do You Love Me?" dermaßen draufschickte... Bilder, Atmosphäre, richtige Zeit, richtiger Ort, es stimmte einfach alles. Jedenfalls hatte ich den ersten Nick- Cave- Song erlebt, der mich komplett überzeugt hatte.&lt;br /&gt;Aber die Platte kaufen? Anhören zumindest. Oder? Ich konnte mich nicht entscheiden. In den nächsten drei Jahren sollte ich eh kaum Geld haben, um mir auf Verdacht irgendwelche Alben zu kaufen, es war schwierig genug, nicht völig den Anschluß zu verlieren... mein schmales Budget reichte gerade mal für ca. 8-10 Alben im Jahr, und da gab es dringlichere Fälle abzuarbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber "Do You Love Me?" wurde mein ständiger Begleiter... der Barkeeper in meiner Speyerer Stammkneipe ließ es laufen, wenn ich hereinkam, weil er es glücklicherweise auf Tape hatte und ich es mir eh dauernd wünschte. Und im letzten Schuljahr tauchte ein Typ auf, der eine Sammlung Videoclips aus dem Internet gezogen hatte, unter anderem auch... ja. Genau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1999 verließ ich Speyer zum ersten Mal in Richtung Karlsruhe (in meinem Seuchenjahr 2002 ging es nochmal hin und zurück, aber diese Geschichte geht nur mich was an), und als ich dann einmal im WOM stöberte, wo die Nick Cave dann für 7 Mark 99 verramscht wurde, gab ich den letzten Widerstand auf. "Wenn sie mir nicht gefällt", dachte ich, "brenne ich mir halt den einen Song runter und schaue, daß ich sie loswerde."&lt;br /&gt;Zum Glück fiel das bereits in meine Phase musikalischer Weiterentwicklung... ich entdeckte Sachen, die ich früher nicht mal mit der Beißzange angefaßt hätte, Johnny Cash beispielsweise.&lt;br /&gt;So wurde "Let Love In" ein Volltreffer... kurz danach folgte "No More Shall We Part"... dann "Henry's Dream"... und mittlerweile alle regulären Alben, soweit ich den Überblick habe, sowie die Birthday Party, Grinderman und die Platte mit Die Haut. "The Firstborn Is Dead" und "Henry's Dream" gefallen mir musikalisch besser als "Let Love In", und in den letzten Jahren liefert der Meister (früher nicht denkbar) auch gerne mal ziemliche Grütze ab ("Nocturama"), aber das ändert nichts daran, daß er zu meinen absoluten Favoriten zählt... und "Let Love In" (man beachte die Doppeldeutigkeit des Titels in Verbindung mit meinem Einstieg... wir werden esoterisch, Kinners) der Anfang davon war. Und darum fiel meine Wahl auch auf dieses Album.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;"Do You Love Me?"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ist denn auch gleich der Opener des Albums. Der pulsierende Baßlauf, die mächtige Soundwand, die sich mit einem einzigen Schwung aufbaut, die sich penetrant ins Ohr dübelnde Pianomelodie, der Spannungsaufbau (man kann mit einem mehrfach wiederholten "Jingle Jangle" eine Art Katharsis herbeiführen, lernen wir, während wir vor dem inneren Auge das Bild spastisch verrenkt tanzender Gruftweiber verscheuchen) und, ja, der Text. Man kann sich ebenfalls über die Bedeutung von Nick Cave in der Gothszene mittlerweile wundern... denn es staubt eigentlich penetrant während dieses Albums, beginnend beim Titeltrack.&lt;br /&gt;Americana, Plüschbarpornomusik, Noise, Punkeinflüsse... man mag eine gewisse dunkle Patina darauf ausmachen können, wenn man mag, aber ähnlich wie bei Killing Joke ist das eher etwas, was sich im benachbarten Zimmer abspielt, wenn die Schwarzkittelträger ihren Discoabend veranstalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nobody's Baby Now" ist eine mollgetränkte Ballade mit viel Georgel und Wohlklang, in der Nick Cave unter hartnäckigem Ignorieren seiner limitierten stimmlichen Fähigkeiten nach Herzenslust croonen darf... eine kurze Verschaufpause auf dem Weg zu Wahnsinn, Begierde und Selbstkasteiung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Muß ich zu "Loverman" noch was schreiben? Habe ich nicht bereits alles gesagt? Ich würde dem Song gerne ein Denkmal setzen, hätte ich es nicht bereits getan. Und das zurecht... der bedrohlich flüsternde Einstieg mit dem plötzlich explodierenden Refrain und der an eine Liturgie gemahnende Nachschub... Obsession. Verzweiflung. Unerfüllte Begierde.&lt;br /&gt;Ich kenne keinen Song (außer "I Put A Spell On You") der dies alles dermaßen exakt auf den Punkt bringt. Das war der zweite Song auf der Platte, der mich beim ersten Hören komplett weggeblasen hat, und dazu noch einer, der für mich später eine besondere Bedeutung erlangte, die er auch heute noch besitzt (und Dank eines kreativen Schubes wohl auch zeit meines Lebens besitzen wird).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier auszugsweise nochmal eine Verneigung vor einem der besten Songtexte, die IMHO jemals geschrieben wurden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;There's a devil waiting outside your door&lt;br /&gt;(How much longer?)&lt;br /&gt;There's a devil waiting outside your door&lt;br /&gt;It is bucking and braying and pawing at the floor&lt;br /&gt;And he's howling with pain and crawling up the walls&lt;br /&gt;There's a devil waiting outside your door&lt;br /&gt;He's weak with evil and broken by the world&lt;br /&gt;He's shouting your name and he's asking for more&lt;br /&gt;There's a devil waiting outside your door&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Loverman! Since the world began&lt;br /&gt;Forever, Amen Till end of time&lt;br /&gt;Take off that&lt;br /&gt;dress I'm coming down I'm your loverman&lt;br /&gt;Cause I am what I am what I am what I am&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;L is for LOVE, baby&lt;br /&gt;O is for ONLY you that I do&lt;br /&gt;V is for loving VIRTUALLY all that you are&lt;br /&gt;E is for loving almost EVERYTHING that you do&lt;br /&gt;R is for RAPE me&lt;br /&gt;M is for MURDER me&lt;br /&gt;A is for ANSWERING all of my prayers&lt;br /&gt;N is for KNOWING your loverman's going to&lt;br /&gt;be the answer to all of yours&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor es aber allzu gemütlich und selbstreflexiv wird, erstmal "Jangling Jack", ein schäbiger Krachbolzen mit hohem Nervfaktor und bitterbösem Text, der den eingelullten Hörer aufschreckt und reflexartig "Ach du Scheiße,was ist denn das?" ausrufen läßt.&lt;br /&gt;Man merkt es: ausgerechnet das gehört nun gar nicht zu meinen Favoriten. An manchen Tage läuft der Song durch, an anderen Tagen ist er ein todsicherer Skipkandidat.&lt;br /&gt;Zum Glück gibt es danach das nächste Songmonument:&lt;br /&gt;"Red Right Hand" möchte man am liebsten schwerstens angetrunken morgens um 4 in einer schmierigen 70er-Jahre- Bar in Hamburg hören.&lt;br /&gt;In das rote Plüschsofa versinkend hebt man sich an einem Glas Whisky Sour fest, während die abgehalfterte Schlampe, der man vorhin in einem desperaten Schub von Nächstenliebe einen Piccolo für 20 Euro spendiert hat, oben ohne in einem goldfarbenen Lurexslip um eine Stange tanzt und Abscheuliches mit einer Federboa vollführt.&lt;br /&gt;Man ist der letzte Gast und erhält noch eine "Spezialvorstellung", auf die man eigentlich keine Lust mehr hat (aber alles ist besser, als jetzt nach Hause zu gehen), während der Barkeeper die Gläser abtrocknet.&lt;br /&gt;Es orgelt. Jemand (vielleicht man selbst, so genau läßt sich das nicht mehr rekonstruieren) zündet ein Streichholz an. Die himmelblaue Federboa wuscht durch die Luft, in der plötzlich eine Spannung zu liegen scheint, die einen flach atmen läßt... denn es wird etwas passieren. Jetzt. Sofort.&lt;br /&gt;Tatsächlich öffnet sich knarzend die Tür, und ein hünenhafter Mann, das Gesicht verdeckt von einem breitkrempigen Hut und bekleidet mit einem knöchellangen, staubigen Mantel betritt den Raum und fixiert einen... man kann seinen stechenden Blick durch die rauchgeschwängerte Luft fast spüren.&lt;br /&gt;"Hey du!" ruft er plötzlich, und die Stimme klingt, als würde er nach dem Aufstehen morgens seinen Aschenbecher zum Frühstück leerfressen.&lt;br /&gt;"Ich?" antwortet man zaghaft, und man spürt erschreckt einen undefinierbaren Klumpen, der sich im Magen zusammenballt.&lt;br /&gt;"Ja du! Arschloch! Komm mal wieder zur Sache, du schweifst hier total ab!"&lt;br /&gt;"OK", antwortet man erleichtert und macht weiter im Text.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haken wir kurz den Titelsong ab: eine Ballade mit Shantyfeeling, der man einen gewissen Schunkelfaktor nicht absprechen kann. Der Text steht im Kontrast dazu, eigentlich ein Antiliebeslied, das man genausogut als Galgenhumor betrachten kann:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Despair and deception, loves ugly little twins&lt;br /&gt;Came a-knocking on my door, I let them in&lt;br /&gt;Darling, youre the punishment for all of my former sins&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I let love in&lt;br /&gt;I let love in&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So if youre sitting all alone and hear a-knocking at you door&lt;br /&gt;And the air is full of promises, well buddy, youve been warned&lt;br /&gt;Far worse to be loves lover than the lover that love has scorned&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das war nur eine Verschaufpause.&lt;br /&gt;Wenn es einen Nick- Cave- Song gibt, der sich zum betrunkenen Herumpogen eignet, ist es "Thirsty Dog". Nicht umsonst wurde er von einer mir bekannten Ü 30- Punkrockband aus Speyer gecovert, denn er riecht nach Kneipe und unrasierten besoffenen Männern, die sich in Selbstmitleid suhlen, weil sie ihre Beziehung ruiniert haben. Eine bukowskieske Außenseiterstory, mit Verve vorgetragen, ohne Brettgitarre, aber sehr schnell und wieder mit deutlichem Countryeinschlag:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;I know you've heard it all before&lt;br /&gt;But I'm sorry for this three year war&lt;br /&gt;For the setting up of camps&lt;br /&gt;and wire and trenches&lt;br /&gt;I'm sorry for the other night&lt;br /&gt;I know sorry it don't make it right&lt;br /&gt;I'm sorry for things I can't even mention&lt;br /&gt;I'm sorry, sorry, sorry, sorry&lt;br /&gt;I'm sitting feeling sorry in the Thirsty Dog&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ain't Gonna Rain Anymore" und "Lay Me Low" zählen auch nicht unbedingt zu meinen Favoriten. Ersteres eine Nick- Cave- Ballade wie viele Nick- Cave- Balladen, um mal einen anderen Meister zu zitieren: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Nett zu lesen, nett zu vergessen."&lt;/span&gt; (Arno Schmidt über Heinrich Heine). Nett zu hören eben, aber nichts, was direkt aus der Songauswahl heraussticht, ebenso wie "Lay Me Low", ein vaudevilleartiger Grabgesang mit zunehmend versoffener klingender Gesangsdarbietung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Ende dann nochmal eine ruhige Version von "Do You Love Me", mit deutlich sphärisch angereicherter Atmosphäre und anderem Text. Als hätten sich Pink Floyd dieses Songs angenommen... es wabert, im Hintergrund heult der Wind zusammen mit einer einsamen Geige und bringt dieses Album zu einem adäquaten Ende, das darin besteht, daß man sich in einer merkwürdig andächtigen Atmosphäre wiederfindet, und erstmal nichts anderes hören möchte... oder auf "Replay"drückt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß, daß mir mancher vehement widersprechen wird, wenn ich "Let Love In" als das ideale Einstiegsalbum vorschlage (seltsamerweise sind da alle auf das stinkelangweilige "The Boatman's Call" fixiert... eine Platte, die ich höchstens hören will, wenn ich aktiver Sterbehilfe bedarf), aber es funktioniert... ich bin der lebende Beweis dafür.&lt;br /&gt;Es mag nicht sein bestes Album sein,aber immerhin dasjenige, das mir den Zugang zu diesem großartigen Künstler verschafft hat... und dafür hat es sich den Platz in dieser Liste redlich verdient.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7346411421457409369?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7346411421457409369/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/7-nick-cave-and-bad-seeds-let-love-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7346411421457409369'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7346411421457409369'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/7-nick-cave-and-bad-seeds-let-love-in.html' title='7. Nick Cave and the Bad Seeds: Let Love In'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-4404269679022393196</id><published>2011-10-09T18:59:00.006+02:00</published><updated>2011-10-29T15:06:45.125+02:00</updated><title type='text'>6. Iggy Pop: Brick By Brick</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(erstmals veröffentlicht am 20.09.2008, überarbeitet am 09.10.2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_8Sc1JvrfFRA/SKZ0MXm3lmI/AAAAAAAAAy8/BmUfzDKA4S8/s400/IggyPop-BrickByBrick-Front.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 392px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_8Sc1JvrfFRA/SKZ0MXm3lmI/AAAAAAAAAy8/BmUfzDKA4S8/s400/IggyPop-BrickByBrick-Front.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Veröffentlichung:&lt;/span&gt; 1990&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Erstanden:&lt;/span&gt; 1990, in der "Musicbox", Landau/Pfalz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Trackliste:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Home&lt;br /&gt;2. Main Street Eyes&lt;br /&gt;3. I Won't Crap Out&lt;br /&gt;4. Candy&lt;br /&gt;5. Butt Town&lt;br /&gt;6. The Undefeated&lt;br /&gt;7. Moonlight Lady&lt;br /&gt;8. Somethin Wild&lt;br /&gt;9. Neon Forest&lt;br /&gt;10. Starry Night&lt;br /&gt;11. Pussy Power&lt;br /&gt;12. My Baby Wants To Rock'n Roll&lt;br /&gt;13. Brick By Brick&lt;br /&gt;14. Livin' On The Edge Of The Night&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;a) Iggy und ich&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Iggy Pop. The Stooges. Jahaha. Protopunk blablubb. "Lust For Life", jaja, soweit so gut. Und irgendwann dann ein Haufen Grütze. Abgehalfterter alter Bock mit einem Haufen Scheißplatten. Selten konzentrierte sich der Allgemeinkonsens in einem riesigen Backkatalog so sehr auf dermaßen wenige Veröffentlichungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wann Iggy in mein Leben getreten ist?&lt;br /&gt;Relativ früh, wenn auch zuerst nur als Anhängsel von David Bowie wahrgenommen, von dem ich mit 13 großer Fan war, bezeichnenderweise ebenfalls in seiner absoluten Stußphase... die "Let's Dance" war meine erste Bowieplatte, die mir heute immer noch sehr gut gefällt,auch wenn mich richtige Bowiefans (zu denen ich mich nicht mehr zähle, obwohl ich eine handvoll Platten von ihm besitze, die ich mehr ["Heroes"] oder weniger ["Scary Monsters"] mag) dafür wohl teeren und federn oder mindestens für inkompetent halten dürften. Aber ich tue mir schwer mit Vaudevillemusik, mir fehlt das Kleinkunstgen zu mindestens 90%, und ich glaube auch, darüber nicht sonderlich unglücklich zu sein.&lt;br /&gt;Als ich 15 oder 16 war, führte der Radiosender SDR 3 seinen ersten Guinessweltrekord mit der längsten Hitparade aller Zeiten durch (den sie ein Jahr später noch einmal toppten), die aus eingesandten Postkarten von Hörern erstellt worden war.&lt;br /&gt;Diese dauerte eine Woche und umfaßte 1501 Plätze (Erster wurde übrigens "Stairway To Heaven").&lt;br /&gt;Ich, damals schon ein Musikfreak mit einer gar gruseligen Plattensammlung von knapp 100 LP's, die zu geschätzt 85% aus Scheiße bestand sowie einem Hang zum Erstellen von Listen (eine Plattensammlerkrankheit par excellence) war damit natürlich im Paradies. Eine Woche verließ ich (außer um zur Schule zu fahren) kaum die elterliche Wohnung und saß mit einem Stapel Leerkassetten vor meinem schrottigen Radio mit Doppeltapedeck, um allerhand mitzuschneiden.&lt;br /&gt;Das war eine Art musikalischer Crashkurs... vieles (vor allem aus den 60ern und 70ern) kannte ich noch gar nicht (bis dato hatte ich noch nie einen Ton von Led Zeppelin gehört, zum Beispiel...) Natürlich fiel ich zuerst einmal Sachen anheim, die mir heute nicht immer nachvollziehbar erscheinen.&lt;br /&gt;Jethro Tull. The Doors. The Edgar Broughton Band. Bachman Turner Overdrive. Golden Earring.&lt;br /&gt;Und mittendrin: "The Passenger" von Iggy, ein Monument, ein Song, dem ich heute noch ein Denkmal errichten würde, den ich liebe und den bisher sogar der krötigste Karlsruher DJ, der ihn bis zum Erbrechen abnudelte, nicht vermiesen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also hieß es: von nun an Augen auf beim Plattenkauf. Schlagartig hatten sich meine Hörgewohnheiten fundamental verändert (Hanneman und King lauerten da bereits im Hintergrund, wagten sich aber noch nicht vor), und ich stellte zu meiner Freude fest, daß die meisten LP's, die ich von nun an suchte, zum Nice Price von 11,95 erhältlich waren und ich mir von meinem schmalen Taschengeld viel mehr leisten konnte. Also dominierte bis zu meiner endgültigen Kehrtwende 1991 zuerst einmal 70er- Rock (schauder).&lt;br /&gt;In dem ganzen Stapel Platten, den ich meiner anschwellenden Sammlung zuführte, befand sich schließlich auch Iggys "Lust For Life", und hier könnte ich eigentlich weitermachen.&lt;br /&gt;Das tu ich aber nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu dieser Zeit hatte ich noch keinen eigenen Plattenspieler, Herr über unsere fossile Anlage waren meine Eltern, und so hörte ich die LP selten, nur immer wieder "The Passenger" (und "Real Wild Child" von der lausigen "Blah Blah Blah") auf Tape.&lt;br /&gt;Damals konnten wir allmählich den ersten Musiksender empfangen, in Prä-MTV- Zeiten war das der englische Super Channel, der in einer Art Endlosschleife 50 immergleiche Videoclips abnudelte, zu einem Großteil sogar für meine Verhältnisse recht abgefahrenes Zeug wie Pere Ubu, They Might Be Giants, A Tribe Called Quest, Paris, Suicidal Tendencies und Public Enemy, was mir alles irgendwie gefiel und wohl weitere Weichen für meine spätere Entwicklung stellte.&lt;br /&gt;Mittendrin: "Home" von Iggy Pop, die erste Single aus seinem kommenden Album "Brick By Brick".&lt;br /&gt;Ein räudiger Schwanzrocker, mit einem scheinbar uralten Typ, der oberkörperfrei in gestochen scharfen schwarz-weiß-Bildern auf dem Parkplatz eines Supermaktes vor einer Windmaschine herumtobte. Und ich war begeistert. Diese Platte mußte ich haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kritiken waren damals schon teilweise vernichtend, aber das war mir egal. Als ich 1991 bei der Abschlußfahrt der Realschule nach London mit meinem Walkman im Bus saß, hatte ich einen Stapel Tapes dabei (aufgenommen auf meiner Kompaktanlage, die ich mir mit einem räudigen Ferienjob in einer Lagerhalle verdient hatte), neben Led Zeppelin, den Pogues, Pink Floyd und den Doors zwei Cassetten mit 4 Alben von Iggy: "Live At The Channel, Boston MA." und "Instinct" auf dem einen, und "Lust For Life" und "Brick By Brick" auf dem anderen. Alles wurde bis zum Erbrechen durch die Kopfhörer gejagt, sogar "Instinct".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Und so begann die Geschichte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann rückte Iggy mal eine zeitlang an den Rand, als ich nur noch entweder Beats oder Bratgitarren wollte. Sogar da legte ich ca. einmal im Jahr noch "Brick By Brick" auf, was zeigt, daß es ganz ohne Iggy ab einem gewissen Zeitpunkt meines Lebens nicht mehr ging. &lt;br /&gt;Ein Ausbildungskollege lieh mir dann "Fun House", als ich 19 war, und ich dachte: "Ganz nett, aber auch sehr alt. Respekt davor, aber das ist mir zu soft."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieben Jahre später, mein Musikgeschmack hatte sich um etliche Facetten erweitert, erspähte ich im Vinyl Only in Heidelberg die "Fun House" als Nachpressung im Klappcover. Als ich die LP DANN daheim auflegte, blies sie mich fast aus dem Sessel zum Fenster hinaus, und das Photo im Innencover würde ich wahrscheinlich dazu benutzen, einem Außerirdischen zu erklären, was ich unter dem Begriff "cool" verstehe.&lt;br /&gt;Aber das ist eine völlig andere Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;b) "I'm standin', in a shadow, hatin' the world"... die Platte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ja, der Opener ist das bereits erwähnte "Home"... ein auf Standardrockriffs und mit Wichssolo garnierter bodenständiger Rocker, der mit Sicherheit heutzutage keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken würde und in dem sich Iggy darüber freut, daß er nach Jahren des Vagabundierens nun endlich ein festes Dach über dem Kopf hat, in einem Text, der (auch nichts Neues bei Mr. Osterberg) häufig die Grenze elementarer Brunzdummheit touchiert.&lt;br /&gt;Trotzdem: ich mag den Song immer noch und räume ihm nach wie vor einen Platz in meiner Ruhmeshalle elementarer Erweckungserlebnisse ein. So muß es sein, einen selten peinlichen Kumpel zu haben, der dennoch zufällig dafür verantwortlich ist, daß man damals mit der Frau zusammenkam, mit der man nun bereits zwanzig Jahre glücklich verheiratet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich danach "Main Street Eyes", eine Outlaw- Ballade mit folkigen Untertönen, in der Iggy mit reichlich schiefem Gesang Impressionen aus der Welt der Reichen und Schönen aneinanderreiht, verbunden mit der Feststellung&lt;span style="font-style:italic;"&gt; "You and I are not huge mainstream stars/ but unlike them we're really what we are".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"I Won't Crap Out" ist noch so ein Song, dessen Präsentation entscheidend dazu beitrug, daß ich mir das Album zulegte... auf Platte ist das zunächst nur auf akustischer und elektrischer Gitarre aufgebaut, die sich gegenseitig ergänzen (die akustische hart angeschlagen, die elektrische gniedelt vor sich hin), bis gegen Ende dann die Drums einsetzen, um den Song nach einem Break abzurunden.Soweit, so gut, aber ich sah Iggy diesen Song in einer Fernsehshow live präsentieren, und wie er da stand, obligatorisch mit freiem Oberkörper und völlig irre dreinblickend, während er die Startzeile &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"I'm standin', in a shadow, hatin' the world"&lt;/span&gt; ins Publikum blaffte, das war ganz großes Kino. Interessant auch, daß ich die akustische Version weitaus rauher und abgedrehter in Erinnerung habe als den eigentlich relativ moderaten Song auf der Platte, vor allem, da es eigentlich darum geht,daß einen alles zur Weißglut treibt und man kurz vor dem völligen Ausrasten steht (und warum man es besser bleibenlassen sollte).&lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz immer noch einer meiner liebsten Songs auf dem Album.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich von "Candy" halten soll, weiß ich immer noch nicht. Elektronisches Gewitter, 80er- Sound, Kate Pierson, deren Gießkannengesang ich außerhalb der B-52's zumeist schwer erträglich finde... hier manchmal auch. An dem einen Tag kann ich mir den Song anhören, ein andermal wiederum geht er mir komplett auf die Brezel. Richtige Freunde werden "Candy" und ich in diesem Leben wohl nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach gibt es mit "Butt Town" wieder abgedrehte Großstadtimpressionen, verpackt in einen muskulösen Rocker mit locker hereinschneiender Gitarre zu Beginn (was sich ganz kurz staubsaugerartig anhört) die dann ein straight vorpreschendes Riff spielt, das den ganzen Song bis zu Iggys Hühnergegacker am Ende (ohne Witz) mitzieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu "The Undefeated" und "Moonlight Lady" möchte ich eigentlich kaum was schreiben. Das eine ein allenfalls gefälliger Midtempo- Song mit Mitsingrefrain für die nächste Eckkneipe, der eher an mir vorbeirauscht, dann eine reichlich verschnarchte Ballade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also schnell weiter zum großartigen "Something Wild", einem Duett mit John Hiatt. Auch wieder sehr folkig mit Streichern untermalt, hat der Song samt Text und Geknödel der beiden alten Säcke etwas, was mich mitreißt, etwas, was sehr lange gebraucht hat, um sich zu entfalten. Ich weiß noch, daß ich in meiner Jugend nicht viel mit dem Song anfangen konnte und vor drei oder vier Jahren plötzlich einen Kick verspürte, der mich seitdem zwang, ihn immer und immer wieder zu hören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Neon Forest" dagegen ist wieder ein schwerer Rocker mit zähflüssigen Riffs (Bemerkung hier: durch die reichlich moderate Produktion von Don Was sind sogar die "härteren" Songs hier konsumentenfreundlich ausgefallen; ich kenne das ja nur so, es würde mich aber trotzdem interessieren, was ein anderer Produzent daraus gemacht hätte).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was drin gewesen wäre, sieht man an "Pussy Power" und "My Baby Wants To Rock'n Roll", beide mit Gastauftritten von Slash, mit dessen Mutter Iggy wohl mal kurzzeitig liiert war (wenn ich nicht gerade was durcheinanderbringe), als Slash 15 war, beides schön räudig produzierter Riffhardrock (schätze, die Jungs haben bei der Produktion ein Wörtchen mitgeredet), mit Texten um coole Superfrauen, die einem gestandenen Rocker die Knie weich werden lassen. Bierkaschemmenlyrik vom Feinsten, für Leute in schwarzen Lederhosen. Muß man nicht toll finden, aber: so isser halt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischendrin gibt es "Starry Night", das sich anhört wie ein "Sunshine Reggae"- mäßiger Gute- Laune- Tanzflächenfüller, dessen sarkastischer Text aber in angenehmem Gegensatz dazu steht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"[...]met a lotta tough guys-they all look&lt;br /&gt;Pretty ugly under the stars&lt;br /&gt;Go out to the desert&lt;br /&gt;And just look up&lt;br /&gt;You can feel yourself&lt;br /&gt;Under the stars&lt;br /&gt;All man's buildings&lt;br /&gt;Will soon be gone&lt;br /&gt;'Cause something here&lt;br /&gt;Is absolutely wrong[...]"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Doppelpack Rock geht es dann wieder verhalten weiter.&lt;br /&gt;Zuerst einmal mit dem Titelsong, mit dem ich auch seit jeher noch nie was anfangen konnte. Eine Ballade ohne Drums, die mich eigentlich eher kalt läßt. Es gibt genau vier Songs auf der Platte, die ich schwächer finde als den Rest, die aber durchaus anhörbar sind. Das hier ist derjenige, den ich am wenigsten davon mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür den Abschluß der Platte umso mehr. Welchen Narren ich an "Livin' On The Edge Of The Night" gefressen habe, weiß ich selbst nicht. Eine Ballade mit düsterem Anstrich, die musikalisch genausogut 1985 wie 1990 verortet werden könnte, mit viel Keyboardmulm im Hintergrund und steril klingender Produktion... eigentlich klingt das nach einem Fall für den gelben Sack, aber ich liebe diesen Song, und er ist für mich der beste der Platte. Ernsthaft.&lt;br /&gt;Mag sein, daß es daran liegt, daß er vor Albenerwerb eine zeitlang immer im Radio lief und sich in meinem Kopf festhakte, bevor ich wußte, daß es Iggy ist (als ich feststellte, daß der Song auf dieser Platte ist, freute ich mich auch wie Bolle). Textlich zieht er eine Art Resumée, und das bringt mich auch zum Ende (jahaha, DAS sind mal wieder textliche Übergänge... eine Großtat).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt einige großartige Platten von Iggy: die frühen Stooges, The Idiot, Lust For Life, Kill City... und natürlich wäre es ein Leichtes gewesen, zu einem der Alben den üblichen Brummstiefel herunterzuschreiben.&lt;br /&gt;Protopunk, Erdnußbutter, kwakwakwa.&lt;br /&gt;Keine Lust.&lt;br /&gt;Absolut nicht... wen ihr sowas lesen wollt, zieht euch aus irgendeinem Musikmagazin eurer Wahl die "100 besten Platten aller Zeiten".&lt;br /&gt;Ich habe absichtlich ein Album genommen, daß nur wenige kennen (und die, die es kennen, mögen es gewöhnlich nicht) und noch dazu ein reichlich unspektakuläres Popalbum (in jeglicher Doppeldeutigkeit).&lt;br /&gt;Aber ich mag diese Platte, und möchte sie nicht mehr missen... und warum das so ist, konnte ich hoffentlich vermitteln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-4404269679022393196?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/4404269679022393196/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/6-iggy-pop-brick-by-brick.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4404269679022393196'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4404269679022393196'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/6-iggy-pop-brick-by-brick.html' title='6. Iggy Pop: Brick By Brick'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_8Sc1JvrfFRA/SKZ0MXm3lmI/AAAAAAAAAy8/BmUfzDKA4S8/s72-c/IggyPop-BrickByBrick-Front.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7320078470878309450</id><published>2011-10-08T18:10:00.005+02:00</published><updated>2011-10-08T18:43:52.017+02:00</updated><title type='text'>5. The Jesus Lizard: Goat</title><content type='html'>&lt;em&gt;(erstmals veröffentlicht am 21.06.2008, überarbeitet am 08.10.11)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bilder.preisvergleich.org/products/DE/30/000/005/705/E_000005705607_DE_30.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 200px;" src="http://bilder.preisvergleich.org/products/DE/30/000/005/705/E_000005705607_DE_30.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Trackliste:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Then Comes Dudley&lt;br /&gt;2. Mouth Breather&lt;br /&gt;3. Nub&lt;br /&gt;4. Seasick&lt;br /&gt;5. Monkey Trick&lt;br /&gt;6. Karpis&lt;br /&gt;7. South Mouth&lt;br /&gt;8. Lady Shoes&lt;br /&gt;9. Rodeo In Joliet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erschienen:&lt;/strong&gt; 1991&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Line- Up:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;David Yow (voc)&lt;br /&gt;David Wm Sims (b)&lt;br /&gt;Duane Denison (gt)&lt;br /&gt;Mac Mc Neilly (dr)&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Erstanden:&lt;/strong&gt; Irgendwann 2003, gebraucht im "Studio Eins", Karlsruhe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Es war einmal&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ein Wahnsinniger namens David Yow. Dieser sang- laut einem Freund von mir- als würde er von einem Esel vergewaltigt. Backstage warf er Leuten gerne ohne ersichtlichen Anlaß brennende Kippen ins Gesicht, kackte in ihrer Abwesenheit in ihre Biergläser und war bekannt dafür, sich sogar bei Studioaufnahmen nackt auf dem Boden herumzuwälzen. &lt;br /&gt;Live malträtierte er sich entweder mit einem Stück Dachlatte, bis er blutend am Boden lag (so geschehen bei einem Gig der Lizard-Vorgängerband Scratch Acid in Berlin) oder es gab, ich zitiere Wikipedia, &lt;em&gt;"Live-Auftritte der Band, zu denen Sänger Yow selten mehr als eine Hose trug, die er häufig während der Performance auszog, um Fäkalien und Onanie zum Bestandteil der Show zu machen. Gelegentlich betrat er die Bühne auch in Verkleidung, etwa als Jesus, Hitler, Dorothy aus dem „Zauberer von Oz“ oder nackter Napoleon, bekleidet nur mit einem Zweispitz."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich machte David Yow auch noch Musik neben dem Wahnsinnigsein.&lt;br /&gt;The Jesus Lizard brachten folgende Alben heraus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;1989 Pure EP (Touch and Go Records)&lt;br /&gt;1990 Head EP (Touch and Go Records)&lt;br /&gt;1991 Goat (Touch and Go Records)&lt;br /&gt;1992 Liar (Touch and Go Records)&lt;br /&gt;1993 Lash (Touch and Go Records)&lt;br /&gt;1994 Show (Collision Arts)&lt;br /&gt;1994 Down (Touch and Go Records)&lt;br /&gt;1996 Shot (Capitol)&lt;br /&gt;1997 Self-Titled EP (JetSet)&lt;br /&gt;1998 Blue (Capitol)&lt;br /&gt;2000 Bang (Touch and Go Records)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Auflistung ist deshalb vollständig, um auf das Konzept hinzuweisen, alles mit vierbuchstabigen Wörtern zu betiteln. Was die Qualität der Alben angeht, stechen zwei besonders heraus und stellten mich vor die Qual der Wahl:&lt;br /&gt;"Liar" oder "Goat"?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ersteres war meine erste Begegnung mit ihnen, und alleine die ersten beiden Songs ("Boilermaker" und "Gladiator") sind in ihrer peitschenden Intensität bestens dazu geeignet, mit Schaum vor dem Mund und einem Zimmermannshammer in der Hand nahezu besinnungslos auf umstehendes Mobiliar einzudreschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum dann "Goat"?&lt;br /&gt;Ganz einfach: man sitzt abends bei seinem Freund Sinan (einer von zwei mir bekannten Türken mit Punkroots) auf der Couch, trinkt Bier, schaut irgendeinen B-Movie ohne Ton und hört dazu Musik. Multitasking.&lt;br /&gt;Dann zieht man "Goat" aus einer monströsen Plattensammlung, legt es auf, und bei den ersten Klängen von "Then Comes Dudley" zieht Sinan ein riesiges Stofftaschentuch heraus und wischt sich die Stirn ab.&lt;br /&gt;"Verdammt, ich fang schon wieder an, zu schwitzen. So fiebrig."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Exakt darum geht es: die Atmosphäre.&lt;br /&gt;Dudley kommt merkwürdig schleppend des Weges, klar strukturiert (jedes Instrument ist deutlich voneinander zu unterscheiden), was an der knochentrockenen Produktion von Steve Albini (wem sonst?) liegt, einem bekennenden Fan der Band, und darüber eine blecherne, spukige, thereminhafte Gitarrenlinie von Duane Denison, die dieses Stück antreibt. Dazu der Text:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;That woman's crazy, she's the mistress of a man who's crazy too&lt;br /&gt;That woman's carryin'&lt;br /&gt;Then comes Dudley&lt;br /&gt;Dudley's gonna do us all a favor and tear 'em both a new asshole&lt;br /&gt;Dudley feels the time has come to swell his balloon&lt;br /&gt;Dudley feels the time has come to clean this womb (wound)&lt;br /&gt;That's right Dudley, yeah&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jessas. Ja, die Texte... fast immer bizarres Zeug, oft Gewaltphantasien von psychisch Kranken, surreales Zeug oder auf abstrakte Art und Weise Selbstzerstörerisches. &lt;br /&gt;Alles zusammen summiert sich zu DER Atmosphäre, etwas Eigenes, daß sich mit nichts vergleichen läßt, was ich kenne. Natürlich ist es Noiserock, aber im Vergleich zu- sagen wir mal- Unsane oder Helmet ohne Brettgitarren. Er dürfte eigentlich gar nicht hart sein, weil es die vetrackte Spielweise teilweise unmöglich macht, wird aber trotzdem als solches wahrgenommen, sei es wegen dem treibenden Schlagzeug oder Baß, blechern angerissenen Gitarrenriffs oder Yows irrem Gekreisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim nächsten Track "Mouthbreather" hat man alles zusammen: eine wahnsinnig komplizierte Schlagzeugfigur, die sich ständig wiederholt, dazu ein ebensolches Gitarrenriff, und es stellt einen nicht einfach nur auf wie ein halber Liter Mokka mit teerartiger Konsistenz, es schiebt einen in der Wohnung von einem Raum in den andren, auch wenn man verzweifelt versucht, sich am Türrahmen festzuklammern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nub" dagegen beginnt für Lizard- Verhältnisse fast schon konventionell: ein leiernder Gitarrenton, der zum herausstechenden Riff wird, darunter geben Baß und Schlagzeug das Tempo vor, und dann kommt das Break, die Gitarre setzt aus, und es bleibt ein paar Sekunden lang nur die Rhythmussektion, bis Denison zusammen mit Yow wieder einsetzt. Und das bläst einen dann fast aus dem Sessel. So simpel, so effektiv. Und der Text mal wieder:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;So since the surgery, how's that ghost limb&lt;br /&gt;Hey man, say man have you been rubbin' your nub&lt;br /&gt;Por favor&lt;br /&gt;De no sacar los manos, de no sacar los manos&lt;br /&gt;Fuera de la ventana&lt;br /&gt;So cuenta es muchas dinero lo siento&lt;br /&gt;But I have got to hand it to you, you're taking this extremely well&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ah rub it on me, rub it on me Duane&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;So since the surgery, how's that ghost limb&lt;br /&gt;Hey man, say man have you been rubbin' your nub&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei der hervorgehobene Teil das "Gitarrensolo" einläutet. Findet man auch nicht allzuhäufig... "rub it on me, Keith"? Nah. Bäh.&lt;br /&gt;Das Video zu dem Song steht übrigens auf You Tube, falls es Unerschrockene interessieren sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach geht es mit "Seasick" wieder ebenso schleppend weiter, ein Song, der eigentlich nur als Plattform für die Selbstdarstellung des exaltierten Sängers fungiert und dessen "I can't swim"- Intro- Gekreisch mir an manchen Tagen extrem auf den Senkel geht. Also schnell weiter zu "Monkey Trick" mit seinem kurz rasenden, dann abrupt abbremsenden Intro... die Baßlinie pulsiert, dazu Yows Sprechgesang, der immer schräger wird, bis sich das Lied spiralig in völlige Übergeschnapptheit und diese sich wiederum in den Kopf des Zuhörers hineindreht, dessen rechtes Auge unmerklich zu zucken beginnt, während er nach spitzen Gegenständen in Reichweite sucht. Die findet er nicht, also haut er im Rhythmus des "Ouh!"- Geplärres des mittlerweile völlig entfesselten David Yow den Kopf auf die Tischplatte, aber da kommt ja schon "Karpis". &lt;br /&gt;Sieht nach Verschnaufpause aus, den die Gitarren plinkern entspannt, Yow singt mal richtig, aber der Refrain bricht dann plötzlich mit einer Urgewalt über einen herein, die ihresgleichen sucht, und spätestens wenn sich McNeilly (einer der wohl unterschätztesten seiner Art, Lombardo und Grohl hin oder her) an den Drums zu überschlagen scheint, ist alles zu spät. Alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also hüpfen wir lieber zu "South Mouth" die gelbgepflasterte Straße entlang, was ganz lustig wäre, würden die beiden Männer in den Zwangsjacken im Hintergrund nicht in zwei völlig verschiedenen Stimmlagen dazu rumplärren. Das verwirrt uns dermaßen, daß wir das Ende der Straße übersehen und in unseren "Lady Shoes" einen Abhang herunterstürzen, dabei ständig Purzelbäume schlagend und reichlich zugerichtet aussehend, als das Lied ein Ende hat.&lt;br /&gt;Ausgerechnet "Rodeo in Joliet" ist zwar immer noch für Normalhörer, die auf gepflegte Melodien wert legen, eine hochgradige Zumutung, aber auch eine Art abschließender Downer, beruhigend nach all der Hektik, der Manie, der Intensität, dem Wahnsinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nach einer halben Stunde ist wieder alles vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum also nun "Goat"?&lt;br /&gt;Weil The Jesus Lizard nach "Liar" dann konstant abbauten, vor allem (mal wieder) nach ihrem Majorvertrag.&lt;br /&gt;Wegen der musikalischen Virtuosität (nicht umsonst hat Duane Denison mit Ex- Laughing Hyena Bobby Kimball auch ein gesittetes Jazzduo).&lt;br /&gt;Wegen David Yow, der heutzutage zwar als Webdesigner und Regisseur von Musikvideos (u.a. Offspring) arbeitet,aber immer noch völlig irre ist (seine "Special Appearance" bei den Melvins auf "The Crybaby" und auf der letzten Tour läßt sich mal wieder schwer in Worte fassen, und eine neue, mir unbekannte Band namens "Qui" hat er wohl auch am Start).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nicht zuletzt, weil das Album und die Band für ein einst populäres, aber mittlerweile fast vergessenes musikalisches Genre stehen, dem (und dessen "Szene", deren Humor, Leuten und Inhalten) ich mich nach wie vor so verbunden fühle wie keinem anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Nachtrag: auch hier mal wieder etwas Positives. Die Rezension entstand seinerzeit in einem Rutsch und einem Anflug spontaner Begeisterung... was man ihr auch anmerkt. Mit Anlauf kopfüber in die Metaphernkiste, und das dermaßen überkandidelt, daß ich mich gerade nicht entscheiden kann, ob ich das albern oder charmant finde. Darum lasse ich den Text weitgehend unverändert.&lt;br /&gt;Meinen Jesus- Lizard- Konzertbesuch in Kreuzberg anläßlich der Reunion ein Jahr später habe ich hier im Blog bereits dokumentiert... nun soll sogar ein neues Album ins Haus stehen. Auch hier wieder: gespannte Erwartung, immerhin hatte der Split auch seine guten Seiten, denn spätere Lizard- Alben (ab "Down") braucht man nicht wirklich.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.chunklet.com/images/upload/6/image3/David-Yow-at-Barristers.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 350px; height: 501px;" src="http://www.chunklet.com/images/upload/6/image3/David-Yow-at-Barristers.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;David Yow, wie er singt und lacht &lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7320078470878309450?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7320078470878309450/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/5-jesus-lizard-goat.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7320078470878309450'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7320078470878309450'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/5-jesus-lizard-goat.html' title='5. The Jesus Lizard: Goat'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-6605746554086603408</id><published>2011-10-04T21:33:00.001+02:00</published><updated>2011-10-08T18:09:30.120+02:00</updated><title type='text'>4. Hot Snakes: Suicide Invoice</title><content type='html'>&lt;em&gt;(erstmals veröffentlicht am 29.04.2008, überarbeitet am 08.10.2011)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://robosexual.typepad.com/glob/images/hotsnakes.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 296px;" src="http://robosexual.typepad.com/glob/images/hotsnakes.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Trackliste:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. I Hate The Kids&lt;br /&gt;2. Gar Forgets His Insulin&lt;br /&gt;3. XOX&lt;br /&gt;4. Who Died&lt;br /&gt;5. Suicide Invoice&lt;br /&gt;6. Paid In Cigarettes&lt;br /&gt;7. LAX&lt;br /&gt;8. Bye Nancy Boy&lt;br /&gt;9. Paperwork&lt;br /&gt;10. Why Does It Hurt?&lt;br /&gt;11. Unlisted&lt;br /&gt;12. Ben Gurion&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Veröffentlichung: &lt;/strong&gt;2003&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Erstanden:&lt;/strong&gt; 2003, per Flight 13 Mailorder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Line- Up:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Rick Froberg - guitar, lead vocals&lt;br /&gt;* John Reis - guitar, backing vocals&lt;br /&gt;* Gar Wood- bass, backing vocals&lt;br /&gt;* Jason Kourkounis - drums (1999-2003)&lt;br /&gt;* Mario Rubalcaba - drums (2003-2005)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Unspektakulär&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;fing alles an, deswegen ist es vielleicht nicht verwunderlich, daß ich über eine meiner absoluten Lieblingsplatten, die ich wohl in den letzten 5 Jahren so häufig gehört habe wie kaum ein anderes Album, relativ wenig schreiben kann. Sie kam quasi einfach irgendwann ums Eck, klingelte an meiner Tür, trat ein, setzte sich auf meine Wohnzimmercouch und weigert sich seitdem beharrlich, wieder zu gehen. So einfach kann das Leben manchmal sein. Keine Anekdoten, keine Jugenderinnerungen, nur eine nächtliche Autofahrt durch Mannheim bei einem meiner besten Freunde auf der Rückbank, auf dem Weg zu einem Firewaterkonzert, und ein "Kennst du die schon? Hab ich mir heute geholt." samt einem "Bzzzzz"- Geräusch, als der CD- Player im Auto eben erwähntes Produkt in seine Eingeweide zog. "Das ist das Nebenprojekt von einem der Rocket From The Crypt- Typen."&lt;br /&gt;Ah ja. Eine Band, die sich bis heute vehement allen meinen Versuchen widersetzt, sie besser als allenfalls "ganz passabel" zu finden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was war das nun? Seltsam. Zuerst Geeiere und Geleiere samt blecherner Produktion, dann einige schnellere Songs, die sich aber irgendwie akustisch anhörten, vorgetragen in einer fast teenagerhaften Stimmlage, alles in allem etwas, das sich bei mir jeder Kategorisierung entzog.&lt;br /&gt;Zumindest war mein Interesse geweckt. Ich hörte sie mir noch zwei-, dreimal an, bestellte mir die Platte dann per Mailorder und das war es dann. Als ich das Klebeband des Päckchens durchschnitt, hatte schon eine gewisse Vorfreude von mir Besitz ergriffen... und nach dem ersten kompletten Durchlauf war ich dieser LP total verfallen. So oft hörte ich sie in den folgenden Monaten, daß ich sie mir endlich auf CD sichern mußte, weil ich Angst hatte, daß sich das Vinyl im Zuge dieser Dauerrotation auflösen würde.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Zeitsprung. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2005. Das dritte Album "Audit In Progress" war gerade erschienen, und die Hot Snakes waren auf Europatournee. Einziger Deutschlandtermin (soweit ich mich noch erinnere) war am 14. 05. in Nürnberg, mit Dan Sartain im Vorprogramm. Also packten wir in der Pfalz und in Karlsruhe zwei Autos voll, um dorthin zu tuckern. Wir sahen ein großartiges Konzert, auch wenn die Band überhaupt nicht mit dem Publikum kommunizierte und somit in den Pausen zwischen den einzelnen Stücken eine Art betretenes Schweigen entstand. Aber als Fan hörte man alle Songs, die man auch hören wollte, und als Zugabe gab es noch ein ellenlanges Stück der Hot- Snakes- Vorgängerband Drive Like Jehu.&lt;br /&gt;Das war ca. einen Monat, bevor mich ohne Vorwarnung die Nachricht erreichte, daß sich die Hot Snakes aufgelöst hatten. Bumm.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Bumm.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nadel senkt sich auf die Eingangsrille, und ein akustisches Gekritzel ertönt... ein seltsamer, dahineiernder Ton, der sich verdichtet, und aus dem Nichts eilt eine Melodica herbei (tatsächlich so ein Tastending, in das man dazu noch reintröten kann... ich sah es live mit eigenen Augen). Danach ein schwerer Rhythmus, der aber nichts an dem Geleier ändert, es jedoch strukturiert. Und dann der harmlos klingende Sänger mit einem abgrundtief sarkastischen Text, der zu seiner juvenilen Stimmlage (es war wirklich nur die Stimmlage... der gute Mann dürfte die 30 auch weitgehend hinter sich gelassen haben) in völligem Kontrast steht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;I HATE THE KIDS&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nobody does anything&lt;br /&gt;Wrong&lt;br /&gt;Nobody is a dilettante&lt;br /&gt;Everybody gets everything&lt;br /&gt;Everything they want&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Time to change up sheets&lt;br /&gt;Lock change&lt;br /&gt;Down&lt;br /&gt;Down in the street&lt;br /&gt;I wanna see ya all crossed up&lt;br /&gt;and hung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fine clothes&lt;br /&gt;Find work&lt;br /&gt;Grab a spade&lt;br /&gt;Get in the dirt&lt;br /&gt;The older you get&lt;br /&gt;The less you're worth&lt;br /&gt;You're gonna hit the market full force&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein markanter Einstieg, und sowieso sind Texte und Songtitel genauso einzigartig wie die Musik selbst. Zum Beispiel beim nächsten Song, "Gar Forgets His Insulin". Ein relativ schneller Song, der aber durch die völlige Abwesenheit von Bratgitarren irritiert und irgendwie naturbelassen wirkt, in etwa wie eine Holzspielzeugvariante zu "normalem" Punk-/Alternativerock, mit einem Rhythmus, der seltsame Assoziationen an sich rasant von einer Spule abwickelndes Schneidergarn weckt. Und mittendrin eine Melodie, trotz allem eine prägnante Linie, die sich sofort im Kopf festhakt... und beim nächsten Song wieder. Und wieder. Und wieder. &lt;br /&gt;Eine klappernde Kiste voll Murmeln und Holzklöppeln, aus der geradezu unsterbliche Hooklines und Melodielinien herausragen, für die so manch andere Band, die seit Äonen sinn- und planlos vor sich hinmusiziert, ihre Seele verkaufen würde. Mindestens. Und dann, wenn man denkt, es könnte nicht mehr besser werden, ein ganz kurzer Rhythmuswechsel oder eine sonstige Finesse, die einen Endorphinschub verursacht. Oder eine Textzeile, von der man sich wünscht, sie wäre einem selbst eingefallen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;"Can't live without the one I love&lt;br /&gt;Can't live with you&lt;br /&gt;The last person in the Tri-State&lt;br /&gt;Looking for the last ditch, black hole&lt;br /&gt;Something to do&lt;br /&gt;Yeah, you're stinking drunk&lt;br /&gt;You're drawing flies"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Bye Nancy Boy)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verdammt, ist das gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem: was soll ich ansonsten schreiben? Die Platte ist stilistisch sehr homogen, und jeden Song auseinanderzudröseln, wäre- noch sinnloser als bei Trend weiter oben- zur Redundanz verdammte geistige Onanie. Es ist schlicht und ergreifend ein Gesamtkunstwerk, und nach ziemlich genau 30 Minuten ist alles vorbei, und man wünscht sich nur, die Platte wieder umzudrehen und das Ganze nochmal zu erleben. Es gibt und gab Tage, da hörte bzw. höre ich das Album vier- oder fünfmal hintereinander, ohne daß es mir zum Hals raushängt... und das muß erstmal jemand fertigbringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Song ist noch erwähnenswert, der ebenfalls leierige, balladeske Titelsong, der dunkle Monolith dieser Platte, mit einem zwingenden, anschwellenden Rhythmus und seltsamem Gitarrensound, der klingt wie... was eigentlich? Pickings? Weiß der Geier, ich bin kein Musiker. Aber der Text schickt mich immer ziemlich drauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;You and I made a pact&lt;br /&gt;Only you could keep&lt;br /&gt;And now I answer to you&lt;br /&gt;In my sleep&lt;br /&gt;A suicide invoice&lt;br /&gt;In pen and ink&lt;br /&gt;Brings you to my bedside&lt;br /&gt;In yellow, white, and pink&lt;br /&gt;And when I dream&lt;br /&gt;I keep my promises to you&lt;br /&gt;I really do&lt;br /&gt;Suicide invoice&lt;br /&gt;Suicide dream&lt;br /&gt;And when I dream&lt;br /&gt;I keep my promises to you&lt;br /&gt;I really do&lt;br /&gt;A suicide invoice&lt;br /&gt;Yellow, white, and pink&lt;br /&gt;Brings you to my bedside&lt;br /&gt;In pen and ink&lt;br /&gt;And when I wake&lt;br /&gt;I know all our dreams will come true&lt;br /&gt;I really do&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was bleibt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Unfähigkeit, diese Platte adäquat zu beschreiben... weder kann ich es musikalisch, noch kann ich auch nur annähernd ausdrücken, was sie in mir auslöst. Oder was sie mir mittlerweile bedeutet. &lt;br /&gt;Um oasupp nochmal in einem anderen Zusammenhang zu zitieren: man besitzt diese Platte nicht, sondern umgekehrt. Wer einmal Musik jenseits aller ausgetretenen Pfade hören will, von einer Band, die mit drei Alben ("Automatic Midnight", "Suicide Invoice", "Audit In Progress") ihren eigenen, unverwechselbaren Stil geschaffen hat, sollte zu diesem Album greifen, bevor es eine komplette Rarität darstellt. Zum Einstieg in das Werk dieser Band ist es im Vergleich zu den meiner Meinung nach geringfügig schwächeren anderen beiden Werken (wobei "Salton City" auf "Automatic Midnight" nichtsdestotrotz der beste Hot Snakes- Song ever ist) die beste Empfehlung. Als Ergänzung kann man noch die direkte Vorgängerband Drive Like Jehu erwähnen, die deutlich sperriger daherkommt und deren instrumentallastige Songs, die bisweilen die 9- Minuten- Hürde nehmen, teilweise doch Geduld beim Hören erfordern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich, ja, ich belasse es diesmal beim kürzesten Text bisher und hoffe, beim ein oder anderen spricht bald die Musik für sich selbst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Nachtrag: die Hot Snakes haben sich 2011 wiedervereint und sind gerade auf Tour. Mal sehen, was aus der Geschichte noch wird.]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-6605746554086603408?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/6605746554086603408/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/4-hot-snakes-suicide-invoice.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/6605746554086603408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/6605746554086603408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/4-hot-snakes-suicide-invoice.html' title='4. Hot Snakes: Suicide Invoice'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-8027457119312478582</id><published>2011-10-03T21:52:00.012+02:00</published><updated>2011-10-05T12:17:11.316+02:00</updated><title type='text'>3. Trend: Navigator</title><content type='html'>(Erstmals erschienen am 01.02.2008,überarbeitet am 03. 10. 2011)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.musicline.de/cover/Trend_Navigator_4260016920686.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 300px;" src="http://www.musicline.de/cover/Trend_Navigator_4260016920686.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Trackliste:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Bereit!&lt;br /&gt;2. Standortvorteil&lt;br /&gt;3. Gott hat keine Flugzeuge&lt;br /&gt;4. 1970&lt;br /&gt;5. Mann in Uniform&lt;br /&gt;6. Das Ende der Experimente&lt;br /&gt;7. Rue Love&lt;br /&gt;8. Pop Anamur&lt;br /&gt;9. Mehr Rockelemente&lt;br /&gt;10. Was soll's?&lt;br /&gt;11. 5 Uhr morgens&lt;br /&gt;12. Stopf alles rein!&lt;br /&gt;13. Unsere Mission&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erschienen:&lt;/strong&gt; 2005&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gekauft im:&lt;/strong&gt; Studio Eins Plattenladen, Karlsruhe, ebenfalls 2005&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Band:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fezer (Gesang)&lt;br /&gt;Peter Lattermann (Gitarre, Synthesizer)&lt;br /&gt;Boris Koch (Baß)&lt;br /&gt;Stolle (Schlagzeug)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Das Leben,&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;es geht manchmal die seltsamsten Wege.&lt;br /&gt;Zum Beispiel finde ich gute 92%, was an deutschsprachigem Indierock meinen Weg kreuzt, recht grauen- und abszeßerregend.&lt;br /&gt;Da ich die Jungs von Trend aber persönlich kenne, kann man mir deswegen nun ziemlichen Hype unterstellen... denn warum sonst sollte ich ausgerechnet "Navigator" mögen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe die (mindestens) letzten 15 Jahre in einem Musikerumfeld verbracht, und könnte sämtliche Lokalhelden hier auf den Sockel hieven, einen begeisterten Orang- Utan- Kult betreiben und die 15 Plätze damit bestücken, ohne daß betreffende Bands auch nur drei Platten mehr dadurch verkaufen würden. Wieso also gerade Trend?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Drehen wir&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die Uhr einmal zurück, denn anders geht es mal wieder nicht, und knüpfen biographisch an meinen Slayer- Essay an. Zu jener Zeit gab es in Landau/ Pfalz einen ziemlichen Sumpfladen namens MASH, in dem sich vornehmlich sonntags die alternative Jugend aus den umliegenden Dörfern traf. &lt;br /&gt;Jedes Saukaff in der Pfalz hatte seine zwei bis vier Renegaten, die unter der Woche meistens ihr Leben als Exoten fristeten und von der übrigen Jugend im besten Fall ignoriert bzw. wohlmeinend in Läden mitgeschleppt wurde, in denen man sich mit abweichendem Musikgeschmack fühlte wie auf dem Planeten Orgo. &lt;br /&gt;Dieser Umstand führte dazu, daß sich nicht nur eine riesige, schwer überschaubare und teilweise lose verbundene Clique aus eben jenen Abweichlern bildete, sondern auch eine blühende Subkultur aus Bands mit den immer gleichen Leuten in diversen Kombinationen.&lt;br /&gt;Der Background war anfangs derselbe: alle kamen irgendwie aus dem Hardcore- oder Punkbereich. Pit Lattermann kannte ich noch aus meiner Parallelklasse auf dem Gymnasium, allerdings vom Sehen, und das als ziemliches Spießerkind (ich) und Hafenstraßen- Style- Punk (er)... erst Jahre später sollte uns ein Rollins- Band- Kapuzenpulli ins Gesprach bringen. Boris kannte ich ebenfalls vom Sehen her als ein Straight- Edge- Hardcore- Kiddie, das bei einem damaligen guten Freund von mir in die Klasse ging, und Stolle fiel mir dann später als Stammgast im MASH auf.&lt;br /&gt;Ich verbrachte meine Wochenenden im Proberaum mit einem hilflos zusammengewürfelten Haufen, der unter dem Namen "Contract" firmierte, irgendwelchen Möchtegern- Noise- Hardcore- Scheißdiewandan dahindilettierte und nach zwei grauenhaften Gigs das Handtuch warf.&lt;br /&gt;In der Zeit hatte sich in gut zwei Jahren einiges getan. Die "Szene" hatte sich in zwei Hälften gespalten. Da waren die "Guten", die nach wie vor an linken Idealen festhielten, und die "Bösen", die machten, auf was sie gerade Lust hatten, sich von niemandem mehr hineinreden lassen wollten und den politisch unkorrekten Habitus der AmRep- Bands und frühen Turbonegro adaptierten (ohne jedoch, das muß ich betonen, zu vergessen, auf welcher Seite sie standen, wenn es mal wieder gegen irgendwelche NPD- Treffen in der südpfälzer Walachei ging).&lt;br /&gt;Nach meinem Bruch mit den linken Dogmatikern fiel ich auch automatisch der zweiten Hälfte zu, blieb jedoch in frühen Jahren eher ein Appendix als ein wirkliches Cliquenmitglied.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In beide Hälften entstanden diverse Bands, die es normalerweise im besten Fall zu einer Single und einem Demotape brachten... auf "meiner" Hälfte waren das ganz früh eine Hardcoreband namens Meltdown und eine Death- Metal/Grindcoreband namens Homemade Abortion, deren Humor im Lauf der Jahre irgendwann legendär unappetitlich wurde (was dann bei einem Liveauftritt in einer mit Sense, Babypuppe und einem langhaarigen Basser in Frauenkleidern inszenierten Abtreibung gipfelte), danach eine unfaßbar brachiale Noiserockband namens Scud (eine der besten Livebands die ich jemals- ich betone, JEMALS- gesehen habe) und eine Garagenrockband namens Crime Kaisers, die es sogar ins VISIONS schaffte, aufgrund guter Beziehungen eine Single von Steve Albini produzieren ließ und auf der ersten Deutschlandtour im Café Central in Weinheim im Vorprogramm einer damals noch völlig unbekannten schwedischen Band namens "The Hives" spielte. Und das waren jetzt nur die Bands, an denen einer oder mehrere Mitglieder von Trend beteiligt waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazwischen lagen jede Menge Sachen, die nun zu sehr ins Private gehen würden... Fahrten zum DYNAMO in Eindhoven, Tage des Donners und adoleszenten Unfugs, jede Menge aller möglichen Konzerte, ein gemeinsamer Urlaub in Biarritz, und man war zwar nie richtig befreundet, kannte sich aber mittlerweile trotzdem recht gut.&lt;br /&gt;Höhepunkt war das alljährlich wiederkehrende Weihnachtskonzert diverser Bands aus unserem Dunstkreis im LOGO in Landau in der Pfalz, und das ist es bis heute geblieben... denn nach dem Ende der Crime Kaisers verlief sich alles etwas, eine Menge von uns kehrten der Provinz den Rücken und zogen nach Berlin, Köln, Karlsruhe oder Hamburg, und einmal im Jahr gibt es dort großes Klassentreffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Deswegen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;reduzierte sich der Kontakt auf ein- bis zwei eher zufällige Treffen im Jahr, und es war ein Kumpel von mir, der mich auf Trend aufmerksam machte. "Stolle hat eine neue Band", meinte er. Trend also. Beschissener Bandname, aber mal sehen, was da geht. Zunächst einmal nicht viel. "Das Produkt", eine Platte mit zappeligem Neo- NDW- Punk, deutschen Texten und einem hysterischen, mir bislang unbekannten Sänger. Ähm... für meine Ohren, denen ich eigentlich recht wenig derartiges zuzuführen pflege, klang das hektisch, klapprig und auf Plattenlänge relativ nervtötend. "Nicht meine Musik", mußte ich nach einem Hördurchgang feststellen, obwohl zwei, drei ganz nette Songs am Start waren.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Trotzdem schien es, als würden Trend relativ durchstarten. Ein Interview im PLASTIC BOMB, lobende Erwähnungen in INTRO und SPEX, und ich gönnte es den Jungs, denn immerhin machten sie schon lange genug Musik und hatten endlich mal größere Aufmerksamkeit verdient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann, irgendwann 2005, gab es einen unfaßbar entfesselten Auftritt in Karlsruhe. &lt;br /&gt;Eine Band, die auf einem enorm hohen Level alles wegblies und auf der Bühne eine Energie entwickelte, die sogar Skeptiker wie mich mitreißen konnte.&lt;br /&gt;Zwei Songmomente blieben bei mir haften: "Mehr Rockelemente" und die Textzeile "Wir hören das Brüllen der Motoren".&lt;br /&gt;Also was tun? "Navigator" war gerade erschienen, und ich beschloß, das Risiko einzugehen, mir die Platte zuzulegen.&lt;br /&gt;Das Cover war variabel, und man konnte wählen, wen von den Jungs man sich als Titelfigur ins Plattenregal stellen wollte. Also pickte ich mir aus dem LP- Stapel im Studio Eins das sympathisch onkelhafte Bild von Stolle raus (siehe oben), ging mit der LP in mein Stammbistro, um Fußball zu schauen und das ein oder andere Weizenbier zu vernichten, und kam mitten in der Nacht nach Hause. Also, was tun mit dem angebrochenen Abend? Ich beschloß, mir die LP noch reinzutun. Und danach war alles anders.&lt;br /&gt;Irgendwas war über mich hinweggaloppiert, und ich war erst einmal baff und genoß einen Moment die erholsame Ruhe in meiner Wohnung. Eigentlich hätte ich ins Bett gehen sollen, denn es war ungefähr 2 Uhr nachts, und ich hatte am selben Tag noch eine Spätschicht zu absolvieren, aber keine Chance. Also zum Kühlschrank, noch eine Flasche Hoepfner geköpft und die Platte rumgedreht, sowie meinem Kumpel eine SMS geschrieben, daß die neue Trend ein verdammter Brecher ist und er sie sich umgehend kaufen soll. Die Südpfalz Bankertz hatten mich mal wieder im Sack. Schweinebande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vor allem,&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wie ich immer betonen muß, hätte mich die Platte auch erlegt, wenn ich die Jungs nicht gekannt hätte. Es war einfach exakt der richtige Zeitpunkt, wie später auch bei "Monarchie und Alltag" von den Fehlfarben, die ich mir zulegte, nachdem mich jemand mit dem Nicknamen "oasupp" auf Ähnlichkeiten zwischen beiden Bands aufmerksam machte.&lt;br /&gt;Denn der Opener "Bereit!" prescht schon dermaßen ungestüm um sich schlagend aus den Boxen (das "Brüllen der Motoren", da war es also endlich) mit der simplen, aber genialen Idee kombiniert, den ganzen Song an zwei einzelnen, immer wiederkehrenden Gitarrentönen aufzuhängen, die sich sofort festhaken, so daß man ihn bereits nach dem ersten Hören kaum noch aus dem Ohr kriegt.&lt;br /&gt;Was auch noch ein Merkmal der Platte ist, welches sofort auffällt, sind die Texte. Sie sind relativ simpel und endreimig, was mir (vor allem im HipHop- Bereich) meistens eher unangenehm aufstößt, aber Fezer hat echt ein Gespür für Bilder und zudem noch die Angewohnheit, altbekannte Phrasen, die man im Leben schon bis zur Blödwahnigkeit gehört hat, da sie von allen möglichen Medien- und Autoritätseseln in gräßlich automatisierter Redundanz wiederholt werden, fließend in die Lyrics einzubauen (sehr schön: &lt;em&gt;"Könntest du das nochmal wiederholen? Ich glaube wohl, da hab ich mich verhört." "Was soll bloß aus Deutschland werden? Wenn's nach ihm ging, hieß es einfach 'Rübe ab'. "&lt;/em&gt;), daß es einem ein Grinsen entlockt, und das ganze zudem mit allerlei Lautmalereien (&lt;em&gt;"Ah ah uh", "Bababaah"&lt;/em&gt; etc. pp. uga uga) aufzupeppen, die perfekt als Hookline funktionieren. Dabei ist das Ganze erstaunlich clever, ohne diesen penetranten "Kunst"- Anspruch plakativ vor sich herzutragen, der mir viele neuere deutsche Bands nicht nur verekelt, sondern- gemessen an ihren schreiberischen Fähigkeiten- mich dazu auch noch ihrer maßlosen Selbstüberschätzung versichert (steinigt mich).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hooklines: die Jungs haben einfach ein Händchen dafür. In jedem Song findet man eine prägnante Stelle. Im zweiten Song "Standortvorteil", ähnlich geartet wie der Opener, ist es die Textzeile &lt;em&gt;"Du bist nur eine Übergangsregierung, die Chancen stehen gut, daß du überflüssig wirst" &lt;/em&gt;,die sich in den Vordergrund spielt, bei der Single "Gott hat keine Flugzeuge", ein im Vergleich zum Start eher betulich dahinschrammelnder (und meiner Meinung nach auch schwächerer) Song ist es ein simples &lt;em&gt;"Ich weiß es ganz genau"&lt;/em&gt;,daß sich mit beängstigender Penetranz ins Gedächtnis brennt.&lt;br /&gt;Weiter geht's mit einem leiernden Gitarrenriff, welches "1970" einleitet, einen Song, der wahrlich nichts für empfindliche Gemüter ist und in seiner hypernervösen Art wohl am ehesten an jemanden erinnert, der einen epileptischen Anfall bekommt und dabei eine Treppe herunterfällt.&lt;br /&gt;Aber eine Verschaufpause ist bereits in Sicht, und zwar mit dem Hit der Platte, ein nicht gerade origineller, dennoch herausragender Monolith von einem Song: "Mann in Uniform". Das offensichtliche Gang Of Four- Zitat weist bereits die Richtung: eine von (*Innenhülle rauskram*) Timor Cirak gespielte Darbuka (was immer das auch sein mag, es ist jedenfalls perkussives Getrommel) leitet eine fette, pumpende Baßlinie und einen (*hust*) Mördergroove ein, der die Beine nicht stillstehen läßt. Es tut mir leid, aber wer dazu nicht tanzen kann, ist von den Socken aufwärts tot, auch wenn es heißt &lt;em&gt;"In diesem Titel kein Wort von Disco".&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres New- Wave- Punk- Gefrickel ("Das Ende der Experimente", feat. "Bababaaa" und ekstatisch-manischem 80er- NDW- Synthiesolo) leitet zu dem für mich wichtigsten Song über: "Rue Love".&lt;br /&gt;Laut Fezers Aussage im INTRO kam ihm die Idee zum Titel, als er vor einem Club namens True Love stand, bei dem in der Leuchtschrift das "T" ausgefallen war. So weit, so gut. Der Text gefiel mir bereits von Anfang an, seitdem ich jedoch eine Lebenssituation hinter mir habe, auf die er paßte wie der Arsch auf den Eimer, hat er eine besondere Bedeutung für mich:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;"Mein Stabilitätspakt, Stabilitätspakt&lt;br /&gt;wird Tag für Tag verletzt&lt;br /&gt;Sanktionen, Sanktionen&lt;br /&gt;ausnahmsweise ausgesetzt&lt;br /&gt;Gut zu wissen, schön zu sehen,&lt;br /&gt;daß anderen sowas auch passiert&lt;br /&gt;Rolle rückwärts, Rolle rückwärts&lt;br /&gt;seh mich um und bin bei dir."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstaunlich, daß eine Band, die nach eigener Aussage ihren Texten wenig Bedeutung beimißt, manchmal den Nagel dermaßen auf den Kopf treffen kann. Dazu taucht dann am Ende noch ein Waldhorn (!), gespielt von Harald "Sack" Ziegler auf.&lt;br /&gt;Die B- Seite startet mit "Pop Anamur", quasi dem Titelsong (dank dem "Navigator" im Refrain) gleich wieder durch, mit einem Text, der die ständige Jagd nach den neuesten Hypes beschreibt:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Zeig mir die neue Idylle, ruder rum um hundertachtzig Grad, Steuer hart backbord, wird langsam wieder Zeit",&lt;/em&gt; während "Mehr Rockelemente", eigentlich ein Mitgrölhit vor dem Herrn, von einem völlig vertrackten Rhythmus eingeleitet wird, der das Ganze erstaunlich konterkariert.&lt;br /&gt;Apropos "konterkariert": zu jedem Song was zu schreiben, ist müßiges Gewürge, denn es geht nunmal stilistisch zumeist in eine Richtung, die man entweder mag oder es bleiben läßt. &lt;br /&gt;"Was soll's" und "Stopf alles rein!" sind noch einmal schnelle Smasher, die man auch mögen wird, wenn man die Platte bis dahin mochte, "Unsere Mission" ist der augenzwinkernde Abschluß der Platte, wieder mit Mitgrölrefrain, Waldhorn und der unsterblichen Textzeile &lt;em&gt;"Der Weisheit letzten Schuß hab ich mir eben grad gesetzt, auf einem furchtbar sauberen Klo, da stand schon vorher drauf &lt;br /&gt;"Besetzt", &lt;/em&gt;und was noch aus dem Rahmen fällt ist das nahezu epische Ausmaße annehmende "Fünf Uhr morgens".&lt;br /&gt;Dieses entstand für (ausgerechnet) einen Gunther- Gabriel- Tributesampler (ohne Witz),ist also ein textlich modifiziertes Gabrielstück (der als Titelfigur "Gunther" auch im Text auftauchen darf) und ein auf einer dominanten Baßlinie einbeinig durch die im Text beschriebene Nacht hüpfendes Stück, das eine richtige, zutiefst trostlose Geschichte erzählt, die man nachvollziehen kann, wenn man sich jemals zu später Stunde vor lauter Elend in irgendwelchen Spelunken am letzten Bier festgehalten und sich dabei von irgendwelchen Grenzdebilen die Welt erklären lassen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ist die Platte zuende und die Zeit für ein Fazit gekommen. Wie diverse Rezensionen zeigen, haben es Trend durchaus nicht einfach. Viele Leute störten sich am "unsympathischen" Gesang und am nervtötend frickeligen 80er- NDW- Einschlag. Umso spannender ist es, was da noch kommen wird, denn die dritte Platte steht in den Startlöchern, diesmal auf einem Major- Sublabel (im Moment noch alles Spekulation, da ich schon länger keinen der Jungs mehr getroffen habe und fragen konnte), und die letzte Single hat mittlerweile via Albert Koch auch endlich mal den Einzug in den MUSIKEXPRESS gefunden.&lt;br /&gt;Für mich ist es natürlich auch großartig und sehr spannend, was aus den Jungs wird, und zeigt auch, daß es eine Art Gerechtigkeit gibt, wenn sich 15-20 Jahre konstantes künstlerisches Arbeiten endlich mal auszahlen... zumal es auch für unsere Region sehr wichtig ist, wenn endlich mal jemand davon überzeugt wird, daß es bei uns nicht nur Hinterwäldler gibt, die kein Deutsch sprechen und mit den Händen rohe Kartoffeln fressen.&lt;br /&gt;Unterdessen bleibt mir "Navigator"... mittlerweile dürfte ich die Platte 40 Mal gehört haben, und sie wächst immer noch und hält Entdeckungen bereit.&lt;br /&gt;Danke, Jungs. Ich freue mich auf's nächste Mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Nachtrag vom 04.10.11: Heidewitzka, fand ich den Text schlecht, als ich ihn in der Urfassung erneut las. Demzufolge habe ich an ihm ebenfalls sehr viel herumgefeilt, -gesägt und -gebastelt, um ihn halbwegs ohne ein immenses Gefühl der Peinlichkeit auf die Menschheit loslassen zu können.&lt;br /&gt;Die Euphorie im absichtlich im Original belassenen Schlußwort hielt leider nicht lange vor...zwar machten Trend mit dem Nachfolger "Vier" tatsächlich Anstalten, endgültig durchzustarten, aber nachdem sich Boris aus gesundheitlichen Gründen aus der Band verabschiedet hatte, kam selbige leider nicht mehr richtig aus dem Quark und ist mittlerweile sanft entschlafen. Schade.]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-8027457119312478582?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/8027457119312478582/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/3-trend-navigator.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8027457119312478582'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8027457119312478582'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/3-trend-navigator.html' title='3. Trend: Navigator'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-8342301108750063713</id><published>2011-10-02T21:02:00.003+02:00</published><updated>2011-10-02T21:37:33.917+02:00</updated><title type='text'>2. Slayer: South Of Heaven</title><content type='html'>&lt;em&gt;(erstmals erschienen am 13.07.2007, erneut veröffentlicht am 02.10.2011)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://cdn.snowboardermag.com/files/2009/10/south-of-heaven.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 401px; height: 404px;" src="http://cdn.snowboardermag.com/files/2009/10/south-of-heaven.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erscheinungsjahr: &lt;/strong&gt;1988&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;von mir gekauft: &lt;/strong&gt;ungefähr 1992, in der Musicbox (R.I.P.), Landau/Pfalz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Trackliste:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;1. South Of Heaven&lt;br /&gt;2. Silent Scream&lt;br /&gt;3. Live Undead&lt;br /&gt;4. Behind The Crooked Cross&lt;br /&gt;5. Mandatory Suicide&lt;br /&gt;6. Ghosts Of War&lt;br /&gt;7. Read Between The Lies&lt;br /&gt;8. Cleanse The Soul&lt;br /&gt;9. Dissident Aggressor&lt;br /&gt;10.Spill The Blood&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Zu den Interpreten:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Slayer wurde 1982 von Tom Araya (voc, b) und Kerry King (g) gegründet, zu denen dann später Jeff Hanneman (g) und Dave Lombardo (dr) hinzustießen.&lt;br /&gt;Anfangs spielten sie "normalen" Heavy Metal, beschlossen aber recht bald, ihn musikalisch auf die Spitze zu treiben. Ihr Debüt "Show No Mercy" (1983) begründete mit Metallica's "Kill 'Em All" das Genre des Thrashmetal. Auf den Coverphotos posierte die Band noch mit allerlei Leder, Stachelarmbändern und satanischem Unfug und bot blasphemische Splattertexte, die heute samt Outfit eher unfreiwillig komisch wirken, im damaligen zeitlichen Kontext aber eine enorme Provokation darstellten.&lt;br /&gt;Die alberne Kostümierung verschwand auf ihrem nächsten Album "Hell Awaits" (1985), die Texte blieben anstößige Blut- und Horrorexzesse, so daß man schließlich einen Vertrag bei Rick Rubins "Def Jam"- Label unterschrieb, da ihre Plattenfirma das nachfolgende Album "Reign In Blood" nicht veröffentlichen wollte. Was auch kein Wunder war: "Angel Of Death" über den KZ- Schlächter Josef Mengele wurde ein Riesenskandal, und die Bandmitglieder gerieten in den Ruf, Nazisympathisanten zu sein (was Kerry King in dem Fall dazu bewogen hat, mit den vor ihrer Konvertierung zum Buddhismus noch jüdischen Beastie Boys "No Sleep 'Till Brooklyn" einzuspielen, mag sein Geheimnis bleiben). &lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz wurde die Platte ein Meilenstein, da sie auch heute noch, mittlerweile 25 Jahre nach ihrem Erscheinen, von beeindruckender musikalischer Härte ist. Oder, für Metalhasser: klingt ungefähr, wie seine Ohren 30 Minuten an eine Waschmaschine im Schleudergang zu pressen, während daneben jemand ab und zu einen Zahnarztbohrer einschaltet.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Anschließend erschienen die erheblich ausgefeilteren Alben "South Of Heaven" und "Seasons In The Abyss" (1990), und allmählich verabschiedete man sich auch textlich vom ganzen Satansquark.&lt;br /&gt;Nach "Live- Decade Of Aggression" stieg Dave Lombardo aus und die Suche nach einem geeigneten Drummer geriet zur Farce.&lt;br /&gt;Paul Bostaph von Forbidden spielte "Divine Intervention" (1994) ein, verlor sich aber beim Versuch, Lombardo zu kopieren, oftmals in wirrem Getrommel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor "Undisputed Attitude", einem relativ umstrittenen Album mit Covers alter Hardcorepunk- Klassiker tauchte kurz der äußerlich eher uncoole Minipli-Mann John Dette von Testament hinter der, Achtung: Schießbude auf, um den Platz kurz darauf wieder für Paul Bostaph zu räumen. So chaotisch und unentschlossen wie bei der Drummersuche präsentierten sich Slayer auch musikalisch:&lt;br /&gt;Am kreativen Tiefpunkt 1998 folgte mit dem "experimentellen" "Diabolus In Musica", einem hilflos klingenden Surrogat aus Slayer ca. 1990 und NuMetal noch dazu ein grütziges Album voll konfuser Quatschmusik. Die Band galt bei weiten Teilen der Gefolgschaft als erledigt.&lt;br /&gt;Umso triumphaler die Rückkehr: "God Hates Us All" (2001) war eine perfekte Synthese aus altem und neuen Sound, und die Band präsentierte sich wieder als Einheit.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Dann mußte Paul Bostaph seinen Job quittieren (offiziell wegen Knieproblemen) und Dave Lombardo kehrte zurück, was 2006 zu dem Album "Christ Illusion" (und dann zum Nachfolger "World Painted Blood"), auf denen die Band partout wieder wie 1986 klingen wollte (was nur bedingt gelang), sowie einem seltsam anmutenden Hype um Slayer führte.&lt;br /&gt;Seltsam deshalb, weil ich kaum eine Band kenne, die stärker polarisiert. Die Grenze zwischen kultischer Verehrung und absoluter Ablehnung war noch nie so dünn.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Zum Album:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a) Slayer und ich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst einmal stellt sich die Frage nach dem "Warum", führt extremer Metal in den sogenannten "seriösen" Bestenlisten dieser Welt doch eher ein Hinterbänklerdasein und landet meistens Einzelalbenweise in den Top 10 genrefremder Musiker, die damit unter Beweis stellen wollen, welch wilde Kerle sie doch sein können, wenn man sie nur läßt.&lt;br /&gt;Zugegeben, musikalisch ist "Seasons In The Abyss" um einiges besser, und "Reign In Blood" gilt als Meilenstein, der ein Genre revolutionierte. Aber beiden gebührt nicht die Ehre, meine musikalische Entwicklung entscheidend beeinflußt zu haben, wenn auch zunächst nur latent. Und das MUSS erzählt werden, weil dieser Aufsatz ohne diese Geschichte einfach nicht komplett wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1989 fanden Slayer für mich in einem kompletten Paralleluniversum statt. Ich hörte U2, Genesis, Queen und im besten Fall noch die Pogues. Damals las ich noch den ME/SOUNDS und freute mich damals tierisch über die "Reign In Blood"- Rezension vom "Heavy- Fachmann" Andreas Kraatz ebenda, der einen der übelsten Verrisse ablieferte, die ich jemals im ME lesen durfte. (Damals waren die Rezensionen noch in Genres untergliedert, Harald InHülsen machte z.B. den Alternativebereich, Wilfried Dulisch Weltmusik etc.pp.)&lt;br /&gt;Ich zitiere ungefähr aus dem Gedächtnis:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Wenn die vier Kalifornier ihre Angriffe reiten, biegen sich alle Balken, hat man das Gefühl, eine All- Star- Band aus den Clash, Ramones und den Sex Pistols zum zwanzigjährigen Bestehen von Motörhead zu hören. Dreckig, debil und dekadent sind ihre Urlaute. In dem Zusammenhang etwas von "musikalischer Kompetenz" zu faseln, grenzt an Frechheit."&lt;/em&gt; Ergebnis: null Punkte und heute die Erkenntnis, daß der Frischgefönte, der alles, was härter als Helloween war, generell mit einem Stern abwatschte, die wohl legendärste Fehlbesetzung war, die sich der ME jemals auf einem speziellen Posten leistete.&lt;br /&gt;Doch damals hatte es diese Scheißmusik meiner Meinung nach verdient, abgewatscht zu werden, deshalb freute ich mich bei Erscheinen von "South Of Heaven" auch auf den neuen ME, erwartete wieder *, und dann kam Andrian Kreye und gab der Platte deren fünf. Ich war perplex.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu der Zeit durfte ich dann auch die Schulart wechseln, vom Gymnasium auf die Realschule, da ich an ersterem die Mitarbeit nahezu komplett eingestellt hatte und meine Zensuren demzufolge recht grandios ausfielen (ein großer Fehler, den ich Jahre später dank dem Zweiten Bildungsweg glücklicherweise korrigieren konnte).&lt;br /&gt;Am Gymnasium gab es ein paar vereinzelte Modemetaller, aber die hörten im härtesten Fall Anthrax, Metallica oder Tankard und waren recht absonderliche Exoten. Die übrigen ca. 90 % der Schüler waren hauptsächlich Nerds oder Bildungsbürgerkinder, denen man das auch ansah, hübsche Jugendliche mit Klassenbewußtsein. Ich war nichts von alledem, obwohl ich mit den geschätzt 3 Punks und den ca. 15 Metallern auch rein gar nichts zu tun haben wollte, da ich damals ernsthaft darüber nachdachte, in die JU einzutreten, was einiges über mich zu jener Zeit aussagt. &lt;br /&gt;Und dann der erste Tag an der Realschule: Kulturschock. Weit und breit nur Kutten, Aufnäher und langhaarige Schnurrflaumträger, die an der Bushaltestelle Marlboro rauchten. Mein persönlicher Alptraum. Was nun?&lt;br /&gt;Es stellte sich heraus, das zwei der wüstesten Typen auch noch bei mir in der Klasse waren... und sie waren beide komplett in Ordnung. Mein Weltbild geriet soweit ins Wanken, daß ich mir von einem Metallerkumpel ein Slayer- Tape auslieh, weil ich mir "das da" einfach mal anhören wollte, um rauszufinden, was denn nun so toll war an dem ganzen Scheißdreck. An dem Tag, an dem ich es in Empfang nahm, fühlte ich mich zum ersten Mal irgendwie rebellisch.&lt;br /&gt;Und dann daheim: erste Kontaktaufnahme. Möglichst heimlich und leise, damit mich meine Eltern nicht für völlig verrückt hielten. Die Feststellung, daß das durchaus was hatte. Immer und immer wieder auf den Opener zurückspulen, in erschreckter Faszination. Und eine Woche später das Tape genauso erschreckt zurückgeben, und das in erster Linie, weil mir das Gehörte irgendwie gefallen hatte, ich damals aber noch viel zu verspießt war, um mir das einzugestehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Jahre später kam dann meine persönliche Punk- Explosion, die ich so bezeichnen kann, da sich die Gräben zwischen den Jugendkulturen unter dem Eindruck dessen, was da plötzlich aus der Kanalisation kroch und mit einem Mal wieder überall präsent war (nach Hoyerswerda hatten es dann auch allmählich die Medien begriffen, was sie jedoch nicht daran hinderte, ihre Sommerlöcher mit Scheinasylanten zu stopfen und sich den Schuh anziehen zu müssen, bei etlichen geistig Minderbemittelten einen Nährboden für Müllparolen bereitet zu haben) wenn nicht unbedingt geschlossen, so doch verkleinert hatten. Man rückte halt unter einem alternativen Banner zusammen, Punks, Metaller, Skater und frühe HipHopper, so daß man- wie in meinem Fall- Slime, die Dead Kennedys, Nirvana, Faith No More, Public Enemy (alles zeitgleich entdeckt) und im Zuge dessen dann auch Slayer hören und sich trotzdem als "Punk" fühlen konnte, obwohl ich strenggenommen nie einer war. Es war eine Zeit der Einigkeit, in der selbst vorher unpolitische Subkulturen Flagge zeigen mußten, denn auf's Maul gab es damals auf den Dörfern für jeden, der zur falschen Zeit am falschen Ort war (sogar ein völlig apolitischer, eher schnauzbartproletiger Metalhead aus meinem Bekanntenkreis kam nach einem Pestilencekonzert in den Genuß, sich mit einem Trupp Neonazis herumklatschen zu dürfen). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So nah standen sich diverse Jugendkulturen vor dem Zeitalter der absoluten Beliebigkeit nie wieder (und lange hielt dieser Zustand auch nicht an, auch wenn er in meiner Generation durchaus nachhallt), und alles war möglich und mischte sich wild.&lt;br /&gt;Und ausgerechnet die politisch unkorrekteste Band der damaligen Zeit wurde zum alles überragenden Soundtrack für mein verändertes Leben. Entgegen der Meinung vereinzelter Leser war ich nie Metaller, bin keiner und werde nie einer sein, trotz meiner Vorliebe für eine handvoll Bands aus dem Genre. Wie es nun aber dazu kam, daß ausgerechnet eine Metalband zu meiner unbestritten absoluten Lieblingsband werden konnte, ist aber hiermit erklärt. Und der Vadder klappt nun das Geschichtenbuch zu und geht nach Hause... nein, noch nicht ganz, denn eines sollte man vor lauter Gelaber nicht vergessen, nämlich&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;b) das Album.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was macht den gleichnamigen Opener so faszinierend? Ist es dieses verhallte Gitarrenintro, daß da in Superzeitlupe aus den Boxen kriecht und klingt, als würde es von einer Kirchenorgel gespielt? Diese simple Kindermelodiehookline, die sich bereits beim ersten Hören ins Gehirn einbrennt? Es war ein geschickter Schachzug, nach einem Gemetzel wie "Reign In Blood" das Album mit solch einem Schleicher zu beginnen und jedem, der wieder ein völliges Massaker erwartete, gleich mal den Wind aus den Segeln zu nehmen, auch wenn sich manche "Fans" gleich mit Grausen abwandten und "Kommerz" riefen. Das Tempo wird stufenweise angezogen, das Riffing wird härter, ohne daß der Song irgendwann komplett das Gas durchdrückt, und es bleibt genug Raum für Dave Lombardos Schlagzeug, der hier Gelegenheit hat, auch voreingenommenen Hörern, für die das Vorgängeralbum unhörbare Foltermusik ist, zu beweisen, daß er zurecht einen Ruf als Ausnahmedrummer genießt.&lt;br /&gt;Allein sein erster Einsatz mit vertrackten Rhythmusfiguren, die mit kurz angerollter Doublebass ausgefüllt werden, wobei sich sein Spiel trotzdem perfekt ins zurückgenommene Tempo einfügt, ist für mich einer der Höhepunkte der Platte. Und gerade, wenn man denkt "Ach, so schlimm ist das doch gar nicht", mündet der Song in einen fiesen Rückkopplungston, der zuerst gehalten wird... tiefer wird... unheildräuend wird... und dann... BANG! Vollgas. Gemetzel. "Silent Scream" prescht aus den Boxen hervor und läßt jedem, der das vorherige Stück gerade noch erträglich fand, vor Schreck die Gehörgänge zuklappen. Ein in irrsinnigem Tempo heruntergedroschener Song, textlich eine (natürlich) wunderbar subtile Auseinandersetzung mit dem Thema "Abtreibung", die bei empfindsamen Gemütern im besten Fall Verständnislosigkeit oder Empörung bzw. Brechreiz hervorrufen dürfte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Life preordained&lt;br /&gt;Humanity maintained.&lt;br /&gt;Extraction termination&lt;br /&gt;Pain's agonizing stain.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Embryonic death,&lt;br /&gt;Embedded in your brain.&lt;br /&gt;Suffocation, strangulation,&lt;br /&gt;Death is fucking you insane.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nightmare, the persecution&lt;br /&gt;A child's dream of death."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hervorzuheben sind zwei Dinge: zum Ersten mal wieder Dave Lombardo, der durch das Stück galoppiert, immer wieder Breaks einflicht, die dermaßen ausufern, daß der Song kurz davor steht, völlig in seine Einzelteile zu zerfallen, nur um dann punktgenau wieder im Rhythmus zu landen (und bei der letzten Strophe dermaßen die Doublebass verdrischt, daß man sich nur noch wundert... jeder, der das mal auch nur kurz probiert hat, weiß, wovon ich rede), und das unangenehme Auftauchen des absoluten Slayer- Erkennungszeichens, das es auch wohlwollenden Hörern bisweilen schwermacht, die Band rundum gutzufinden: die wahnsinnigen, schmerzhaft grellen, von keiner Melodieführung auch nur angetasteten Zahnarztbohrergitarrensoli von Kerry King und Jeff Hanneman, die immer penibel im Textabdruck angekündigt (Lead: Hanneman, King, Hanneman) und teilweise ausgewalzt werden, bis wirklich kein Fußnagel mehr unaufgerollt bleibt. Mir wischt dieses Festhalten an alten Foltermethoden bis zum heutigen Tag mittlerweile ein Grinsen auf's Gesicht, den ich kenne wirklich niemanden, der diese Soli ernsthaft gutfindet, aber dagegen genug Leute, die der Meinung sind, daß sie "einfach dazugehören, weil sonst etwas fehlen" würde. Und genau so geht es mir auch.&lt;br /&gt;Nächster Song: "Live Undead". Ein Gitarrenriff im Hintergrund, dasselbe noch mal vorne, dann groovt sich das Stück im Midtempo ein (ja, es groovt), Tom Araya singt irgendeinen Schwachfug, der durch Gitarrengejaule unterstrichen wird. Und das Muster wird beibehalten, auch wenn der Song später sein Tempo verdoppelt. Das mag abwertend klingen, aber es täuscht, denn ich mag das Stück sehr, alles daran ist schief und disharmonisch, angefangen beim Sprechgesang bis zu den wirklich Gänsehäute des Unwohlseins verursachenden Gitarrensounds, und es macht trotzdem auf seltsame Art und Weise Spaß. So muß sich jemand fühlen, der sich beim Sex freiwillig auspeitschen läßt.&lt;br /&gt;Dann darf das Thema "Zweiter Weltkrieg" mal wieder ran: eine Gitarre schreddert im Hintergrund vor sich hin, eine zweite steigt mit demselben Geschredder ein, dann kommt Lombardo und drischt den Rhythmus auf der Snare, um wiederum in einen erstaunlich entspannt dahinrollenden Groove zu verfallen. "Behind The Crooked Cross", hinter dem Hakenkreuz also, wo laut Text durch Ströme von Blut gewatet wird und penibel Kriegsbilder beschrieben werden, bevor dann relativ unerwartet (und songtechnisch leider auch etwas ungeschickt) ein Break hereinschneit und wieder losgeknüppelt und- gegniedelt wird, bis die Kühe heimkommen.&lt;br /&gt;Hatte der Song vielleicht außer einer puren Zustandsbeschreibung eine kritische Komponente, die man nur mit gutem Willen erkennen konnte, wenn man es wollte, kann man diese "Mandatory Suicide", welches Tom Araya bei Konzerten gerne mal ironietriefend &lt;em&gt;"Our friends that made it back alive from the Persian Gulf"&lt;/em&gt; widmet (sehr schön nachzuhören auf der "Live- Decade Of Aggression"- Platte von 1991) nun wirklich nicht absprechen. &lt;em&gt;"It's a song about choice, the ultimate sacrifice", &lt;/em&gt;ein Midtempostück mit charakteristischem Gitarrenhook, in dem Tom Araya gegen Ende mit Grabesstimme ein Vietnamkriegsszenario aus Blut, Tod und Verstümmelung beschreibt, während die Gitarren über dem stoischen Schlagzeugspiel Geräusche erzeugen, die wohl Luftangriffe und Granateinschläge simulieren sollen. Jedem Kriegsfreiwilligen ins Stammbuch geschrieben.&lt;br /&gt;Damit endet die (für mich) überragende erste Hälfte, die zweite schwächelt leider etwas. Mit dem honkigen "Ghosts Of War" konnte ich seltsamerweise nie wirklich was anfangen, außer mit dem Schlußpart, wo (anders als bei den vorherigen Stücken) das Tempo herausgenommen wird und die Gitarren schwer vor sich hinfrikassieren. Aber das Anfangsgeholze in Radioweckerlautstärke, das plötzlich mit einem hereinknallenden Riff doppelt so laut wird (ein Trick, den QUOTSA auf dem "Songs For The Deaf"- Opener nochmal aufgegriffen haben) hat mich nie wirklich gepackt, und der Text ist doof.&lt;br /&gt;Also schnell weiter zu "Read Between The Lies", einer schonungslosen Abrechnung mit Fernsehpredigern zu einer Zeit, als man mit dem Thema noch richtig Ärger kriegen konnte, bevor es im Mainstream angelangte und sogar Genesis mit "Jesus He Knows Me" (ich oute mich in diesem Rahmen mal kurz dahingehend, daß ich das Video dazu sehr witzig finde... und der Song ist sooo schlecht auch nicht) 1991 einen Hit bescherte. Also waren Slayer schon drei Jahre früher damit am Start, und zwar mit einem ungewöhnlich vertrackten Midtempostück, weit entfernt davon, headbangtauglich zu sein, rhythmischem Sprechgesang (womit Tom Araya später ja noch öfter überrascht hat) fernab von jeglichem Crossover und folgendem Text:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Evangelist you claim God speaks through you,&lt;br /&gt;Your restless mouth full of lies gains popularity.&lt;br /&gt;You care not for the old that suffer,&lt;br /&gt;When empty pockets cry from hunger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Penniless from their generosity,&lt;br /&gt;Sharing their money to quench your greed.&lt;br /&gt;Searching for the answer to their prayers&lt;br /&gt;They cry their last wish of need.&lt;br /&gt;Save me.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;His spirit lives and breathes in me.&lt;br /&gt;The almighty transformed to your screen.&lt;br /&gt;The meanings lost in its translation,&lt;br /&gt;No holy words, describe his deception.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;You say you'll help us find the lord,&lt;br /&gt;Tell me preacher how do you know&lt;br /&gt;A simple quest for a visible savior,&lt;br /&gt;To lead us through our final prayer.&lt;br /&gt;Save me.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Send your donations,&lt;br /&gt;Contribute to the cause.&lt;br /&gt;Luxuries,&lt;br /&gt;Your righteous reward?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Praise the lord, praise god,&lt;br /&gt;Is what you wish to sell.&lt;br /&gt;There is no heaven without a hell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;LEAD: HANNEMAN&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In your mind's eye could you truly believe,&lt;br /&gt;That by giving you can save your soul,&lt;br /&gt;Could you be so naive!&lt;br /&gt;You heal the sick,[you] raise the dead,&lt;br /&gt;You blind the congregation&lt;br /&gt;With the things you say.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Religious blackmail a deceit of trust,&lt;br /&gt;That death will come and all will be lost.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Can you hear the serpents call,&lt;br /&gt;Look deep in those deceiving eyes.&lt;br /&gt;Ignore the writing on the wall,&lt;br /&gt;You should read between the lies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;When doubt subsides his honesty,&lt;br /&gt;An inquiry, is it blasphemy?&lt;br /&gt;Impure the soul, that's made to suffer,&lt;br /&gt;No sermons left to hide or cover,&lt;br /&gt;An empty promise, lie unfulfilled,&lt;br /&gt;To steal a dream or get it killed.&lt;br /&gt;They claim your trip to heavens nearby,&lt;br /&gt;you my believe it but Satan wouldn't lie."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hat gesessen, und abgesehen von den albernen Satanismen, die aber wohl damals zum Standardprogramm gehörten, kann man das wohl kaum besser auf den Punkt bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich las mal ein Interview mit Tom Araya, in welchem er meinte, daß ihm "Cleanse The Soul" heute eher peinlich ist. Laut ihm wollte er einfach mal wieder einen Song schreiben, und heraus kam ein Schnellschuß mit einem lächerlichen Text. Das könnte man fast so stehenlassen, obwohl der Song durchaus seine Momente hat, vor allem das shreddernde Intro finde ich grandios. Aber im Vergleich zum Rest des Albums schmiert er halt wirklich eher ab (es wird halt reichlich unoriginell durchgeknüppelt), genauso wie das nachfolgende Judas- Priest (!)- Cover "Dissident Aggressor",wahrscheinlich auf Kerry Kings Mist gewachsen, da er ja bekanntermaßen großer Priestfan ist. Wobei der Song in ihrer Bearbeitung schon wie etwas eigenes klingt, aber das macht diesen Stampfer mit dem albernen "Stand! Fight!"- Refrain auch nicht so wirklich gut. Beide Songs werden von mir zwar immer gerne mitgenommen, wenn die Platte bei mir durchläuft, aber bewußt anwählen tue ich sie eigentlich nie.&lt;br /&gt;Dafür folgt zum Abschluß noch einmal ein echtes Highlight:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Spill The Blood". &lt;br /&gt;Ein unheilvoll dahinplinkerndes Gitarrenintro, bevor man dann unter einer umstürzenden Schrankwand begraben wird. Ähnlich wie der Opener ein langsamer Song, in dem sich sogar ein feiner Gitarrenmelodiebogen findet, aber viel düsterer, zäher, schleppender, und um einiges schiefer gesungen. Ein würdiger Abschluß einer (trotz dreier schwächerer Songs) großartigen Platte, deren gute Stücke es mühelos in jede meiner Bestenlisten schaffen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit wäre ich am Ende... diesmal habe ich ja kein sonderlich konsensträchtiges Album ausgewählt, darum auch die relativ lange Einleitung im Vergleich zur eigentlichen Besprechung (wobei ich für mich der Meinung bin, daß es nicht zwingend notwendig ist, jede Platte in ihre Bestandteile zu zerlegen). Ich hoffe, ich konnte damit auch Metalhassern zumindest mal nahebringen, warum mir diese Band und speziell dieses Album dermaßen wichtig sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-8342301108750063713?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/8342301108750063713/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/2-slayer-south-of-heaven.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8342301108750063713'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8342301108750063713'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/2-slayer-south-of-heaven.html' title='2. Slayer: South Of Heaven'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-1960454528539669676</id><published>2011-10-01T21:03:00.004+02:00</published><updated>2011-10-01T21:42:12.670+02:00</updated><title type='text'>1. Curtis Mayfield: Superfly</title><content type='html'>&lt;em&gt;(ursprünglich gepostet am 19.06.2007, überarbeitet am 01. 10. 2011)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um einmal kurz das Auswahlsystem zu erläutern:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gehe ich vor?&lt;br /&gt;Ich habe mich dazu entschlossen, keine Liste zu machen, sondern einfach 15 Alben aus diversen bevorzugten Genres vorzustellen, die &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a) mir schon seit vielen Jahren auf gleichbleibendem Level gefallen &lt;br /&gt;b) ich vielleicht erst vergleichsweise kurze Zeit besitze (bei einem 20jährigen Sammlerdasein sind das auch mal drei oder vier Jahre), aber sehr oft gehört habe, ohne daß Abnutzungserscheinungen auftreten&lt;br /&gt;c) vielleicht nicht zu den besten Alben des/der Interpreten gehören, aber für mich eine besondere persönliche Bedeutung besitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Starten werde ich mit einem Album, das ich wirklich liebe und das gerne als erste Antwort kommt, wenn ich nach meinen Lieblingsplatten gefragt werde:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://emilysalbumsatoz.files.wordpress.com/2011/05/super-fly.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 500px;" src="http://emilysalbumsatoz.files.wordpress.com/2011/05/super-fly.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erscheinungsjahr:&lt;/strong&gt; 1972&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;von mir gekauft:&lt;/strong&gt; ca. 1997 im Vinyl Only, Heidelberg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Trackliste:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Little Child Runnin' Wild&lt;br /&gt;2. Pusherman&lt;br /&gt;3. Freddie's Dead&lt;br /&gt;4. Junkie Chase&lt;br /&gt;5. Give Me Your Love&lt;br /&gt;6. Eddie You Should Know Better&lt;br /&gt;7. No Thing On Me&lt;br /&gt;8. Think&lt;br /&gt;9. Superfly&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zum Interpreten:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Curtis Mayfield (03. 06. 1942- 26.12. 1999) könnte man aufgrund seiner Lebensgeschichte zurecht unter dem Rubrum "tragische Figur" einsortieren... eine Bezeichnung, die ja nicht gerade wenige Künstler für sich reklamieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch alles der Reihe nach:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es begann mit der üblichen gesanglichen Sozialisation im Gospelchor, um dann den Alfatones und schließlich 1956 den Roosters beizutreten, aus denen einige Zeit später die Impressions wurden.&lt;br /&gt;Mit jenen hatte er einige Singlehits ("Your Precious Love" und "People Get Ready", beispielsweise), bevor er 1971 als Solokünstler debütierte. Es erschienen sein Debüt "Curtis" (mit "Move On Up", das einige hier kennen dürften) und "Superfly". Damals feierte er seine größten Erfolge und galt mit seinen treffenden, sozialkritischen Texten, die aber dennoch selten in politische Radikalismen abdrifteten (zumindest meines Wissens nach, ich beharre aber in der Hinsicht auf mein Halbwissen in diesem Punkt nicht auf der Richtigkeit dieser Aussage) als wichtige Stimme der schwarzen Bevölkerung in den USA. Oder als Sprachrohr. Oder als Gewissen. Bitte eine Floskel Ihrer Wahl einsetzen.&lt;br /&gt;In den 80ern geriet er weitgehend in Vergessenheit und veröffentlichte Alben, die einiges an veritabler Grütze beeinhalteten.&lt;br /&gt;Dann der Unfall, eine Verkettung dämlicher Zufälle mit dem schlimmstmöglichen Ende: am 14. August 1990 spielte er ein Open- Air- Konzert in Brooklyn, während dem ein Sturm aufzog. Eine Windböe riß auf der Bühne eine Lichttraverse los, die auf Curtis Mayfield stürzte. Von da ab war er vom Hals abwärts gelähmt.&lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz machte er weiterhin Musik, mit Hilfe von Freunden und Bekannten:&lt;br /&gt;er komponierte vom Krankenbett aus und veröffentlichte 1996 das Album "New World Order", aufgenommen mit einem von der Studiodecke hängenden Spezialmikro und der Mitwirkung prominenter Gastmusiker.&lt;br /&gt;1999 starb Curtis Mayfield an den Folgen seines Unfalls und einer Diabeteserkrankung. &lt;br /&gt;Und ich saß vor dem Radio, als die Todesnachricht gesendet wurde und schluckte einen Kloß im Hals herunter, so groß wie ein verdammter Tennisball.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zum Album:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Manche Dinge kündigen sich unspektakulär an: man macht einen Einkaufsbummel, sieht in einem Plattenladen ein Album, denkt sich "Wow! Reissue im Gatefold auf 180 Gramm Vinyl!", hat zuviel Geld in der Tasche und bezahlt ohne mit der Wimper zu zucken einen unverschämten Preis von 42 Mark. Als Plattensammler hat man manchmal Momente völliger geistiger Umnachtung, wenn man ein Album haben will, jetzt, hier, sofort!&lt;br /&gt;Also fährt man zurück in das Kolleg- Wohnheim, in dem man zu der Zeit in einem schuhschachteligen Zimmer haust (mit der dreckigsten Gemeinschaftsküche, die je ein Menschenaug' erblickt, by the way), legt das Album auf... und auf einen Schlag ist im musikalischen Kosmos nichts mehr wie es war.&lt;br /&gt;Man möchte niederknien, tanzen, heulen, in völliger Ergriffenheit hospitalistisch vor sich hinschaukeln und jubeln gleichzeitig, Kopf stehen, die Balkontür aufreißen und der Welt entgegenschreien, daß sie einen am Arsch lecken kann, weil man gerade die großartigste, wundervollste Musik aller Zeiten hört und einem alles, was da draußen gerade kreucht, fleucht und sich gegenseitig abmurkst in diesem Moment dermaßen egal ist, daß es kaum noch egaler geht, weil nur noch zwei Dinge existieren: man selbst und diese Platte.&lt;br /&gt;Dabei war das Album ursprünglich als Soundtrack zu einem unfaßbar trashigen Blaxploitationstreifen gedacht, in dem auch Curtis Mayfield sich selbst spielend als Musiker in einer Kneipe auftritt. Ein unter cineastischen Gesichtspunkten hochgradig schrottiges Machwerk, das 2000, als ich im Rahmen des AFK- Studentenkinos in Karlsruhe eine Blaxploitationreihe mitorganisierte, bei seiner Aufführung größtenteils amüsiertes, aber verständnisloses Kopfschütteln erntete. Um den Musikjournalisten Albert Koch zu zitieren: nicht jede Scheiße muß Kult werden. In dem Fall ist sie es... und zwar zurecht.&lt;br /&gt;Doch das Album selbst funktioniert durchaus als eigenständiges Kunstwerk:&lt;br /&gt;Es beginnt mit einem schleichenden Orgel-und Percussionintro auf "Little Child Runnin' Wild", dann folgt eine dumpf grummelnde disharmonische Gitarre, die dann abrupt von einem gestochen scharfen Bläsersatz beendet wird,der sich mit einem Streichersatz abwechselt. Da hatte mich die Platte bereits im Sack. Wenn dann Curtis mit seiner charakteristisch hohen Stimme einsetzt, strahlt er eine Ruhe aus, mit der er mich mitnimmt auf seinen eigenen Fluß (oder Flow, oder was auch immer), während im Hintergrund ein durchaus unaufdringliches Saxophon Figuren in Endlosschleifen bläst und immer wieder diese energischen Bläsersätze hereinschneien.&lt;br /&gt;Während er dir sein eigenes Leben als Ghettokind erzählt, gleitet er nie in stimmliche Manierismen ab oder betreibt auf Gedeih und Verderb die in dem Genre oft weitverbreitete Gesangsmasturbation.&lt;br /&gt;Dann kommt der "Pusherman": Curtis als an der Straßenecke stehender Drogendealer, der vorübergehenden Junkies zuraunt:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"I'm your mommy, I'm your daddy, I'm that nigger in the alley...", &lt;/em&gt;auch wieder vorwiegend mit Percussionbegleitung, die stark im Vordergrund steht. Eine eher langsame Nummer mit einem treibenden Snarebeat und einem funky Gitarrenlick, während Curtis Mayfield mit gepreßtem Gesang versucht, eben wie ein an der Straßenecke herumlungernder Finsterling zu klingen, was ihm bei seiner Stimmhöhe nicht unbedingt gelingen will.&lt;br /&gt;Danach "Freddie's Dead", ein röhrendes Funkmonster, das eigentlich den Tod einer Filmfigur beklagt, aber als allgemeine Anklage von Drogendealern verstanden werden sollte bzw. wollte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Said he'd see him home&lt;br /&gt;But his hope was a rope&lt;br /&gt;And he should've known&lt;br /&gt;It's hard to understand&lt;br /&gt;That there's love in this man&lt;br /&gt;I'm sure all would agree&lt;br /&gt;That his misery was his&lt;br /&gt;Woman and things&lt;br /&gt;Now Freddie's dead&lt;br /&gt;That's what I said&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Everybody's misused him&lt;br /&gt;Ripped him up and abused him&lt;br /&gt;Another junkie plan&lt;br /&gt;Pushin' dope for the man&lt;br /&gt;A terrible blow&lt;br /&gt;But that's how it goes&lt;br /&gt;A freddies on the corner now&lt;br /&gt;If you wanna be a junkie, wow&lt;br /&gt;Remember freddies dead&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;We're all built up with progress&lt;br /&gt;But sometimes I must confess&lt;br /&gt;We can deal with rockets and dreams&lt;br /&gt;But reality, what does it mean&lt;br /&gt;Ain't nothing said&lt;br /&gt;'Cause freddies dead&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musikalisch ist das extrem tanzbar, feiste Baß- und Gitarrenriffs tragen den gesamten Song, während ein Streicherteppich für den unglücklichen Freddie ausgerollt wird, auf dem Flöten und Bläser mal kurz herumhüpfen dürfen.&lt;br /&gt;Die "Junkie Chase" ist dann ein Instrumental, ein dominanter Baß, gestochen scharfe Bläser, typische 70er- Autoverfolgungsjagdenmusik. Nicht sonderlich spektakulär, aber ein ganz gutes Ende für die erste Plattenseite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Beginn der zweiten Seite gibt es mit dem schwülen, aber dennoch unpeinlichen "Give Me Your Love" erst einmal eine Runde wohltemperierte Fickmusik. Man erkennt, der Song gehört nicht unbedingt zu meinen Favoriten, dafür zieht er sich für meine Begriffe zu sehr in die Länge, die Passagen, in denen Curtis nicht singt, haben zuviel mit Percussiongeklöppel und Klaviertupfern aufgefüllten Leerlauf, und nur der Bläsersatz rettet den Song davor, allzu lethargisch dahinzuplätschern. Wobei ich ihm in der richtigen Stimmung mit der richtigen Frau (von mir ausgehend, wer will, kann sich auch einen Mann vorstellen... da verweigert aber meine Phantasie die Mitarbeit ) durchaus Qualitäten zuschreibe. Ähm.&lt;br /&gt;Es folgt das elegische, zurückgenommene, streicher- und flötendominierte&lt;br /&gt;"Eddie, You Should Know Better", gleichfalls für mich ein Song, den ich gerne höre, der aber in mir keine überschäumende Begeisterung auslöst. Doch egal, denn dafür folgt darauf einer der besten Songs der Platte: "No Thing On Me".&lt;br /&gt;Curtis singt zu einer flockigen Popmelodie, gestaltet von fröhlich klingenden Geigern und Bläsern vom Glück, kein Junkie zu sein, sein eigenes Leben im Griff zu haben und keinen Dealer reich zu machen, und das kommt dermaßen unverkrampft, aufrichtig und gutgelaunt daher, daß es einem trotz der möglicherweise vorhandenen Naivität ein Lächeln ins Gesicht dübelt.&lt;em&gt; "Drugs are bad, mmmkay?"&lt;/em&gt; Oh ja, Curtis, dir glaube ich das.&lt;br /&gt;Als nächstes wieder ein Instrumental, "Think", mit einer Streichermelodie und einer akustischen Gitarre (glaube ich), die eher folkig gezupft klingt, bevor Bläser in der zweiten Hälfte die Streicher in der Melodieführung ablösen. Sehr entspannt alles, sehr getragen, der ideale Soundtrack zum verkatert Kaffee schlürfen am frühen Morgen.&lt;br /&gt;Und dann mein persönlicher Meilenstein, den ich gerne als DJ auflege und der im Set immer gesetzt ist: der Titeltrack.&lt;br /&gt;Ein prägnanter Baßlauf (dürften einige als Sample in "Eggman" von den Beastie Boys kennen), dann elektrifizierende Bläsersätze, und als Kontrast dazu Curtis Mayfields entspannter, gedämpfter Gesang, wobei dann alles zusammen im Outro des Songs zu einem Crescendo anschwillt und elegant beendet wird. Für mich ein Song für die Ewigkeit, einer meiner absoluten Favoriten. Und damit endet die Platte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Und ich ende hier auch. Als ich das damals als ersten Text der Reihe zusammenhaute, traten noch diverse Kinderkrankheiten auf: zu zäh war die Beschreibung der einzelnen Songs, zuviele Begeisterung signalisierende Floskeln rutschten ungebremst in den Text. Im Lauf der Zeit, als diverse Möglichkeiten durchprobiert waren, wurden auch die Texte unterhaltsamer und flüssiger... und werden gegen Ende hin kaum noch Überarbeitungen nötig haben.&lt;br /&gt;Hier habe ich mir noch die Freiheit einiger Kürzungen und Umformulierungen genommen, denn der Text hat mich selbst beim nochmaligen Lesen gewaltig angeödet. &lt;br /&gt;Das Fundament blieb jedoch weitgehend erhalten... und "Superfly" ist und bleibt weiterhin eine großartige Platte.]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-1960454528539669676?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/1960454528539669676/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/1-curtis-mayfield-superfly.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1960454528539669676'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/1960454528539669676'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/10/1-curtis-mayfield-superfly.html' title='1. Curtis Mayfield: Superfly'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7472335165810344834</id><published>2011-09-28T12:00:00.003+02:00</published><updated>2011-10-29T11:19:44.467+02:00</updated><title type='text'>Das Mammutprojekt</title><content type='html'>Ich habe einen guten Teil meines Lebens damit verbracht, Essays zu 15 ausgewählten Platten zu schreiben, die ich großartig finde. Die Zahl "15" war dabei ziemlich willkürlich gewählt (und wurde, nebenbei vermerkt, nicht von mir festgelegt).&lt;br /&gt;Angereichert wurden die Rezensionen auch mit biographischen Details und persönlichen Ansichten.&lt;br /&gt;Nun habe ich mich aus unterschiedlichen Gründen dazu entschlossen, eben diese 15 Essays in der Reihenfolge ihrer Entstehung hier zu veröffentlichen, gegebenenfalls überarbeitet, dort wo es in bestimmten Passagen notwendig ist.&lt;br /&gt;Das heißt für Sie, geneigte Leserschaft: es wird in den nächsten Tagen hier viele lange Texte geben, deren Inhalt einen Teil von Ihnen sicherlich langweilen wird.&lt;br /&gt;Aber dennoch wünsche ich Ihnen viel Vergnügen mit meinen "15 Platten" und hoffe, die ein oder andere Rezension macht Ihnen trotzdem Spaß.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7472335165810344834?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7472335165810344834/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/das-mammutprojekt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7472335165810344834'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7472335165810344834'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/das-mammutprojekt.html' title='Das Mammutprojekt'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2666371054541726841</id><published>2011-09-19T11:14:00.004+02:00</published><updated>2011-09-19T17:17:09.593+02:00</updated><title type='text'>Ab auf's Sonnendeck!</title><content type='html'>Das wäre schön.&lt;br /&gt;Leider heißt mein Sonnendeck "HNO- Abteilung des Diakonissenkrankenhauses KA- Rüppurr", und ich darf mich nun auf einen unvorhergesehenen Kurzurlaub dorthin begeben, weil sich (mal wieder) mein linkes Ohr am Wochenende in ein komplettes Inferno verwandelt hat, zu unappetitlich, um hier ins Detail zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin also erstmal weg, hoffentlich nicht allzulange.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schalten Sie also demnächst wieder ein, wenn sie King Bronkowitz sagen hören: "Bevor ich mir diesen Scheißsong nochmal anhören muß, soll mir lieber das Ohr abfaulen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Mann, ein Wort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;*edit*&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Sonnendeck muß noch warten, OP- Termin erst am 13.10. Solange darf ich mein Ohr noch zuhause verrotten lassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2666371054541726841?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2666371054541726841/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/ab-aufs-sonnendeck.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2666371054541726841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2666371054541726841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/ab-aufs-sonnendeck.html' title='Ab auf&apos;s Sonnendeck!'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-5002034030808994835</id><published>2011-09-18T21:08:00.007+02:00</published><updated>2011-09-20T20:22:13.553+02:00</updated><title type='text'>Das Ende einer Tracheostomasammlung</title><content type='html'>Ich verlebte am Freitag die wohl bizarrste Stunde seit langer Zeit: ich saß vor dem Plattenladen meines Vertrauens und trank in der Sonne einen Kaffee, dazu rauchend, als von links ein geschmacksbefreites altes Schwulenpärchen meinen Weg kreuzte... gewandet in allerlei grellbunte Scheußlichkeiten, D'Artagnanbärte im solariumgegerbten Gesicht und Miniplis mit blonden Strähnchen. &lt;br /&gt;Das war- bar jeglicher Homophobie- ein gar grusliger Anblick, jedoch nicht so gruslig wie das, was gleich darauf von rechts in mein Blickfeld trat: zwei alte Tunten, aufgebrezelt wie Edelhostessen aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel und in kniehohen "Fick mich"- Stiefeln. Wohlgemerkt: ich befand mich in Karlsruhe, nicht in Berlin, wo man angesichts solcher Naturerscheinungen allenfalls eine Augenbraue hochziehen würde.&lt;br /&gt;Abgerundet wurde das ganze durch einen sich vor dem gegenüberliegenden Sicherungskasten auf dem Boden befindlichen Aufsatz eines Tracheostomas, einer sogenannten "Nase", bei der ich mir nun endgültig nicht mehr erklären konnte, wie die dahinkam.&lt;br /&gt;Den Einwand von Studio- Eins- Betreiber Wani, es sei ja immerhin Sperrmüll gewesen, konnte ich ebenfalls schlecht gelten lassen.&lt;br /&gt;Oder hatte da jemand seine liebevoll gehortete Tracheostomasammlung entsorgt, auch die limitierte Edition aus Taiwan von 1978?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos "hingeraten": nachdem ich nun endlich das sogenannte "Südstadthaustier" zu Gesicht bekam, habe ich meinen Initiationsritus wohl auch hinter mir: es handelt sich hierbei um einen erstaunlich großen Spinnenläufer (Scutigera coleoptrata) &lt;br /&gt;den angeblich jemand aus Südamerika als blinden Passagier eingeschleppt hat und der sich hier in der Südstadt fleißig vermehrt. Das Vieh hat nicht nur die Größe eines mittleren Schokoriegels, es ist auch ein hervorragender Wecker, kann ich aus eigener Erfahrung sagen.&lt;br /&gt;Denn noch nie war ich ohne Hilfsmittel dermaßen blitzschnell putzmunter wie vor ein paar Tagen, als ich mir zum Morgenkaffee einen Löffel aus der Schublade holen wollte und im Besteckfach ein Exemplar dieser Spezies entdeckte.&lt;br /&gt;Die Popularität dieses Insekts ist derweil auf einem ersten Höhepunkt angelangt: mittlerweile ziert es als Motiv auch ein ausschließlich in Karlsruhe erhältliches T- Shirt.&lt;br /&gt;Da lobe ich mir doch meinen grantigen Nachtfalter: letztens, als ich spätabends musikhörend in meinem Zimmer saß, schwirrte er in unberechenbaren Flugbahnen um meine Lampe herum, sich allen Versuchen widersetzend, ihn zu verscheuchen.&lt;br /&gt;Morgens hatte er es sich dann auf meiner Fensterbank bequem gemacht, wobei die linke Körperhälfte jedoch auf dem Fensterrahmen ruhte, so, als läge er auf der Seite und schliefe noch.&lt;br /&gt;Also drehte ich meine Anlage auf, trank meinen Morgenkaffee... und konnte den Falter beobachten, wie er auf die Fensterbank krabbelte, sich die Szenerie in meinem Zimmer gute fünf Minuten lang anschaute, anschließend die Fühler rieb (scheinbar ein Äquivalent zum männlichen Sackkratzen)... nur um sich dann umzudrehen und exakt dieselbe Körperhaltung einzunehmen wie vorher, nur diesmal mit der rechten Körperhälfte oben.&lt;br /&gt;Sprich: "Wer weckt mich da? Was geht? Nah, nicht viel (Sackkratz), ich dreh mich um und penn weiter. Leck mich."&lt;br /&gt;Selten war mir ein Insekt binnen weniger Momente dermaßen ans Herz gewachsen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-5002034030808994835?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/5002034030808994835/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/das-ende-einer-tracheostomasammlung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/5002034030808994835'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/5002034030808994835'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/das-ende-einer-tracheostomasammlung.html' title='Das Ende einer Tracheostomasammlung'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-501126308317652293</id><published>2011-09-12T21:22:00.004+02:00</published><updated>2011-09-12T21:47:02.597+02:00</updated><title type='text'>Das richtige Leben im falschen (Remix)</title><content type='html'>Manchmal fühlt man sich dann doch in seine Jugend zurückversetzt.&lt;br /&gt;Zum Beispiel, wenn irgendeine ledrige Arbeitskollegin, die raucht wie ein Schlot, in der Zigarettenpause meint, ihre völlig geistesferne Meinung über Vegetarier zum besten geben zu müssen... und das auf eine Art und Weise, für die ich ihr in meinen verbissensten Zeiten zumindest meinen Kaffee ins Gesicht geschüttet hätte. Selten in jüngster Zeit habe ich solch einen strunzdummen Haufen Elchkot ertragen müssen... und mich dermaßen dazu berufen gefühlt, für eine Sache, mit der ich schon länger glaubte, abgeschlossen zu haben, verteidigend in die Bresche zu springen.&lt;br /&gt;Zumindest scheine ich das mit der gebotenen Vehemenz getan zu haben... ich sagte zwar nicht zu ihr und der um sie versammelten menschgewordenen Unsäglichkeit, sie solle ihr dummes Maul halten, aber ich brachte wohl genau das rüber.&lt;br /&gt;Zumindest würdigte sie mich nach meinem kurzen Vortrag keines Blickes mehr und wechselte das Thema. Solche Leute sind echt ein guter Grund dafür, wieder Vegetarier zu werden.&lt;br /&gt;Vom Donnerstag dagegen gibt es erfreulich wenig zu berichten... eigentlich dachte ich, ich würde badengehen, da ein Großteil der Leute wegen der vor mir lesenden KatdelaKat gekommen war, die inhaltlich eine Art weiblichen Bukowski gab. Dazu gab es im Raucherabteil des Carambolage Schummerlicht und plüschiges Barambiente.&lt;br /&gt;Das Publikum reagierte aber relativ reserviert, was auch daran gelegen haben mag, daß es ihre erste Lesung war und eine gewisse Unsicherheit und auch Monotonie beim Vortrag nicht ausblieben.&lt;br /&gt;Doch ansonsten kam die Dame recht sympathisch rüber, auch wenn das Dargebotene nicht unbedingt meinen Geschmack traf... aber originell war es zumindest streckenweise.&lt;br /&gt;Anschließend kam ich, hochmotiviert und bemüht, die Schmach von München wieder vergessen zu machen, was mir dermaßen gut gelang, daß der ganze Druck, der sich in den Tagen vorher auf mich gelegt hatte, abfiel wie ein Bleimantel nach dem Röntgen. &lt;br /&gt;Ein großer Erfolg waren auch die ausgewählten Blogbeiträge... was mir zeigte, daß der regionale Bezug eine weitaus größere Rolle spielt, als ich vorher dachte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: wenn einem wildfremde Menschen nach der Lesung unbedingt die Hand schütteln wollen, kann einem das durchaus mehrere Abende hintereinander retten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-501126308317652293?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/501126308317652293/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/das-richtige-leben-im-falschen-remix.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/501126308317652293'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/501126308317652293'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/das-richtige-leben-im-falschen-remix.html' title='Das richtige Leben im falschen (Remix)'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7104635568077357447</id><published>2011-09-05T21:55:00.003+02:00</published><updated>2012-01-08T17:54:32.783+01:00</updated><title type='text'>Lesung am Donnerstag, 08.09. 2011</title><content type='html'>Mal kurz Werbung in eigener Sache: am kommenden Donnerstag werde ich im Club Carambolage in Karlsruhe (gegenüber Haupteingang der Universität) lesen, und zwar ein paar vorlesefreundlich gekürzte Auszüge aus dem Blog und eine Geschichte, die ich schon früher gebracht, aber komplett überarbeitet habe.&lt;br /&gt;Wäre schön, wenn das Ganze nicht so desaströs wird wie der Auftritt in München (ich werde mir Mühe geben, das zu vermeiden)und wenn ich mit dem ein oder anderen Stammleser danach noch bei einem Bier zusammensitzen könnte.&lt;br /&gt;Beginn ist ca. 21 Uhr 30, als Vorprogramm wird KatdelaKat erotische Geschichten vorlesen (die Zusammenstellung ist nicht auf meinem Mist gewachsen, also bin ich mal gespannt, was da, ähm, kommt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erlebnisbericht wird es für die Daheimgebliebenen hier geben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7104635568077357447?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7104635568077357447/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/donnerstag-0909.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7104635568077357447'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7104635568077357447'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/donnerstag-0909.html' title='Lesung am Donnerstag, 08.09. 2011'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-8209263111711652351</id><published>2011-09-02T17:58:00.006+02:00</published><updated>2011-09-02T18:20:09.127+02:00</updated><title type='text'>Let's get drugs</title><content type='html'>Nach nahezu einem Jahr Abstinenz bin ich nun endlich mit meiner kompletten Plattensammlung wiedervereint.&lt;br /&gt;Mit einem geliehenen Auto nach Speyer gebrezelt (was für ein Kausalzusammenhang... ein Jokus für den gelehrigen Oberschüler), an der Rheinbrücke geblitzt worden, 15 Euro Tankfüllung bezahlt, beschissene 14mal Plattenkisten über den Werderplatz und hoch in den 4. Stock geschleppt, komplett am Ende und durchgeschwitzt gewesen, deswegen gestunken wie ein Kombi voller Katzenvotzen und um Mitternacht total erledigt ins Bett gefallen, um am nächsten Morgen um 5 Uhr zur Frühschicht aufzustehen.&lt;br /&gt;Danach zwei Tage jeweils fünf Stunden lang den ganzen Krempel sortiert und in einer gestalterischen Meisterleistung mit meinen bereits vorhandenen CD's in einem 11 Quadratmeter großen WG- Zimmer so plaziert, daß alles hineinpaßt und ich mich trotzdem noch bewegen kann...&lt;br /&gt;und das nur für einen Moment: um endlich einmal wieder die "Battle Royal" von Count Basie und Duke Ellington aufzulegen, mich genau zwischen beiden Boxen auf den Boden zu setzen und mir ein Bier aufzureißen, während mir von zwei Seiten her wahnsinnige Bläser das Gehirn frikassieren, und mich dabei zu fühlen, als wäre ich wunschlos glücklich.&lt;br /&gt;Zumindest kann ich nun endlich anfangen, meinen beim Berlinumzug weitgehend verschenkten oder entsorgten Haushalt wiederherzustellen. &lt;br /&gt;Ohne nennenswerte Möblierung gleicht mein Zimmer mittlerweile eher dem Warenlager im Plattenladen meines Vertrauens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: wenn man sozusagen nach einem Jahr Abwesenheit in seiner Plattensammlung fünf LP's findet, an deren Erwerb und Besitz man sich ums Verrecken nicht mehr erinnern kann, hat man wahrscheinlich definitiv zuviel Zeug daheim rumstehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-8209263111711652351?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/8209263111711652351/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/lets-get-drugs.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8209263111711652351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/8209263111711652351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/09/lets-get-drugs.html' title='Let&apos;s get drugs'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7410986196694442528</id><published>2011-08-24T15:51:00.005+02:00</published><updated>2011-10-31T22:31:05.414+01:00</updated><title type='text'>Was seht ihr, Schwestern?</title><content type='html'>&lt;em&gt;Was seht ihr Schwestern ....... &lt;br /&gt;Was seht ihr Schwestern, was seht ihr? Denkt ihr, wenn ihr mich anschaut: Eine mürrische, alte Frau, nicht besonders schnell, verunsichert in ihren Gewohnheiten, mit abwesendem Blick, die ständig beim Essen kleckert, die nicht antwortet wenn ihr mit ihr meckert, weil sie wieder nicht pünktlich fertig wird. Die nicht so aussieht als würde sie merken, was ihr mit ihr macht. Die willenlos alles mit sich machen läßt: „ Füttern, waschen und alles was dazu gehört“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denkt Ihr denn so von mit, Schwestern, wenn Ihr mich seht, sagt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Öffnet die Augen, Schwestern, schaut mich genauer an! Ich will Euch erzählen, wer ich bin, die hier so still sitzt, die macht, was ihr möchtet und ißt und trinkt, wann es Euch paßt! &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Exakt so beginnt ein Text, der gerahmt in fast jedem Altersheim hängt, in dem ich bis dato gearbeitet habe.&lt;br /&gt;Der Text schließt mit der Feststellung, daß er in einem Nachttisch einer verstorbenen Bewohnerin gefunden worden sei... und zwar in einem Altersheim in Schottland. Oder North Carolina. Auch in Frankreich und British Columbia. &lt;br /&gt;Gefunden wurde er auch schon von einer anonym bleibenden Sozialstation... oder gar in Pfinztal- Berghausen, wo das dortige Haus Edelberg ("Der Text wurde bei uns im Nachttisch einer verstorbenen Bewohnerin entdeckt")diesen quallendummen Unfug gleich für sich reklamiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Halten wir einmal fest: eine Bewohnerin (bzw. geschätzt 325 weltweit, alle mit der gleiche Idee), die vom Pflegepersonal für dement gehalten wird und bereitwillig alles mit sich machen läßt, ohne in irgendeiner Form zu protestieren, hat nicht nur die Zeit,in aller Ruhe einen dermaßen strunzblöden Riemen zusammenzuschmieren und in ihrer Schublade zu deponieren in der Hoffnung, er möge nach ihrem Tod gefunden und künftig als Mahnung an meinen Berufsstand publiziert werden.&lt;br /&gt;Nein, sie kommt auch nicht auf den selbstredend völlig abstrusen Einfall, den Schwestern eine schriftliche Nachricht zukommen zu lassen (falls sie sich nicht mehr äußern kann), daß sie noch alle sieben Zwetschgen beisammen hat und auch dementsprechend behandelt werden möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach, das Leben ist doch eines der Schönsten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7410986196694442528?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7410986196694442528/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/08/was-seht-ihr-schwestern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7410986196694442528'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7410986196694442528'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/08/was-seht-ihr-schwestern.html' title='Was seht ihr, Schwestern?'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-4540819211136940051</id><published>2011-08-20T14:10:00.004+02:00</published><updated>2011-08-20T14:30:08.353+02:00</updated><title type='text'>Gelassenheit</title><content type='html'>Es gibt Leute, die sehen in meiner mangelnden Blogbereitschaft seit ein paar Wochen vielleicht einen Anflug von Trägheit. Oder Langeweile. &lt;br /&gt;Dabei ist das Gegenteil der Fall.Davon abgesehen, daß ich momentan auf Internetcafés angewiesen bin, wo ich- anders als in meinem Stammladen in Berlin, der ja eine Art zweites Wohnzimmer war- zumeist kaum einmal die Ruhe finde, meine Gedanken zu sammeln und etwas Zusammenhängendes zu verfassen, ist gerade einfach alles zu gut, um es in Worte zu fassen.&lt;br /&gt;Will heißen: momentan fühle ich mich am Ziel einer langen Reise angelangt. Ich wohne in einem Stadtviertel, in das ich schon lange ziehen wollte, und wenn ich bei schönem Wetter das Haus verlasse, stelle ich fest, daß ein guter Teil meines sozialen Umfelds ebenfalls dort angesiedelt ist, soviele Leute treffe ich, auch wenn ich nur zum Bäcker gegenüber gehe.&lt;br /&gt;Ich verspüre echt Ambitionen, mir endlich einmal etwas Längerfristiges dort aufzubauen, etwas, das über den jahrelangen Notbehelf eine Anderthalb- Zimmer- Bude in KA- Mühlburg hinausgeht.Zumindest einmal eine vernünftige Wohnung, in die ich auch noch in 10 Jahren abends zurückkehren kann, ohne mich zu fragen, warum ich das tue.&lt;br /&gt;Es ist erstaunlich, wie gelassen einen vernünftige Ziele machen können. Man sieht keine Notwendigkeit, sich großartig über etwas aufzuregen, weil es zur Zeit vieles gibt, was jegliches Ärgernis kompensiert. &lt;br /&gt;Ist das ein Hinweis auf eventuell aufziehende Altersmilde? Muß ich mir Sorgen machen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nö. Aber mich gepflegt zurücklehnen und mir die Eier zu schaukeln, sei mir auch einmal vergönnt. Mag sein, daß das ein Sommerloch ist, aber eines, mit dem ich momentan wunderbar leben kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-4540819211136940051?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/4540819211136940051/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/08/gelassenheit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4540819211136940051'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/4540819211136940051'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/08/gelassenheit.html' title='Gelassenheit'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-413054399608365999</id><published>2011-08-09T21:45:00.002+02:00</published><updated>2011-08-09T21:59:50.822+02:00</updated><title type='text'>Jünemolch</title><content type='html'>Manchmal hat man es als Mod in einem Forum nicht leicht. Zum Beispiel sperrt man jemanden, der ein ernsthaftes Problem damit zu haben scheint.&lt;br /&gt;Und wenn man mittlerweile eine Person des öffentlichen Lebens geworden ist und deswegen nicht mehr anonym, versteht das eben jener Geisteskranke als Einladung, einen selbst unter Realnamen im Internet zu diskreditieren.&lt;br /&gt;Will heißen: in letzter Zeit tauchen im Internet unter meinem Namen oder unter dem Nick "King Bronkowitz" in von mir nicht frequentierten Foren oder sozialen Netzwerken Schwachsinnsbeiträge auf, die ich nicht verfaßt habe.&lt;br /&gt;Wer also außerhalb Facebook, musikexpress.de oder Qiumi Beiträge neueren Datums eines "Stefan Gaffory" bzw. "King Bronkowitz" findet, darf diese gerne dem Admin melden und diesen Text per Copy &amp; Paste hinzufügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was meinen guten Freund angeht: du hast jederzeit die Möglichkeit, dich in irgendeiner Form bei mir zu melden. Dann regeln wir das unter uns.&lt;br /&gt;Das wirst du dich aber eh nicht trauen, du feiges Stück Scheiße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine allerherzlichsten Grüße!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-413054399608365999?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/413054399608365999/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/08/junemolch.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/413054399608365999'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/413054399608365999'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/08/junemolch.html' title='Jünemolch'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-7855628660751966412</id><published>2011-08-07T17:54:00.003+02:00</published><updated>2011-08-07T18:15:47.716+02:00</updated><title type='text'>1973</title><content type='html'>Wie kann man in diesem Drecksjahr geboren sein? Sogar bei "100 Jahre" auf PHOENIX wird es regelmäßig übersprungen, weil sich da nix tat außer autofreien Sonntagen. Und "Raw Power" von Iggy and the Stooges, was als zeitgeschichtliches Phänomen für mich von größter Wichtigkeit ist, aber verständlicherweise in offizieller Geschichtsschreibung selten Erwähnung findet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So unspektakulär wie das Jahr verlaufen mittlerweile auch meine Geburtstage. Endete mein 30. noch morgens um acht nach einer infernalischen Nacht damit, daß ein Kumpel und ich als die letzten beiden Überlebenden eines 15- köpfigen Trupps im Zustand völliger Verwesung biertrinkend Leute anstierten, die gerade zur Arbeit gingen, ging ich diesmal selbst arbeiten.&lt;br /&gt;Denn der Abend vorher war mit lediglich drei mir genehmen Menschen am Tisch in meiner Stammkneipe hineingefeiert worden, so daß ich in meinen 38. auf einer Lage aus Musiknerdgesprächen über Captain Beefheart und die Edgar Broughton Band (wtf?) hineinglitt und nicht mehr ganz nüchtern, aber doch halbwegs zivilisiert den Heimweg antrat, als es noch ein paar Stunden lang Nacht war.&lt;br /&gt;Das Gefühl tiefer Zufriedenheit, das mich wegen etwas erfüllte, was 10 Jahre vorher einer der enttäuschendsten Geburtstage meines Lebens gewesen wäre, scheint wirklich mit dem Alter zusammenzuhängen.&lt;br /&gt;Das Wissen, daß es Menschen gibt, die man schon jahrelang kennt, die zu bestimmten Anlässen da sind, wenn man sie um sich haben möchte und das in den nächsten Jahren auch noch sein werden: mehr braucht man einfach nicht, wenn man nicht das Gefühl hat, sonderlich viel verpaßt zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn diese nicht sonderlich neue Erkenntnis sich mit jedem Jahr, das man draufpackt, mehr und mehr verfestigt, ist das Alter doch zu etwas nutze.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-7855628660751966412?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/7855628660751966412/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/08/1973.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7855628660751966412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/7855628660751966412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/08/1973.html' title='1973'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-3847556684589478091</id><published>2011-07-25T22:17:00.002+02:00</published><updated>2011-07-25T22:29:36.150+02:00</updated><title type='text'>R.I.P.</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.mode.net/wp-content/uploads/2011/07/amy-winehouse.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 622px;" src="http://www.mode.net/wp-content/uploads/2011/07/amy-winehouse.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll man da noch schreiben? Ich mag das "Back To Black"- Album (ohne ein Riesenfan gewesen zu sein)und ich mochte die durchgeknallte Hippe, die ab und zu durch die Schlagzeilen gestolpert ist und der das völlig egal war.&lt;br /&gt;Leider vergessen manche Leute zu bremsen, wenn die Karre ins Schleudern gerät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mach's gut, Amy.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-3847556684589478091?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/3847556684589478091/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/rip.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/3847556684589478091'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/3847556684589478091'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/rip.html' title='R.I.P.'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2486403722841377680</id><published>2011-07-18T21:38:00.006+02:00</published><updated>2011-07-21T21:58:10.300+02:00</updated><title type='text'>Minga, au weia</title><content type='html'>Irgendwie war München ein veritabler Reinfall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei waren die Vorzeichen nicht die schlechtesten; beim letzten Mal hatte ich bei den "Schwabinger Schaumschlägern" noch relativ ordentlich abgeschnitten und war recht guter Dinge.&lt;br /&gt;Während der drei Stunden Zugfahrt bereitete ich mich im Geiste schon mal vor. Da ich ja geplant habe, künftig auch Lesungen aus meinem Blog abzuhalten, hatte ich mir einige Beiträge ausdrucken lassen und ging sie im Geiste durch, strich nicht Relevantes weg und versuchte, sie in eine Reihenfolge zu bringen.&lt;br /&gt;Eingedenk der Tatsache, daß Jaromir Konecny dort gerne Masturbationstexte vorträgt und ordentlich Lacher erntet, hatte ich mir einiges mit hohem Schwanz- und Mösenfaktor herausgepickt: "Jenseits des 'Atlantik'", beispielsweise. Oder "Bereit zum Mönchtum". Das war wohl schon Fehler Nummer Eins, was ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht ahnte, so selbstsicher war ich.&lt;br /&gt;Als ich vormittags am Hauptbahnhof aus dem Zug stieg, erwartete mich auch bereits Andreas "Lord Ax Hooper" Hopmann, der in seiner Wahlheimat auch mal seine mittlerweile erlahmte Videoproduktion wieder zum Laufen bringen wollte und einen Bericht über mich samt meinem Auftritt bei den "Schaumschlägern" als ideale Gelegenheit hierfür sah.&lt;br /&gt;Also verbummelten wir den Tag in der Stadt, während das anfangs strahlende Wetter immer schlechter wurde und sich der Tag allmählich in einen extrem kühlen mit Dauerregen verwandelte. Meneh Tekel upharsin.&lt;br /&gt;Um 18 Uhr starteten wir die Arbeit am Bericht.&lt;br /&gt;Geplant war ein Interview mit mir auf dem Rücksitz eines BMW plaziert, während Hopmann dabei München durchcruiste.&lt;br /&gt;Bei Sichtung des abgedrehten Materials fielen mir drei fundamentale Dinge auf:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a) erschreckt mich meine stimmliche und artikulatorische Ähnlichkeit mit Christian Wörns jedesmal auf's Neue, wenn ich mit ihr konfrontiert werde&lt;br /&gt;b) neige ich jedesmal, wenn ich kein persönliches Gespräch führe, sondern quasi eine Rolle übernehme, und sei es der öffentliche Gaffory, zu kompletter Gesichtsdisco&lt;br /&gt;c) habe ich beim Interviewtwerden eine "ÄHHH"- Frequenz, die mir selbst komplett auf den Sack geht. Hallo, geht's noch? Da habe ich schon geraume Zeit Radiosendungen moderiert und öffentliche Lesungen veranstaltet, und kaum stellt mir jemand vor laufender Kamera irgendwelche Fragen, verhalte ich mich wie eine Wiedergeburt Boris Beckers in seinen schlimmsten Zeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie schlug mir das bereits latent auf die Laune. Nun, ein gelungener Auftritt könnte das aber durchaus kompensieren. Leider war der Auftritt (der sich in zwei Leserunden von ca. 10 Minuten teilte) weder gelungen noch dazu gediehen, meine Laune zu retten.&lt;br /&gt;Zuerst trat ich nach dem Liedermacher Roland Hefter auf, der einen guten Kopf größer ist als ich; das darf er ja gerne, nur sollte ich mir dann auch den Mikroständer neu ausrichten... und das Mikro nicht in einem Winkel vor meine Fresse ziehen, wo es nicht nur mein Gesicht verdeckt, sondern auch in derartigem Abstand von meinem Mund weg ist, der sicherstellt, daß mich auch ja kein Schwein versteht.&lt;br /&gt;Da die Publikumsresonanz auch dementsprechend war ("Ich weiß, daß ihr da seid, ich höre euch atmen.")führte das nicht gerade dazu, meine Souveränität zu steigern.&lt;br /&gt;Ich glaube, ich verlas mich gefühlte 47- mal. Nicht mal bei meiner allerersten Lesung 2004 unterliefen mir dermaßen viele Schnitzer.&lt;br /&gt;Als ich es endlich hinter mir hatte, quälte sich das Publikum einen Anstandsapplaus heraus, der mit Sicherheit lauter geworden wäre, wäre ich rücklings von der Bühne gestürzt oder heulend aus dem Saal gelaufen.&lt;br /&gt;Nun gut, es gab ja noch eine zweite Runde, und ich beschloß, mich halbwegs ins Zeug zu legen, um wenigstens meinen Ruf zu retten.&lt;br /&gt;Aber beim zum mundgerechten Happen gekürzten "Malu Malu Malu" schien immer noch kein Mensch auch nur zu schmunzeln.&lt;br /&gt;Da dachte ich mir: "Nun, wenn ihr mich schon nicht ausstehen könnt, gebe ich euch wenigstens einen Grund dazu" und brachte den eigentlich nur optional mitgeführten Text vom "Sterben und Entsorgtwerden für Fortgeschrittene", um wenigstens EINEN Ruf zu behalten, und sei es nur der, widerwärtig und geschmacklos zu sein.&lt;br /&gt;Die Resonanz war dementsprechend.&lt;br /&gt;Wie meinte mein ebenfalls anwesender Bekannter Mario Antretter nach der Lesung breit grinsend im schönsten bayrischen Idiom zu mir:&lt;br /&gt;"Host die Oide da vorhin gsehn? Dera hot's so graust vor deinere Performance, die is glei gflüchtet." Word.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Rest des Abends verbrachte ich zumindest noch in angenehmer Gesellschaft mit Kicker und Weißbier, bevor ich mich zum Hauptbahnhof begab, um in der euphemistisch betitelten "DB- Lounge" noch drei Stunden zu schlafen, bevor mein ICE zurück fahren sollte... und zwar angesichts der scheinbar nur für Kinder und Zwergwüchsige bequemen Foltersitze auf dem Boden liegend, mit meiner Tasche als Kopfkissen.&lt;br /&gt;Ein adäquater Abschluß für einen herrlichen Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bedanken möchte ich mich natürlich trotzdem bei denen, die nix dafür konnten: bei Michael Sailer für die Einladung und Moses Wolff (dessen "Bademeister"- Performance für mich der Gewinner des Abends war, wohl demnächst zu ergoogeln, da Lord Ax Hooper diese auf You Tube stellen will) für seine Empathie für einen Pfälzer in München (samt der überraschenden Entdeckung gemeinsamer Bekannter in Billigheim... die Welt ist ein Dorf).&lt;br /&gt;Vielleicht mal irgendwann wieder... aber vorerst, seid's mir net bös, will ich diesen Abend nach einer gepflegten Runde Selbstreflexion (aus Fehlern sollte man immer lernen wollen)schleunigst vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pfiati!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2486403722841377680?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2486403722841377680/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/minga-au-weia.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2486403722841377680'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2486403722841377680'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/minga-au-weia.html' title='Minga, au weia'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-407240311424239349</id><published>2011-07-13T11:23:00.004+02:00</published><updated>2011-10-31T22:37:16.814+01:00</updated><title type='text'>adolf hitler neuburgweier</title><content type='html'>Was wäre mein Leben ohne die Statistik hier? Und ohne Suchmaschinenbenutzer, die meinen Blog mit den abstrusesten Begriffen finden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obiges hat mal wieder meinen Tag gerettet... Adolf Hitler (91), ein freundlicher alter Laubengärtner und pensionierter Finanzbeamter aus Neuburgweier, der sein Lebtag unter der unseligen Namensgleichheit gelitten hat und nun seinen Seelenfrieden im Betrachten seiner Weißkohlbeete wiederfand. &lt;br /&gt;Ansonsten vertreibt er sich seine reichlich vorhandene Freizeit mit dem Auspeitschen von Hunden , dem Lecken an Erdkröten und Onanieren.&lt;br /&gt;Das Leben ist ein japanisches Kirschblütenfest für Adolf Hitler aus Neuburgweier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;[edit vom 31.10.11: da war mir scheint's langweilig. Gerade nochmal gelesen und das zum mit Sicherheit überflüssigsten Blogbeitrag seit langer Zeit gekürt.]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: der Tag ist noch nicht vorbei. Den Satz des Tages verdanke ich mq und seinem "Frischer Fisch von vorgestern"- Blog und finde ihn so treffend, daß ich ihn flugs hier auch noch veröffentlichen möchte:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;"Spaß ist ein dehnbarer Begriff und bereitet in vielen Fällen grausame Schmerzen."&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-407240311424239349?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/407240311424239349/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/adolf-hitler-neuburgweier.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/407240311424239349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/407240311424239349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/adolf-hitler-neuburgweier.html' title='adolf hitler neuburgweier'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-313784682018389151</id><published>2011-07-12T22:13:00.008+02:00</published><updated>2011-07-12T22:38:40.486+02:00</updated><title type='text'>Endlich mal was Neues...</title><content type='html'>von mir altem Langweiler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daniel Prohart und ich haben es endlich einmal geschafft, nach dem ersten Anlauf vor geraumer Zeit samt Ausstellung in Hamburg, uns den "Katzenkönig" erneut vorzunehmen und in eine adäquate Form zu bringen. Prompt haben wir uns damit eine Veröffentlichung erarbeitet, erscheinen wird das Ding wahrscheinlich noch dieses Jahr beim gONZo- Verlag, der auch meine "Kreisklassenhölle" herausgebracht hat.&lt;br /&gt;Kleiner Vorgeschmack:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;COVER:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://profile.ak.fbcdn.net/hprofile-ak-snc4/277023_229248713762661_3931162_n.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 180px; height: 255px;" src="http://profile.ak.fbcdn.net/hprofile-ak-snc4/277023_229248713762661_3931162_n.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erste Eindrücke:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://a5.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc6/264864_231322483555284_229248713762661_785871_1412514_n.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 503px; height: 720px;" src="http://a5.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc6/264864_231322483555284_229248713762661_785871_1412514_n.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://a1.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc6/269769_231325580221641_229248713762661_785878_6929754_n.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 510px; height: 720px;" src="http://a1.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc6/269769_231325580221641_229248713762661_785878_6929754_n.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin- das sei mir gegönnt- mächtig stolz auf diese Geschichte, genauso wie Prohart stolz auf seine Arbeit sein kann. Im Netz steht der "Katzenkönig" ja schon länger (und wurde wohl sogar gelesen), aber etwas geschaffen zu haben, was in Bilder umgesetzt genau DEN surrealen Alptraum ergibt, der mir vorschwebte, ist schon ein grandioses Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch mehr Werbung in eigener Sache: am kommenden Sonntag werde ich in München (Vereinsheim, Occamstraße 8) mal wieder Gelegenheit haben, mit Michael Sailer und Moses Wolff auf der Bühne zu stehen. Ich freu mich drauf.&lt;br /&gt;So vergrätzt, wie die letzten Einträge waren, ist mein Leben momentan also zugegebenerweise nicht. Mehr zu München gibt es nächste Woche, mehr zu restefickenden Nackenmattenschwingern, wenn ich Lust dazu habe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-313784682018389151?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/313784682018389151/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/endlich-mal-was-neues.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/313784682018389151'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/313784682018389151'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/endlich-mal-was-neues.html' title='Endlich mal was Neues...'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2498593427325094686</id><published>2011-07-07T21:45:00.006+02:00</published><updated>2011-07-07T22:13:32.222+02:00</updated><title type='text'>Hell is round the corner</title><content type='html'>Wenn ich mit meinem Kumpel Mario Haecker zusammentreffe, der im TITANIC als Koch arbeitet, endet der Abend rituell mit einer Stippvisite in Randgebiete der menschlichen Existenz, die vom Ausgangspunkt gerade mal gut 100 Meter und eine Häuserecke entfernt sind.&lt;br /&gt;Es geht "...ins Blatt", das ist eine Kneipe exakt diesen Namens, die bis um drei geöffnet hat, so daß man die Wartezeit bis zur Ankunft von Marios Bahn noch bei einem Bier zubringen kann... und zwar in einem Laden, dessen Stammbedienung gerade wegen Verstoß gegen die Bewährungsauflagen in den Knast gewandert ist und man sich bei irgendeinem Eurodancegequieke oder den Böhsen Onkelz zurücklehnen kann, um miserabel gekleideten Trägern von Nackenspoilern beim Versuch zuzusehen, irgendwas zum Resteficken zu kriegen.&lt;br /&gt;Das ist so trostlos, wie es sich anhört. Zumindest haben solche Läden den unbestreitbaren Vorteil, daß man- egal, was einem in letzter Zeit Verdammenswertes passiert ist- zumindest mal die restliche Nacht lang zur Überzeugung gelangt, daß das eigene Leben ziemlich großartig ist, wenn man es mit anderen vergleicht.&lt;br /&gt;Vor allem, wenn ein Automatendaddler vorgerückten Alters auf seinem Stuhl sitzt und Bier aus einer Flasche mit Trinkvorrichtung zu sich nimmt... und man nach einem kurzen Blick entsetzt feststellt, daß er das tut, weil er keinen Unterkiefer mehr hat, da ihm selbiger scheinbar vor einigen Jahren entweder krebs- oder autounfallbedingt entfernt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und während man dann dasitzt und sich unbewußt übers Kinn streicht, erfüllt einen eine immense Dankbarkeit für dessen pure Existenz. Das muß auch erst mal jemand auslösen können: daß man in lauer Sommernacht kurz nach 2 plötzlich beginnt, sein Kinn zu lieben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2498593427325094686?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2498593427325094686/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/hell-is-round-corner.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2498593427325094686'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2498593427325094686'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/07/hell-is-round-corner.html' title='Hell is round the corner'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-2351783871095362944</id><published>2011-06-25T15:28:00.004+02:00</published><updated>2011-06-25T16:47:56.477+02:00</updated><title type='text'>Hör mal, Einsicht:</title><content type='html'>könntest du dich nicht mal bei der Redaktion des auch immer öder werdenden Gratisblattes VICE melden, und ihr mitteilen, daß Johnny Ryan der schlechteste Comiczeichner der Welt ist?&lt;br /&gt;Und daß es nicht reicht, einfach nur eklig zu sein, auch wenn das Ganze witzig gemeint ist?&lt;br /&gt;Ich habe ein Faible für geschmacklosen Humor, aber Ryans Comics sind nicht nur widerlich, sondern auch spaß- und pointenfreie Ausgeburten aus einem Rinderarsch, mundgemalt von einem blinden Mongoloiden mit dem Humorempfinden von einem Eimer Küchenkehricht mit Mäusescheiße. Das nur, um mal auf dieser Ebene zu bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das mußte mal gesagt werden. Und jetzt mach hin, ich hab nicht ewig Zeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-2351783871095362944?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/2351783871095362944/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/06/hor-mal-einsicht.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2351783871095362944'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/2351783871095362944'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/06/hor-mal-einsicht.html' title='Hör mal, Einsicht:'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-9177658063350885902</id><published>2011-06-21T16:08:00.008+02:00</published><updated>2011-06-21T22:49:21.210+02:00</updated><title type='text'>Post von Bronkowitz</title><content type='html'>Liebes "Letzte-Seiten-Team" des Drecksblatts!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie haben ja mit Franz- Josef Wagner bereits einen Kolumnisten im Haus, der eigentlich schwer zu schlagen ist.&lt;br /&gt;Zumindest was die Disziplin "mit größtem Aufwand zum lächerlichsten Ergebnis" angeht: dem Hörensagen nach sitzt der alte Lederstrumpf dauerqualmend den ganzen Tag in seinem Appartement und zerbricht sich den Kopf über das, was unter seinem Konterfei gedruckt auf Seite 2 zu finden ist.&lt;br /&gt;Selbiges übersteigt an Inhaltsschwere kaum das, was aus einem auf dem Herd vergessenen Topf Flockenpürree herausquallert.&lt;br /&gt;Ich wage kühn zu behaupten, daß ich dazu in der Lage wäre, in zwei Stunden fünf dieser albernen Riemen in die Tastatur zu hauen und mich dabei zu besaufen.&lt;br /&gt;Warum sich jemand wie Wagner, der immerhin kürzlich als Romancier in Erscheinung getreten ist (und das wohl gar nicht schlecht, wie man vernahm)und mit Jörg Fauser befreundet war, irgendwann hauptberuflich dem völligen Stumpfsinn ergeben hat, ist eine reichlich müßige Frage... und betrachtet man den diffundierenden Schwachsinnsgehalt seiner einzelnen Kolumnen, scheint er selbst auch manchmal in selbstreflexiven Momenten der Verzweiflung darüber nahe, so beeindruckend absent wirkt oft der mühsam zusammengehämmerte Seich.&lt;br /&gt;Doch es geht noch besser.&lt;br /&gt;Was Patricia Driese, ihres Zeichens (und wohl auch dem des Herméslappens, der immer dermaßen ostentativ um ihren Hals hängt, als wäre er das Relikt eines mißglückten Selbstmordversuchs)stellvertretende Ressortleiterin, gestern als Kurzkolumne in die Ecke schmieren durfte, ließ jedem denkenden Menschen die Großhirnrinde eintrocknen und abgepellt in die Nüstern rutschen, wo sie beim nächsten beherzten Schneuzen entfernt wurde.&lt;br /&gt;Wie jemand, der sich erste Meriten als EU- Korrespondentin für die dpa in Brüssel verdiente (und nicht in einer zugigen Fabrikhalle in Südalbanien, wo sie Kupferdrähte der Länge nach sortieren durfte, wie man fälschlicherweise annehmen darf) einen derartigen Scheiß und Rotz und zum Greinen hirnzerdröselnden Dummfug über Hugh Hefner (wobei das Thema eigentlich völlig austauschbar war) zusammentippen darf, der noch dazu nicht nur soviel Stilsicherheit wie ein Bouillonwürfel aufweist, sondern auch mit humoristischen Finessen vom Schlage "Sie muß aufpassen, sonst nagt bald ein anderes Häschen an ihrem Stuhl" (betreffend des greisen Hengstes neue Gespielin)aufwartet, bleibt mir völlig rätselhaft.&lt;br /&gt;Was denkt man sich beim Abfassen solcher hirnlos fluffiger Niedlichgemeintgeistlosigkeiten? &lt;br /&gt;"Meine Schuhe drücken"? "Der Fensterputzer vor meinem Büro sieht aus wie ein gemeingefährlicher Irrer"? "Bzzzzzzzz"?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Verlag unterstellte mir in meiner Autorenkurzbiographie, mein Blog wäre misanthropisch. Eigentlich finde ich mich für einen waschechten Misanthropen fast wieder zu nett.&lt;br /&gt;Wenn ich mir aber beim Lesen weniger Zeilen wünsche, ein Meteor möge augenblicklich auf die Erde stürzen und alles Leben dahinraffen, das solchen Quatsch auch nur halbwegs unterhaltsam findet, auf daß endlich mal Ruhe ist, habe ich das Gefühl, am Ziel einer langen Reise angelangt zu sein.&lt;br /&gt;Ich sollte Ihnen dafür eigentlich dankbar sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzlichst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr King Bronkowitz&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-9177658063350885902?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/9177658063350885902/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/06/post-von-bronkowitz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/9177658063350885902'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/9177658063350885902'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/06/post-von-bronkowitz.html' title='Post von Bronkowitz'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-489722067956525847</id><published>2011-06-13T22:15:00.009+02:00</published><updated>2011-10-31T22:47:23.054+01:00</updated><title type='text'>Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse</title><content type='html'>Mein schlimmster Alptraum wird 70.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit meine ich nicht Bob Dylan, obwohl er sich ernsthaft darum beworben hat. Nein, auch Werner Böhm aka Gottlieb Wendehals darf unbehelligt das Jubiläumshuhn schwingen, als gäbe es kein Morgen. Und Dylan ist wahrhaftig noch ein Halbgott, wenn man dagegen diesen Fürsten der Finsternis ins Feld führt.&lt;br /&gt;Natürlich ist er ein stehendes Ziel, das ist auch mir bewußt. &lt;br /&gt;Und daß er privat tragödienbehaftet ist, wie es schlechten Clowns eigen zu sein scheint, winke ich auch noch durch... auch wenn es mir durchaus einleuchtet, daß er selbst seine über Jahre angesammelten Scheußlichkeiten nur noch mit Standgas ertragen hat. &lt;br /&gt;Nur war im großen Bericht des führenden deutschen Drecksblattes nichts von Selbstkritik bezüglich des künstlerischen Auswurfes zu lesen, den er fabriziert; nein, statt der späten Einsicht, zu Höherem berufen gewesen zu sein und stattdessen seine Karriere auf dem Niveau "komplett retardierte Verkörperung deutschen Latrinenhumors" verbracht zu haben (inklusive infantiler Witze über Titten, Mösen und der splitternackichten Präsentation seines legendenumworbenen Riesenrohrs in einer Fernsehsendung, verbunden mit dem Hinweis, es habe seine "Ehe gerettet") und verdient auf dem Teil von Mallorca gelandet zu sein, der abgesägt und versenkt werden sollte (vermutlich würden das die dort versammelten Troglodyten und abgehalfterten Schlagerdummklumpen vor lauter Eimersaufen sowieso nicht bemerken bzw. würden vor lauter Silikontitten eh nicht untergehen),droht er.&lt;br /&gt;Und zwar damit, einen neuen Produzenten zu haben und weiteren auf Scheiben gepreßten Stuhlgang auf die Menschheit loszulassen, denn: er läßt sich nicht unterkriegen. Und heischt dafür Anerkennung.&lt;br /&gt;Wer in den 70ern und 80ern Kind war, kennt das Grauen, vielleicht verbunden mit dem Gefühl, das Leben in einem Paralleluniversum zu beobachten, welches immer weiter von einem selbst abdriftete.&lt;br /&gt;Mike "Der Nippel" Krüger, Gottlieb Wendehals, Jürgen von der Lippe, Roberto Blanco, Klaus und Klaus, Günther Willumeit, Fips Asmussen. &lt;br /&gt;Dazu Partykeller, Erwachsene mit lustigen Hütchen, die eine Polonaise tanzen (natürlich die Erwachsenen, nicht die Hütchen), Lieder von häßlichen alten Säcken, die augenzwinkernd genau wußten, was junge Frauen wollten, nämlich das Eine, und zwar am besten von ihnen (den wilden bierplauzigen Anzugträgern mit der Ausstrahlung vorbestrafter Tittengrapscher); Plastikigel mit Käsewürfel- Weintraubenspießen zum Bier aus Plastikbechern mit lustigen Partymotiven, Sketchshows mit Grit Boettcher und Eddi Arendt, Männerballette oder Schuhcremeneger mit Bananenröcken und das alles koaguliert zu einem gräßlichen Klumpen schmierigen Schmadders, der da durch unsere sackhaarlose Zeit als "deutscher Humor" rutschte, denn offiziell gab es keinen anderen. &lt;br /&gt;Es gibt wahrlich kein kulturelles Phänomen, das mir mehr Schauer wohlverdienten Ekels über den Rücken jagt als deutscher Dumpfbackenhumor der 70er und 80er. Immerhin ist der Haß auf diese Mentalität, aus welcher er entstand, einer der Gründe, warum ich in fortgerücktem Alter Halt in der Punkszene suchte, denn bei Leuten, die sowas lustig fanden, war kein Trost. Ich frage mich nur, ob es der aktuellen Kindergeneration mit Mario Barth genauso ergehen wird? &lt;br /&gt;Das glaube ich nicht, denn sogar unlustige Dauergrimassierer wie Michael Mittermaier lösen in mir keine solche Pein aus wie das obengenannte Sammelsurium.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzlichen Glückwunsch, Gottlieb Wendehals. Bleib trocken, werde von mir aus bei bester Gesundheit 100 Jahre alt... aber halte zukünftig die Fresse.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/780934532042901451-489722067956525847?l=king-bronkowitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/feeds/489722067956525847/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/06/hier-fliegen-gleich-die-locher-aus-dem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/489722067956525847'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/780934532042901451/posts/default/489722067956525847'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://king-bronkowitz.blogspot.com/2011/06/hier-fliegen-gleich-die-locher-aus-dem.html' title='Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse'/><author><name>Stefan Gaffory</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06640801468431866313</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_XvEfG2nc7dY/SwiLphJ7SXI/AAAAAAAAADI/g3Ae9s3hEhQ/S220/bronko.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-780934532042901451.post-3017822283791015812</id><published>2011-06-12T12:13:00.006+02:00</published><updated>2011-10-31T22:49:36.268+01:00</updated><title type='text'>Dämon Alkohol</title><content type='html'>Einer der albernsten Gutm
